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Weniger Arbeitslose: Berliner Wirtschaft im Aufschwung

Berlin hat weniger Arbeitslose! Insgesamt verzeichnet die wirtschaftliche Entwicklung 2017 einen positiven Verlauf. So rechnet Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB), in diesem Jahr mit einem Wachstum von zwei Prozent. Allein in Berlin soll es 56.000 zusätzliche Arbeitsplätze geben. „Die Berliner Wirtschaft hat in den vergangenen Jahren zehntausende neue Arbeitsplätze geschaffen, die Arbeitslosenquote ist auf einem historischen Tiefstand“, berichtet Amsinck weiter.

Weniger Arbeitslose in Berlin

Die deutsche Hauptstadt erlebt derzeit ein rasantes Arbeitsplatzwachstum. So zeigen die aktuellen Arbeitsmarktzahlen, dass in Berlin immer weniger Arbeitslose wohnen.

Wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilte, ist im November die Arbeitslosigkeit weiter gesunken. So waren nur 160.332 Frauen und Männer als arbeitssuchend gemeldet. Dies entspricht eine Arbeitslosenquote von 8,5 Prozent, was einen historischen Tiefstand kennzeichnet. Im Oktober waren es 2.327 mehr und vor einem Jahr sogar noch 10.542 mehr.

Trotz des Stellenabbaus von Siemens und der Insolvenz der Air Berlin geht die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit davon aus, dass der Beschäftigungsboom anhält. Laut Direktionschef Bernd Becking ist in einem positiven Umfeld der Arbeitsmarkt in Berlin, insbesondere für Fachkräfte, aufnahmefähig. Becking hob hervor, dass der Personalbedarf in den Berliner und Brandenburger Unternehmen hoch sei und Fachkräfte in vielen Branchen gesucht würden.

Ungleiche Verteilung der Teilzeitarbeit

Mit dem Arbeitsplatzwachstum erlebt leider auch die Teilzeitarbeit einen Boom. Die Berliner Morgenpost berichtete, dass die Zahl der Mitarbeiter, die weniger als 40 Stunden im Betrieb beschäftigt sind, sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdoppelt hat.

Laut Christian Amsinck sei „Teilzeit politisch und auch von vielen Beschäftigten gewollt. Frauen würden Teilzeitarbeit nutzen, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu können.“

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Linke, Sabine Zimmermann, widerspricht dem jedoch: „In vielen Fällen sei die Teilzeitbeschäftigung nicht existenzsichernd und führe zu Altersarmut.“ Denn, wer weniger Stunden arbeitet, verdient weniger und erwirbt dementsprechend geringere Rentenansprüche.

Im vergangenen Jahr mussten 1,3 Millionen Frauen und Männer in Teilzeit arbeiten, weil sie keine Vollzeitstelle finden konnten. Gerade Frauen sollen davon betroffen sein. So arbeitet ein Drittel aller Frauen in Teilzeit, während es bei den Männern nur jeder Zehnte ist.

Schwache Tarifbindung

Zur Entwicklung der Tarifbindung sagt Amsinck: „Attraktive Tarifverträge sind ein wichtiger Baustein für die soziale Marktwirtschaft. Arbeitgeber und Gewerkschaften müssen Regelungen finden, die Unternehmen nicht überfordern und ihnen genügend Spielraum lassen.“

In Berlin herrscht derzeit schwache Tarifbindung. Während 1998 noch 41 Prozent der Betriebe an einen Branchen- oder Haustarifvertrag gebunden waren, sind es heute nur noch 19 Prozent. Aus einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) geht heraus, dass Beschäftigte aus Betrieben ohne Tarifbindung sich ungerechter entlohnt fühlen, als diejenigen, die nach einem Haus- oder Flächentarifvertrag bezahlt werden. (dn)

Konjunkturbericht 2017: Bleibt die Berliner Wirtschaft auf Wachstumskurs?

Laut des neuen Konjunkturberichts der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe hat sich der Aufschwung der Berliner Wirtschaft in diesem Jahr gefestigt. Auch die Prognose für das nächste Jahr ist erfreulich – erwartet werden 2,5 Prozent Wachstum. Die Berliner Wirtschaft liegt somit erneut über dem Bundesdurchschnitt.

Der Konjunkturbericht verspricht Wachstum

Spürbar ist die Prosperität an den Beschäftigungszahlen in den unternehmensnahen Dienstleistungen sowie Information und Kommunikation. Auch der Einzelhandel konnte angesichts starker Konsumkräfte und des boomenden Onlinehandels den Umsatz von Januar bis September 2017 gegenüber dem Vorjahr um 6,2 Prozent steigern. Stabil bleibt allerdings der Industrieumsatz, wohingegen das Bauhauptgewerbe nochmals zugelegt. Hier gab es, u.a. aufgrund der steigenden Nachfrage nach Wohnraum, ein Umsatzplus von 4,7 Prozent. Der Berlin-Tourismus hat ebenfalls einen Anstieg der Übernachtungszahlen von 1,4 Prozent zu verzeichnen.

Zahl der Arbeitslosen sinkt trotz Stellenabbau

Bei aller Freude über die erfreulichen Wachstumszahlen trüben Pleiten sowie drohender Stellenabbau die Hochstimmung. