Von einer Schnappsidee zum Erfolgsrezept

Wie ein Berliner Jungunternehmer mit seinem Start-Up begeistert

Dass man in Berlin mit einem Start – Up scheitern kann, mussten schon viele Unternehmensgründer feststellen. Auch die Entwickler von Kukki, tiefgefrorene Cocktails direkt fertig zum Verzehr, haben einige Anläufe und viel Geduld gebraucht, bis die Idee richtig umgesetzt lief und der Verkauf sich rentiert.

Mit ihrer Idee liefen die drei Jungunternehmer Andreas Romanowski, Josef Klemm und Saif Hamed immer wieder vor verschlossene Türen. Investoren hielten die drei für verrückt und sich zurück. Doch die Unternehmensgründer ließen sich nicht beirren und tüftelten weiter. Heute werden in einer Lichterfelder Fabriketage bis zu 1500 Cocktail-Flaschen pro Tag abgefüllt. Erst wurden Kneipen auf das Getränk aufmerksam, dann Cateringfirmen und nun auch große Supermarktketten. Das Geschäft brummt!

Das Besondere an den Cocktails: Sie werden fertig gemixt mit Früchten und Eiswürfeln eiskalt serviert. Und das funktioniert wie folgt: In der Fabriketage werden Flaschen mit Früchten, Eisstäben und dann mit dem Cocktail befüllt. Das ganze wird tiefgefroren und so an die Abnehmer ausgeliefert. Vor dem Verzehr muss die Flasche zum Auftauen lediglich ins warme Wasser gelegt werden. Der Alkohol schmilzt den gefrorene Cocktail eher als die Eistäbchen – so ist der eiskalte Genuss auch nach dem Auftauen gewährleistet.

Besonders interessant könnte diese Idee für Kneipen und Gastronomen sein, für die es ein zu großer Aufwand bedeutet, etliche Alkohol- und Saftflaschen parat zu halten, um unterschiedliche Cocktails anzubieten.

Wie viel Arbeit und Fleiß  man in einen Start-Up stecken muss, wird deutlich, wenn man einen Blick in die Lichterfelder Fabrikanlage der drei Jungunternehmer wirft. Der 33-Jährige Josef Klemm hat eigens die Eismaschine konstruiert, die die Eisstäbchen produziert. Da diese jedoch nicht mehr den Anforderungen und der Nachfrage gerecht wird, ist eine ganze Produktionsstraße geplant. Auch diese selber gebaut von Klemm.

Doch das Team von Kukki ist nicht das einzige Jungunternehmen, welches sich an einem Start-Up mit Tiefkühlgetränken versucht. Die Berliner Alexander Katz (31) und Felix Riederer von Paar (28) kamen an einem sonnigen Frühlingtag auf die Idee, Cocktails als Eis am Stiel herzustellen und gründeten das Star-Up SchleckDruff. Per Hand  werden dafür Cocktailmischungen in Eisförmchen gefüllt und Schockfroster tiefgekühlt. Dies ist besonders wichtig, denn sonst würde der in dem Eis enthaltene Alkohol als erstes schmelzen. Die Unternehmer produzieren 2500 Stück am Tag. Mit steigendem Erfolg: Vor zwei Jahren wurden noch 30.000 Stück im Jahr hergestellt, letztes Jahr waren es schon 100.000.

Für Erfrischung im angehenden Sommer ist also gesorgt. Wer sich selber überzeugen möchte, kann auf den Websites der Unternehmen die Produkte erwerben – oder im nahegelegenen Supermarkt mit etwas Glück die tiefgekühlten Cocktails im Tiefkühlfach finden.

(Foto: Facebook kukki cocktail)

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