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Laughing Hearts Gala: Unternehmer spenden 1.350.000 EUR für Heimkinder

Auf der Bühne des Hyatt am Potsdamer Platz der britische Superstar Marlon Roudette mit dem Welthit „When the Beat Drops out“, unter den Gästen Laughing Hearts-Schirmherrin Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, Berliner Sparkasse-Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler, der Immobilienunternehmer Christoph Gröner, Boxweltmeister Arthur Abraham, AG-City-Chef Klaus-Jürgen Meyer, Stararchitekt Prof. Stephan Braunfels, BERLINboxx-Verlegerin Dr. Angela Wiechula, Laughing Hearts-Vorstandsvorsitzender Dr. Nidal Al Saadi. Die Gewinner des Gala-Spenden-Dinners waren eindeutig die 2000 Heimkinder, die seit fast 10 Jahren von Laughing-Hearts gefördert werden. Am Ende dieses in jeder Beziehung außergewöhnlichen Abends spendeten die großherzigen Unternehmer 1.350.000 EUR für den guten Zweck.

Christoph-Gröner, Arthur-Abraham und Dr. Nidal-Al-Saadi (v.l.n.r.) machen sich für Kinder stark | Foto: Marius Schwarz

Dilek Kolat, Christoph Gröner und Nidal Al-Saadi gelingt ein Spendenrekord

1.350.000 EUR Spendenaufkommen an einem Abend ist eine absolute Rekordsumme. Im Vergleich: Die Operngala für die Deutsche Aids Stiftung in der Deutschen Oper erzielte in diesem Jahr mit Großspenden von Konzernen eine Summe von 500.000 EUR.

Was die mittelständischen Unternehmer, die den gemeinnützigen Verein Laughing Hearts 2009 gegründet haben, erreicht haben, verdient eine besondere Auszeichnung und Wertschätzung.

Alle Vereinsmitglieder engagieren sich nicht nur finanziell sondern auch ganz persönlich.

Top-Sponsor Christoph Gröner mit seiner Ehefrau Anja Gröner | Foto: Marius Schwarz

Unermüdlich im Einsatz auch Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Projektentwicklers CG Gruppe, der sich mit Überzeugungskraft und persönlichem Engagement für die soziale Gleichstellung und Chancengleichheit von Heimkindern in unserer Gesellschaft einsetzt. Schirmherrin Senatorin Dilek Kolat zeigte sich beeindruckt von der Spendenfreundlichkeit der Gäste: „Für mich stehen die Perspektiven, die mit dieser Initiative für Kinder geschaffen werden, im Fokus und es ist mir ein besonderes Anliegen, es den Kindern mit schönen Erlebnissen zu erlauben, den oft schwierigen Alltag für kurze Zeit zu vergessen“.

Insgesamt sind in Deutschland etwa 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von Armut betroffen – in Berlin fast jedes dritte Kind. Dieser soziale Missstand stellt ein ernstzunehmendes Problem in der Hauptstadt dar. Häufig fehlt es in den betreuenden Einrichtungen an Geld für ärztliche Zusatzbehandlungen, Nachhilfe und Beiträge für Sportvereine oder Musikunterricht. Geringere Bildungschancen, Ausgrenzung oder Schwierigkeiten bei der Ausbildungssuche sind häufig die Folge.

Engagement für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Um dem Missstand der sozialen Benachteiligung bei Kindern und Jugendlichen zu begegnen, gründeten Berliner Unternehmer im Mai 2009 den gemeinnützigen Verein Laughing Hearts e. V. Ziel des Vereins ist es, das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen so früh wie möglich zu stärken, sie aktiv in ihr gesellschaftliches Umfeld zu integrieren und ihnen durch Aufzeigen von sozialen wie beruflichen Perspektiven einen gleichberechtigten Werdegang zu ermöglichen. In enger Zusammenarbeit mit Berliner Heimen, Betreuern und vielen Partnern werden derzeit 22 Kinderheime in Berlin mit ca. 2.200 Kindern und Jugendlichen betreut.

