Wirtschaftszweig Sport: Finanzielle Sicherheit dank Fünfjahresvertrag

Der Landessportbund Berlin (LSB) kann bald sicherer planen. Das Land Berlin plant, die finanzielle Förderung des LSB im kommenden Jahr durch einen Fünfjahresvertrag bis 2022 rechtlich abzusichern. Bisher wurde die Summe, mit der der Senat den Landessportbund unterstützt, alle zwei Jahre neu verhandelt. Diese hing vor allem auch von der Fördersumme durch die Lotto Stiftung ab. Durch den Vertrag kann der LSB zukünftig besser planen als bisher.

1,7 Mio. Euro mehr für Berliner Sport

Bisher wurden vom Senat im Entwurf für den Doppelhaushalt 2018/19 rund zehn Millionen Euro für den Sport eingeplant. Dank des Vertrages werden dem Landessportbund zusätzliche 1,7 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Derzeit hängt der Berliner Sport von den Lottomitteln ab, welche zuletzt von Jahr zu Jahr geringer ausfielen. Durch den Vertrag wird der Dachverband des Berliner Sports unabhängiger von diesen Mitteln. Dieser vertritt derzeit rund 630.000 Mitglieder in ca. 2.400 Berliner Vereinen.

Stärkere Förderung für Breiten- und Spitzensport

Der Vertrag zwischen Senat und dem Landessportbund ist ein Novum für den Berliner Sport. Die Idee dafür hatte laut Angaben der Senatsverwaltung für Inneres und Sport jedoch schon der ehemalige Sportsenator Ehrhart Körting (2006-2011), wurde jedoch immer wieder von der Agenda genommen. Nun soll das langjährige Vorhaben endlich umgesetzt werden.

Mit je 16,5 Millionen Euro will das Land Berlin in den kommenden beiden Jahren den Berliner Sport stärker fördern – eine Steigerung von mehr als einem Drittel im Vergleich zum letzten Doppelhaushalt. Vor allem hauptamtliche und ehrenamtliche Trainer, der Olympiastützpunkt Berlin, aber auch Spitzensportler des Berliner Behindertensports soll das Plus vor allem zugutekommen. Dafür hatten sich insbesondere die Grünen eingesetzt.

Kein zusätzliches Geld für Sanierungsmaßnahmen

Des Weiteren soll die Integration von Flüchtlingen in den Vereinssport mit 700.000 Euro unterstützt werden. Ebenso soll fair gehandelte Sportausstattung zukünftig finanziell bezuschusst werden. Kritisch sieht LSB-Präsident Klaus Böger jedoch, dass die Fördersumme für die Sanierung von Sportstätten unverändert bei 18 Millionen Euro belassen wurde. Dies sei zu wenig, um die Sanierung der Hallen nach der Unterbringung von Flüchtlingen vollständig durchführen zu können, was wiederum negative Auswirkungen für den Berliner Vereins- und Breitensport hat. (cr)

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