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Hoch hinaus mit der CG Gruppe – Innovative Ideen für bezahlbaren Wohnraum

Unter dem Motto „Hoch hinaus mit der CG Gruppe “ lud in diesem Jahr der erfolgreiche Projektentwickler zum traditionellen Neujahrsempfang in das Postscheckamt am Halleschen Ufer ein. Unter den ca. 150 Gästen waren vor allem Vorstände und Führungskräfte der Bauindustrie, der Finanzen- und Bankenbranche.

Für Bauunternehmer und Visionär Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender der Aktiengesellschaft, ist das Motto in mehrfacher Hinsicht Programm. Denn die CG Gruppe ist nicht nur einer der größten, sondern vor allem einer der innovativsten Bauträger Deutschlands. Neben Berlin, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, unterhält die CG Gruppe u.a. Niederlassungen in Köln, Frankfurt, Dresden und Leipzig – und bald auch in Hamburg.

Geschosswohnungsbau ist das Kerngeschäft der CG Gruppe AG

Das Kerngeschäft der Aktiengesellschaft ist der Bau von Mietwohnungen in Mehrfamilienhäusern. Dabei formuliert das Unternehmen stets den Anspruch, bezahlbaren Wohnraum für alle zu schaffen -individuell und ohne Qualitätseinbußen. Laut Christoph Gröner ist es alternativlos, das Bauen günstiger zu machen, um dieses Ziel zu erreichen. Daher treibt das Unternehmen wie kein anderer Projektentwickler in Deutschland den innovativen Ansatz des digitalen Bauens voran. Die durchgängige Digitalisierung der gesamten Prozesskette senkt die Kosten signifikant und minimiert die Bauzeit. In Kombination mit serieller Bauteilfertigung wird die Effizienz noch weiter steigern.

Die CG Gruppe hat bis heute 10.000 Wohneinheiten geschaffen, bis 2020 ist eine Verdoppelung des Volumens geplant. Hinzu kommen „innovative Großprojekte“ wie das Projekt eines 120 Meter hohen Wohnturms in Düsseldorf (Vertical Village, senkrechtes Dorf), die Umnutzung von Altbauten sowie langfristige Stadtteilentwicklungen.

Zwei Berliner Großprojekte sind Wohnhochhäuser

In Berlin sollen gleich zwei Bürohochhäuser zu Wohnhäusern umfunktioniert werden: Der Steglitzer Kreisel und der Kreuzberger Postbank-Tower.

Für das Wohnhochhaus im Steglitzer Kreisel liegt die Baugenehmigung bereits vor. Nachdem die Asbestsanierung  im vergangenen Jahr abgeschlossen wurde, werde der ehemalige Büroturm derzeit „entkernt“, sagt Christoph Gröner. Ziel sei es, den Büroturm bis 2021 zum Wohnturm umzugestalten.

Große Balkone, Loggien und Erker  sollen  künftig das Äußere des 118,5 Meter hohen Gebäudes prägen. Die  Wohnungen im Turm werden laut Gröner zwischen 55 und 220 Quadratmetern groß. Die Kaufpreise bewegen sich zwischen 4.600 Euro und 10.000 Euro je Quadratmeter. Für das Penthouse in der obersten Etage steht der Preis noch nicht fest.

Die Nachfrage ist groß. Mehr als 100 Personen haben bereits Interesse an einer der Wohnungen angemeldet. Die Interessenten kommen  aus der direkten Nachbarschaft, aber auch aus Kreisen von Kapitalanlegern. Nachdem der Turm umgebaut wurde, soll die Sockelbebauung des Kreisels folgen. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Rund 330 Millionen Euro will die CG Gruppe insgesamt investieren.

Neben Wohnungen sind Gewerbeflächen und eine Kita geplant

Wann der ehemalige Postbank-Tower am Halleschen Ufer  zum Wohnhaus wird, ist noch offen.  Die CG Gruppe erklärte am Sonntag, sie rechne damit, in zwei bis drei Jahren Baurecht in Kreuzberg zu erhalten. Auf den Grundstücken am Rande des Hauses sollen 570 Wohnungen entstehen, davon rund 30 Prozent Sozialwohnungen.  Außer den Wohnungen sind Geschäfte, eine Kita sowie gewerblich genutzte Flächen und möglicherweise ein Hotel geplant.

Für das Unternehmen bestehe darüber hinaus kein Grund zur Eile. Denn der Postbank-Tower sei voll vermietet. Dort sitzt unter anderem der Fernsehsender Sky, weitere Mieter ziehen noch ein. Die jetzigen Mieter des Towers sollen nach Angaben der CG Gruppe später die Möglichkeit haben, Flächen in den neu errichteten Gewerbebauten zu beziehen. (ak)

Umsatzrekord – Büromarktbericht Berlin für 2017

Die Hauptstadt ist und bleibt wohl der dynamischste Markt unter den Top-6 Deutschlands. Mit Bürovermietungen konnte erneut einen Umsatzrekord erzielt werden – der Investmentmarkt meldet zugleich eines der stärksten Jahre.

Büromarkt: Flächenmangel gibt Coworking Spaces weiterhin Aufwind

Berlin beendet 2017 mit einem Rekordergebnis: Insgesamt wurden mehr als 1 Mio. m² Fläche umgesetzt – Premiere für die Hauptstadt.

