Anja Karliczek: Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag | Foto: Rauß Fotografie

Anja Karliczek: Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag

Technologieförderung, aber mit Strategie: Die Bundesregierung hat ihre Eckpunkte für eine Strategie Künstliche Intelligenz (KI) im Juli beschlossen. Auf dem Digitalgipfel in Nürnberg soll am 3. und 4. Dezember 2018 die offizielle Vorstellung der Strategie erfolgen. Hier eine kleine Zusammenfassung der Zukunftspläne.

Mit den Eckpunkten für KI strebt die Bundesregierung die Erforschung, Entwicklung und Anwendung von künstlicher Intelligenz in Deutschland an. Ziel ist es, die Technologie auf ein weltweit führendes Niveau zu bringen. Die Eckpunkte dienen hierbei als Grundlage für die Strategie KI, die in den nächsten Monaten noch ausgearbeitet wird. Geschehen wird das in den folgenden Wochen über einen von der Bundesregierung initiierten Konsultationsprozess. Dazu werden bundesweit arbeitende Organisationen, Verbände und Institutionen verschiedene Expertenworkshops sowie Fachforen gemeinsam durchführen.

Gemeinsinn im Fokus

Geplant ist, die Nutzung von KI verantwortungsvoll und zum Wohle der Gesellschaft voranzubringen sowie neue Wertschöpfungspotenziale zu erschließen. Die Kabinettvorlage wurde gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitet. „Künstliche Intelligenz hält Einzug in unseren Alltag und wir wollen, dass diese Technik den Menschen hilft. Daher stellen wir den Nutzen für den Menschen in unserem Lande in den Mittelpunkt unserer KI Strategie. Richtig gestaltet ist KI ein wichtiger Schlüssel für Wachstum und Wohlstand“, so Bundesforschungsministerin Anja Karliczek.

Ambitioniertes Vorhaben

Darüber hinaus soll die Forschungslandschaft in Deutschland mit Kompetenzzentren ausgebaut werden. Insbesondere deutsche Großstädte sollen sich mehr mit Europa vernetzen können. Außerdem kann auf diese Weise auch nach passenden Fachkräften aus der Wissenschaft Ausschau gehalten werden. Aber auch die Arbeitsbedingungen des Wissenschaftsnachwuchses sollen attraktiver gestaltet werden, unter anderem durch zusätzliche Professuren für KI. Zudem wird sich die Forschungsförderung wandeln: Eine Agentur für Sprunginnovationen soll gegründet werden, die sich auch dem Thema Künstliche Intelligenz annehmen wird.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier fasst es folgendermaßen zusammen: „Künstliche Intelligenz ist nicht irgendeine Innovation – sie ist eine Basis- Innovation, die unsere Wirtschaft und unser Leben insgesamt verändern und verbessern wird. Deshalb wollen wir, dass Anwendungen von Künstlicher Intelligenz auch nicht irgendwo auf der Welt entwickelt und umgesetzt werden, sondern hier bei uns in Deutschland und Europa. Die Eckpunkte für eine Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung legen dafür den Grundstein. Wir senden ein Aufbruchssignal an Unternehmen und Gründer, denn es geht vor allem darum, unsere hervorragenden Forschungsergebnisse auch in Produkten und Dienstleistungen anzubieten und Deutschland so zu einem weltweit führenden Standort für KI zu machen. Künstliche Intelligenz zu entwickeln und zu beherrschen – sei es beim autonomen Fahren, in der Krebsdiagnostik oder bei den Produktionsprozessen der Zukunft – ist eine Schlüsselfrage für Deutschland und Europa. Mit unserer KI-Strategie werden wir schlagkräftige Antworten geben.“ (lj)

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