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M-Sense: Studie zur digitalen Prävention gestartet

Mithilfe einer groß angelegten Studie, soll geklärt werden, ob eine Smartphone-App dazu beitragen kann, Kopfschmerzen zu lindern. Dazu starten die BARMER und die Deutsche Telekom gemeinsam ein Pilotprojekt unter wissenschaftlicher Begleitung der Berliner Charité.

Eine App zur digitalen Prävention

Das Projekt soll zeigen, ob die App „M-sense“ die Leiden von Kopfschmerz- und Migränepatienten mildern kann. In der App geben Betroffene eine Reihe relevanter Einflussfaktoren für Schmerzattacken, wie etwa Schlafverhalten, Ernährung, Wetter oder Stress sowie die Attacken ein. „M-sense“ analysiert dann diese Informationen und erstellt ein persönliches Schmerzmuster. Anhand dieses Musters entwickelt die App individuelle Handlungstipps für die Nutzer. Vom Autogenen Training über Muskelentspannung bis zum Ausdauersport schlägt die App präventive Maßnahmen in Begleitung zur klassischen Therapie vor. Somit können die Betroffenen die Intensität und Dauer künftiger Schmerzattacken reduzieren. Aus den persönlichen App-Protokollen können sich zudem wertvolle Hinweise für die ärztliche Therapie ergeben.

Die Studie wird zum Kooperationsprojekt

Im Rahmen einer Kooperation zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement nehmen an der Studie bis zu 1.000 von Kopfschmerzen oder Migräne betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Telekom teil. Sie sollen die App regelmäßig nutzen und neun Monate lang mithilfe medizinischer Fragebögen bewerten. Auch die in der App selbst erfassten Daten werden Aufschluss darüber geben, ob „M-sense“ präventiv die Kopfschmerztherapie ergänzen kann. Schon jetzt wurde die App „M-Sense“ als Medizinprodukt zertifiziert.

Die wissenschaftliche Untersuchung ist in ihrem Umfang bislang einzigartig. Vor allem junge Erwachsene leiden häufig unter Kopfschmerzen oder Migräne. 1,3 Millionen der 18- bis 27-Jährigen sind betroffen, wie der BARMER-Arztreport 2017 zeigt. Für die Studie werden daher hauptsächlich junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Telekom-Shops sowie Auszubildende des Konzerns die App testen dürfen. (red)

Smarte Haustechnik erfreut sich wachsendem Interesse

Laut der „Bauherren-Studie 2017“, durchgeführt von der Beratungsagentur Almondia, legen 57 Prozent der befragten Bundesbürger bei ihren Hausbauplanungen großen Wert auf smarte Haustechnik. Almondia befragte dazu 1.046 Bundesbürger, die in den vergangenen Jahren ein Haus gebaut haben oder in den nächsten zwei Jahren einen Bau planen.

Bauherren begeistern sich zunehmend für smarte Eigenheime

Jeder vierte Befragte ist bereit, mehr als 5.000 Euro zu investieren, um sein künftiges Eigenheim „smart“ zu machen. Sogar sieben Prozent der angehenden Hausbesitzer würden mehr als 10.000 Euro für eine Heizungssteuerung per Smartphone-App oder die automatische Steuerung von Beleuchtung, Belüftung und Co ausgeben.

„Smarte Haustechnik ist mehr als technischer Schnickschnack. Gerade für Menschen mit körperlicher Einschränkung kann eine automatische Licht- oder Belüftungssteuerung den Alltag stark erleichtern. In Hinblick darauf, dass die Menschen immer älter werden, und so lange wie möglich eigenständig leben möchten, werden intelligente Häuser mittelfristig stark an Bedeutung gewinnen“, so Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer von Almondia.

Von den Befragten, die bereits ein Haus gebaut haben, setzten 28 Prozent von Anfang an auf smarte Haustechnik. Etwas mehr als jeder Fünfte hat aus Kostengründen bisher darauf verzichtet, während 13 Prozent mit intelligenten Komponenten allmählich nachrüsten. Einige Bauherren lassen aus diesem Grund schon während des Hausbaus Leerrohre verbauen, in die sie später die Netzwerkkabel legen.

