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GASAG Unternehmenssitz bald am EUREF-Campus

Der GASAG Unternehmenssitz wird in drei Jahren vom Hackeschen Markt auf den EUREF-Campus verlegt. Die Bauarbeiten für die neue Unternehmenszentrale auf dem Gelände in Schöneberg haben bereits begonnen. Das Effizienzhaus wird Ende 2020 fertiggestellt sein. Seit 2014 ist die GASAG Solution Plus für das Energiekonzept des gesamten Quartiers verantwortlich, mit dem die CO2-Klimaschutzziele der Bundesregierung schon heute erreicht werden. Somit zieht das Unternehmen „back to the roots“ an einen traditionsreichen Standort der eigenen Geschichte, der heute für die Energieversorgung der Zukunft steht.

Auf dem Gelände zwischen S-Bahnhof Schöneberg und Südkreuz wurde bis 1946 Stadtgas produziert. Der Gasometer markiert noch heute weithin sichtbar diesen ehemaligen Standort der GASAG. Auf dem 5,5 Hektar großen Campus hat die EUREF AG seit 2008 einen beispielhaften Standort für Innovationen rund um die Themen Energie und Mobilität entwickelt. Zahlreiche Unternehmen und Startups haben sich inzwischen dort angesiedelt, in denen über 3.000 Beschäftigte arbeiten und forschen.

Energiewende als Verpflichtung 

„Als Energiedienstleister fühlt sich die GASAG besonders verpflichtet, sich für die Energiewende in Berlin einzusetzen“, betont Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der GASAG. „Dazu zählt nicht nur anderen effiziente Technologien und erneuerbare Energien anzubieten, sondern diese auch selbst zu nutzen. Das können wir am besten mit dem eigenen Unternehmenssitz zeigen. Wir freuen uns, zusammen mit der EUREF AG am Campus in Schöneberg weiter an der Energiezukunft zu arbeiten.“

Reinhard Müller, Vorstand der EUREF AG: „Vor zehn Jahren gab es viele Zweifler in Berlin, als ich das Areal rund um den Schöneberger Gasometer von der GASAG erworben habe. Heute ist der EUREF-Campus einer der Zukunftsorte der Hauptstadt. Hier zeigen wir, immer mit Unterstützung der GASAG, dass die Energiewende machbar und bezahlbar ist. Dass die GASAG jetzt auf den EUREF-Campus zurückkehrt, gibt unserer Idee einen weiteren Schub. Willkommen zu Hause!“

Der künftige Unternehmenssitz der GASAG ist als KfW-55 Effizienzhaus konzipiert, mit dem zusätzlich die strengen Vorgaben der EnEV für den Energieverbrauch nahezu halbiert werden. Dazu beitragen werden beispielsweise eine Dreifachverglasung, die Wärmedämmung, der Einsatz von Smart Metering sowie lokal erzeugte, regenerative Energie. Der Bauherr – die EUREF AG – und seine Architekten gewährleisten außerdem schon beim Bau einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen durch eine CO2-neutrale Errichtung. (red)

 

Volkswagen eröffnet Nachhaltigkeitsausstellung „SHIFT“ in Berlin

Das Thema Nachhaltigkeit spielt nicht nur im Alltag für viele Deutsche eine immer größere Rolle. Auch die Wirtschaft entwickelt neue Konzepte für mehr Nachhaltigkeit. Die Volkswagen Group präsentiert ihre Ideen bereits seit dem 16. November in der Nachhaltigkeitsausstellung SHIFT im DRIVE Forum.

Verantwortlich für die Konzeption, die inhaltliche und visuelle Gestaltung sowie die Produktion der Schau sind drei Berliner Agenturen: Archimedes Exhibitions, Graft Brandlab und Rat für Ruhm und Ehre.

SHIFT: Die Mobilität der Zukunft

Mit der Ausstellung thematisiert der Volkswagen Konzern seine Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft. Bereits seit 2016 veröffentlicht der Volkswagen Konzern sein Nachhaltigkeitsmagazin SHIFT. Neben einer Microsite und Dialogveranstaltungen wird auch in der Ausstellung das ganzheitliche Konzept von Volkswagen präsentiert. Im Mittelpunkt stehen Szenarien darüber, wie Mobilität in Zukunft aussehen könnte – und zwar aus der Perspektive des Menschen. Themen wie Autonomes Fahren, Industrie 4.0, alternative Antriebe oder Ressourcenschonung werden in der Ausstellung berücksichtigt.

Zwölf interaktive Exponate vermitteln den Besuchern die vielfältigen Möglichkeiten von Mobilität sinnlich und experimentell. Überraschende Sichtachsen, multimediale Terminals, Hörspiel-Stationen, ungewöhnliche Materialien und nicht zuletzt das Spiel mit Gegensätzen erwarten den Besuchern auf einem 1.600 Quadratmeter großen Areal.

Umweltbewusste Ausstellungsstücke

Im Sinne der Nachhaltigkeit achteten die Gestalter auf höchstmögliche Transparenz und verwendeten für die Exponate unbehandeltes Holz und andere nachhaltige Materialien. Dies hat zum Vorteil, dass dadurch die einzelnen Objekte sich optimal zum Upcycling nutzen lassen. Verwendete Banner können später zu Taschen verarbeitet werden oder die Audio-Bänke einem gemeinnützigen Zweck zugutekommen. Auf diese Weise leben nach Ausstellungsende die verwendeten Materialien weiter und tragen damit die Prinzipien der Nachhaltigkeit in die Welt hinaus.

