Von Südkorea nach Kanada: das Sony Center wechselt seinen Besitzer

Der Hype um den Immobilienstandort Berlin nimmt nicht ab. Nachdem immer mehr Menschen ihren beruflichen und auch privaten Sitz in die Hauptstadt verlegen, ziehen jetzt auch die Arbeitgeber nach. Das Interesse am Bürosektor in Berlin steigt und ist so groß wie nie zuvor.

Paukenschlag nach sieben Jahren

Kurz vor der Expo Real, der größten Immobilienmesse Europas, erklingt eine Nachricht wie ein Paukenschlag auf dem deutschen Immobilieninvestmentmarkt: Nach sieben Jahren hat das Sony Center am Potsdamer Platz Anfang Oktober seinen Besitzer gewechselt. Der ehemalige südkoreanische Besitzer National Pension Service (NPS) verkauft das Immobilienensemble an den kanadischen Pensionsfonds Omers bzw. an dessen Immobilientochter Oxford Properties. Mit einem Verkaufspreis von rund 1,1 Milliarden Euro machen die Südkoreaner einen Gewinn von über 500 Millionen Euro im Vergleich zum Kaufpreis von 2010. Neben Omers-Immobilientochter ist die New Yorker Immobilieninvestmentgesellschaft Madison International Realty Co-Käufer des Objektes.

Das 24.000 Quadratmeter große Sony Center umfasst 85.000 Quadratmeter Bürofläche, 67 Wohnungen und 20.000 Quadratmeter Einzelhandels- und Freizeitflächen, darunter ein Kino. Unter den Hauptmietern finden sich Firmen wie die Deutsche Bahn oder auch Facebook.

Die Kanadier haben in der Vergangenheit ihre Investments in Europa stark gesteigert. Mit dem Kauf des Sony Centers gelingt ihnen die erste Transaktion in Deutschland. Mit 2,3 Milliarden Euro Immobilienvermögen auf Kontinentaleuropa und einem Gesamtvermögen von 26 Milliarden Euro sind die Kanadier in der Immobilienbranche weltweit gut aufgestellt.

Die Immobilienbranche boomt

Das steigende Interesse von Immobilienfirmen und Arbeitgebern in den Bürosektor zu investieren nimmt nicht ab, im Gegenteil. Das Internationale Maklerhaus Knight Frank führt seit neuestem den Potsdamer Platz auf Platz 15 der weltweit teuersten Bürostandorte für Technologiefirmen auf. Auch die Immobilienberater von BNP Paribas Real Estate sehen positiv in die Zukunft. Sie prognostizieren, dass das Vorjahresinvestitionsvolumen von 5,4 Milliarden in diesem Jahr in Berlin weit überboten werden wird. (red)

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