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Konjunkturbericht 2017: Bleibt die Berliner Wirtschaft auf Wachstumskurs?

Laut des neuen Konjunkturberichts der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat sich der Aufschwung der Berliner Wirtschaft in diesem Jahr gefestigt. Auch die Prognose für das nächste Jahr ist erfreulich – erwartet werden 2,5 Prozent Wachstum. Die Berliner Wirtschaft liegt somit erneut über dem Bundesdurchschnitt.

Der Konjunkturbericht verspricht Wachstum

Spürbar ist die Prosperität an den Beschäftigungszahlen in den unternehmensnahen Dienstleistungen sowie Information und Kommunikation. Auch der Einzelhandel konnte angesichts starker Konsumkräfte und des boomenden Onlinehandels den Umsatz von Januar bis September 2017 gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent steigern. Stabil bleibt allerdings der Industrieumsatz, wohingegen das Bauhauptgewerbe nochmals zugelegt. Hier gab es, u.a. aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum, ein Umsatzplus von 4,7 Prozent. Der Berlin-Tourismus hat ebenfalls einen Anstieg der Übernachtungszahlen von 1,4 Prozent zu verzeichnen.

Zahl der Arbeitslosen sinkt trotz Stellenabbau

Bei aller Freude über die erfreulichen Wachstumszahlen trüben Pleiten sowie drohender Stellenabbau die Hochstimmung. Erst die Bekanntgabe der Air Berlin Pleite, dann ein drohender Verlust von 200 Jobs in den Osram-Werken und zuletzt 870 Stellen bei Siemens, die in der Hauptstadt gestrichen werden sollen. Für einen Ausgleich könnte das wirtschaftliche Wachstum nur bedingt sorgen, denn der Jobzuwachs wird nicht in allen Berufsgruppen stattfinden. Dennoch sprechen die Zahlen für sich: Zwischen September 2016 und September 2017 ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berlin um rund 55.000 gestiegen. Damit verbunden sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote unterschreitet in Berlin seit Mai letzten Jahres die 10-Prozent-Marke. Aktuell liegt sie bei 8,5 Prozent.

„Die Berliner Wirtschaft boomt und ist weiter auf Expansionskurs. Das hohe Dienstleistungstempo und die robusten produzierenden Branchen stimmen positiv und zeigen: Der Aufschwung in der Hauptstadt setzt sich fort! Jetzt kommt es darauf an, die hohe Dynamik Berlins zu verstetigen und nachhaltig auszurichten. Dies muss mit den Anforderungen der wachsenden Stadt einhergehen, womit gerade auch den Investitionen eine zentrale Rolle zukommt. Mit dem Sondervermögen Infrastruktur investieren wir daher in Berlin verstärkt in Wohnungen, Schulen und Verkehrswege“, so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

Die Berliner Wirtschaft muss noch mehr gefestigt werden

Bislang scheint die Dynamik der Hauptstadt wirtschaftlich noch nicht ganz gefestigt zu sein. Aktuell greift wieder die Job-Angst um sich, da auch der US-Konzern General Electrics (GE) plant, Stellen zu streichen. Für Berlin stehen derzeit 500 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Mit der Energiewende scheint die Industrie kaum eine andere Wahl zu haben, als sich umzustrukturieren wie es zurzeit der Großkonzern Siemens vorhat. Noch scheint der Konjunkturbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe davon auszugehen, dass der Industrieumsatz auch 2018 stabil bleibt. (lj)

„Netz Elbe-Spree“: Neuvergabe im Eisenbahn-Regionalverkehr startet

Mit der Veröffentlichung im EU-Amtsblatt hat der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) das Vergabeverfahren des „Netz Elbe-Spree“ in die Wege geleitet. Das jetzige „Netz Stadtbahn“ wird modifiziert und erneut im Wettbewerb vergeben. Mit jährlich rund 28 Millionen Zugkilometern ist das Netz Elbe-Spree (NES) bundesweit das größte Eisenbahnnetz, das bislang im Schienenpersonennahver-kehr (SPNV) ausgeschrieben wurde. Neben den Ländern Brandenburg und Berlin beteiligen sich auch Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt an der europaweiten Ausschreibung. Der VBB führt das Vergabeverfahren im Auftrag der Länder durch.

Das Vergabenetz Elbe-Spree umfasst 17 Regional-Express- und Regionalbahnlinien sowie den Flughafenexpress (FEX) mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rund 28 Millionen Zugkilometer pro Jahr. Der größte Anteil der Verkehrsleistung liegt mit rund 67 Prozent im Land Brandenburg, etwa 24 Prozent befinden sich in Berlin, je 4,3 Prozent liegen in Mecklenburg- Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Um zu gewährleisten, dass wirtschaftliche und technische Risiken verteilt und ein Wettbewerb der Unternehmen im Eisenbahn-Regionalverkehr erzielt wird, ist das Vergabenetz in vier Einzellose aufgeteilt. Die Vertragslaufzeit für die Verkehrsverträge Netz Elbe- Spree beträgt zwölf Jahre, der Betrieb beginnt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022.

