Beiträge

Der Cleantech Business Park bekommt endlich sein erstes Unternehmen

Eine freudige Nachricht vom Cleantech Business Park: Knapp zwei Jahre nach seiner Fertigstellung bekommt Berlins größtes Industriegebiet endlich sein erstes Unternehmen.

Die größte Industriefläche Berlins

Der Cleantech Business Park (CBP) befindet sich im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Mit einer Fläche von 90 Hektar ist er das größte zusammenhängende Industrieareal in Berlin. Der Industriepark entstand von 2010 bis 2015. Für die infrastrukturelle Erschließung und die Baureifmachung stellte die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung insgesamt 43 Millionen Euro aus den GRW-Fördermitteln bereit.

Nach der Fertigstellung im Dezember 2015 startete 2016 der Verkauf der Flächen an Investoren aus der Cleantech-Branche. Seitdem konnte bisher kein erfolgreicher Abschluss vermeldet werden.

Zukunftsort für Unternehmen der Cleantech-Branche

Der sich im Nordosten der Hauptstadt befindende Industriepark ist speziell auf produzierende Unternehmen der Cleantech-Branche ausgerichtet. Sie umfasst Bereiche der umweltfreundlichen Energien und Energiespeicherung, der Energieeffizienz, der nachhaltigen Mobilität, der Kreislaufwirtschaft, der nachhaltigen Wasserwirtschaft, der Rohstoff- und Materialeffizienz sowie der grünen Chemie.

Als Cluster für etablierte Global Player sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet der Cleantech Park Möglichkeiten zum Austausch von Know-how. Zudem profitiert der Industriepark von seinem Standort in Marzahn. Dieser verfügt über eine ideale Verkehrsinfrastruktur, eine moderne Schullandschaft und eine große Vielfalt an Aus- und Weiterbildungsinstitutionen. Vor allem soll die optimale Anbindung an die Berliner Innenstadt die jungen Cleantech Unternehmen ansprechen.

Ein idealer Standort für junge Unternehmen

Besonders für junge Unternehmen ist eine räumliche Konzentration mit anderen Unternehmen wichtig. Standortfaktoren stehen in der Unternehmensbranche an höchster Stelle. Der Cleantech Business Park bietet auch die unmittelbare Nähe zu anderen Unternehmen. So grenzt das Industriegelände an das 1.200 Hektar große Industrie- und Gewerbegebiet „Berlin eastside“. Bei „Berlin eastside“ sind mehr als 35.000 Unternehmen registriert. Darunter namhafte Unternehmen wie z.B. Knorr-Bremse, Berlin Cosmetics, Harry Brot, ALBA, Coca Cola oder Elpro.

In unmittelbarer Nähe zum Industrieareal befindet sich auch das CleanTech Innovation Center (CIC). Das CIC ist ein Coworking-Innovationszentrum für Start-ups. Es dient als Treffpunkt für junge Unternehmen, die saubere Technologien entwickeln und vermarkten. Somit haben zukünftige Unternehmen im CBP die Möglichkeit sich mit anderen Unternehmen der Branche auszutauschen und vom Informationsfluss zu profitieren.

Der Cleantech Business Park bekommt sein erstes Unternehmen

Zwei Jahre nachdem der Cleantech Business Park fertiggestellt wurde, bekommt er endlich sein erstes Unternehmen: Die Swissbit Germany AG will seine Kapazitäten erweitern und plant einen Produktions- und Entwicklungsstandort. Die Swissbit Germany AG ist eine europäische Entwicklungs- und Produktionsfirma, die industrielle Speichermedien herstellt. Da seine Kapazitätsgrenze im GSG-Gewerbehof an der Wolfener Straße im Marzahner Stadtteil erreicht ist, will das Unternehmen nun in den Cleantech Business Park umziehen.

Noch vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus. Denn seit seiner Fertigstellung hatte sich kein einziges Unternehmen auf dem Industriegelände angesiedelt. Da bleibt die Frage, ob mit der Swissbit Germany AG nun endlich der Bann gebrochen wurde und schon bald ein Durchbruch für den Industriepark in Sicht ist. Laut dem Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen, Johannes Martin, seien bereits 20 weitere Hektar für fünf Unternehmen reserviert. (dn)

Experte Florian Nöll: Die etablierte Wirtschaft muss sich für Start-ups öffnen

Wir haben mit dem Experten für Start-ups und die digitale Wirtschaft gesprochen: Florian Nöll. Als Vorsitzender des Start-up-Verbandes fungiert er als Dolmetscher zwischen innovativen Unternehmensgründungen und der Politik.