Schon beim Betreten der Ausstellung wird das Thema der nachhaltigen Mobilität deutlich. Die Besucher befinden sich inmitten eines Gewirrs aus Straßen, das in unterschiedliche Richtungen zur Zukunft der Mobilität führt. Welcher Weg ist der Richtige? Eine Frage, die hier bewusst unbeantwortet bleibt. Mit dem Rundgang durch die Ausstellung sollen die Besucher die Vielfältigkeit von Mobilität erleben.

Vegetarismus Formen – Was essen Vegetarier?

Ob aus Überzeugung, gesundheitlichen oder ethischen Gründen – immer mehr Menschen stellen ihre Ernährung auf eine Form des Vegetarismus um. Nach Angaben des Vegetarierbunds ernähren sich rund 8 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch, wobei die Tendenz weiterhin deutlich steigt. Doch, was heißt es sich vegetarisch zu ernähren, welche Formen des Vegetarismus gibt es und was hat es mit dem Trend der vegetarischen Küche auf sich?

Vegetarismus Formen im Überblick

Der Begriff vegetarisch leitet sich vom Lateinischen „vegetare” (= beleben) bzw.  „vegetus” (= frisch, lebendig, belebt) ab.

Der Vegetarismus bezeichnet eine Ernährungs- und Lebensweise des Menschen, bei der neben pflanzlichen Nahrungsmitteln nur solche Produkte verzehrt werden, die von lebenden Tieren stammen. Demnach werden Fleisch, Fisch und alle daraus hergestellten Produkte, wie z.B. Gelatine oder Schmalz gemieden.

Es wird zwischen vier Formen von Vegetariern unterschieden, die nur bestimmte tierische Produkte essen oder eben meiden. Da die Bezeichnungen der verschiedenen Vegetarier Typen nicht allen bekannt sind, hier ein Überblick der klassischen Vegetarismus Formen.

Vegetarismus Form Meiden von
ovo-lakto-vegetarisch Fleisch und Fisch
lakto-vegetarisch Fleisch, Fisch und Eier
ovo-vegetarisch Fleisch, Fisch Milch und Milchprodukte
vegan Haben die strengste Ernährungsweise und meiden alle vom Tier stammenden Lebensmittel, Milch, Eier und Honig mit eingeschlossen

Gründe für vegetarische Ernährung

Die Hauptgründe für eine vegetarische Ernährungsweise liegen meist in der ethischen oder der gesunden Lebenseinstellung. So lehnen zum einen viele Menschen die Massentierhaltung ab und sprechen Tieren die gleiche Würde wie Menschen zu. Zum anderen ist die vegetarische Ernährung nicht nur tierfreundlich, sondern auch gut für die Gesundheit. Denn unzählige Studien konnten einen Zusammenhang zwischen pflanzlicher Kost und niedrigem Cholesterin, niedrigem Blutdruck, weniger Herzinfarkten, vermindertem Krebsrisiko und niedrigerem Gewicht zeigen.

Immer mehr in den Vordergrund für Vegetarier rücken auch globale Umweltaspekte. Denn eine vegetarische Ernährung schont die natürlichen Ressourcen der Natur. So verbraucht die Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln viel Wasser und Energie. Außerdem wird für das Kraftfutter der Tiere Regenwald abgeholzt, wodurch riesige Waldflächen zerstört werden. Viele Tiere finden dadurch keinen Lebensraum mehr und auch bestimmte Pflanzenarten sterben aus. Dadurch wird die biologische Vielfalt des Planeten Erde zerstört. Je nachdem, welche Bedeutung man dem Verzicht von Erzeugnissen tierischer Herkunft beimisst, entscheidet man sich für die ein oder andere Form des Vegetarismus. Natürlich sind manche Menschen auch Vegetarier, weil ihnen Fleisch und Fisch nicht schmecken oder nicht bekommen.

Nachteile einer vegetarischen Ernährung

Auch wenn eine vegetarische Ernährungsweise einige gesundheitsfördernde und ökologische Vorteile mit sich bringt, muss auch die Schattenseite beachtet werden. Denn Vegetarier müssen für ihre Ernährung einen höheren Aufwand betreiben. So ist das Angebot an vegetarischer Kost in vielen Supermärkten nur sehr klein. Zudem muss immer darauf geachtet werden, dass das Produkt keine tierischen Spurenelemente enthält.

Der wahrscheinlich größte Nachteil, insb. bei der strengsten Vegetarismus Form: dem Veganismus, liegt in der teilweisen Mangelversorgung. Denn der Körper hat bestimmte Bedürfnisse, was die Ernährung betrifft. Im Zuge einer vegetarischen Ernährung wird oftmals zu wenig Eiweiß, Zink oder auch Jod aufgenommen, was letztendlich zu Mangelerscheinungen führen kann.

