WiredScore: Konnektivität ist wichtiger als Lage und Miete

Berlin ist der Hotspot Europas für die digitale Szene – ganz besonders das Thema digitale Infrastruktur gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Die BERLINboxx hat mit dem Spezialisten in Sachen Konnektivität gesprochen: Sebastian Seehusen. Er ist als Director Germany für den erfolgreichen Start von WiredScore in Deutschland verantwortlich.

Herr Seehusen, was kann man sich unter WiredScore vorstellen?

WiredScore ist ein Bewertungssytem, das es ermöglicht, die digitale Infrastruktur einer Gewerbeimmobilie zu bestimmen. Das heißt: Wir betrachten verschiedene bauliche Maßnahmen, um herauszufinden, wie gut und zuverlässig das Internet tatsächlich in einer Immobilie nutzbar ist. Eine solche Zertifizierung schafft Transparenz und ermöglicht es, den digitalen Status quo ersichtlich greifbar zu machen. Darüber hinaus möchten wir Anreize setzen und Eigentümer dazu motivieren, die digitale Infrastruktur ihrer Immobilie zu verbessern.

Welchen Nutzen hat WiredScore für Investoren und Unternehmen?

Egal mit welcher Seite man spricht: Das Problem mit der digitalen Infrastruktur kennen sowohl Mieter als auch Investoren. Aber gerade für Firmen kann mangelnde Internetkonnektivität immense Kosten und Probleme verursachen. Alles liegt still, sobald das Internet ausfällt: E-Mails, Rechnungen und andere essentielle Firmendaten. Es gibt kaum noch Firmen, die komplett offline agieren, also betrifft eine schlechte Infrastruktur nicht nur „Tech-Companies“, sondern fast jedes Unternehmen.

Inwieweit wird WiredScore den (Berliner) Immobilienmarkt verändern?

Ein entscheidender Punkt ist die Transparenz in einem Bereich, der notorisch von Intransparenz gekennzeichnet ist. Globale Standards machen es einfach, die Dinge in Relation zueinander zu setzen. Gebäude sind nun, bezüglich der Infrastruktur und Konnektivität, miteinander vergleichbar. Das gab es so bisher noch nicht. Gerade für eine Startup-Metropole wie Berlin ist eine gute digitale Infrastruktur die unbedingte Voraussetzung für Firmengründungen und kann einen echten Wettbewerbsvorteil darstellen.

Was erwartet Ihrer Meinung nach Berlin im Jahr 2018?

Digitale Geschäftsmodelle sind weiterhin im Trend und die „Proven Champions“ zeigen uns, dass der Boom auch Hand und Fuß hat. Wir erwarten 2018 motivierte und gute Gründer, die nachhaltige Geschäftsmodelle aufbauen. Außerdem wäre wünschenswert, dass diese weiterhin ein fester Bestandteil von Berlin bleiben. Die Bedeutung digitaler Infrastruktur wird weiterhin zunehmen, immer mehr junge Menschen und Firmengründer zieht es in die Stadt, für die eine stabile und zuverlässige Konnektivität unerlässlich ist. Berlin hat die Chance, damit zu punkten und zu beweisen, dass die Stadt der Hotspot Europas für die digitale Szene ist.

Über Wiredscore

Seinen Ursprung hat WiredScore in Manhattan. Um im Vergleich zu anderen Städten, wie beispielsweise San Francisco, keinen Nachteil zu haben, wurde 2013 in Zusammenarbeit mit WiredScore CEO Arie Barendrecht und New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg die „Wired Certification“ entwickelt. Diese Zertifikation erlaubt es, sinnhaft die digitale Infrastruktur zu beschreiben. Im Jahr 2015 expandierte das Unternehmen und WiredScore eröffnete ein Büro in London. 2015 wurde WiredScore dann auch in anderen Teilen Großbritanniens sowie 2017 in Irland und Frankreich eingeführt. Im September dieses Jahres wurde WiredScoe inDeutschland gelauncht.

(red)

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