Gleichzeitig verzeichnet der Markt weiterhin hohe Mietzuwächse. In den letzten zwölf Monaten stieg die Durchschnittsmiete um 19,4 Prozent auf 19,10 Euro, die Spitzenmiete kletterte um 12,4 Prozent auf stolze 31,80 Euro. Im Vergleich zu den übrigen Top-6 liegt die Spreemetropole damit deutlich über dem Durchschnitt. „In den letzten Jahren haben wir eine in Deutschland und vielleicht auch europaweit seltene, wenn nicht einmalige Mietpreisentwicklung erlebt“, sagt Christian Leska, Managing Director Office Agency bei Savills in Berlin. Beim Blick auf die letzten fünf Jahre zeigt sich ein Plus von jeweils mehr als 50 % bei der Spitzen- und Durchschnittsmiete. Leska prognostiziert: „Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht – die Steigerungsraten schwächen sich zwar etwas ab, aber auch in den nächsten zwölf Monaten sehen wir ein Plus der Mieten zwischen 5 Prozent und 7 Prozent.“

Die Leerstandquote ist stark gesunken

Der Anstieg ist auch auf das besonders knappe Flächenangebot zurückzuführen. Die Leerstandquote betrug zum Jahresende 2017 lediglich noch 2 Prozent und liegt damit 70 Basispunkte unter dem Vorjahreswert. „Insbesondere große, zusammenhängende Büroflächen ab 3.000 m² sind im Bestand nahezu gar nicht mehr verfügbar“, so Leska. Als kurzfristige Alternative gewinnen daher Coworking Flächen immer mehr Relevanz auf dem Bürovermietungsmarkt. Im vergangenen Jahr mieteten überregional tätige Anbieter zehn Flächen mit mehr als 78.900 m² an. Das entspricht einem Anteil von knapp 9,0 Prozent am Vermietungsumsatz.

Langfristig müssen Unternehmen, die große Flächen absorbieren, jedoch mit einem Horizont von mindestens zwei Jahren oder mehr planen sowie immer häufiger auch in Projekten anmieten. Die Fertigstellungspipeline fällt in 2018 und 2019 mit 226.000 m² bzw. 474.000 m² zumindest höher aus in im vergangenen Jahr (208.000 m²) und liegt damit auch deutlich über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 175.000 m² Fläche. „Für die nach wie vor immense Nachfrage nach Bürofläche dürfte aber auch dieses vergleichsweise hohe Fertigstellungsvolumen kaum ausreichen“, konstatiert Leska und fügt hinzu: „Das mangelnde Angebot wird deshalb auch weiterhin die Nachfrage limitieren, zumal für 2018 z. B. lediglich ca. 49.000 m² spekulativ zur Neuvermietung zur Verfügung stehen und für die restlichen 78 Prozent bereits Mietverträge unterzeichnet wurden.“ (red)

Easyjet startet Flugverkehr ab Tegel

Seit der Insolvenz von Air Berlin im vergangenen Jahr kämpft der Flughafen Tegel mit sinkenden Passagierzahlen. So waren es laut des Betreibers 3,7 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Mit „nur“ 20,5 Millionen Fluggästen gab es erstmals nach zwölf Jahren einen Rückgang der Passagierzahl. Die britische Fluggesellschaft Easyjet soll dies nun wieder gerade biegen und die Lücke, die Air Berlin hinterlassen hat, füllen.

Easyjet startet seinen Flugverkehr

Nach der Insolvenz hatte Easyjet für 40 Millionen Euro Teile der Fluggesellschaft Air Berlin übernommen. Nun startet die britische Billigfluglinie an diesem Freitag am Flughafen Tegel seinen ersten innerdeutschen Flug. Der Easyjet-Flug EZY5569 soll um 10:30 Uhr in Richtung München starten. Mit dem Flugbetrieb nach München ist es für Easyjet die erste innerdeutsche Verbindung.

„Berlin hat für uns eine herausragende Bedeutung“, sagt Thomas Haagensen, Easyjet-Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Haagensen will in Berlin nicht nur Privatreisende, sondern auch Geschäftsreisende ansprechen. So sollen allein zwischen Berlin und München 102 Hin- und Rückflüge wöchentlich geplant sein.

Easyjet will seine Flüge verdoppeln

Von Sonntag an will Easyjet ab Tegel 19 Ziele anfliegen, vier davon in Deutschland. Neben München wird die Airline auch die Großstädte Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart anfliegen. Zu den internationalen Zielen gehören u.a. Mallorca, Rom und Tel Aviv. Die britische Fluggesellschaft rechnet mit rund einer Million neuen Passagieren in den nächsten drei Monaten.

Nach London-Gatwick wird Tegel die zweitgrößte Basis für Easyjet. „Wir planen bereit im Sommerflugplan ab Tegel doppelt so viele Ziele anzufliegen“, sagt Haagensen. Laut dem Easyjet-Chef wird Easyjet im Sommer alle 25 Maschinen von Air Berlin übernommen haben. Die zwölf Maschinen, die in Schönefeld stationiert sind, werden weiterhin bestehen bleiben.

Kampfansage an Lufthansa

Mit seinem Vorhaben wird Easyjet zu einer großen Konkurrenz für die Lufthansa. „Lufthansa muss sich warm anziehen“, sagt der Luftfahrtkenner Cord Schellenberg. „Easyjet ist ein respektabler Wettbewerber, der für die Fluggäste auch immer wieder Innovationen in den Markt bringt“, so Schellenberg weiter. Bald könnte Easyjet Lufthansa nicht nur Geschäftsreisende streitig machen. Denn laut Haagensen gibt es bereits erste Anfragen für Langstreckenflüge.