Ovo-Lakto-Vegetarische Lebensweise aus wissenschaftlicher Sicht zu bevorzugen

Der Grundgedanke des Vegetarismus ist prinzipiell positiv zu betrachten. Denn der Vegetarier fördert mit seiner vegetarischen Ernährungs- und Lebensweise nicht nur seine Gesundheit, sondern berücksichtigt damit auch die Umwelt.

Dennoch muss man bei der vegetarischen Kost darauf achten, dass der Bedarf an Makronährstoffen wie Proteinen und Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralien ausreichend gedeckt wird. Daher ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht die ovo-lakto-vegetarische Ernährung am besten für die Gesundheit. (dn)

Schlechte Luft in Berlin: Droht jetzt ein Diesel-Fahrverbot?

Die Luft in der Hauptstadt ist viel schlechter als gedacht. An vielen Orten werden die Grenzwerte für Stickoxid überschritten. Das ergaben Messungen, die gemeinsam vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und der Technischen Universität Berlin (TU) durchgeführt wurden. Daraufhin klagte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wegen Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid gegen den Berliner Senat.

Schlechte Luft adé

Es scheint so, als wäre ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in naher Zukunft unumgänglich. In dem von der DUH angestrebten Prozess soll entschieden werden, ob das Land Berlin Fahrverbote als Maßnahme in seinen Luftreinhalteplan aufnehmen muss. Die DUH war bereits in anderen deutschen Großstädten, beispielsweise München, mit solch einem Verfahren erfolgreich.

Eine blaue Plakette für Diesel?

Außerdem plädiert die DUH für die Einführung einer blauen Plakette. Diese sollen nur Diesel bekommen, die die Werte der Euro-6-Abgasnorm erfüllen. Das Stickstoffdioxid in der Luft der Hauptstadt stammt zu 80 Prozent von Dieselmotoren. Zurzeit gibt es davon in Berlin ca. eine halbe Million Diesel-Fahrzeuge. Da die Fahrzeuge vor allem in der Wirtschaft zum Einsatz kommen, wird befürchtet, dass besonders Unternehmen unter Fahrverboten leiden würden. (red)

Mobile Ladestationen für Elektroautos

Das Elektroauto bietet eine umweltfreundliche Alternative im Straßenverkehr. Doch viele Elektromobilisten kennen das Problem: Wenn das Elektroauto geladen werden muss, ist die nächste Lademöglichkeit nicht unbedingt in Sichtweite. Für dieses Problem hat das Berliner Start-up Chargery eine Lösung erdacht:  Mobile Ladestationen soll das Aufladen von E-Autos zukünftig komfortabler machen.

Gegründet wurde das Start-up diesen Herbst von drei jungen Berlinern: Christian Lang, Philipp Anders und Paul Stuke.

In einem Magazin las Christian Lang, dass der britische Automobilhersteller Bentley seinen Kunden anbietet, deren Autos mit einem mobilen Tankwagen zu betanken. Dadurch kam er auf die Idee einer mobilen Ladestation für Elektroautos.

 

Die Chargery Gründer Philipp Anders, Christian Lang,
Dr. Paul Stuke (v.l)

 

Mobile Ladestationen für Elektroautos

Das Besondere an der mobilen Ladestation ist, dass sie in Form eines 150 Kilogramm schweren Fahrradanhängers zum Kunden transportiert wird. Dabei handelt es sich um einen silbernen Kasten, etwa so groß wie eine Umzugskiste, in dem sich zwölf Batteriepacks befinden. Diese Lithium-Ionen-Akkupakete haben eine Gesamtkapazität von 24 Kilowattstunden, womit sich viele Elektroautos komplett aufladen lassen. Demnächst plant das Unternehmen den Ladeanhänger auf 50 Kilowattstunden zu erweitern. Laut den Gründern wird der gelieferte Strom aus Erneuerbaren Energien gewonnen. Zugeliefert werden die Akkus von der Berliner Firma Greenpack.

Eine ortsunabhängige Ladealternative

Gebucht wird die mobile Ladebox vom Kunden per App. Chargery verspricht, dass sobald ein Kunde sich darin für einen Ladevorgang anmeldet, die mobile Ladestation innerhalb von nur 30 Minuten per Fahrradkurier zum Standort des Elektroautos transportiert wird. Damit bietet die mobile Ladestation eine komfortable Alternative zu den Ladesäulen. Denn falls ein Elektroauto liegen bleibt, kann es sehr teuer werden, da es sich nicht einfach per Spritkanister innerhalb weniger Minuten betanken lässt. Da es in Berlin noch kein flächendeckendes Netz an Lademöglichkeiten gibt, bleibt dann nur noch das Abschleppen.

Die ersten Kunden

Derzeit arbeitet Chargery mit fünf mobile Ladestationen. Zu den ersten Kunden zählt das Carsharing-Unternehmen DriveNow des Automobilherstellers BMW. Zurzeit sind es drei bis fünf Ladelieferungen pro Tag. Da sich das Unternehmen für den Anfang erstmal auf Geschäftskunden fokussiert, ist die App für Privatkunden noch nicht verfügbar. Die Erweiterung auf diese Kundengruppe ist für Anfang 2019 anvisiert.