Sozialen Einrichtungen steht für die Freizeitgestaltung eines Kindes pro Jahr meist nur ein knappes Budget zur Verfügung. Laughing Hearts-Präsident, der Internist Dr. Nidal Al-Saadi: „Das Anliegen von Laughing Hearts ist es, Heimkinder in individuellen Belangen zu unterstützen, die über die generelle Grundversorgung hinausgehen. Den Kindern soll, ihren Wünschen entsprechend, die Integration in bestehende, einrichtungsexterne Freizeit- und Bildungsangebote ermöglicht werden. Die individuelle Förderung erfolgt im Rahmen des Leistungskataloges, der die vier wesentlichen Themenbereiche Sport, Bildung, Gesundheit und Freizeit umfasst“. Ohne Zweifel war die 9. Laughing Hearts-Gala wieder ein Lichtblick für bürgerschaftliches Engagement. (FS)

 

 

 

 

 

 

Gemeinsam für eine soziale und wirtschaftlich starke Stadt

Auf dem 9. Berliner Quartiersrätekongress wird die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt diskutiert.

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, lädt am Freitag, den 10. November zum 9. Berliner Quartiersrätekongress ein. Die Veranstaltung ist eine besondere Kooperation zwischen dem Berliner Parlament, den Quartiersräten als Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft und der Verwaltung. Im Abgeordnetenhaus von Berlin werden sie sich den komplexen Aufgaben zur Verbesserung der Bildung, der Integration und der Lebenssituation der Menschen in den Quartieren widmen. Im März 2019 jährt sich der Senatsbeschluss zum Programm „Soziale Stadt mit der Einführung“ des Berliner Quartiersmanagements zum 20. Mal.

Gemeinsam für eine soziale Stadt

Schon im Vorfeld des diesjährigen Kongresses wurde das Programm „Soziale Stadt“ proaktiv durch Fragebögen mitgestaltet. Das Ziel ist, das Programm auch 2018 fortzuführen. Das Motto der Veranstaltung lautet „Mitmachen-Mitentscheiden-Selbermachen: Quartiersräte gestalten Stadt“. Gemeinsam sollen wichtige Impulse für die weitere Programmausrichtung gewonnen werden.

Ehrenamtliches Engagement für die Stadtteile

„Ich schätze die ehrenamtliche Arbeit der Quartiersräte, weil sie den Menschen im Quartier eine Stimme geben. Lassen sie uns gemeinsam darüber nachdenken, wie die Fördermittel des ProgrammsSoziale Stadt‘ dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten gebraucht werden und wo sie den größten Nutzen für möglichst viele Menschen in den Quartieren bringen. Für die weitere Ausgestaltung des Programms ‚Soziale Stadt‘ in Berlin ist mir das Wort der lokalen Spezialisten, die Quartiersräte ja sind, besonders wichtig“, so die Senatorin Lompscher.

Derzeit engagieren sich über 1.000 Quartiersräte in den 34 Quartiersmanagementgebieten der Stadt. Die Gremien werden alle zwei Jahre neu gewählt. Das Hauptanliegen der Räte ist es, den Stadtteil attraktiver zu machen, die Chancen der Kinder auf Bildung zu erhöhen, die Kommunikation untereinander herzustellen und das Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedlicher ethnischer Herkunft im Quartier zu stärken.

Städtebau wird aktiv mit Projekten gefördert

Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt die Stabilisierung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadtteile. Mit gezielten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den öffentlichen Raum wird das Wohnumfeld aufgewertet. Für die Umsetzung der Programmpunkte hat der Berliner Senat ein Quartiersmanagementverfahren ins Leben gerufen und setzt es in Zusammenarbeit mit den Bezirken um. Die jeweiligen Quartiersmanagement-Teams unterstützen lokale Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner, vernetzen und kooperieren mit verschiedenen Initiativen. In diesem Jahr wird das Programm mit finanziellen Mitteln in Höhe von 26,8 Millionen Euro  gefördert. Mittlerweile umfasst das Programm „Soziale Stadt“ 230 Einzelprojekte. (red)

 

 

Karl-Marx-Allee: Lebenslanger Schutz vor Eigenbedarfskündigungen

Ingo Müller und Peter Mayknecht haben eine Klausel gefunden, die es im Berliner Mietrecht wahrscheinlich kein zweites Mal gibt: Im Jahr 1993 wurde den Mietern in der Karl-Marx-Allee ein dauerhafter Schutz vor Eigenbedarfskündigungen garantiert.