Ob da Lufthansa mithalten kann? Um ihre Position im europäischen Luftverkehr zu stärken, arbeitet die zweitgrößte Fluggesellschaft Europas, die Lufthansa, nun unter Hochdruck an einer Übernahme der insolventen italienischen Fluggesellschaft Alitalia. (dn)

Powerfrau der Immobilienbranche geht mit Vorbild voran

Im Sommer 2016 wurde mit dem Einstieg von Sylvia Becker-Daiber, die seit vielen Jahren Führungspositionen in der Immobilienbranche und mit internationalem Background tätig ist,  bei BOHNZIRLEWAGEN der Berliner Standort gegründet. Wir haben mit der Powerfrau der Immobilienbranche gesprochen.

Frau Becker-Daiber, Sie sind Bauherrenvertreterin. Was heißt das denn konkret und was sind Ihre genauen Leistungsfelder?

Wir vertreten und agieren als Bauherr. Darüber hinaus beraten und ergänzen wir Kompetenzen und verstärken beziehungsweise erhöhen Kapazitäten in dessen Team. Wir wissen, dass jedes Immobilienprojekt einzigartig, die Aufgabenstellungen komplex und die Variablen vielfältig sind. Aus diesem Grund gehört auch die allgemeine Immobilienberatung zu unserem Leistungsspektrum. Das bedeutet, dass wir uns z.B. Nutzungsszenarien besonders für Bestandsimmobilien überlegen und gemeinsam mit unserem Kunden Studien anstellen, wie wir sein Objekt am besten nach einer Sanierung wieder auf dem Markt platzieren können. Des Weiteren beraten wir auch Banken und Investoren. Aber auch Baurechtschaffung ist eine unserer Leistungen. Teilweise steigen wir auch mitten im Projekt ein, unterstützen bei der Neuausrichtung oder Restrukturierung und bringen das Projekt wieder auf Kurs.

BOHNZIRLEWAGEN wurde vor fünf Jahren von Prof. Dr. Bohn und Jörg Zirlewagen in München gegründet und war wie der neue Berliner Standort vom ersten Tag an erfolgreich. Sie sind vor einem Jahr als Partnerin und Gesellschafterin eingetreten. Nun hat das Unternehmen neben dem Sitz in München auch einen Sitz in Berlin gegründet. Wieso der Standort Berlin?

Berlin kommt aus meiner Person heraus, weil ich seit mehr als 20 Jahren auf dem Berliner Markt tätig bin. Ich bin persönlich in Berlin und München verwurzelt und habe den Immobilienmarkt mit allen Höhen und Tiefen erlebt. Über die Jahre habe ich mir durch die zunehmende Geschäftstätigkeit in München eine spannende Achse in der Immobilienbranche geschaffen. Auch wenn wir deutschlandweit Investoren betreuen, so kann man feststellen, dass in Berlin sehr viel los ist. Es ist eine Stadt mit viel Potenzial.

Was hebt BOHNZIRLEWAGEN von anderen Bauherrenvertretern ab? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Wir haben einen zumeist gewachsenen engen Kontakt mit unseren Auftraggebern und eine extreme Vertrauensbasis. Offene Kommunikation ist dabei sehr wichtig und wir haben hier ein sehr gutes Fundament mit unseren Bauherren geschaffen. Da wir ein kleines aber feines Unternehmen sind, können wir es uns erlauben, jeden Kunden persönlich zu beraten. Wir können expandieren, aber wir wollen dabei auf keinen Fall die Prämisse „klein und fein“ verlassen. Die persönliche Betreuung im engen Schulterschluss mit dem Kunden ist uns wirklich sehr wichtig.

Wo sehen Sie die besten Entwicklungschancen in der Immobilienbranche?

Schwerpunktmäßig natürlich in Bayern und Berlin, auch wenn wir mit unseren Projekten und Kunden überregional, z.B. auch in Österreich, tätig sind. Aber auch außerhalb von Berlin wie beispielsweise Potsdam und dem Umland gibt es viele Möglichkeiten – darauf fokussieren wir uns. Nicht weil wir uns nicht vorstellen können darüber hinaus zu gehen, aber es bietet sich gerade durch unsere eigenen Standorte einfach an.

Wie ist es denn für Sie als Frau in dieser Branche zu arbeiten? Was ist Ihr Erfolgskonzept?

Für mich ging es vom klassischen Architektenberuf schnell ins Management. Trotz des doch relativ ruppigen Umgangstons in der gesamten Immobilienbranche wollte ich direkt bleiben und mich nicht von meinem Weg abbringen lassen. Klare Ansagen sind in dieser Branche wichtig. Gerade als Frau muss man darauf achten, nicht knöchern zu werden. Vielleicht war gerade die chronische Unterschätzung immer mein Vorteil. Überall wo ich tätig war, habe ich auch viele Frauen nachgezogen. Weniger als missionarische Aufgabe, sondern eher unter dem Motto „Mit Vorbild voran“. (mg)

Berliner Senat: Erster Entwurf zum Mobilitätsgesetz

Im vergangenen Jahr starben in Berlin 56 Menschen bei Verkehrsunfällen. In diesem Jahr sind es bislang 33 Verkehrstote, darunter neun Radfahrer. Es ist zu befürchten, dass diese Zahl bis Neujahr noch ansteigen wird. Doch damit soll in Zukunft Schluss sein: Mit dem im Berliner Senat vorgelegten Entwurf für das erste Mobilitätsgesetz Deutschlands soll die Mobilität in Berlin nicht nur umwelt- und klimafreundlicher, sondern auch sicherer werden. Das Mobilitätsgesetz wurde bereits im Frühjahr 2017 geschaffen. Es legt die Grundlagen für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems in seiner Gesamtheit fest.