Die Branche der mobilen Ladestation

Chargery ist nicht das einzige Unternehmen, das mobile Ladestationen anbietet. Denn auch andere Unternehmen wie Nomadic Power verfolgen dasselbe Konzept. Zudem ist die Zahl der E-Autos besonders in der Hauptstadt noch gering. Dementsprechend ist der Markt für das Start-up auch klein. In der Debatte um Elektroautos wird immer noch heiß diskutiert. Denn in Berlin waren laut der Berliner Zeitung im Januar 1,195 Millionen Pkw zugelassen, davon waren jedoch nur 1668 Elektroautos. So sollen private Verbraucher „keine Lust“ haben, Verbrenner gegen Stromer austauschen zu wollen.

Andererseits arbeitet der Senat mit dem Mobilitätsgesetz an einer umweltfreundlicheren Mobilität. Dabei wird auch das Elektroauto ein wichtiges Thema sein. Laut der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz wird die Elektromobilität in den nächsten Jahren im Personen- und Güterverkehr der Stadt an Bedeutung gewinnen. Daher ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur bedeutend und wird somit den Markt für mobile Ladestationen vergrößern.

Nominiert für den Greentec Award

Für ihr umweltbewusstes Konzept einer mobilen Lademöglichkeit für Elektroautos wurde das Start-up Chargery für den Greentec Award 2018 in der Kategorie Mobilität nominiert. Die Greentec Awards sind eine internationale Preisverleihung für die weltweit innovativsten Projekte für Umweltschutz und Green Lifestyle. Natürlich hoffen die Gründer auf den Gewinn des Preises. Mit der verbundenen Publicity erhoffen sie sich neue Investoren zu finden. Für das nächste Jahr wird nämlich dringend frisches Kapital benötigt, um so die Expansion in andere Städte finanzieren zu können. (dn)

Berliner Senat: Erster Entwurf zum Mobilitätsgesetz

Im vergangenen Jahr starben in Berlin 56 Menschen bei Verkehrsunfällen. In diesem Jahr sind es bislang 33 Verkehrstote, darunter neun Radfahrer. Es ist zu befürchten, dass diese Zahl bis Neujahr noch ansteigen wird. Doch damit soll in Zukunft Schluss sein: Mit dem im Berliner Senat vorgelegten Entwurf für das erste Mobilitätsgesetz Deutschlands soll die Mobilität in Berlin nicht nur umwelt- und klimafreundlicher, sondern auch sicherer werden. Das Mobilitätsgesetz wurde bereits im Frühjahr 2017 geschaffen. Es legt die Grundlagen für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems in seiner Gesamtheit fest.

Die Bausteine des Mobilitätsgesetzes

Das Mobilitätsgesetz besteht insgesamt aus mehreren Bausteinen und zieht dabei alle Verkehrsmittel in Betracht. Bisher umfasst der erste Baustein eine allgemeine Zielsetzung, langfristige Optimierungsmaßnahmen für den öffentlichen Nahverkehr und für den Radverkehr. Die allgemeine Zielsetzung legt beispielsweise mittel- und langfristige Ziele fest, die den Klima- und Umweltschutz, die Aufenthaltsqualität, die Verkehrssicherheit sowie die Förderung des Umweltbundes umfassen.

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werden zum Beispiel die Barrierefreiheit der Haltestellen und Stationen des ÖPNV neu definiert. Die Barrierefreiheit soll mehr Komfort und Zugänglichkeit für alle Fahrgäste bieten. Ganz unabhängig von speziellen Bedürfnissen oder einer möglichen temporären oder dauerhaften Behinderung. Des Weiteren sieht das Mobilitätsgesetz ein sogenanntes Vorrangnetz für den ÖPNV vor. Es berücksichtigt vor allem die Strecken mit einem dichten Nahverkehrsangebot. Mit dem Vorrangnetz sollen Busse oder Trams möglichst Vorfahrt haben, damit die Planung jeglicher Verkehrsinfrastruktur angemessen berücksichtigt werden kann. So können die Fahrgäste fahrplanmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, ohne mit Verspätungen rechnen zu müssen.

Radverkehrsnetz wird insgesamt gestärkt

Ähnliche Optimierungen sind auch für den Radverkehr vorgesehen. Im Mobilitätsgesetz soll der Radverkehr mit dem Ausbau der Infrastruktur weiter gefördert und sicherer gestaltet werden. Demnach sollen 100.000 Radstellplätze, 100 Kilometer Radschnellwege und an jeder Hauptverkehrsstraße Radstreifen geschaffen werden. Außerdem ist auch die Sanierung alter Radfahrwege geplant. Grundsätzlich wird in diesem Abschnitt des Mobilitätsgesetzes ein Radverkehrsnetz auf Haupt- und Nebenstraßen vorgeschrieben. So sollen lückenlose und sichere Verbindungen ermöglicht werden.

Laut der Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek wird es das bundesweit erste Gesetz sein, das für Radfahrer Partei ergreift.

„Je mehr Menschen auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen können und wollen, desto schneller kommen auch die voran, die auf das Auto angewiesen bleiben. Deswegen stärkt das Mobilitätsgesetz den öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr […]“, so die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Regine Günther.

Erst im nächsten Jahr folgen die Bausteine zum Fußverkehr und zur Intelligenten Mobilität. Bezüglich Letzterem wird sich das Mobilitätsgesetz näher mit Car Sharing und der Digitalisierung beschäftigen.