Die Männer, die diese Klausel gefunden haben, heißen Ingo Müller und Peter Mayenknecht. Müller ist Mieter in der Karl-Marx-Allee, Mayenknecht arbeitete in den 1990ern für die Grundstückabteilung der Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain und ist heute für die DGfI tätig, eine Dienstleistungsgesellschaft für Immobilien.

Nach monatelanger Recherche zusammen mit der Berliner Zeitung haben sie zahlreiche Belege für die Klausel gefunden. Sie gilt für alle Mieter, die zum Zeitpunkt des Verkaufs einen gültigen Mietvertrag hatten.

Paragraf 17 des Kaufvertrages zwischen der Wohnungsbaugesellschaft Friedrichshain und der DepFa Immobilienmanagement AG geht weit über die Zehn-Jahres-Regelung hinaus, die seit 2013 allgemein für Berlin gilt.

„Die Erbbauberechtigte verpflichtet sich, die Mietwohnungen dauerhaft entweder nicht in Eigentumswohnungen (…) umzuwandeln oder auf Eigenbedarfskündigungen (…) zu verzichten.“ – Paragraph 17 des Kaufvertrages

Auch Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher bestätigte den Mieterschutz ebenso wie die Verpflichtung des Eigentümers, die Klausel bei künftigen Verkäufen weiterzugeben.

Bezirksstadtrat Tobias Dollase: Mehr Frauen in Vorstände von Vereinen

Stadtrat Tobias Dollase setzt sich für mehr Frauen in Führungspositionen in Vereinen ein. Um auf erfolgreiche Projekte hinzuweisen, lobt der Bezirk in diesem Jahr zum ersten Mal den Reinickendorfer Preis für Sportvereine „Gold für Frauen“ aus. Der Wettbewerb lenkt den Blick auf die aktive Beteiligung von Mädchen und Frauen in den Vereinen, insbesondere im Bereich der Vorstandsarbeit. „Vorbilder sind eine gute Motivation.“ so Dollase. (mg)

Foto: © Pexels

Landeshaushalt 2017: Berlin mit 700 Millionen im Plus

Die Steuereinnahmen in der Republik steigen – die Wirtschaft boomt. Trotz steigender Sozialausgaben und hoher Kosten für die Flüchtlingsbetreuung, ist laut der Finanzverwaltung des Senats mit einem Überschuss von 716 Millionen Euro zu rechnen. Laut Tagesspiegel betrifft dies aber nicht nur die Steuern, sondern auch Verwaltungseinnahmen und Erträge öffentlicher Unternehmen.

Ganz besonders bei den Ausgaben für das öffentliche Personal bleibt Berlin sogar unter den geplanten Ausgaben von 8,28 Milliarden Euro. Auch dank der so unbeliebten Buß- und Strafgelder, fließen mehr als 14 Millionen Euro in die Landeskasse.

Berlins positive Finanzlage könnte sogar zur Tilgung der Schulden eingesetzt werden, denn diese betrugen Anfang des Jahres noch 59,4 Millionen Euro. (mg)

Berliner Wohnungsnot – Neubau muss her

Der Berlin-Boom ist ungebrochen: Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Fähigkeiten kommen nach Berlin und bringen Ideen, Kultur und Unternehmertum mit. Einen Platz zum Leben brauchen sie alle. Seit einigen Jahren jedoch verkompliziert sich der ohnehin schon schwierige Berliner Immobilienmarkt. Denn anders als in den meisten Städten Deutschlands ist Berlin nicht homogen gewachsen. Dies ist vor allem historisch in der Teilung der Stadt und auch der Bildung von zwei unterschiedlichen Stadtzentren begründet.

Bei der Veranstaltung Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt und Politik wurde gestern Abend über den aktuellen und zukünftigen Wohnungsmarkt Berlins diskutiert. Die von der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit organisierte Diskussionsrunde im Roten Rathaus behandelte Themen wie Wohnen in Berlin aus Anbieter-und Verbrauchersicht oder die Themen Mietpreisbremse und Zweckentfremdung.