Die Bausteine des Mobilitätsgesetzes

Das Mobilitätsgesetz besteht insgesamt aus mehreren Bausteinen und zieht dabei alle Verkehrsmittel in Betracht. Bisher umfasst der erste Baustein eine allgemeine Zielsetzung, langfristige Optimierungsmaßnahmen für den öffentlichen Nahverkehr und für den Radverkehr. Die allgemeine Zielsetzung legt beispielsweise mittel- und langfristige Ziele fest, die den Klima- und Umweltschutz, die Aufenthaltsqualität, die Verkehrssicherheit sowie die Förderung des Umweltbundes umfassen.

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werden zum Beispiel die Barrierefreiheit der Haltestellen und Stationen des ÖPNV neu definiert. Die Barrierefreiheit soll mehr Komfort und Zugänglichkeit für alle Fahrgäste bieten. Ganz unabhängig von speziellen Bedürfnissen oder einer möglichen temporären oder dauerhaften Behinderung. Des Weiteren sieht das Mobilitätsgesetz ein sogenanntes Vorrangnetz für den ÖPNV vor. Es berücksichtigt vor allem die Strecken mit einem dichten Nahverkehrsangebot. Mit dem Vorrangnetz sollen Busse oder Trams möglichst Vorfahrt haben, damit die Planung jeglicher Verkehrsinfrastruktur angemessen berücksichtigt werden kann. So können die Fahrgäste fahrplanmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, ohne mit Verspätungen rechnen zu müssen.

Radverkehrsnetz wird insgesamt gestärkt

Ähnliche Optimierungen sind auch für den Radverkehr vorgesehen. Im Mobilitätsgesetz soll der Radverkehr mit dem Ausbau der Infrastruktur weiter gefördert und sicherer gestaltet werden. Demnach sollen 100.000 Radstellplätze, 100 Kilometer Radschnellwege und an jeder Hauptverkehrsstraße Radstreifen geschaffen werden. Außerdem ist auch die Sanierung alter Radfahrwege geplant. Grundsätzlich wird in diesem Abschnitt des Mobilitätsgesetzes ein Radverkehrsnetz auf Haupt- und Nebenstraßen vorgeschrieben. So sollen lückenlose und sichere Verbindungen ermöglicht werden.

Laut der Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek wird es das bundesweit erste Gesetz sein, das für Radfahrer Partei ergreift.

„Je mehr Menschen auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen können und wollen, desto schneller kommen auch die voran, die auf das Auto angewiesen bleiben. Deswegen stärkt das Mobilitätsgesetz den öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr […]“, so die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Regine Günther.

Erst im nächsten Jahr folgen die Bausteine zum Fußverkehr und zur Intelligenten Mobilität. Bezüglich Letzterem wird sich das Mobilitätsgesetz näher mit Car Sharing und der Digitalisierung beschäftigen.

Die Debatte um das Mobilitätsgesetz

Die neuen Regelungen und Optimierungen dürften vor allem die Radfahrer freuen. Zudem soll mit dem Mobilitätsgesetz nicht nur eine umwelt- und klimabewusste Mobilität gewährleistet werden, sondern soll auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Ziel ist es dabei die Anzahl der Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren. Der Hauptstadtverkehr für alle teilnehmenden Parteien soll sicherer und Emissionen reduziert werden.

Die Kehrseite des Mobilitätsgesetzes ist jedoch, dass an dieser Stelle der Autoverkehr noch benachteiligt wird. Während neue Radwege entstehen sollen, kritisieren die Autofahrer die fehlenden Parkplätze. Nach wie vor werden nach Meinung der Autofahrer die Radfahrer auf ihre Kosten bevorzugt. So werfen sie dem Senat eine „autofeindliche Politik“ vor. Immer wieder entstehen Staus durch die ohnehin schon ewigen Baustellen und nun soll die Infrastruktur für die Radfahrer und den ÖPNV ausgebaut werden. Dies hat laut den Kritikern zur Folge, dass nur noch mehr Baustellen entstehen werden. Für Unmut sorgt auch, dass noch nicht beschlossen wurde, wer die Kosten für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur tragen wird.

Zurzeit wird das Mobilitätsgesetz erst einmal dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme übergeben. Anschließend wird der Senat den Entwurf absegnen müssen, um dann den Gesetzentwurf an das Abgeordnetenhaus zur ersten Lesung weiterzureichen. Danach wird er zur Diskussion in den Ausschüssen und zur abschließenden zweiten Lesung übergeben. Das neue Mobilitätsgesetz für die Hauptstadt ist auf dem Weg, einem sehr langen, wie es scheint. (dn)

„Netz Elbe-Spree“: Neuvergabe im Eisenbahn-Regionalverkehr startet

Mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) das Vergabeverfahren des „Netz Elbe-Spree“ in die Wege geleitet. Das jetzige „Netz Stadtbahn“ wird modifiziert und erneut im Wettbewerb vergeben. Mit jährlich rund 28 Millionen Zugkilometern ist das Netz Elbe-Spree (NES) bundesweit das größte Eisenbahnnetz, das bislang im Schienenpersonennahver-kehr (SPNV) ausgeschrieben wurde. Neben den Ländern Brandenburg und Berlin beteiligen sich auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an der europaweiten Ausschreibung. Der VBB führt das Vergabeverfahren im Auftrag der Länder durch.