Die Debatte um das Mobilitätsgesetz

Die neuen Regelungen und Optimierungen dürften vor allem die Radfahrer freuen. Zudem soll mit dem Mobilitätsgesetz nicht nur eine umwelt- und klimabewusste Mobilität gewährleistet werden, sondern soll auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Ziel ist es dabei die Anzahl der Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren. Der Hauptstadtverkehr für alle teilnehmenden Parteien soll sicherer und Emissionen reduziert werden.

Die Kehrseite des Mobilitätsgesetzes ist jedoch, dass an dieser Stelle der Autoverkehr noch benachteiligt wird. Während neue Radwege entstehen sollen, kritisieren die Autofahrer die fehlenden Parkplätze. Nach wie vor werden nach Meinung der Autofahrer die Radfahrer auf ihre Kosten bevorzugt. So werfen sie dem Senat eine „autofeindliche Politik“ vor. Immer wieder entstehen Staus durch die ohnehin schon ewigen Baustellen und nun soll die Infrastruktur für die Radfahrer und den ÖPNV ausgebaut werden. Dies hat laut den Kritikern zur Folge, dass nur noch mehr Baustellen entstehen werden. Für Unmut sorgt auch, dass noch nicht beschlossen wurde, wer die Kosten für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur tragen wird.

Zurzeit wird das Mobilitätsgesetz erst einmal dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme übergeben. Anschließend wird der Senat den Entwurf absegnen müssen, um dann den Gesetzentwurf an das Abgeordnetenhaus zur ersten Lesung weiterzureichen. Danach wird er zur Diskussion in den Ausschüssen und zur abschließenden zweiten Lesung übergeben. Das neue Mobilitätsgesetz für die Hauptstadt ist auf dem Weg, einem sehr langen, wie es scheint. (dn)

Airlines im Test: Deutscher Klimaschutz liegt in der Luft

Die Klimaschutzorganisation Atmosfair veröffentlichte einen Airline-Index, indem die 200 größten Fluggesellschaften der Welt auf ihre Effizienz bei der Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen untersucht wurden. Der Airline-Index basiert auf dem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß einer Fluggesellschaft pro Kilometer und Passagier aller geflogenen Strecken. Gerechnet wurde mit Daten aus dem Jahr 2015 wie dem Flugzeugtyp, dem Triebwerk, die Verwendung aerodynamischer Flügelspitzen, die Sitz- und Frachtkapazität und die jeweilige Auslastung auf jedem Flug.

Airline Tuifly auf den vorderen Plätzen im Klimaschutztest

Anhand der Daten teilte Atmosfair alle Fluggesellschaften in Effizienzklassen ein. Erschreckend ist, dass keine der Airlines der Klasse A zugeordnet werden konnte. In Klasse B allerdings befinden sich die britische Fluggesellschaft Tui Airways, die deutsche Tochtergesellschaft Tuifly und West Air aus China. Leider setzen nur wenige Airlines hocheffiziente Maschinen für den Luftverkehr  ein. Die Lufthansa Group schaffte es mit ihrer Airline lediglich in Klasse D und belegt damit im internationalen Ranking nur Platz 65.

Lufthansa ist noch nicht effizient genug

Ein Atmosfair Experte sagt dazu: „Lufthansa bestuhlt die Flotte insgesamt leicht unterdurchschnittlich und nutzt damit ihr Effizienzpotenzial nicht voll aus.“
Dabei setzt sich die Lufthansa Group seit geraumer Zeit für den Klimaschutz ein. Sie kooperiert beispielsweise seit geraumer Zeit mit der Schweizer Non-Profit-Organisation myclimate. Jeder Passagier kann über einen CO2-Rechner seine Emissionen gezielt berechnen und für die Einsparung der Emissionen seines Fluges spenden.

Auch ihre vier Klimaschutzsäulen sind eine tolle Vorkehrung, aber überzeugen noch nicht im weltweiten Vergleich. Das liegt mitunter daran, dass die Klimaschutzziele bis 2020 angedacht sind. Die vier Säulen umfassen die Förderung des technischen Fortschritts, verbesserte Infrastruktur, operative Maßnahmen und ökonomische Instrumente. Bis 2020 hat sich die Lufthansa vorgenommen gegenüber dem Jahr 2006 ihren CO2-Ausstoß pro geflogenem Kilometer um 25 Prozent zu senken. Somit soll das IATA Treibstoffeffizienzziel unterstützt werden.

„Die Städte sind weltweit für mehr als 70 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich. Berlin soll Modellstadt für erfolgreichen urbanen Klimaschutz werden und über die Stadtgrenzen hinaus Impulse setzen. Klimaneutralität bis 2050 ist für Berlin ein notwendiges und machbares Ziel. Jetzt haben wir die Maßnahmen verabschiedet, wie umgesteuert werden soll“, ließ Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, im Juni diesen Jahres verlauten. Ob die Maßnahmen auch beinhalten, die Lufthansa mit ihren vielen von Air Berlin übernommenen Verbindungen dazu zu verpflichten, ihre Effizienzklasse zu verbessern, bleibt allerdings offen. (red)

Berlin Kredit: Energiesparen lohnt sich mit dem Umweltfenster!