Zu den Sprechern gehörten Wibke Werner (Stellvertretende Geschäftsführerin des Berliner Mietvereins), Klaus-Peter Hesse (Geschäftsführer des ZIA Zentraler Immobilien Ausschusses), Iris Spranger (Sprecherin für Bauen, Wohnen, Mieten, SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus), Nina Stahr (Landesvorsitzende, Bündnis 90/Die Grünen), Stefan Förster (Sprecher für Bauen, Wohnen und Denkmalschutz, FDP-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus). Moderiert wurde das Ganze von Gerd Nowakowski (Der Tagesspiegel).

Es zeigte sich, dass ein grundlegender Konsens unter allen Beteiligten bestand: Es muss gebaut werden – und zwar dringend. Seit 2010 sind 240.000 Neu-Berliner hinzugekommen, gebaut wurden jedoch nur 40.000 Wohnungen. Platz genug ist vorhanden, verfügt Berlin doch über viele Freiflächen, die schätzungsweise Platz für 240.000 Wohnungen bieten würden.

Viele Investoren sind verunsichert durch hohe Grundstückskosten, langwierige Bauverfahren, mangelnde Akzeptanz für Neubauvorlagen und teure Auflagen. Ein weiterer Aspekt sind die Bürger selbst. Es werden zwar Wohnungen gefordert, wenn es jedoch um die Umsetzung von Neubauten geht, fürchten viele um ihren Kiez, die Preisstruktur oder die Aussicht. Die Rede ist auch meist von den beiden Extremen Luxuswohnungen und preisgebundenem Wohnraum. Auf der Strecke bleibt dabei oft der Bedarf der Mittelschicht, für die es zunehmend schwieriger wird, passenden Wohnraum zu finden.

Dabei gilt Berlin immer noch als vergleichswiese günstig. Schaut man jedoch genauer hin, lässt sich diese Behauptung kaum aufrechterhalten: Seit 2010 sind die Mietpreise in Berlin um 94% gestiegen, das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen beträgt 1.600 Euro, 22,4% der Haushalte, also fast ein Viertel, sind armutsgefährdet. Dies führt dazu, dass trotz der vergleichsweise noch relativ niedrigen Mieten, die Wohnkostenbelastung vergleichbar mit der in München ist.

Foto: © Peter Baumgärtner - Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit

Alle wollen das Gleiche: Berlins Wohnungen müssen bezahlbar sein und bleiben. Viele Bürger fordern daher eine stärkere Regulierung des Immobilienmarktes durch die Politik. Klaus-Peter Hesse, Geschäftsführer des ZIA, sieht das jedoch kritisch: „ Natürlich müssen Bund und Länder rechtliche Rahmenbedingungen schaffen, starke Eingriffe durch die Politik sind aber in den meisten Fällen wenig bis gar nicht hilfreich, wie man auch an der Mietpreisbremse sieht.“ Dem widerspricht Iris Spranger, Sprecherin für Bauen, Wohnen, Mieten der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, die die Mietpreisbremse durchaus als ein zielführendes Instrument ansieht, um zu verhindern, dass Mieten willkürlich angehoben werden können.

Neubau ist also die Antwort auf alle Fragen? Nicht ganz, denn viele werfen Investoren vor, am Bedarf vorbei zu bauen und nur den eigenen Profit im Blick zu haben. Tatsächlich ist Berlin eine Mieterstadt, 85 Prozent der Einwohner leben zur Miete. Entwickelt werden aber auch viele Eigentumswohnungen. Aus Sich von Klaus-Peter Hesse ist das kein Problem: „Mittlerweile denken viele über Wohnungskauf nach. Aufgrund der niedrigen Zinsen ist das nun für viele eine Option, hinzu kommt die positive Wertentwicklung. Außerdem nicht zu vergessen die zahlreichen Investoren aus dem Ausland, für die Berlin eine große Strahlkraft besitzt.“

Einige Ansätze werden durchweg positiv gesehen, so etwa die kooperative Baulandentwicklung. Die städtischen Wohnungsbaugesellschaften können den Bedarf nicht alleine decken, private Investoren müssen also dringend unterstützen. Grundsätzlich vorgeschrieben ist dann auch, 30 Prozent der Wohnungen zu sozialverträglichen Mieten abzugeben.