Berlins Senatorin Regine Günther für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz: „Die Stadt wächst und die Pendlerzahlen steigen. Die Ausschreibung des Netzes Elbe-Spree reagiert darauf und wird die Verbindungen auf der Schiene deutlich verbessern. Eine gute Schieneninfrastruktur nutzt den Pendlerinnen und Pendlern und trägt maßgeblich zum Umwelt- und Klimaschutz bei. Der Regionalverkehr wird mit vielen Bahnhöfen im gesamten Stadtgebiet attraktiver, der BER wird vom Hauptbahnhof alle 15 Minuten erreichbar sein. Kapazitäten, Komfort sowie die Barrierefreiheit werden ausgebaut.“

Mehr Angebote – mehr Züge – dichtere Takte

Dem Verfahren sind umfangreiche Gutachten zur Prognose der Fahrgastnachfrage vorangegangen. Danach ist bis 2030 mit erheblichen Nachfragesteigerungen von abschnittsweise bis zu 100 Prozent zu rechnen. Entsprechend werden die Kapazitäten durch eine dichtere Taktung und längere Züge erheblich erhöht, zum Beispiel:

  • RE1: drei statt zwei Fahrten pro Stunde in der Hauptverkehrszeit (HVZ) mit einer durchgehenden Zugkapazität von 600 Sitzplätzen
  • RE2: zwei statt einer Fahrt pro Stunde in der HVZ Berlin – Lübbenau (nach Infrastrukturausbau Verlängerung auf dem Abschnitt Berlin – Cottbus) und Erhöhung der Zugkapazität von 420 auf 550 Sitzplätze
  • RE7: zwei statt einer Fahrt pro Stunde Bad Belzig – Berlin Wannsee und zukünftig durchgehend mindestens 420 Sitzplätze pro Zug
    Berlin – Nauen: vier statt drei Fahrten pro Stunde
  • FEX: Erhöhung der Kapazität von 300 auf 550 Sitzplätze
  • RB24: Erhöhung der Kapazität von 300 auf 550 Sitzplätze

Mit Auslaufen der heutigen Verträge im Netz Stadtbahn im Dezember 2022 erfolgt gleichzeitig eine Neusortierung des Liniennetzes. Neue Verbindungen entstehen, wie zum Beispiel Potsdam <-> Berlin-Spandau oder Oranienburg (via Berlin Ostkreuz) <–> Ludwigsfelde.

VBB-Geschäftsführerin Susanne Henckel: „Der VBB hat aus den vergangenen Vergaben umfangreiche Erkenntnisse gewonnen, die jetzt in das Verfahren fließen. Nicht nur der Preis wird über die Vergabe entscheiden, sondern auch angebotene Mehrqualitäten und innovative Ideen wie zum Beispiel bezüglich alternativer Antriebe der Fahrzeuge sollen positiv bewertet werden. Wir bereiten uns auf einen spannenden Wettbewerb vor und freuen uns auf viele interessierte Bieter, die den Eisenbahnverkehr in unserer Region leistungsfähiger und moderner machen.“

Moderne Fahrzeuge – WLAN – digitale Fahrgastinformation

Den Fahrgästen sollen zeitgemäße Ausstattungsqualitäten angeboten werden. Gebrauchtfahrzeuge sind zugelassen, jedoch sind Umbaumaßnahmen und eine Runderneuerung („Re-Design“) erforderlich. Wie bisher üblich, soll auch zukünftig jeder Zug mit Personal begleitet werden. Alle Züge sollen über einen für den Fahrgast kostenlosen Internetzugang per WLAN verfügen. Für die Fahrradmitnahme wird es prioritäre Stellplätze – ohne Klappsitz dahinter – geben, die mit auffälligen Piktogrammen im und am Fahrzeug angezeigt werden. Die Erkenntnisse hierzu stammen aus dem VBB-Pilotprojekt „Rad im Regio“. Ausgehend vom Pilotprojekt „Digital im Regio“ soll künftig auch flächendeckend der Umfang der Fahrradmitnahme erfasst und beispielsweise in den Onlinemedien als Auslastung je Fahrzeug dargestellt werden. So können Fahrgäste bereits vor der Fahrt und spätestens vor Einfahrt des Zuges am Bahnsteig einschätzen, ob und wo im Zug noch genügend Fahrradstellplätze zur Verfügung stehen.