Die Investitionsbank Berlin (IBB) bietet Kredit mit Umweltfenster an.

Mit dem Umweltfenster erweitert die Investitionsbank Berlin (IBB) ihr Förderprogramm „Berlin Kredit“ um eine nachhaltige Variante. Unternehmen, die mit Ersatz- und Neuinvestitionen wesentliche Energieeinspareffekte erzielen, können für diese Investitionen ab sofort eine zusätzliche Zinsvergünstigung, das Umweltfenster, erhalten.

„Die Erweiterung von Berlin Kredit um das Umweltfenster ist nicht nur ein innovatives neues Angebot der IBB und des Landes an die Berliner Unternehmen. Wir wollen damit auch unser Selbstverständnis als Förderbank unterstreichen, die sich der Nachhaltigkeit verpflichtet sieht“ sagt Jürgen Allerkamp, Vorsitzender des Vorstands der IBB.

Im Rahmen des Umweltfensters“können sowohl kleine und mittlere als auch große Unternehmen sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler gefördert werden. Eine Verbindung mit einer bis zu 80-prozentigen Bürgschaft der BBB Bürgschaftsbank zu der Berlin-Brandenburg GmbH ist möglich. Auch die Kombination mit anderen Förderungen ist realisierbar. Die Antragstellung erfolgt vor Beginn des Vorhabens über die jeweilige Hausbank.

„Mit dem Umweltfenster wollen wir Berliner Unternehmen motivieren und unterstützen, den Schutz von Umwelt und Ressourcen noch mehr zu einem wesentlichen Element ihrer Investitionsentscheidungen zu machen“, so die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop.

Mit der Zusatzvergünstigung über das Umweltfenster können Investitionsmaßnahmen finanziert werden, die eine wesentliche Endenergieeinsparung erzielen. Darunter fallen zum Beispiel die Anlagentechnik inklusive Heizung, Kühlung, Beleuchtung, Lüftung und Warmwasser. Bei Ersatzinvestitionen muss diese Einsparung mindestens bei 20 Prozent, gemessen am Durchschnittsverbrauch der letzten drei Jahre, liegen. Der Finanzierungsanteil kann bis zu 100 Prozent der förderfähigen Investitionskosten beziehungsweise der Betriebsmittel betragen. Der Kreditbetrag liegt bei maximal 10 Millionen Euro pro Vorhaben.

Das Programm wird aus Mitteln der Investitionsbank Berlin und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) im Rahmen des KMU-Fonds finanziert. (red)

Das Comeback der Tram in der City West lässt auf sich warten

Die Verkehrsmittel der Menschheit haben sich von Jahrhundert zu Jahrhundert, von Erfindung über Erfindung und von Geschichte zu Geschichte gänzlich verändert. Angefangen mit Pferdekutschen, hin zu Draisinen, über den Zug, die Tram, den Bus und die Bahn bis zum Automobil und dem Flugzeug und – zwar noch in der Testphase – zu selbstfliegenden Taxidrohnen, die bis zu zwei Personen gleichzeitig von A nach B transportieren können. Dabei spielt der Verlauf der Geschichte vor allem in Deutschland eine enorm wichtige Rolle.

Die Geschichte der Straßenbahn verläuft vom großen Hype, über das Aussterben bis hin zu ihrer Wiederentdeckung immer wieder auf und ab. Damals am 1. Januar 1929 wurde die Straßenbahn, von der ehemals Berliner Straßenbahn Betriebs GmbH, in die neu gegründete städtische Berliner Verkehrs-AG (heutige BVG) überführt. Insgesamt 93 Straßenbahn- Linien, mit einer Gesamtlänge von 643 Kilometern betrieb die BVG im Jahr 1930. Alles in allem wurden mit rund 4000 Fahrzeugen 721 Millionen Fahrgäste befördert. Zu jener Zeit verfügte Berlin über das längste Straßenbahnnetz der Welt und war die Straßenbahn-Metropole schlechthin. Im zweiten Weltkrieg jedoch, wurden mehr als 80 Prozent des Straßenbahnnetzes zerstört und bereits vor der Teilung Berlins in West und Ost wurden auch die Berliner Nahverkehrsbetriebe in West und Ost getrennt.

Im Westen was Neues

Im Westen unterhielt die BVG 1958 noch ein 230 Kilometer langes Straßenbahnnetz. Der Bau der Mauer im August 1961 zementierte die Spaltung der Stadt- und die der Straßenbahn. Der Westen wollte – nach amerikanischem Vorbild – die Stadt autogerecht umgestalten. Um für die Automobile Platz zu schaffen, stoppten sie Investitionen in den Ausbau des Straßenbahnnetzes und förderten stattdessen den Ausbau neuer U-Bahn-Strecken. Der öffentliche Nahverkehr sollte unter der Erde verschwinden, damit die Symbole der Wirtschaftswunderzeit genügend Platz hatten.

Der Osten hinkte hinterher

Auch im Osten wurden die Weichen weg von der Straßenbahn und hin zum Automobil gestellt, allerdings etwas langsamer. Vor allem aus der Innenstadt sollte die Straßenbahn möglichst verschwinden. Praktisch wurde dies auch umgesetzt: Der Alexanderplatz, ehemaliger Knotenpunkt für Tramlinien, wurde Ende der 60er Jahre straßenbahnfrei. Doch dann ging der DDR das Geld aus. Der U-Bahnhof Tierpark war tatsächlich der einzige unterirdische U- Bahnhof, der in 40 Jahren DDR entstanden ist.