Es bleibt also zu hoffen, dass solche vielversprechenden Ansätze verbessert und fortgeführt werden. Denn alle eint das gleiche Ziel: Die Urbanität und die Vielfältigkeit Berlins müssen erhalten bleiben. Schließlich sind das die Gründe für die internationale Attraktivität Berlins, die nicht nur zahlreiche Touristen, sondern auch Unternehmen und Arbeitskräfte in die Stadt zieht. Denn auch in diesem Punkt sind sich alle einig: Berlin steht eine rosige Zukunft bevor. Die Stadt wird weiterhin wachsen und auch zunehmend an Internationalität gewinnen. Eine Immobilienblase oder eine „tote“ Innenstadt sind aus Sicht der Diskutanten nicht zu befürchten. (mg)

Die 14. Stevie Awards for Women in Business

Das Frauen in der Weltwirtschaft eine treibende Kraft sind, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Mit dem „Stevie Award for Women in Business“ möchte Michael Gallagher, Präsident und Gründer der Stevie Awards, Unternehmerinnen, Frauen in Führungspositionen und Mitarbeiterinnen weltweit dazu ermutigen, nach der Anerkennung zu streben, die sie verdienen.

Zum 14. Mal wird der renommierte Wirtschaftspreis für Frauen diesem Jahr an die weltbesten Powerfrauen verliehen. Eine Jury aus zahlreichen und weltweit führenden Unternehmerinnen sowie Führungskräften werden die Bewerbungen sichten und bewerten, bevor die Gewinnerinnen der 14. Stevie Awards for Women in Business am 17. November 2017 im Rahmen eines feierlichen Galadinners im Marriott Marquis Hotel in New York bekannt gegeben werden. Die Gewinner des Stevie Awards profitieren von der verstärkten Aufmerksamkeit der Medien, welche den Bekanntheitsgrad ihrer Marke und das positive Image als attraktive Arbeitgeberin steigern.

Bis zum 23. August 2017 können sich Unternehmen und Einzelpersonen weltweit um die höchste Auszeichnung in der Geschäftswelt bewerben. In mehr als 85 Kategorien werden die Leistungen der Frauen gewürdigt und ausgezeichnet. Die Titel Female Entrepreneur of the Year, Female Executive of the Year, Mentor or Coach of the Year, Lifetime Achievement Award, Women Helping Women, Female Employee of the Year, Woman-Owned or -Run Company of the Year und Female Innovator of the Year werden prämiert. Eine geeignete Kandidatin für Berlin wäre BVG-Chefin Sigrid Nikutta. Bereits im Jahr 2011 wurde diese in die Financial Times Deutschland Liste der „25 Top-Business-Frauen“ aufgenommen.

Informationen, wie sich Unternehmen am besten bei den 14. Stevie Awards for Women in Business bewerben, finden Sie auf der Awards-Webseite. (mg)

Zweigleisig: Das Doppelleben Berliner Beamter

8 Stunden Nebentätigkeit pro Woche sind erlaubt, also ein sechster Arbeitstag in der Woche. Was sich nach einem geringen Extrastundensatz anhört, kann sich allerdings stark auf das psychische und physische Wohlbefinden auswirken. Für Berlins Beamte jedoch wird dies immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Laut der Berliner Morgenpost übt bei der Polizei fast jeder Zehnte eine Nebentätigkeit aus – bei der Feuerwehr mehr als jeder fünfte. Egal ob Taxifahrer, Stromzähler oder sogar als Komparse vor der Kamera, viele möchten (oder müssen) etwas dazuverdienen. Ganz besonders in den letzten drei Monaten war ein deutlicher Anstieg der Nebenjobs zu verzeichnen. Der Grund: Viele entscheiden sich für einen Nebenjob, sobald die Kinder aus dem Haus sind. Eine weitere Ursache ist eine hohe Scheidungsrate.

