Wie digital ist Berlins Wirtschaft? Neue Studie der IHK

Um es vorweg zu nehmen: Die Kleinen geben den Ton an in der digitalen Transformation, das belegt die neue Studie der IHK zum Digitalisierungsgrad der Berliner Wirtschaft. „Insbesondere kleine Unternehmen und Start-ups sind im digitalen Zeitalter angekommen und ihre Geschäftsmodelle werden bereits stark durch die neuen Technologien bestimmt“, sagt Jan Pörksen, Geschäftsführer für Existenzgründung und Unternehmensförderung der IHK Berlin. „Um die Berliner Wirtschaft als Ganzes auf Digitalisierungskurs zu bringen, muss diese Entwicklung künftig noch stärker in großen Unternehmen sowie traditionellen Branchen stattfinden und entsprechend gefördert werden. Gerade beim Thema Industrie 4.0 sollte Berlin nicht nur in der Forschung, sondern auch in seiner Umsetzung glänzen.“

 

58 Prozent der Berliner Unternehmen schätzen ihren Stand der Digitalisierung als hoch ein, für 90 Prozent sind digitale Technologien sogar zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie. Das sind zwei wesentliche Trend aus der Befragung. Weitere Erkenntnisse:

  • Der Digitalisierungsgrad ist am höchsten in der Digital- (92 Prozent) und Kreativwirtschaft (69 Prozent), gefolgt von der Gesundheitswirtschaft (58 Prozent) sowie dem Bau- und Immobilienbereich (56 Prozent).
  • Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerung, das Erschließen neuer Märkte und Kunden sowie die Entwicklung neuer Produkte und Services sind die Haupttreiber für den Einsatz digitaler Technologien.
  • Die Umsetzung konkreter Industrie 4.0 Projekte tritt ein wenig auf der Stelle. Nur jedes zehnte befragte Unternehmen handelt, 60 Prozent beschäftigen sich derzeit gar nicht mit dem Thema.
  • Digitalisierung ist Chefsache. Besonders in Berlin mit seiner kleinteiligen Unternehmensstruktur gibt es wenige digitale Geschäftseinheiten. Damit ist in mehr als 70 Prozent aller Betriebe die Unternehmensführung zuständig für digitale Strategien.

Die Studie steht bei der IHK hier zum Download bereit.

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