Wiedervereint und was jetzt?

Berlin ist zwar seit 1989 wieder vereint, aber das Straßenbahnnetz ist es nicht. Die verkehrstechnische Teilung der Stadt lässt sich bis heute beobachten. Nach rund 30 Jahren Wiedervereinigung hat es die Straßenbahn gerade einmal an drei Stellen geschafft, in den einstigen Westteil vorzudringen. Vom Prenzlauer Berg, über die Böse Brücke bis in den Wedding zum Virchow- Klinikum. Seit 2000 fährt die Bahn auch wieder über die Warschauer Brücke wenige Meter nach Kreuzberg hinein. Und erst mit Eröffnung des Hauptbahnhofes wurde auch die Anbindung dessen an die Straßenbahn umgesetzt.

Willy Brandt prophezeite 1965 noch das Aussterben der Straßenbahn. Mittlerweile wurde das damals gefällte Urteil revidiert. Auf Drängen der Grünen und der Linken wurde letztes Jahr ein detailliertes Programm zum Ausbau des Tram-Netzes in das Regierungsprogramm von rot-rot-grün mit aufgenommen. Im Gegensatz zu früher, soll jetzt wieder für den Nahverkehr geworben werden, um die Menschen davon zu überzeugen, das Auto in der Stadt auch einmal stehen zu lassen. Eine paradoxe Situation von ausgesprochener Relevanz. Niemals zuvor in der Geschichte der Menschheit standen wir vor einem so großen Problem wie heute: Dem Klimawandel. Durch Verbrennungsmotoren, Abgase, Stickoxide, einer extrem schadstoffbelasteten Energieversorgung und der kontinuierlichen Ausbeutung natürlicher Rohstoffe, beschleunigen wir den Klimawandel wie nie zuvor. Gerade jetzt ist der Schritt zurück, hin zu einer sauberen Umwelt und schadstoffarmen Verkehrsbetrieben extrem wichtig.

Programm? Ja! Ausbau der Tram? Naja…

Momentan ist das Straßenbahnnetz in Berlin 193 Kilometer lang. Laut Berliner Morgenpost besitzt Berlin damit das drittlängste Straßenbahnnetz in der Welt, nach Melbourne und St. Petersburg. Derzeit betreibt die BVG 22 Linien und verfügt über 336 Fahrzeuge. Letztes Jahr nutzen rund 194 Millionen Menschen die Straßenbahn. Doch obwohl ein Programm für den Ausbau des Tram- Netzes im Regierungsprogramm verankert ist, gestaltet sich die Umsetzung als zäh und langwierig. Viele Projekte, welche auch schon vom ehemaligen Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) initiiert wurden, verzeichnen bis heute kaum einen Fortschritt. Dies liegt vor allem daran, dass sich sowohl Senat als auch Bezirk bisher nicht auf eine Streckenführung einigen konnten.

Für drei Vorhaben arbeitet die BVG im Auftrag des Senats an den Unterlagen für die sogenannte Planfeststellung, welche die Grundlage für eine spätere Baugenehmigung darstellen. Im Bezirk Moabit soll die Strecke, welche unweit vom Hauptbahnhof endet, bis in den Westen zum U-Bahnhof Turmstraße erweitert werden. Somit würde eine neue Ost-West-Route entstehen, die die Straßenbahn mit der U-Bahn-Linie U9 verbindet. Des Weiteren soll die Anbindung, an den immer wichtiger werdenden Standort Ostkreuz, umgesetzt werden. Die Straßenbahn, die jetzt noch einen Bogen fährt, soll an die Station herangeführt werden. Zukünftig ist eine Strecke geplant, die über die Sonntag- zur Marktstraße führt. Und auch im Standort Adlershof sollen die Straßenbahnverbindungen ausgebaut werden.

Die Neubauprojekte für den Ausbau der Straßenbahn gestalten sich äußerst schwierig. Die Vorbereitungen und Ausführungen werden immer komplizierter. Zu spüren bekommen dies vor allem die Fahrgäste, die täglich auf die Straßenbahn angewiesen sind oder auf den Ausbau der Verbindungen warten müssen. Bereits jetzt zeigt sich, dass der bisherige Zeitplan nicht mehr einzuhalten ist. „Hier zeigt sich die Selbstlähmung der Berliner Verwaltung“, sagte Jens Wieseke vom Fahrgastverband IGEB der Berliner Zeitung bereits im August.

Die Zukunft der Tram im Westteil der Stadt bleibt also weiterhin offen. (red)

Berliner Klimaschutzrat konstituiert sich neu

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam fort und die Folgen werden immer unvorhersehbarer. Das Land Berlin verfolgt das langfristige Ziel, etwas dagegen zu tun und sich bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln. Um dies zu erreichen, hat sich am 21.09. der Berliner Klimaschutzrat in neuer Besetzung konstituiert. Der Berliner Klimaschutzrat soll den Senat und das Abgeordnetenhaus in Fragen des Klimaschutzes umfassend beraten. Darüber hinaus soll er auf die Einhaltung der Klimaschutzziele und die Umsetzung und Fortschreibung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) achten. Sein Ziel ist es, zu politischen Initiativen und den Lösungsvorschlägen der Verwaltung frühzeitig ein Meinungsbild aus der Breite der Gesellschaft zu erhalten und die Berliner Klimaschutzpolitik auch wissenschaftlich zu unterstützen.