Nichtsdestotrotz, ist es nicht wichtig, Berliner Beamte besser zu bezahlen, damit eine weitere Tätigkeit nicht zur Selbstverständlichkeit wird? Denn auch wenn ein weiterer Tag in der Woche sich nach einem zu verschmerzenden Betrag anhört, so kann dies doch langfristige Auswirkungen haben. Wer möchte denn schon, dass die Polizei, dein Freund und Helfer, vollkommen übermüdet und unkonzentriert ihrer Tätigkeit nachgeht? Es wäre doch viel besser für alle Beteiligten, wenn Berlins Beamte ausgeschlafen und entspannt sind. Dies verringert die Fehlerquote, hilft dabei, in Konfliktsituationen besser zu agieren und effizienter zu arbeiten. Langfristig gesehen wäre eine bessere Bezahlung nicht nur angemessen, sondern würde sich zudem positiv auf das Arbeitsklima sowie die Produktivität auswirken. Ein weiterer positiver Nebeneffekt wäre, dass es der Polizei mit Sicherheit nicht an qualifizierten Bewerbern mangeln würde. Nicht umsonst wurde die am 31. Juli endende Bewerbungsfrist um ganze zwei Wochen verlängert. (mg)

Foto: © Flickr.com

Berliner Rotary Clubs veranstalten „gesunden“ Kindertag

Die Berliner Rotary Clubs laden auch dieses Jahr wieder zum Rotary Kindertag– ins Deutsche Technikmuseum ein. Am 7. und 8. Juli dreht sich alles um Themen wie gesunde Ernährung, Bewegung und Leseförderung.

Bereits zum 6. Mal wird das Projekt: „Rotary Kindertag“ durch die Berliner Rotary Clubs organisiert. Schwerpunkt der Veranstaltung ist es, Kindern eine gesunde Lebensweise näherzubringen, und sie ihnen so schmackhaft wie möglich zu machen. Mit lustigen und bunten Aktionen wird spielerisch Gesundheitsprävention betrieben, um zunehmende Fettleibigkeit und Folgeerkrankungen mit richtiger Ernährung und mehr Bewegung zu begegnen.

Prof. Joseph Hoppe (stellvertretender Direktor Deutsches Technikmuseum) und Helmut Rhode (amtierender Distrikt Rotary Governor) werden den Kindertag offiziell eröffnen. Das Programm lädt Eltern und Kinder dazu ein, an Aktionsständen Verschiedenes zum Thema Gesundheit auszuprobieren.

Seit Jahren schon setzen sich die Rotary Clubs mit ihrem Aktionsprogramm ,,gesundekids‘‘ dafür ein, an Berliner Schulen und Kitas den Kindern eine gesunde Lebensführung zu vermitteln. Auch bei dem Rotary Kindertag sind allein am 8. Juli 1500 Schüler und Schülerinnen aus Rotary-Partnerschulen eingeladen. Es können aber natürlich auch alle Besucher des Technikmuseum daran teilnehmen, das Projekt heißt alle willkommen.

Der Rotary Club Berlin wurde ausgehend vom Rotary Club Hamburg, dem ältesten Rotary Club in Deutschland, am 13. Februar 1929 gegründet. Heute ist der Rotary Club Berlin der mitgliederstärkste Rotary Club in Deutschland mit einem aktivem Clubleben und einem hohem sozialen Engagement. (lg)

Bildquelle: Rotary Club

Versorgungslücken bei innovativen Psychopharmaka

Oberflächlich betrachtet herrschen auf dem deutschen Arzneimittelmarkt paradiesische Verhältnisse. Übervolle Apotheken, immer bessere Medikamente, unbegrenzte Verfügbarkeit via Internet – was will man mehr! Ein genauer Blick offenbart jedoch schnell Probleme bei der Versorgung mit neuen wirksamen Medikamenten. Geradezu exemplarisch zeigt sich dies im Bereich der Psychopharmaka.