Die Barrierefreiheit wird weiterentwickelt. Die sogenannten Servicemittelwagen werden zukünftig, sofern es sich um Neufahrzeuge handelt, über zwei unterschiedlich hohe Einstiege verfügen, so dass von den üblichen Bahnsteighöhen 550 mm und 760 mm stufenfrei eingestiegen werden kann.

„Netz Elbe-Spree“ setzt CO2-Minderung als Ziel

In die Vergabe kommen die Linien RB33, RB37 und RB51 auf teilweise nicht elektrifizierten Strecken. Die hier bisher fahrenden Dieselzüge sollen durch sogenannte bimodale Fahrzeuge ersetzt werden, die nicht elektrifizierte Streckenanteile mit eingebauten Batterien überbrücken können. Die Entscheidung über die Ausgestaltung liegt bei den Bietern und wird bei der Wertung honoriert.

Betriebsübergang – Arbeitsplätze werden erhalten

Wie in den bisherigen Verkehrsverträgen wird es auch im Verfahren Netz Elbe-Spree, basierend auf dem neuen Vergaberecht, die Übernahmeverpflichtung für das Betriebspersonal geben. Im Falle eines Betreiberwechsels kann jede/r Triebfahrzeugführer/in, Zugbereitsteller/in oder Kundenbetreu-er/in davon ausgehen, den Arbeitsplatz beim neuen Betreiber zu denselben Rahmenbedingungen fortzuführen.

Brandenburgs Verkehrsministerin Kathrin Schneider: „Mehr Angebote, mehr Leistungen im größten Vergabenetz Deutschlands. Durch rechtzeitige Vergabe erreichen wir mehr Flexibilität in den Verkehrsverträgen und können besser auf die Entwicklung der Nachfrage und nicht zuletzt auf den notwendigen Ausbau der Infrastruktur reagieren.“

Zeitplan

Nach dem jetzigen Start des Vergabeverfahrens Netz Elbe-Spree haben interessierte Bieter rund ein halbes Jahr Zeit, sich zu bewerben. Geplant ist, im Herbst 2018 den Zuschlag zu erteilen. Dadurch ergibt sich für die Verkehrsunternehmen ein notwendiger Zeitrahmen, um bis zur Betriebsaufnahme in vier Jahren die Fahrzeuge zu beschaffen bzw. zu modernisieren, eventuelle Werkstattkapazitäten aufzubauen und die Übernahme des Personals vom bisherigen Betreiber reibungslos regeln zu können. Die Betriebsaufnahme ist zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 vorgesehen. (red)

Sieben auf einen Streich: Sonnenstrom vom Dach

Wohnungsbaugesellschaften und Stadtwerke mit gemeinsamem Ziel: Mieterstrom-Plattform soll preiswerte Öko-Energie zugänglich machen

Kaum ein Prozent des Stroms wird heute auf den Berliner Dächern gewonnen, 25 Prozent wären möglich. Eine Mieterstrom-Plattform soll dazu beitragen, dass diese Lücke rasch geschlossen wird. Die Berliner Stadtwerke und die sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften gehen dazu gemeinsam an den Start. Zusammen sollen auf den Dächern Sonnenkraftwerke gebaut werden, deren Ökostrom die Mieter in den Häusern kostengünstig beziehen können. Über diese Kooperation, die auch der Erreichung der Berliner Klimaschutzziele dient, haben sich die degewo AG, die GESOBAU AG, die Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH in einer heute zusammen mit den Stadtwerken sowie dem Land Berlin unterzeichneten Absichtserklärung verständigt.

Das Netzwerk lädt weitere Partner ausdrücklich ein

„Wir fangen nicht bei Null an, sondern haben alle schon gute Erfahrungen mit Mieterstromprojekten, die wir entweder allein oder auch mit Partnern umgesetzt haben“, sagt GESOBAU-Chef Jörg Franzen stellvertretend für die Berliner Wohnungsgesellschaften.

