Politprominenz zu Gast auf dem Berliner Presseball: Spielbank Chef Gerhard Wilhelm, Phillip Amthor, Walther Kohl und Gastgeber Mario Koss (v.l.n.r.). Foto: ©Laessig

120. Berliner Presseball – Berliner Exotik im Zeichen Europas

„Liebesgrüße aus Europa“ lautete das Motto des 120. Berliner Presseballs im Maritim Hotel in Tiergarten am vergangenen Sonnabend. Das Europäische Parlament war Schirmherr der bunten Veranstaltung mit über 1.500 Gästen. Der Ständige Vertreter der Bundesrepublik bei den Vereinten Nationen, Christoph Heusgen, betonte in seinem Grußwort die Bedeutung Europas für die Freiheit und den freien Handel.

Walther Kohl (l.) und Phillip Amthor. Foto: ©Laessig

Posthume Auszeichnung für Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl

Posthum wurde Bundeskanzler Helmut Kohl für seine Verdienste für Europa ausgezeichnet. Der neben der Bundeskanzlerin Angela Merkel wohl bekannteste CDU Politiker, Philipp Amthor, würdigte den Kanzler der Einheit und setzte sich wie dieser für ein starkes Europa ein. Walter Kohl, Sohn des Kanzlers und Buchautor nahm stolz den Preis für seinen Vater entgegen.

Extravagant: Designer Harald Glööckler neben Spielbank Chef Gerhard Wilhelm. Foto: ©Laessig

Ausgelassene Ballnacht mit viel Prominenz

Ein breitgefächertes Unterhaltungsprogramm mit der Kultband Dschingis Khan, Andrej Hermlin und seinem Orchester und der Kinderchor der Komischen Oper sorgten für eine stimmungsvolle und ausgelassene Ballnacht. Der Tombolaerlös ging an den Verein Kinder in Gefahr, an die Berliner Kältehilfe und an die Aktion Augen-Licht. Bis spät in die Nacht feierten Designer Harald Glööckler, Spielbank Chef Gerhard Wilhelm, Polizeipräsidentin Barbara Slowik, BERLINboxx-Herausgeberin Dr. Angela Wiechula, Berlins Ehrenbürgerin Margot Friedländer,  der Aufsichtsratsvorsitzende der Schwarzkopf-Stiftung und ehemalige Berliner Kulturstaatssekretär André Schmitz-Schwarzkopf, Schlossparktheater-Direktor Dieter Hallervorden, Lichtdesigner Andreas Boehlke, Designerin Nanna Kuckuck,  Schauspielerin und Moderatorin Micaela Schäfer und – aus Wien angereist – Richard «Mörtel» Lugner (87) mit der ca. 60 Jahre jüngeren Freundin Zebra.

Berliner und Wiener schätzen sich

Die typische Berliner Schnauze sei eigentlich recht lustig gestand der Wiener Baulöwe und erklärte, dass er sich gerne an Harald Juhnke erinnere, mit dem er sich „immer gut verstanden“ habe. Außerdem stünde die Berliner Mentalität nicht im Gegensatz zur Wiener Gemütlichkeit: „Ich glaube, dass die Berliner und Wiener sich generell schon mögen und sich gegenseitig schätzen“, so Lugner.

Die Ballgäste stellten in der Spielbank-Lounge ihr Glück auf die Probe. Foto: ©Laessig

Ältester Ball der Welt

Der Berliner Presseball ist der älteste Ball der Welt – 1872 erstmals veranstaltet, ist er ganze drei Jahre älter als der weltberühmte Wiener Opernball. Ursprünglich war der Ball eine Veranstaltung für notleidende Journalisten, nun folgen die Veranstalter dem Ziel, politische Aussagen mit Spaß für jedermann zu verbinden. Eine Tombola gehört ebenfalls nach wie vor zum Programm. Der Erlös geht an den Verein Kinder in Gefahr, an die Berliner Kältehilfe und an die Aktion Augen-Licht. (red)

 

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