Dem Gremium gehören neun ausgewiesene Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an, welche von Senatorin Regine Günther berufen worden. „Das Land Berlin hat sich beim Klimaschutz ehrgeizige Ziele gesetzt. Berlin soll bis 2050 klimaneutral werden. Der Klimaschutzrat wird uns auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt beraten und mit seinen Impulsen unterstützen“, sagte Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zu Beginn der konstituierenden Sitzung über die Bedeutung des Klimaschutzrates.

Als neue Sprecherin und Sprecher des Klimaschutzrates wurden Dr.-Ing. Christine Kühnel und Prof. Dr. Bernd Hirschl gestern gewählt. Zu den weiteren Mitgliedern des Rates gehören neben den Sprechern: Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur; Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft und Politik der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK)Maren Kern, Vorstandsmitglied des Verbandes Berlin – Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU); Luise Neumann-Cosel, Vorstandsmitglied der BürgerEnergieBerlin eG;
Dr. Andreas Schnauß, Leiter Grundlagen der Vattenfall Europe Wärme AG; Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und Matthias Trunk, Vorstandsmitglied der GASAG AG.

Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen in Berlin um mindestens 85 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Konkrete Strategien und rund hundert Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind im Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 (BEK 2030) dargestellt. Dieses umfasst Maßnahmen für den Zeitraum 2017 bis 2021 und einem Entwicklungshorizont bis 2030. Am 20. Juni 2017 wurde es vom Senat beschlossen und liegt derzeit dem Abgeordnetenhaus vor. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ist der Fahrplan auf dem Weg zur Klimaneutralität. Bei der Umsetzung dieses Fahrplans soll der Klimaschutzrat wertvolle Hilfe leisten. (red)

Veranstaltungen

9. Deutsch-Japanisches Umwelt- und Energiedialogforum

Emissionsarme Transportsysteme und Möglichkeiten zur effektiven Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor sind die Themen des diesjährigen Dialogforums. Deutsche und japanische Experten aus Industrie, Politik und Wissenschaft diskutieren über die Reduzierung von Treibhausgasemissionen und den Energieverbrauch im Verkehrsbereich. Für einen wirksamen Klimaschutz spielt das in Japan wie Deutschland eine zentrale Rolle.

Im Zentrum des 9. Deutsch-Japanischen Umwelt- und Energiedialogforums am 19. und 20. April 2018 in Berlin stehen daher diesmal emissionsarme Transportsysteme und Möglichkeiten zur effektiven Nutzung erneuerbarer Energien im Verkehrssektor.

Das Deutsch-Japanische Umwelt- und Energiedialogforum hat sich seit der Gründung im Jahr 2007 zu einer führenden Plattform für den Austausch von Experten aus Industrie, Forschung und Politik zu aktuellen Themen in den Bereichen Klima- und Umweltschutz sowie Energie entwickelt und zudem als Inkubator für bilaterale Kooperationsprojekte zwischen den beiden Industrienationen etabliert.

Dialogforum 2018 „Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“

Die Wirtschaft braucht biologische Vielfalt, biologische Vielfalt braucht das Engagement von Unternehmen.

„Unternehmen Biologische Vielfalt 2020“ (UBi 2020) als Plattform steht dafür, den Dialog und die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Naturschutz zu fördern, um biologische Vielfalt zu schützen und nachhaltig zu nutzen. Bereits zum 8. Mal veranstalten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) diese Konferenz rund um die Verantwortung von Wirtschaft und Unternehmen für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt. Die „Biodiversity in Good Company“ Initiative unterstützt BMUB und BfN bei der Vorbereitung der Veranstaltung.

9. Elektrobuskonferenz des VDV

In vielen Projekten wurden die technischen und betrieblichen Erfahrungen beim Betrieb von Elektrobussen weiterentwickelt. Vertreter von Verkehrsunternehmen informieren über den aktuellen Stand und zeigen auf, welche weiteren Schritte notwendig sind. Gemeinsam mit Fachleuten aus der Industrie wird über die Entwicklung der Batterietechnik, das Batterierecycling, die Umrüstung von Betriebshöfen diskutiert sowie neue Ladekonzepte vorgestellt. Zur 9. Konferenz „Elektrobusse – Markt der Zukunft!“ laden der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e. V. (VDV) und die VDV-Akademie ein. Parallel zur Konferenz findet die Fachmesse ElekBu 2018 statt.

Auf der Elektrobuskonferenz am 7. März hält die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter einen Impulsvortrag.

20. Technischer Kongress 2018 – Umwelt, Energie und Elektromobilität, Fahrzeugsicherheit und Elektronik

Es werden die künftigen Herausforderungen der Fahrzeugindustrie und die Zukunft des Automobils  u.a. in den Themenbereichen  Vernetzung und Automatisierung, klima- und umweltfreundliche Antriebe sowie Sicherheit im Straßenverkehr einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.