 

Bedarf

Obwohl hier der Bedarf an neuen Mitteln mit individueller Wirksamkeit und verbesserter Verträglichkeit besonders groß ist, wurden in den vergangenen Jahren fast keine neuen Substanzen eingeführt. Mehr noch: Immer häufiger melden pharmazeutische Unternehmen den Marktrückzug ihrer Neuentwicklungen oder sie verlassen Deutschland ganz. Hintergrund ist das Gesetz zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes (AMNOG), das 2011 in einem europäisierten Pharmamarkt allein in Deutschland in Kraft trat. „Mit dem Gesetz“, heißt es im Bundesministerium für Gesundheit, „wird der Weg für fairen Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am Wohl der Patienten freigemacht. Das AMNOG schafft eine neue Balance zwischen Innovation und Bezahlbarkeit von Medikamenten. Der Zusatznutzen der Medikamente für die Patienten bestimmt künftig den Preis der Medikamente.“

 

Stillstand

Das Ziel stimmt. In der Praxis jedoch öffnete AMNOG der Bürokratie Tür und Tor. Als folgenschwer erweisen sich insbesondere die Regelungen der Nutzenbewertung und Arzneimittelerstattung, die im Rahmen eines stark formalisierten Bewertungsprozesses keine adäquate Beurteilung des Zusatznutzens innovativer Arzneimittel ermöglichen. Dadurch haben Pharmakritiker, die meist selber keine Erfahrungen in der Patientenversorgung haben, bei der einseitigen Beeinflussung von Gesundheitspolitikern und der pauschalen Verteufelung der Pharmaindustrie leichtes Spiel. Im Ergebnis können die Hersteller heutzutage kaum noch damit rechnen, für neue Substanzen entsprechende Vergütungen zu erhalten, sodass inzwischen Stillstand in der Entwicklung neuer Psychopharmaka eingetreten ist.

 

Plattform

Dagegen regt sich bei Ärzten und Patienten zunehmend Widerstand, die auch in Deutschland ungehinderten Zugang zu hochspezialisierten Medikamenten verlangen. Diesem Ziel hat sich die 2005 von Vertretern der Wissenschaft, des Gesundheitswesens und der Industrie geschaffene Deutsche Gesellschaft für experimentelle und klinische Neurotherapeutika (GESENT e. V.) verschrieben. „Wir haben GESENT gegründet“, sagt Präsident Prof. Dr. Peter Riederer, „um eine Plattform für akademische Einrichtungen, Politik, Regulationsbehörden, Laienorganisationen und forschende Arzneimittelhersteller zu bieten und das gegenseitige Verständnis der Akteure zu vertiefen. Unser Ziel ist es, Medikamentenentwicklungen zu beschleunigen und unter Berücksichtigung von Sicherheitskriterien und sozioökonomischen Faktoren den Patienten möglichst früh zur Verfügung zu stellen.“

Das ist keine einfache Aufgabe. Das gegenwärtige System der frühen Nutzenbewertung und die darauf aufbauende Preisregulierung in der Gesetzlichen Krankenversicherung für die Behandlung chronischer Erkrankungen haben nachhaltig negative Konsequenzen ausgelöst. Hinzu kommt ein negatives gesellschaftliches Klima gegenüber der Industrie für Neuro-Psychopharmaka. „So gesehen ist es nicht überraschend, dass das Engagement von pharmazeutischen Unternehmen in Deutschland insbesondere im Feld der Neuro-Psychopharmaka stagniert“, erklärt Riederer und fügt hinzu: „Außerdem machen fehlende validierte Targets und andere regulatorische Rahmenbedingungen die Medikamentenentwicklungen teuer, aber kaum noch refinanzierbar, was sich auf die Attraktivität des Pharmastandorts Deutschland für die Industrie zusätzlich negativ auswirkt.“

 