Intelligente Haustechnik muss sicher sein

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Handwerksbetrieben, die sich auf das Thema Smart Home spezialisiert haben. Sicherheit ist dennoch das oberste Gebot. Wenn Hausbesitzer über das Internet auf die eigene Haustechnik zugreifen können, gelingt das theoretisch auch Kriminellen. Der richtige und besonnene Umgang mit der smarten Haustechnik verhindert schon im Vorfeld, den Zugriff durch Fremdeinwirkung.

„Es fängt schon bei so simplen Grundregeln an, dass ein Passwort stets aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen sollte, um es den Kriminellen so schwer wie möglich zu machen“, so der Almondia Geschäftsführer Dr. Gordian Rättich.

Rättich ist davon überzeugt, dass die Nachfrage nach intelligenter und sicherer Haustechnik noch steigen wird. Nur vier von zehn der befragten Bauherren, die einen Neubau planen, legen keinen großen Wert auf eine smarte Haustechnik. Großes Interesse ist also laut der Studie schon jetzt vorhanden. (red)

„Smart, Smarter, Real Estate“ – Studie zur Immobilienwirtschaft

Der digitale Wandel in der Immobilienwirtschaft nimmt endlich Fahrt auf. Dazu führten ZIA und EY eine zweite Digitalisierungsstudie durch. Insgesamt haben mehr als 300 Mitarbeiter sowohl von privatwirtschaftlichen als auch von öffentlichen Unternehmen an der Befragung teilgenommen.

Unternehmen befinden sich bereits in der Entwicklungs- oder Etablierungsphase

„An der Digitalisierung kommt heute kaum ein Akteur der Immobilienwirtschaft mehr vorbei“, sagt Christian Schulz-Wulkow, Leiter des Immobiliensektors in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei EY.
Das zweite Jahr in Folge halten 90 Prozent der Befragten aus dem immobilienwirtschaftlichen Umfeld das Thema Digitalisierung für ein relevantes Handlungsfeld in ihren Unternehmen. Bereits fünf Prozent des Jahresumsatzes investieren die etablierten immobilienwirtschaftlichen Unternehmen im Schnitt in Digitalisierungsmaßnahmen. Bei den PropTechs entfallen sogar 62 Prozent des Jahresumsatzes auf Ausgaben für Digitalisierungszwecke; bei der Gesamtheit der Befragten beträgt der Durchschnitt der für Digitalisierung aufgewendeten Jahresumsätze elf Prozent. Das sind Ergebnisse einer Umfrage, die der ZIA Zentraler Immobilien Ausschuss e. V. gemeinsam mit der Beratungsgesellschaft EY Real Estate durchgeführt hat.

„Was die tatsächliche Umsetzung anbelangt, sind die ersten Schritte mittlerweile getan, wie die Ergebnisse unserer diesjährigen Folgebefragung zeigen. Dennoch kann das nur ein Anfang sein“ erläutert Martin Rodeck, Innovationsbeauftragter des ZIA und Vorsitzender der Geschäftsführung der OVG Real Estate in Deutschland.

Mehr als drei Viertel der Umfrageteilnehmer gaben an, dass sie sich derzeit in der Etablierungs- oder Entwicklungsphase befinden. Sechs Prozent der Befragten – überwiegend aus dem PropTech-Segment – zählen sich zur „digitalen Exzellenz“ und sind somit vollständig digital aufgestellt. Im europäischen Vergleich hingegen sieht sich die deutsche Immobilienwirtschaft selbstkritisch und sieht sich überwiegend als durchschnittlich oder gar unterdurchschnittlich fortgeschritten (jeweils 46 Prozent der Befragten).

Als Haupttreiber der Digitalisierung nannten die Umfrageteilnehmer Investoren, Projektentwickler und Planer. Bei diesen Akteuren wird auch die größte Veränderung der Geschäftsmodelle erwartet.