Berlins Energiesenatorin Ramona Pop: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit den Landesunternehmen und allen voran mit den Berliner Stadtwerken Impulse für eine beschleunigte Umsetzung der Energiewende in der Stadt zu setzen. Mit dieser Plattform, einem Netzwerk von engagierten Praktikern für nachhaltige und bezahlbare Energie von unseren Dächern, star-ten wir jetzt den Turbo für diese dezentrale Zukunftstechnik. Wir wollen, dass die Energie-wende Fahrt aufnimmt und wir wollen die Akteursvielfalt für kreative Ideen und Erfolgsmethoden. Daher ermuntere ich weitere Firmen aus der Energie- und Immobilienwirtschaft, da-bei zu sein.“

Ein Toast aufs Gelingen der Mieterstromplattform: (v.l.n.r.) Ingo Malter, Geschäftsführer STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer, Christoph Beck, Vorstand der degewo AG, Snezana Michaelis, Vorstand Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Jan Robert Kowalewski, Geschäftsführer der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, Berlins Senatorin für Energie, Ramona Pop, Jörg Franzen, Vorstandschef der GESOBAU AG, Berlins Senator für Finanzen, Matthias Kollatz-Ahnen sowie Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon. | Foto: Berliner Stadtwerke

 

Die Berliner Stadtwerke wirken in der netzwerkartigen Plattform als Katalysator und ergänzen die Kompetenz der Energie-Töchter der Wohnungsbaugesellschaften. Sie investieren Landesmittel in sinnvolle Infrastrukturmaßnahmen und lassen die Mieter an der Energiewende teilhaben. In der jetzt bekundeten Zusammenarbeit sollen die Potenziale der Immobilien für Photovoltaik (PV) entwickelt, Anlagen gebaut und betrieben und der Strom direkt vor Ort an die Mieter vertrieben werden. Das Prinzip des Netzwerks: Jeder macht das, was er am besten kann; die Wohnungsbaugesellschaften kennen ihre Häuser und Mieter besser als jeder andere, die Stadtwerke haben das PV-Know-how.

„Der Grundstein ist gelegt“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer. „Jetzt checken gemeinsame Teams der sieben Gründer alle Dächer der Partner auf solare Eignung, entwickeln Standard-Verträge und loten weitere Kooperationsmöglichkeiten aus.“ Hierzu gehören etwa Modelle für die gemeinsame Nutzung von Strukturen vom Einkauf bis zur Vermarktung und für den Einbezug bereits vorhandener Strommarken der Wohnungsbauunternehmen. (red)

Neue Energien in der Lieferbranche – auf Grün setzen!

An Ideen, die Logistikbranche grüner zu gestalten mangelt es nicht. Zahlreiche Entwicklungen wie elektrische Straßenroller, Drohnen oder der Gebrauch von Lastenfahrrädern mobilisieren die Stadt bereits heute. Dennoch ist das Stadtbild ein anderes: Sowohl in der Innenstadt, als auch auf den Autobahnen ist die Realität von schadstoffausstoßenden Dieseln und Benzinern geprägt. Aufgrund des angedrohten Diesel-Fahrverbots steht nun auch die Logistikbranche vor der Frage, welche Alternativen möglichst umweltschonend, aber dennoch effizient sind.

Wichtiges Thema auf dem Logistikkongress

Dieser Tage wird das Thema beim 34. Logistikkongress heiß diskutiert. Die Automobilbranche steht vor der Aufgabe das Vertrauen der Kunden in die Technologie nach dem Diesel-Abgasskandal wiederzugewinnen, aber auch in die Zukunft zu denken, um die Automobilbranche umweltfreundlicher zu gestalten.

Grün in die Zukunft

Die Vorstellung vom elektrischen Lieferverkehr kommt nicht von ungefähr. Der Klimawandel schreitet durch eine extreme Umweltverschmutzung und –belastung voran wie nie zuvor. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Möglich ist auch ein komplettes Diesel-Verbot in deutschen Innenstädten, um die enorme Umweltverschmutzung und den damit einhergehenden Schadstoffausschuss zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung nicht weiter zu beeinträchtigen bzw. zu gefährden.

Viel für und gegen

Branchenkenner sind der Meinung, es gäbe bereits saubere Nutzfahrzeuge unter den Dieseln und ein komplettes Verbot wäre wirtschaftlich nicht rentabel, zumal viele Handwerker mit Dieselmotoren in den Innenstädten unterwegs seien. Nichtsdestotrotz sind heute noch fast alle Lieferanten mit Dieselfahrzeugen unterwegs. Von insgesamt 2,9 Millionen zugelassenen Lastwagen in Deutschland, fährt nur gerade einmal gut ein Prozent mit alternativen Antrieben wie einem Elektroroller oder Erdgas.

Die Deutsche Post testet schon seit Jahren den Paketlieferdienst auf vier elektrischen Rädern. Schon lange stehen sie im Austausch mit Partnern aus der E-Transport Branche. Gegenüber der Berliner Zeitung äußerte sich Logistikexperte Stephan Seeck positiv zu den Elektrofahrzeugen. Seiner Meinung nach wird der innerstädtische Lieferverkehr früher oder später von den jetzigen Dieseltransportern auf Elektrofahrzeuge umsteigen.