Das Vergabenetz Elbe-Spree umfasst 17 Regional-Express- und Regionalbahnlinien sowie den Flughafenexpress (FEX) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 28 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Der größte Anteil der Verkehrsleistung liegt mit rund 67 Prozent im Land Brandenburg, etwa 24 Prozent befinden sich in Berlin, je 4,3 Prozent liegen in Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Um zu gewährleisten, dass wirtschaftliche und technische Risiken verteilt und ein Wettbewerb der Unternehmen im Eisenbahn-Regionalverkehr erzielt wird, ist das Vergabenetz in vier Einzellose aufgeteilt. Die Vertragslaufzeit für die Verkehrsverträge Netz Elbe- Spree beträgt zwölf Jahre, der Betrieb beginnt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022.

Berlins Senatorin Regine Günther für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die Stadt wächst und die Pendlerzahlen steigen. Die Ausschreibung des Netzes Elbe-Spree reagiert darauf und wird die Verbindungen auf der Schiene deutlich verbessern. Eine gute Schieneninfrastruktur nutzt den Pendlerinnen und Pendlern und trägt maßgeblich zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Der Regionalverkehr wird mit vielen Bahnhöfen im gesamten Stadtgebiet attraktiver, der BER wird vom Hauptbahnhof alle 15 Minuten erreichbar sein. Kapazitäten, Komfort sowie die Barrierefreiheit werden ausgebaut.“

Mehr Angebote – mehr Züge – dichtere Takte

Dem Verfahren sind umfangreiche Gutachten zur Prognose der Fahrgastnachfrage vorangegangen. Danach ist bis 2030 mit erheblichen Nachfragesteigerungen von abschnittsweise bis zu 100 Prozent zu rechnen. Entsprechend werden die Kapazitäten durch eine dichtere Taktung und längere Züge erheblich erhöht, zum Beispiel:

  • RE1: drei statt zwei Fahrten pro Stunde in der Hauptverkehrszeit (HVZ) mit einer durchgehenden Zugkapazität von 600 Sitzplätzen
  • RE2: zwei statt einer Fahrt pro Stunde in der HVZ Berlin – Lübbenau (nach Infrastrukturausbau Verlängerung auf dem Abschnitt Berlin – Cottbus) und Erhöhung der Zugkapazität von 420 auf 550 Sitzplätze
  • RE7: zwei statt einer Fahrt pro Stunde Bad Belzig – Berlin Wannsee und zukünftig durchgehend mindestens 420 Sitzplätze pro Zug
    Berlin – Nauen: vier statt drei Fahrten pro Stunde
  • FEX: Erhöhung der Kapazität von 300 auf 550 Sitzplätze
  • RB24: Erhöhung der Kapazität von 300 auf 550 Sitzplätze

Mit Auslaufen der heutigen Verträge im Netz Stadtbahn im Dezember 2022 erfolgt gleichzeitig eine Neusortierung des Liniennetzes. Neue Verbindungen entstehen, wie zum Beispiel Potsdam <-> Berlin-Spandau oder Oranienburg (via Berlin Ostkreuz) <–> Ludwigsfelde.

VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel: „Der VBB hat aus den vergangenen Vergaben umfangreiche Erkenntnisse gewonnen, die jetzt in das Verfahren fließen. Nicht nur der Preis wird über die Vergabe entscheiden, sondern auch angebotene Mehrqualitäten und innovative Ideen wie zum Beispiel bezüglich alternativer Antriebe der Fahrzeuge sollen positiv bewertet werden. Wir bereiten uns auf einen spannenden Wettbewerb vor und freuen uns auf viele interessierte Bieter, die den Eisenbahnverkehr in unserer Region leistungsfähiger und moderner machen.“

Moderne Fahrzeuge – WLAN – digitale Fahrgastinformation

Den Fahrgästen sollen zeitgemäße Ausstattungsqualitäten angeboten werden. Gebrauchtfahrzeuge sind zugelassen, jedoch sind Umbaumaßnahmen und eine Runderneuerung („Re-Design“) erforderlich. Wie bisher üblich, soll auch zukünftig jeder Zug mit Personal begleitet werden. Alle Züge sollen über einen für den Fahrgast kostenlosen Internetzugang per WLAN verfügen. Für die Fahrradmitnahme wird es prioritäre Stellplätze – ohne Klappsitz dahinter – geben, die mit auffälligen Piktogrammen im und am Fahrzeug angezeigt werden. Die Erkenntnisse hierzu stammen aus dem VBB-Pilotprojekt „Rad im Regio“. Ausgehend vom Pilotprojekt „Digital im Regio“ soll künftig auch flächendeckend der Umfang der Fahrradmitnahme erfasst und beispielsweise in den Onlinemedien als Auslastung je Fahrzeug dargestellt werden. So können Fahrgäste bereits vor der Fahrt und spätestens vor Einfahrt des Zuges am Bahnsteig einschätzen, ob und wo im Zug noch genügend Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen.

