Toll tafeln oder auch Teller statt Tonne

Lebensmittelverschwendung lässt sich einfach vermeiden, ein weiterer Beweis: die kostenlose Service-App Too Good To Go. Das Konzept des Betreibers ist simpel: Restaurants, Cafés, Supermärkte und Bäckereien können sich als Partnerbetriebe registrieren lassen und so kurz vor Ladenschluss noch Mahlzeiten portioniert über die App vertreiben.

Too Good To Go lokalisiert dem App-Nutzer die Partnerbetriebe in der unmittelbaren Nähe. Wunschmenü samt Portionenanzahl werden ausgewählt und dann bekommt der Nutzer den, vom Betrieb festgelegten, Abholzeitraum angezeigt. Bezahlt wird mobil über Paypal oder Kreditkarte. Am Partnerbetrieb seiner Wahl, ist die Mahlzeit abholbereit in einer umweltfreundlichen Verpackung aus biologisch abbaubarem Zuckerrohr.

Somit schafft Too Good To Go raffiniert eine Win-win-Situation für Betriebe und App-Nutzer. Der schöne Nebeneffekt der App ist, dass er durch seine Effizienz auch Berlins Trendthema Nachhaltigkeit tatkräftig unterstützt. Infolge der umweltfreundlichen Verpackungen kann jeder Nutzer dazu beitragen, effektiv Müll zu reduzieren. Bisher haben die Benutzer der App auch geholfen, über 1.700 Tonnen CO2 einzusparen, da ein Lieferservice entfällt. „Wir haben im letzten Jahr in Dänemark 500.000 Mahlzeiten in der Gastronomie vor der Tonne bewahren können. Das ist für uns ein großer Erfolg. Ziel ist es, das auch in Deutschland schnellstmöglich zu erreichen“, verrät Julian Stützer, Managing Director Germany.

Mittlerweile hat die 2015 in Dänemark gegründete Firma, mehr als 3.000 Partnerbetriebe. 500 bislang in deutschen Großstädten wie Berlin, Hamburg und München. Weltweit kann der Service inzwischen auch in Australien, Frankreich, Norwegen, der Schweiz und Großbritannien benutzt werden. Das auf Nachhaltigkeit konzipierte Geschäftsmodell wurde bereits mit dem World Summit Award der Vereinten Nationen in der Kategorie Environment & Green Energy ausgezeichnet.

(Foto: Too Good To Go)

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