Elektroautos sind auch nicht ohne Makel

Der CDU-Abgeordnete Carsten Müller ließ gegenüber der Berliner Zeitung verlauten :„Auch das Elektroauto hat einen Auspuff. Und das ist eben oft das Braunkohlekraftwerk“. Soll heißen: Auch der Strom für Elektrofahrzeuge sollte aus umweltfreundlichen Quellen stammen.

Müller mahnt auch an, dass die langfristige Wirtschaftlichkeit  sichergestellt sein müsse. Demnach sei der Elektroantrieb zwar der Motor der Zukunft, flächendeckend rechnen tut er sich aber frühestens ab dem Jahr 2025. Müller vertritt die Überzeugung, die Mobilität müsse ein Stück weit neu erfunden werden. Innovationen wie E-Autos, E-Bikes und Pedelecs gehören schon dazu, dennoch müsse mehr Initiative gezeigt werden, zum Beispiel mit dem Bau von Ladestationen oder Garagen, so Müller gegenüber der Berliner Zeitung. (red)

GASAG Solution Plus revolutioniert die Energieversorgung auf dem EUREF-Campus

Mit der Inbetriebnahme Deutschlands erster Power-to-Heat-/Power-to-Cool-Anlage auf dem EUREF-Campus in Schöneberg präsentiert die GASAG Solution Plus eine innovative neue Speicherlösung für erneuerbare Energien. „Der Smart Energy Leuchtturm EUREF-Campus strahlt ab heute noch heller“, sagte die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Ramona Pop. „Denn mit der Inbetriebnahme der neuen P2H-/P2C-Anlage setzt das innovative Energiemanagement der GASAG auf Sektorkopplung und Systemintegration erneuerbarer Energien. Statt diese bei einem Überangebot abzuregeln, können sie auf dem EUREF-Campus umgewandelt, gespeichert und als Wärme oder Kälte genutzt werden. Das zeigt den wichtigen Anteil, den innovative Lösungen in der Stadt für das Gelingen der Energiewende in der gesamten Region haben.“

Energieverlust durch Abregeln vermeiden

Durch Spannungsschwankungen im Stromnetz, verursacht durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien, wird überschüssiger Strom immer häufiger abgeregelt, wodurch Energie verloren geht. Zehn Tage könnte man Berlin mit der jährlich abgeregelten Energie aus Wind und Sonne allein aus Brandenburg versorgen.

Der neue Technologieansatz der GASAG Solution Plus verbindet eine Nutzung der sonst durch Abregelung verlorenen Energie mit einem wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Netzstabilität und bietet weitere Potentiale, wie die GASAG-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff betont: „Wir haben den Blick auch in die Zukunft gerichtet: Wie entwickelt sich die Technik weiter? Wie müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen gestaltet sein? Das testen wir mit der Power to Heat-/Power to Cool-Anlage auch hier auf dem EUREF-Campus.“

Die P2H-/P2C-Anlage ist Bestandteil einer im Aufbau befindlichen Energiewerkstatt – einem Projekt auf dem EUREF im Rahmen der WindNODE-Initiative, welche sich die Förderung intelligenter Nutz- und Speichersysteme von erneuerbaren Energien zur Hauptaufgabe gemacht hat. (uc)

Die BVG rüstet digital auf: Kontakt- und Bargeldloszahlung an Ticketautomaten verfügbar

Die  Berliner Verkehrsbetriebe richten sich im digitalen Wettrüsten für die Zukunft aus: Das kontakt- und bargeldlose Bezahlen, zuletzt bereits in Supermärkten und Tankstellen zu finden, wird ab Ende des Jahres an allen festen Kassenautomaten der BVG in Berlin zur Verfügung stehen.

In einer Testphase sind bereits jetzt die U-Bahnhöfe Alexanderplatz, Lichtenberg, Eberswalder Straße, Senefelderplatz und Elsterwerdaer Platz mit der neuen Bezahlmöglichkeit ausgestattet.
Sie ermöglicht dem Kunden sein Ticket zu erwerben, indem die Giro- oder Kreditkarte weniger als vier Zentimeter an das Lesegerät gehalten wird. Die Eingabe einer Geheimnummer ist dann nicht mehr nötig.

Kontaktloses Bezahlen erfordert auch bei der BVG eine geeignete Karte

Für die Nutzung der kontaktlosen Bezahlweise benötigt man eine entsprechend geeignete Karte. Diese erkennt man an einem aufgedruckten Wellensymbol. Anfang 2017 hatten Banken und Sparkassen nach eigenen Angaben bereits an 14 Millionen Kunden bundesweit entsprechende Karten ausgegeben. Weitere 20 Millionen sollen nach und nach im laufenden Jahr hinzukommen.