Florian Nöll, was ist die Aufgabe des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V.?

Als Repräsentant und Stimme der Start-ups in Deutschland engagieren wir uns für ein gründerfreundliches Deutschland. Im Dialog mit Entscheidungsträgern in der Politik erarbeiten wir Vorschläge, die eine Kultur der Selbstständigkeit fördern und die Hürden für Unternehmensgründungen senken. Wir werben für innovatives Unternehmertum und tragen die Start-up-Mentalität in die Gesellschaft. Als Netzwerk verbinden wir Gründer, Start-ups und deren Freunde miteinander. Uns gibt es seit mittlerweile fünf Jahren. Von anfänglich ein paar dutzend Mitgliedern sind wir auf 750 Mitglieder angewachsen. Wir sind die einzige politische Vertretung der Start-ups in Deutschland.

Warum ist es so wichtig, junge Start-ups zu unterstützen?

Start-ups sind bereits heute echte Jobmotoren. In Berlin sind mehr Menschen in der Digitalwirtschaft beschäftigt als im industriellen Sektor. Wenn wir unsere Wirtschaft, unsere Konzerne und unseren Mittelstand digitalisieren und somit fit für das 21. Jahrhundert machen wollen, dann geht das nicht ohne die Start-ups. Sie sind dynamisch und flexibel genug, die Digitalisierung jeden Tag neu in ihr Geschäftsmodell zu integrieren. Die etablierte Wirtschaft muss sich für Start-ups öffnen, denn nur durch das Zusammenspiel von Start-ups und etablierter Wirtschaft können wir uns unseren Wohlstand auch in Zukunft sichern.

In keiner anderen deutschen Stadt werden so viele Start-ups gegründet wie in Berlin – woran liegt das?

Hier spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Die Lebenshaltungskosten sind in Berlin immer noch geringer als etwa in München oder Hamburg. Sowohl Büromieten als auch die Mieten für Wohnraum sind längst nicht auf dem Niveau wie in diesen Städten, auch wenn die Berliner Mieten seit Jahren steigen. Zudem treten Start-ups hier nicht mit einer Vielzahl finanziell gut ausgestatteter Industriekonzerne auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz wie beispielsweise in Bayern. Zum anderen ist Berlin sehr beliebt bei jungen Menschen aus der ganzen Welt. Das internationale Flair, das reichhaltige kulturelle Angebot und die Berliner Clubs wirken wie ein Magnet.

Kann Berlin es mit anderen Start-up-Städten wie London oder Amsterdam aufnehmen?

Auf jeden Fall! In Europa ist Deutschland, insbesondere Berlin, mittlerweile der bedeutendste Start-up-Standort. Berlin hat London, unter tätiger Mithilfe des Brexit, den Rang abgelaufen, wenn es um die zukünftigen Potenziale der Start-up-Wirtschaft geht.

Nach der Bundestagswahl 2017: Was wünscht sich der Bundesverband Deutsche Startups e.V. von der neuen Regierung?

Start-ups bewegen sich nicht im luftleeren Raum. Sie sind von einem regulatorischen Rahmen umgeben, der dringend angepasst werden muss.

Dazu zählen folgende Punkte:

  1. Mehr Gründer:

Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten verlernt, ein Gründerland zu sein. SAP ist das einzige Unternehmen im DAX, dessen Gründer noch leben. Eine offene Einstellung zum Unternehmertum muss bei jungen Menschen schon durch Entrepreneurship Education in Schule und Hochschule sowie in der beruflichen Bildung gefördert werden.

  1. Mehr Vielfalt:

Gründer und Fachkräfte aus anderen Ländern bleiben und arbeiten in Deutschland, wenn sie hier willkommen geheißen werden. Eine Willkommenskultur, die den Fachkräften den Einstieg in das Leben und das neue Land erleichtert, ist unerlässlich. Dazu benötigen wir ein Einwanderungsgesetz! Ein gutes Einwanderungsgesetz ist mit einer Stellenanzeige vergleichbar: Wir sagen, wen wir suchen, was wir bieten und zu welchen Konditionen und Bedingungen wir die Stelle vergeben.

