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Wirtschaft: Weihnachtsgeschenke werden am häufigsten online gekauft

In Deutschland ist der Einzelhandel nicht mehr so gefragt, wenn es darum geht Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Das zeigt das aktuelle Weihnachtsbarometer 2017 ™ von Ferratum, einem führenden Anbieter für mobile Konsumentenkredite. In der Umfrage wurden mehr als 21.000 Haushalte in 20 Ländern weltweit dazu befragt, welche und auf welchem Wege sie ihre Weihnachtsgeschenke erwerben. Fast die Hälfte der Haushalte in Deutschland, 45,4 Prozent der Befragten, erledigen ihre Weihnachtseinkäufe im Internet. Damit sind sie im internationalen Vergleich inzwischen die internetaffinsten Käufer im Weihnachtsgeschäft, gefolgt von den Briten (38,6 Prozent) und den Niederländern (32,6 Prozent).

Mehrausgaben für Weihnachtsgeschenke

In diesem Jahr wollen die Deutschen 11,9  Prozent ihres verfügbaren Haushaltsbruttoeinkommens für Geschenke ausgeben. Damit liegen sie im internationalen Vergleich nur im hinteren Drittel. Nur die Dänen und Niederländer zeigen sich noch weniger spendabel. Spitzenreiter ist hingegen Mexiko mit 34,6 Prozent. Insgesamt ist international ein Aufwärtstrend erkennbar, was die Weihnachtsausgaben betrifft: „Insgesamt wollen mehr als zwei Drittel der Haushalte dieses Jahr mindestens genauso viel oder sogar mehr als letztes Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben“, so Emmi Kyykkä, Pressesprecherin der Ferratum-Gruppe.

Bücher sind das beliebteste Geschenk zu Weihnachten

In Deutschland liegen in diesem Jahr vor allem Bücher (14,5 Prozent) unter dem Baum. Als Weihnachtsgeschenke liegen auch Süßigkeiten (13,2 Prozent) und Geschenkgutscheine (12,1 Prozent) im Trend. Überraschenderweise folgen Spielzeug (11,8 Prozent) und Elektrogeräte (9,7 Prozent) erst an vierter und fünfter Stelle.

„Bei den Weihnachtsausgaben zeigen sich zum Teil deutliche regionale Unterschiede. Die Ergebnisse bestätigen, dass die Deutschen beim Kauf der Weihnachtsgeschenke andere Vorlieben haben als der internationale Durchschnitt. Weltweit wird durchschnittlich deutlich mehr für Spielzeug, Kleidung und Süßigkeiten oder alkoholische Getränke ausgegeben“, sagt Kyykkä.

Deutsche verbringen Weihnachten am liebsten mit der Familie

Laut der Umfrage gaben nur 5,1 Prozent der Befragten an, dass für sie Weihnachten nichts Besonderes darstellt. Für die Mehrheit der Deutschen (70 Prozent)  ist es dagegen wichtig, an Weihnachten Zeit mit der Familie oder Freunden zu verbringen. Für die Weihnachtseinkäufe nutzen übrigens bereits 57,7 Prozent der befragten deutschen Haushalte mobiles Banking. International liegt Deutschland damit bereits im Mittelfeld. Am meisten wird mobiles Banking in der Weihnachtszeit in Australien (91,1 Prozent), Neuseeland (87,2 Prozent) und den Niederlanden (85,7 Prozent) genutzt. (red)

 

Berliner Verkehr eine Zumutung?

Genervte Autofahrer, schlechtes Verhalten von Radfahrern, ewige Baustellen oder zu hohe Parkgebühren – eine bundesweite Umfrage des ADAC zeigt, dass mehr als die Hälfte der befragten Einwohner mit dem Berliner Verkehr unzufrieden sind.

Für die Studie „Mobil in die Stadt“ befragte der ADAC knapp 10.000 Einwohner, Pendler und Besucher, rund 600 in jeder Stadt. Im Ergebnis konnte Berlin unter den 15 größten deutschen Metropolen nur den drittletzten Platz belegen.

Schon bei vergangenen Umfragen zum Thema Verkehr nahm die Hauptstadt immer wieder einen der hinteren Ränge ein.

Neue Radwege für Fahrradfahrer

51 Prozent der Befragten kritisierten das Verhalten der Radfahrer, der damit höchste Negativ-Wert. Mal fahren sie auf dem Fußgängerweg, mal schlängeln sie sich durch die Autos oder fahren in die entgegengesetzte Richtung, vor allem die Autofahrer sind davon genervt.

Laut dem Mitinitiator des Volksentscheid Radgesetz Heinrich Strößenreuther hat „die Berliner Senatspolitik Schuld, weil sie nicht für eine Flächenverteilung sorgt, die allen Verkehrsteilnehmern gerecht wird“.

Doch nun soll laut der Verkehrsverwaltung der Rad- und öffentlicher Nahverkehr mehr gefördert werden. Hinsichtlich dessen, gab der Senat dieses Frühjahr bekannt, dass der Bau von 47 neuen Radwegen noch in diesem Jahr begonnen werden soll. Die Mittel dazu stellt der Hauptausschuss bereit. Es sind dabei mehr als 20 Millionen Euro im Nachtragshaushalt vorgesehen. Ziel soll letztendlich sein, dass mehr Einwohner auf diese umweltfreundlichen Transportmittel umsteigen.

Die Autofahrer sind genervt

Der große Teil der befragten Autofahrer, die ohnehin schon mit den hohen Parkgebühren zu kämpfen haben, beschweren sich weiterhin über zu wenige Parkplätze. Zum Ärgernis der Autofahrer werden in Zukunft durch den Bau der neuen Radwege einige Parkplätze wegfallen.

Unzufriedenheit gab es auch wegen der „miesen“ Baustellen-Koordination. Immer wieder seien Baustellen Schuld daran, dass sich ständig Staus bilden.

Berlins öffentlicher Nahverkehr

Des Weiteren wird aber auch Berlins Nahverkehr stark kritisiert.

Fahrgäste, die auf Bus oder Bahn angewiesen sind, ärgern sich über die jährlich steigenden Preise der Fahrtickets. Ein weiterer Kritikpunkt sei auch die Unpünktlichkeit der Busse und Züge. Es kommt immer wieder mal zu Verspätungen oder Unregelmäßigkeiten der öffentlichen Verkehrsmittel. Zudem ärgern sich Fahrgäste der BVG über zu volle Züge und den Dauereinsatz von Kurzzügen auf bestimmten Strecken wie beispielsweise der U3.

Dies stellt ein großes Problem dar, da besonders zu dieser winterlichen Jahreszeit viele vom Fahrrad auf öffentliche Transportmittel umsteigen.

Wie ein nachhaltiges Verkehrskonzept aussehen soll

Der Großteil der Berliner wird immer auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen sein. Deshalb ist es umso wichtiger, dass für nachhaltige Verkehrskonzepte nicht nur umweltfreundliche Verkehrsmittel gefördert werden, denn es sollen auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigt werden. So sollte die Verkehrsverwaltung nicht nur ihren Fokus auf den Radverkehr richten, sondern auch die Autofahrer und Fußgänger berücksichtigen.

Die Berliner Verkehrsteilnehmer werden dennoch in Zukunft immer wieder mal mit Bauarbeiten, ob auf der Straße oder an den Schienen, zu kämpfen haben. (dn)

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