Herausforderungen: Personal und unternehmensübergreifende digitale Strategie

Eine der größten Herausforderungen in der digitalen Transformation stellen für 72 Prozent der Befragten mangelnde personelle Ressourcen dar. „Der Megatrend Digitalisierung kollidiert hier mit einem weiteren, dem des demografischen Wandels und des damit einhergehenden Fachkräftemangels. Aufgrund der Digitalisierung ergeben sich neue Berufsbilder in der Branche. Und hier konkurrieren wir mit anderen Wirtschaftssektoren im ‚War for Talents‘“, sagt Rodeck. „Wir müssen die Attraktivität der Immobilienwirtschaft für alle Young Professionals und Experten konstant steigern. Dabei ist die gesamte Branche gefordert.“

Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass es an einer unternehmensübergreifenden Digitalisierungsstrategie fehle (66 Prozent). Eine weitere Hürde ist für ungefähr 61,5 Prozent der Befragten, eine mangelhafte Datenqualität und -struktur sowie veraltete und nicht integrierte Software „Es mag bequem sein, die digitale Transformation als Aufgabe der eigenen IT-Abteilung zu betrachten. Das ist aber kurzsichtig. Digitalisierung ist mit dem Ausrollen einer neuen Software nicht getan, sie stellt ein Querschnittsthema dar, das alle Unternehmensbereiche betrifft: unternehmensinterne Prozesse, Schnittstellen zu externen Dienstleistern, eigene Produkte und Dienstleistungen. Die digitale Transformation ist daher ganz klar Aufgabe für die höchste Ebene“, sagt Schulz-Wulkow. „Darüber hinaus müssen wir uns als Branche über ein klares Leitbild verständigen“, ergänzt Rodeck. „Synergieeffekte von digitalen Technologien ergeben sich oft erst durch die Zusammenarbeit. Wenn jeder nur seine eigenen Vor- und Nachteile sieht und dadurch übergreifende positive Effekte verhindert, blockieren wir uns gegenseitig.“

Limitiertes Potenzial für die Cloud, Mobile Devices und digitale Plattformen

Potenzial für die Gegenwart und die nahe Zukunft sieht ein überwiegender Teil der Umfrageteilnehmer im Einsatz mobiler Arbeitsgeräte (78 Prozent der Befragten) und von Cloud-Technologien (74 Prozent der Befragten). „Der Nutzen dieser Technologien ist augenscheinlich, weil sie bereits heute fest im privaten und beruflichen Alltag etabliert sind. Smartphones und Clouds werden mittlerweile völlig intuitiv genutzt und finden daher fast wie von selbst ihren Platz auch in der Immobilienwirtschaft“, so Schulz-Wulkow.
Potenzial für die eher ferne Zukunft hat für die Umfrageteilnehmer die Blockchain-Technologie, die künstlichen Intelligenz (KI) und Robotics. Letzteres kommt derzeit höchstens nutzergetrieben in Industrieimmobilien vor. Vorstufen von KI werden etwa in Form von Chatbots in der Kundenkommunikation eingesetzt, ohne jedoch das volle Potenzial dieser Technologie zu entfalten. Als zeitlich am weitesten entfernt wird die Blockchain-Technologie bewertet. „Der Blockchain-Technologie wird zwar erst langfristiges Potenzial zugebilligt, dieses wird jedoch umso einschneidender sein. Vor allem Transaktionen und alle damit verbundenen Dienstleistungen dürften hiervon massiv disruptiert werden“, sagt Schulz-Wulkow.

Smart Real Estate betrifft alle Nutzungsarten

Die Immobilie wird digital: Technologien und Anwendungen, die an der Immobilie selbst ansetzen, sei es bei der Planung, beim Bau, im Betrieb oder bei der Transaktion, lassen sich unter „Smart Real Estate“ zusammenfassen – dem Schwerpunkt der diesjährigen Befragung. Als Beispiele für solche Technologien sind etwa Smart Metering, Predictive Maintenance, Sharing Economy, KI oder BIM zu nennen. Den Befragten zufolge wird die digitale Transformation alle Nutzungsarten betreffen, allen voran Büroimmobilien.

Knapp 60 Prozent der Befragten sehen vor allem im Datenschutz eine große Hürde für Smart Metering. Als größtes Hindernis für den Einsatz von KI und Robotics identifizieren 55 Prozent der Umfrageteilnehmer die nötigen hohen Investitionskosten und rund jeder zweite die ebenfalls notwendige Nutzerakzeptanz.

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