  1. Mehr Kapital:

Während mittlerweile ein gutes Angebot an Kapital in der Frühphase vorliegt, mangelt es deutschen Start-ups immer noch erheblich an Wachstumskapital. Um hier Abhilfe zu leisten, müssen sich institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen für Investitionen in Start-ups öffnen. Dazu müssen die gesetzlichen Restriktionen, die solche Investitionen verhindern, entsprechend liberalisiert werden.

Was erwartet uns bzw. die Start-up-Szene im Jahr 2018?

Um diese Frage zu beantworten lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Das Start-up-Ökosystem, die Technologien und die Branchen bewegen sich in Wellen. Das deutsche Start-up Ökosystem begann sich vor über 10 bis 15 Jahren mit E-Commerce zu entwickeln. Später folgten die Plattformen. Vor drei Jahren machte die FinTech-Technologie einen Sprung, woraufhin viele FinTechs gegründet worden sind. Die Branchen und Geschäftsmodelle entwickeln sich also parallel zu neuen Technologien. Momentan reden alle über Machine Learning, Artificial Intelligence oder Blockchain. Diese Technologien machen gerade riesige Fortschritte. Ich denke, dass wir in diesen Bereichen die meisten Neugründungen im Jahr 2018 sehen werden.

Ich hoffe, dass die neue Regierungskoalition das Thema Digitalisierung endlich anpackt. Dazu gehört, dass dieses Thema in einem eigenen Ministerium abgebildet wird. Wir brauchen ein eigenes Digitalministerium, welches einen Gestaltungsanspruch an die Digitalisierung unserer Gesellschaft und der Wirtschaft hat. Dieses Ministerium muss vom zukünftigen Kabinett die dafür nötigen Entscheidungskompetenzen auf legislativer und exekutiver Ebene zugesprochen bekommen. Der momentane digitalpolitische Flickenteppich, die Aufteilung zwischen Innen-, Justiz-, Wirtschafts- und Verkehrsministerium tut der deutschen digitalen Wirtschaft, allen voran den deutschen Start-ups, nicht gut. (cr)

Innovationspreis der degewo: „Smart Up the City 2017“

Heute findet das große Finale des ersten „degewo Innovationspreises: Smart Up the City 2017“ statt. Am Abend wird dem Gewinner feierlich sein Preis verliehen. Er wird für anwendbare, digitale Technologien, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle rund um die Themen Immobilienmanagement, Energieversorgung, Gebäudeautomation, Mobilität und Kommunikation vergeben. Insgesamt haben sich 74 Bewerber aus Deutschland, den USA, Kenia, Italien, Dänemark und dem indischen Silicon Valley, Bangalore, für den Wettbewerb angemeldet.

Die Finalisten stehen fest

Für die heutige Preisverleihung stehen die fünf Finalisten bereits fest. Dem Sieger winkt für sein Projekt ein Preisgeld von 3.000 Euro. Zu den fünf Finalisten gehören: Die Berliner Plattform Doozer für professionelles Modernisierungsmanagement, die Brandenburger Online-Wohnungsvermittlung  Housyder Online-Schlüsselbestelldienst MyKeys24, das Berliner Technologieunternehmen Metr und dem Technologieunternehmen Lift Technology aus Hannover.

Innovationspreis „Smart Up the city“

Die degewo ist eines der führenden Wohnungsbauunternehmen in Berlin und fördert auch Stadtentwicklungsprojekte. In dem Wettbewerb suchte die Wohnungsbaugesellschaft gezielt nach innovativen, digitalen sowie technischen Lösungen und Dienstleistungen für ihre Wohnungsimmobilien. GründerInnen und Startups im Bereich Smart Building, Smart City oder PropTech konnten sich bis zum 11. August unter bewerben. Dieses Jahr vergibt sie zum ersten Mal den „degewo Innovationspreis Smart Up the City 2017“.  (red)

Veranstaltungen

Es konnte leider nichts gefunden werden

Entschuldigung, aber kein Eintrag erfüllt ihre Suchkriterien