NFC Kennzeichnung auf Giro- und Kreditkarten

Die sogenannte Near Field Communication (NFC) Technik übermittelt die Daten per Funk. Laut Aussage der Banken geschieht dies aufgrund der Verschlüsselung der Daten auch sicher. Beiträge bis zu 25 Euro können ohne jegliches Zutun überwiesen werden. An diesem Tageslimit orientiert sich auch die BVG. Aus Sicherheitsgründen kann zudem nur einige Male am Tag ohne Eingabe der Geheimzahl bezahlt werden. Versehentliche Abbuchungen im Vorbeigehen werden verhindert, indem das System nur Karten die maximal vier Zentimeter vom Lesegerät entfernt sind, akzeptiert.

Die BVG stellt sich der Digitalisierung

Die BVG reagiert mit der Ermöglichung der neuen Bezahlweise vorbildhaft auf die Herausforderung der Digitalisierung. Erst vor kurzem hatte sie mit der Einrichtung von WLAN-Hotspots in den U-Bahnhöfen in ganz Berlin in diesem Zusammenhang von sich reden gemacht. Übrigens werden die Neuerungen nicht auf den Schultern der Kunden ausgetragen: Auch 2018 bleiben die Fahrpreise stabil und werden nicht erhöht.

(uc)

Berliner Klimaschutzrat konstituiert sich neu

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam fort und die Folgen werden immer unvorhersehbarer. Das Land Berlin verfolgt das langfristige Ziel, etwas dagegen zu tun und sich bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln. Um dies zu erreichen, hat sich am 21.09. der Berliner Klimaschutzrat in neuer Besetzung konstituiert. Der Berliner Klimaschutzrat soll den Senat und das Abgeordnetenhaus in Fragen des Klimaschutzes umfassend beraten. Darüber hinaus soll er auf die Einhaltung der Klimaschutzziele und die Umsetzung und Fortschreibung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) achten. Sein Ziel ist es, zu politischen Initiativen und den Lösungsvorschlägen der Verwaltung frühzeitig ein Meinungsbild aus der Breite der Gesellschaft zu erhalten und die Berliner Klimaschutzpolitik auch wissenschaftlich zu unterstützen.

Dem Gremium gehören neun ausgewiesene Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an, welche von Senatorin Regine Günther berufen worden. „Das Land Berlin hat sich beim Klimaschutz ehrgeizige Ziele gesetzt. Berlin soll bis 2050 klimaneutral werden. Der Klimaschutzrat wird uns auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt beraten und mit seinen Impulsen unterstützen“, sagte Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zu Beginn der konstituierenden Sitzung über die Bedeutung des Klimaschutzrates.

Als neue Sprecherin und Sprecher des Klimaschutzrates wurden Dr.-Ing. Christine Kühnel und Prof. Dr. Bernd Hirschl gestern gewählt. Zu den weiteren Mitgliedern des Rates gehören neben den Sprechern: Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur; Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft und Politik der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK)Maren Kern, Vorstandsmitglied des Verbandes Berlin – Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU); Luise Neumann-Cosel, Vorstandsmitglied der BürgerEnergieBerlin eG;
Dr. Andreas Schnauß, Leiter Grundlagen der Vattenfall Europe Wärme AG; Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und Matthias Trunk, Vorstandsmitglied der GASAG AG.

Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen in Berlin um mindestens 85 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Konkrete Strategien und rund hundert Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind im Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 (BEK 2030) dargestellt. Dieses umfasst Maßnahmen für den Zeitraum 2017 bis 2021 und einem Entwicklungshorizont bis 2030. Am 20. Juni 2017 wurde es vom Senat beschlossen und liegt derzeit dem Abgeordnetenhaus vor. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ist der Fahrplan auf dem Weg zur Klimaneutralität. Bei der Umsetzung dieses Fahrplans soll der Klimaschutzrat wertvolle Hilfe leisten. (red)

Effizienzhaus umgebaut: Zentrum für zukunftsgerechtes Bauen ab Oktober geöffnet

Das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität (EPmE) in der Fasanenstraße 87 a in Berlin-Charlottenburg steht exemplarisch für energetisch hoch effizientes, modernes Wohnen mit Elektromobilität. Im Oktober 2017 öffnet das umgebaute Gebäude seine Türen. Besucher können ab dann wieder das Haus besichtigen, sich informieren und an Veranstaltungen teilnehmen. Für die Fachwelt und die interessierte Öffentlichkeit wird das Zentrum zum Think Tank für zukunftsgerechtes Bauen. Die ZEBAU GmbH in Hamburg ist bis Ende 2019 mit der Konzeption, Verwaltung und Bespielung des Hauses vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) beauftragt.

