Accounting: Digitalisierung sorgt für mehr Effizienz und Transparenz | Foto. pixabay.com

Accounting und Controlling: Digitalisierung sorgt für mehr Effizienz

In den meisten Unternehmen sorgt die Digitalisierung dafür, das Accounting und das Controlling effizienter und transparenter zu machen. Die hohen Erwartungen in Bezug auf Predictive Planning und Forecasting scheinen sich für die Mehrheit der Unternehmen noch nicht zu erfüllen. Das zeigen die Ergebnisse einer gemeinsamen Umfrage von KPMG und der Ludwig Maximilians-Universität München. 172 Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz nahmen an der Umfrage teil.

Markus Kreher, Head of Finance Advisory bei KPMG: „Insbesondere im Accounting sind die Auswirkungen der Digitalisierung zu spüren, da in der operativen Buchhaltung viele transaktionale, standardisierte Prozesse ablaufen, die durch die aktuellen technologischen Entwicklungen stark automatisierbar sind.“ 78 Prozent der befragten Unternehmen stimmen der Aussage zu, das Accounting habe durch die Digitalisierung bereits an Effizienz gewonnen. 73 Prozent konnten ihre Effektivität steigern. Die Mehrheit der Unternehmen gab zudem an, dank Digitalisierung im Accounting mehr Daten zu verarbeiten (66 Prozent) und entscheidungsnützlichere sowie verlässlichere Informationen liefern zu können (61 Prozent). Für das Controlling liegen die entsprechenden Zustimmungswerte nur knapp darunter

Viele Technologien bisher selten im Accounting verwendet

Im Zuge der Digitalisierung setzen Unternehmen bereits flächendeckend die Homogenisierung der Systemlandschaft (29 Prozent) um. Dahinter folgt die papierlose Buchhaltung (23 Prozent). Bei den sich aktuell in der Umsetzung befindlichen Projekten haben die Standardisierung von Workflows und das Management von Datenqualität (49 bzw. 48 Prozent Zustimmung) Priorität.

Laut Markus Kreher ist die geringe flächendeckende Anwendung von unterschiedlichen vorhandenen Technologien und technologiebasierten Lösungen im Rechnungswesen auffällig. „Themen wie Big Data-Analysetools, Self-Service Reporting oder In-Memory-Datenbanken werden aktuell überwiegend in Pilotprojekten genutzt oder gerade erst geplant. Erste Erfahrungen mit Software-Bots, Virtual Reality Tools zur Visualisierung von Kennzahlen oder Machine Learning-Ansätze liegen vor oder werden zumindest von etwa 20 Prozent aller Befragten diskutiert. Für knapp die Hälfte der Teilnehmer hingegen sind Virtual Reality Tools, Machine Learning-Ansätze oder die aktuell viel zitierte Blockchain-Technologie derzeit kein Thema,“ so Kreher weiter.

Skepsis gegenüber Cloud-Anwendungen

Fast die Hälfte aller Teilnehmer (45 Prozent) beabsichtigt derzeit nicht, eine Private Cloud in ihrem Finanzbereich einzusetzen; der Einsatz einer Public Cloud stößt sogar bei 70 Prozent der Befragten auf Skepsis. Die Studie befragte Unternehmen, die bereits mit Cloud Computing arbeiten, zu den Vorteilen einer solchen Lösung. Immerhin 45 Prozent sehen im weltweiten Zugriff der Nutzer auf die Daten den wesentlichsten Vorteil beim Einsatz von Cloud Computing. Überraschenderweise misst die Mehrheit der Teilnehmer Cloud Computing nur zum Teil Kosteneinsparpotenziale bei (56 Prozent Zustimmung). (red)

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