Die Barrierefreiheit wird weiterentwickelt. Die sogenannten Servicemittelwagen werden zukünftig, sofern es sich um Neufahrzeuge handelt, über zwei unterschiedlich hohe Einstiege verfügen, so dass von den üblichen Bahnsteighöhen 550 mm und 760 mm stufenfrei eingestiegen werden kann.

„Netz Elbe-Spree“ setzt CO2-Minderung als Ziel

In die Vergabe kommen die Linien RB33, RB37 und RB51 auf teilweise nicht elektrifizierten Strecken. Die hier bisher fahrenden Dieselzüge sollen durch sogenannte bimodale Fahrzeuge ersetzt werden, die nicht elektrifizierte Streckenanteile mit eingebauten Batterien überbrücken können. Die Entscheidung über die Ausgestaltung liegt bei den Bietern und wird bei der Wertung honoriert.

Betriebsübergang – Arbeitsplätze werden erhalten

Wie in den bisherigen Verkehrsverträgen wird es auch im Verfahren Netz Elbe-Spree, basierend auf dem neuen Vergaberecht, die Übernahmeverpflichtung für das Betriebspersonal geben. Im Falle eines Betreiberwechsels kann jede/r Triebfahrzeugführer/in, Zugbereitsteller/in oder Kundenbetreu-er/in davon ausgehen, den Arbeitsplatz beim neuen Betreiber zu denselben Rahmenbedingungen fortzuführen.

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Mehr Angebote, mehr Leistungen im größten Vergabenetz Deutschlands. Durch rechtzeitige Vergabe erreichen wir mehr Flexibilität in den Verkehrsverträgen und können besser auf die Entwicklung der Nachfrage und nicht zuletzt auf den notwendigen Ausbau der Infrastruktur reagieren.“

Zeitplan

Nach dem jetzigen Start des Vergabeverfahrens Netz Elbe-Spree haben interessierte Bieter rund ein halbes Jahr Zeit, sich zu bewerben. Geplant ist, im Herbst 2018 den Zuschlag zu erteilen. Dadurch ergibt sich für die Verkehrsunternehmen ein notwendiger Zeitrahmen, um bis zur Betriebsaufnahme in vier Jahren die Fahrzeuge zu beschaffen bzw. zu modernisieren, eventuelle Werkstattkapazitäten aufzubauen und die Übernahme des Personals vom bisherigen Betreiber reibungslos regeln zu können. Die Betriebsaufnahme ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen. (red)

Buy & Build stärkt Digitalkompetenz in Deutschland

Um ihre Geschäftsmodelle für die Zukunft fit zu machen, benötigt die deutsche Wirtschaft digitales Know-How dringender denn je. Es funktioniert in diesem speziellen Bereich nicht, alte Konzepte in neue digitale Formen zu gießen. Nicht zuletzt ist dies der Grund, warum zahlreiche Unternehmen aller Größen und Branchen zunehmend dazu übergehen, systematisch digitale Unternehmen zuzukaufen oder sich an Start-ups zu beteiligen.

Ein neuer Branchenspezialist, der bei dieser Aufgabenstellung unterstützt, ist die Luxemburger Firma Buy & Build Investments S.A. „Unsere Aktivitäten konzentrieren sich auf die Konzeption von Buy-and-Build-Plattformen, Übernahmen sowie Wachstumsfinanzierungen. Wir übernehmen dabei die Konzeption und die Initiatorenrolle, managen den Prozess der Investorenansprache und begleiten die Verhandlungen bis hin zum erfolgreichen Abschluss“, sagt einer der drei Gründungspartner Joachim Oehler. Er selbst war in den letzten 15 Jahren unter anderem für die CEDC Mediengruppe, Thyssen Telecom, Underberg, TBWA, Saatchi & Saatchi, Nedschroef, Endemol sowie die Pixelpark AG tätig und engagiert sich bereits seit 2009 als Initiator für Buy-and-Build-Plattformen in der Digitalindustrie.

Drei starke Gründungspartner

Seine Partner Tilman Au und Philipp v. Stülpnagel sind ebenfalls digitale Experten. So gründete der studierte Volkswirt und erfahrene internationale Investmentbanker Philipp v. Stülpnagel
im Jahr 2001 die SUMO GmbH, die er zu einer der bekanntesten Agenturen im Bereich Suchmaschinenoptimierung entwickelte. Tilman Au hingegen gründete 1998 die New Identity AG (NIDAG), die er zum größten Multimedia-Dienstleister im Rhein-Main-Gebiet entwickelte, und beteiligt sich an zahlreichen Start-ups im Bereich Digital Media. Zusammen mit Joachim Oehler begleitete Au die Initiierung der Diva-e Gruppe.

Der Ansatz von Buy-and-Build-Plattformen ist dabei ebenso einfach wie einleuchtend: Meist inhabergeführte Unternehmen, die in ihren jeweiligen
spezifischen Märkten oder regional führend sind, werden im Rahmen einer Plattform zusammengeführt und damit zu einem bundesweit führenden Spieler geformt. Finanziert wird die Transaktion durch einen Investor. Die Gründer und Inhaber veräußern dabei den Großteil ihrer Anteile, bleiben aber mit einer Rückbeteiligung an der neuen Plattform an Bord und gestalten die weiteren Wachstumsschritte aktiv mit.