Die zwei barrierefreien Stockwerke des zirka 130 m² großen Gebäudes stehen für Vorträge, Workshops, Seminare und Ausstellungen zum zukunftsgerechten Bauen sowie innovativen Mobilitäts- und Energieversorgungskonzepten zur Verfügung. Auch Externe können das Gebäude für ihre Veranstaltungen und den fachlichen Austausch nutzen.

Inhaltliche Schwerpunkte des Hauses sind die Themen der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ und des Modellvorhabens „Effizienzhaus Plus“ des BMUB. Mit direktem Zugang zum öffentlichen Nahverkehr werden Besucher das Haus im Zentrum Berlins jeden Donnerstag und Samstag besichtigen können. An weiteren Tagen ist das Haus für Führungen und Vorträge geöffnet.

Geschäftsführer der ZEBAU GmbH, Peter-M. Friemert: „Als Netzwerkstelle und Energieagentur, die klimaneutrales und energieeffizientes Bauen und Modernisieren im Fokus hat, finden wir den öffentlichen Zugang zu diesem hochenergieeffizienten Gebäude besonders wichtig. In diesem zukunftsweisenden Haus können Besucher exemplarisch sehen, wie sich umweltfreundliches Bauen mit Smart Home-Komponenten und umweltfreundlicher Mobilität kombinieren lässt. Zugleich dient der Ort zukünftig als Anlaufpunkt und Plattform, um sich über zukunftsgerechtes Bauen auszutauschen und neue Lösungen für die Zukunft zu entwickeln.“

In dem Gebäude, das mehr Strom produziert, als es verbraucht, haben das Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP) und das Berliner Institut für Sozialforschung messtechnische und sozialwissenschaftliche Forschungen durchgeführt. Ab Februar 2012 lebten nacheinander zwei vierköpfige Familien in dem Haus. Das Modellhaus ist mit hochgedämmter Hülle, Wärmepumpe und dünnschichtigen Photovoltaikmodulen ausgestattet. Die überschüssig produzierte Energie kann über die „Tankstelle“ im Eingangsbereich des Hauses den Elektrofahrzeugen zur Verfügung gestellt werden. (red)

Solarstrom: Stadtwerke installieren auf sechs Berliner Haftanstalten Sonnenkraftwerke

Die Berliner Stadtwerke haben mit dem Bau einer großen Photovoltaik-Anlage auf der Justizvollzugsanstalt (JVA) Berlin-Plötzensee begonnen. Das Sonnenkraftwerk mit einer Leistung von 840 kWp dient allein dem Eigenverbrauch und wird in einem Stück errichtet. Damit ist es die bisher größte Eigenverbrauchs-Einzelanlage in Berlin. Sie wird außerhalb des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) errichtet, belastet damit also keinen EEG-Fördertopf.

Die Photovoltaikanlage auf dem Gefängnis in Plötzensee ist Teil eines Großauftrages über insgesamt 28 Sonnenkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 4,6 Megawatt (MW) auf landeseigenen Gebäuden, den die Berliner Stadtwerke 2016 von der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH in einer europaweiten Ausschreibung erhalten haben. Sechs Berliner JVA – neben Plötzensee sind das Tegel, Heidering in Brandenburg, das Frauengefängnis Reinickendorf, der offene Vollzug in Hakenfelde sowie der Jugendarrest in Lichtenrade – bekommen damit 2017 Sonnenstrom vom eigenen Dach. Bereits installiert ist die mit 750 kWp ebenfalls recht große Photovoltaikanlage auf der JVA Heidering, die anderen werden in den nächsten Wochen gebaut.

Das Prinzip: Die Stadtwerke finanzieren, und betreiben die Anlagen, die sie gemeinsam mit dem mittelständischen Berliner Anlagenbauer Berolina Solar GmbH & Co KG errichten. Die BIM pachtet sie und entlastet so durch den selbst erzeugten und verbrauchten Strom die Stromnetze und nutzt dabei das EEG optimal.

Erdgas und Bio-Erdgas: GASAG beliefert Hamburg

Ab Januar 2018 beliefert die GASAG vier Jahre lang die Freie und Hansestadt Hamburg mit Erdgas und Bio-Erdgas. Bei einer europaweiten Ausschreibung hat die GASAG mit dem besten Preis und langjähriger Erfahrung gepunktet. Versorgungsverträge dieser Größenordnung hat der Energiedienstleister bereits mit den Städten Berlin, Bremen und Bremerhaven abgeschlossen.