Brückenfunktion

Dadurch und aufgrund der gesundheitspolitischen Vorgaben sind in den letzten Jahren zwischen den einzelnen Interessengruppen Divergenzen immer deutlicher geworden: Biometriker und Statistiker von Begutachtungs-Instituten, Ärzte (Kliniker, Praktiker), Krankenkassen, Krankenhaus-Konzerne, Politiker, Parteien, Patientenvertreter, Zulassungsbehörden, pharmazeutische Industrie – alle sprechen verschiedene Sprachen in ihrer eigenen Welt. Dieser Zustand muss geändert und stattdessen der gegenseitige Austausch in den Vordergrund rücken. GESENT e. V. sieht sich in der Verantwortung, in einer Art Brückenfunktion, um diesen Austausch zu koordinieren – im ersten Jahr beispielsweise durch regelmäßige Round Tables, einen Jahreskongress und eine Medienkampagne. Letzterem steht auch die einzige deutschsprachige Psychopharmaka-Fachzeitschrift „Psychopharmakotherapie“ zur Verfügung, die als GESENT-Organ in jeder Ausgabe allen Netzwerkpartnern Platz für Themen, Fragen und Vorschläge bietet. Riederer: „GESENT e.V. will Promotor sein – Promotor einer Öffentlichkeitskampagne für Medikamenten-Neuentwicklungen, die nicht nur im Ausland verfügbar sind, sondern auch in Deutschland zum Nutzen der Patienten auf den Markt kommen.“ GESENT hat die Netzwerkpartner im Mai nach Berlin eingeladen, um von hier einen solchen Prozess in Gang zu setzen. (in)

Veranstaltungen

Deutscher Engagementpreis 2017

Verleihung des Deutschen Engagementpreises 2017. Die Siegerin oder der Sieger erhält 10.000 Euro Preisgeld.

(Einladung erforderlich)

Karitativer Glühweinverkauf der AG City

Karitativer Glühweinverkauf der AG City für den „Wärmebus vom DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V.“

Eröffnet wird der Glühweinverkauf mit dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf, Carsten Engelmann, dem Landesgeschäftsführer/ Vorsitzenden des Vorstands des DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V., Volker Billhardt, dem 1. Vorsitzenden des Schaustellerverbandes Berlin e. V., Michael Roden, und dem Vorstandsvorsitzenden
der AG City, Klaus-Jürgen Meier.

(Anmeldung erforderlich)

Karitativer Glühweinverkauf auf dem Breitscheidplatz der AG City

Karitativer Glühweinverkauf der AG City für den „Wärmebus vom DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V.“.

Die Einnahmen werden auch in diesem Jahr für den „Wärmebus“ des DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V. zur Verfügung gestellt. Seit dem Winter 2010/2011 betreibt „Das Deutsche Rote Kreuz“ im Rahmen der Kältehilfe einen Wärmebus. Dieser kommt durch ehrenamtliche Helfer in den Wintermonaten zum Einsatz und hat zur Zielstellung, Obdachlosen Hilfe anzubieten. Diese Hilfe bezieht sich auf eine unterschiedliche Bandbreite wie heißen Tee, Isoliermattenausgabe, Winterstiefelausgabe, aber auch das Aufwärmen im Bus wie auch die Fahrt von Obdachlosen in Notunterkünfte. Zudem wird bei Bedarf Erste Hilfe geleistet.

Eröffnet wird der Glühweinverkauf mit dem stellvertretenden Bezirksbürgermeister vonCharlottenburg-Wilmersdorf, Carsten Engelmann, dem Landesgesch.ftsführer/ Vorsitzenden des des Vorstands des DRK Landesverband Berliner Rotes Kreuz e. V., Volker Billhardt, dem 1. Vorsitzenden des Schaustellerverbandes Berlin e. V., Michael Roden, und dem Vorstandsvorsitzenden der AG City, Klaus-Jürgen Meier.

Silvio-Meier-Preisverleihung

Die Preisträger*innen Edeltraut Pohl und die Ortsgruppe Friedrichshain-Kreuzberg des Kampagnenbündnisses „Aufstehen gegen Rassismus“ werden am 21. November für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung ausgezeichnet.

Der Silvio-Meier-Preis ehrt Einzelpersonen, Gruppen, Initiativen oder Projekte, die sich im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg aktiv gegen soziale Bevormundung, Entmündigung, Diskriminierung, Rechtsextremismus, Rassismus, soziale und kulturelle Ausgrenzung einsetzen. Der Preis trägt den Namen von Silvio Meier, einem leidenschaftlichen Kämpfer für Toleranz, Freiheit und politische Emanzipation, der sein couragiertes Auftreten gegen rechte Gewalt mit dem Leben bezahlen musste.