Verwurzelt in Westeuropa mit Blick auf den asiatischen Markt

Das Buy & Build-Team vereint dabei aufgrund seiner großen Erfahrung und des Track Records sowohl das unternehmerische Know-How als auch die Kontakte zu möglichen Investoren. Eine Kombination, die so in dieser Form einzigartig ist. Der Schwerpunkt des Investorennetzwerks liegt momentan in der Zusammenarbeit mit Private-Equity-Fonds, Privatinvestoren und Family Offices mit Investitionen in Westeuropa. Zukünftig wird vor allem auch der asiatische Raum in den Fokus genommen. „Aus diesem Grund engagiert sich Buy & Build nun verstärkt von Berlin aus“, begründet Joachim Oehler, „ Berlin ist das europäische Tor nach Asien. Der große Branchentreff ‘Asien-Pazifik-Wochen‘ findet hier statt. Kein anderer Standort bietet uns ein so
vielfältiges Netzwerk an Gründern und Unternehmern der Digital Economy.“(uc)

Airlines im Test: Deutscher Klimaschutz liegt in der Luft

Die Klimaschutzorganisation Atmosfair veröffentlichte einen Airline-Index, indem die 200 größten Fluggesellschaften der Welt auf ihre Effizienz bei der Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen untersucht wurden. Der Airline-Index basiert auf dem Kohlenstoffdioxid-Ausstoß einer Fluggesellschaft pro Kilometer und Passagier aller geflogenen Strecken. Gerechnet wurde mit Daten aus dem Jahr 2015 wie dem Flugzeugtyp, dem Triebwerk, die Verwendung aerodynamischer Flügelspitzen, die Sitz- und Frachtkapazität und die jeweilige Auslastung auf jedem Flug.

Airline Tuifly auf den vorderen Plätzen im Klimaschutztest

Anhand der Daten teilte Atmosfair alle Fluggesellschaften in Effizienzklassen ein. Erschreckend ist, dass keine der Airlines der Klasse A zugeordnet werden konnte. In Klasse B allerdings befinden sich die britische Fluggesellschaft Tui Airways, die deutsche Tochtergesellschaft Tuifly und West Air aus China. Leider setzen nur wenige Airlines hocheffiziente Maschinen für den Luftverkehr  ein. Die Lufthansa Group schaffte es mit ihrer Airline lediglich in Klasse D und belegt damit im internationalen Ranking nur Platz 65.

Lufthansa ist noch nicht effizient genug

Ein Atmosfair Experte sagt dazu: „Lufthansa bestuhlt die Flotte insgesamt leicht unterdurchschnittlich und nutzt damit ihr Effizienzpotenzial nicht voll aus.“
Dabei setzt sich die Lufthansa Group seit geraumer Zeit für den Klimaschutz ein. Sie kooperiert beispielsweise seit geraumer Zeit mit der Schweizer Non-Profit-Organisation myclimate. Jeder Passagier kann über einen CO2-Rechner seine Emissionen gezielt berechnen und für die Einsparung der Emissionen seines Fluges spenden.

Auch ihre vier Klimaschutzsäulen sind eine tolle Vorkehrung, aber überzeugen noch nicht im weltweiten Vergleich. Das liegt mitunter daran, dass die Klimaschutzziele bis 2020 angedacht sind. Die vier Säulen umfassen die Förderung des technischen Fortschritts, verbesserte Infrastruktur, operative Maßnahmen und ökonomische Instrumente. Bis 2020 hat sich die Lufthansa vorgenommen gegenüber dem Jahr 2006 ihren CO2-Ausstoß pro geflogenem Kilometer um 25 Prozent zu senken. Somit soll das IATA Treibstoffeffizienzziel unterstützt werden.

„Die Städte sind weltweit für mehr als 70 Prozent der Emissionen von Treibhausgasen verantwortlich. Berlin soll Modellstadt für erfolgreichen urbanen Klimaschutz werden und über die Stadtgrenzen hinaus Impulse setzen. Klimaneutralität bis 2050 ist für Berlin ein notwendiges und machbares Ziel. Jetzt haben wir die Maßnahmen verabschiedet, wie umgesteuert werden soll“, ließ Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, im Juni diesen Jahres verlauten. Ob die Maßnahmen auch beinhalten, die Lufthansa mit ihren vielen von Air Berlin übernommenen Verbindungen dazu zu verpflichten, ihre Effizienzklasse zu verbessern, bleibt allerdings offen. (red)

Vorstand der AG City gewählt: Klaus-Jürgen Meier erneut Vorstandsvorsitzender

Die AG City hat im Rahmen der Mitgliederversammlung am 9. November 2017 ihre Vorstandsmitglieder gewählt. Der neue Vorstand bestimmte anschließend einstimmig Klaus-Jürgen Meier zum Vorstandsvorsitzenden. Meier ist bereits seit 2005 Vorstandsmitglied und übernahm erstmalig im Jahr 2007 die Funktion des Vorstandsvorsitzenden.