In der Ausschreibung der Freien und Hansestadt Hamburg konnte die GASAG drei der fünf Lose zur Gaslieferung für sich gewinnen. Rund 1.500 Abnahmestellen in Verwaltungsgebäuden, Hafenanlagen oder Schulen werden von der GASAG versorgt, dahinter verbergen sich mehr als drei Viertel der für die öffentlichen Liegenschaften der Hansestadt benötigten Erdgasmenge. Von den insgesamt 1.664 Millionen Kilowattstunden (kWh) während der gesamten Lieferzeit bestehen 33 Millionen kWh aus Bio-Erdgas. Dies bedeutet eine jährliche Einsparung von rund 1.700 Tonnen CO2.

Vera Gäde-Butzlaff, Vorstandsvorsitzende der GASAG: „Wir freuen uns, dass unser Angebot den Hamburger Senat überzeugt hat und wir nach Berlin und Bremen nun auch in Hamburg wieder der Versorger des öffentlichen Bereiches sind. Dies unterstreicht unser Interesse, Kundenorientierung, Wettbewerbsfähigkeit und Metropolen-Kompetenz zu verbinden.“

Durch eine laufende Marktbeobachtung wird den Hamburger Kunden stets ein günstiger Preis gesichert. Neben dem Energieportal bietet GASAG optional weitere Services zur Prozessoptimierung und zum Energiesparen an. (red)

Veranstaltungen

Industrial Efficiency 2018

Die internationale Konferenz vom 11. – 13. Juni 2018 bietet die ideale Gelegenheit zum Networking und Ideenaustausch mit 250 internationale Experten aus Politik, Wissenschaft und Industrie. Es erwarten Sie über 120 Präsentationen über aktuelle und zukünftige Entwicklungen und Trends in den Themenbereichen politische Instrumente, energieeffiziente Produktion und Energiemanagement, Technologien, Geschäftsmodelle und Finanzierung.

20. Technischer Kongress 2018 – Umwelt, Energie und Elektromobilität, Fahrzeugsicherheit und Elektronik

Es werden die künftigen Herausforderungen der Fahrzeugindustrie und die Zukunft des Automobils  u.a. in den Themenbereichen  Vernetzung und Automatisierung, klima- und umweltfreundliche Antriebe sowie Sicherheit im Straßenverkehr einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt und diskutiert.

DENEFF Jahresauftaktkonferenz 2018

Mit mehr als 300 Teilnehmern aus Wirtschaft, Verbänden und Politik und hochkarätigen nationalen und internationalen Rednern, ist die DENEFF-Jahresauftaktkonferenz der wichtigste Frühjahrstermin der Energieeffizienzbranche.

#EEHACK2018 Energy Efficiency Hack

Ideate new energy efficiency solutions. Create concepts and prototypes to fuel the Energiewende and fight climate change!

Tagung „Zukünftige Stromnetze für Erneuerbare Energien“

Mittlerweile ist bei jedem – auch in der Bevölkerung – angekommen, dass die Energiewende nicht nur bedeutet, einfach nur möglichst viel an Erneuerbare-Energien-Anlagen in kurzer Zeit zu zubauen. Die Strom märkte müssen um- und das Netz ausgebaut werden. Dann kommt noch die Elektromobilität auf die Netze zu. Insofern bekommen wir nicht nur auf der Erzeugungsseite, sondern auch auf der Lastseite wesentliche strukturelle Veränderungen. Nicht zuletzt sind langfristig auch noch hohe Speicherkapazitäten in die Stromnetze zu integrieren. Hoffentlich mit den richtigen Eigenschaften und Geschäftsmodellen an den richtigen Standorten.

Das ist aber nur die makroskopische Sichtweise. Im Detail müssen wir im Bereich der Stromnetze zahlreiche Fragestellungen klären: Wie wollen wir die Bereitstellung und den Abruf von Blindleistung sicherstellen und managen? Woher kommt in Zukunft die Momentanreserve, wie wollen wir übermorgen den Versorgungswiederaufbau nach einem Stromausfall organisieren? Und gibt es nun ein Problem mit der Kurzschlussleistung oder nicht? Welche Flexibilitäten können neben dem Erzeugungsausgleich für die Netzstabilität genutzt werden und wie können wir diese anreizen?

Ideen bis hin zu konkreten Vorschlägen für die Lösung der sich abzeichnenden Herausforderungen und neue Konzepte zur Wahrung der Systemsicherheit gibt es einige. Strittig bleibt, welche tatsächlich zielführend im Sinne einer ausreichenden und gleichzeitig kostengünstigen Netzsicherheit sind. Dazu soll der Kongress helfen, die Fragestellungen und mögliche Antworten darauf zu sammeln, zu beleuchten und zu strukturieren, um am Ende eine bessere Diskussions- und Entscheidungsgrundlage zu erhalten.