Meier kommentierte seine Wahl zufrieden: „Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Vorstandskollegen, bei den Mitgliedern für die Wahl zum Vorstand der AG City und für das somit entgegengebrachte Vertrauen in unsere ehrenamtliche Arbeit. Die AG City hat sich mit über 500 Mitgliedern zu einem lebendigen Netzwerk entwickelt. Insbesondere im Bereich Stadtgestaltung nimmt die AG City großen Einfluss und verfolgt das große Ziel, die Aufenthaltsqualität in der City West zu erhöhen und den Kurfürstendamm als internationalen Shopping-Boulevard weiter zu etablieren. Mit der Installierung eines Business Improvement District (BID) zwischen Wittenbergplatz und Uhlandstraße durch die AG City wurde dafür ein weiterer Grundstein gelegt. Gemeinsam wird der Vorstand die nächsten zwei Jahre an unseren Visionen arbeiten und diese weiterentwickeln.“

Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft City haben den Vorstand, der aus insgesamt neun Personen besteht, für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Über die AG City

Die AG City ist die mitgliederstärkste und traditionsreichste Interessenvertretung im westlichen Zentrum Berlins. Unter ihrem Dach vereinigen sich unter anderem Industriefirmen, Hotels, exklusive und kreative Geschäfte, Theater und Restaurants, Ärzte, Rechtsanwälte, Immobilien- und Dienstleistungsunternehmen, Einzelpersonen sowie auch der Zoologische Garten und die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Seit 1976 vertritt der Verein die Interessen seiner Mitglieder in Politik, Behörden, Verbänden, Kammern und Medien. Im Fokus seiner Arbeit stehen die Stärkung des Einzelhandels am Standort, die Entwicklung der Berliner City West zum urbanen, pulsierenden Zentrum und die Belebung der historisch-kulturellen Bedeutung des Kurfürstendamms.

BFW-Neubauforum präsentiert Perspektiven in der Hauptstadtregion

Der BFW Bundesverband und der Landesverband Berlin/Brandenburg haben die gemeinsame Veranstaltung erstmals nicht in Berlin, sondern im benachbarten Brandenburg ausgerichtet. „Die Grundstückspreisentwicklung in Berlin, aber auch zeitlich nicht mehr kalkulierbare Bebauungsplanverfahren und langwierige Verwaltungsabläufe wirken auf die künftigen Kauf- und Mietpreise ein. Viele seriös kalkulierende Unternehmen, die Grundstücke am Markt erwerben müssen, können hier kaum noch Wohnungsangebote für mittlere Einkommensgruppen schaffen“, so Groth.

Perspektiven im Berliner Umland

Deshalb zeigt der BFW als Vertreter der mittelständischen Immobilienbranche im Neubauforum auf, welche Möglichkeiten das Berliner Umland für ein stärkeres Engagement bietet. Das klare Fazit: Als integraler Bestandteil der Hauptstadtregion bergen Teile Brandenburgs große Wohnungsbaupotenziale.

Elfi Heesch, Abteilungsleiterin Stadtentwicklung und Wohnungswesen aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung, skizzierte in ihrem Grußwort die strategischen Ansätze der Wohnungspolitik in Brandenburg. Die Wohnungsmärkte in der Mark analysierte Hans Jürgen Volkerding aus dem Landesamt für Bau und Verkehr: Zwar steigen auch im sogenannten Speckgürtel und in den Städten der 2. Reihe die Grundstückspreise und Baukosten, dennoch ist Wohnungsbau für die mittleren Einkommensgruppen noch gut darstellbar. Dies gilt umso mehr, da sich die Nachfrage auch zunehmend aus Berlin heraus in die Region verlagert.

Private Immobilienunternehmer sind der Teil der Lösung nicht des Problems

Dass private Immobilienunternehmer als Teil der Lösung und nicht als Teil eines Problems oder Bittsteller angesehen werden, verdeutlichten auch die Vorträge des Bernauer Bürgermeisters André Stahl und der Bürgermeisterin von Luckenwalde, Elisabeth Herzog-von der Heide.

Auch der Präsident des BFW Bundesverbandes Andreas Ibel betonte: „Die Lösung zur Entspannung der Wohnungsmärkte kann nur im Miteinander, nicht im Gegeneinander liegen. Wir brauchen auf allen politischen Ebenen ein neues Bewusstsein, wie wir den Wohnungsneubau voranbringen können und was ein jeder dazu beitragen kann. Für eine neue Bundesregierung bedeutet das: Parteitaktische Spielchen und ideologische Kämpfe kann sich niemand mehr erlauben. Das zeigen uns nicht zuletzt die sinkenden Baugenehmigungszahlen in Berlin, Brandenburg und auf Bundesebene, sondern auch die Ergebnisse der Bundestagswahl. Was wir jetzt brauchen, sind einfach, schnelle und pragmatische Lösungen, von denen die Wohnraumsuchenden im Land zügig profitieren.“ (red)

Foto: Thomas Groth auf dem BFW Neubauforum 2017, Copyright: Claudius Pflug

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Schulbau und „Bildungsarchitektur“ – unnötiger Luxus in Zeiten knapper Kassen?

Folgende Fragen sollen diskutiert werden: Wie wirken sich die Konsolidierungspflichten auf die Entwicklung der Bildungsbudgets von Ländern und Kommunen? Welche Infrastrukturbedarfe sind im Bereich Bildung in einer wachsenden Stadt wie Berlin absehbar? Welchen gesellschaftlichen Anspruch müssen Schulen heute erfüllen und welchen Beitrag kann Stadtplanung und Architektur dabei leisten, um so nicht zuletzt auch positive Lernerfolge von Schülerinnen und Schülern zu befördern? Welche baulichen Konzepte eignen sich für eine Realisierung auch in Zeiten knapper öffentlicher Kassen? Wie können Infrastruktur- und Finanzplanung im Bereich Schulen und Kinderbetreuung besser miteinander verzahnt werden?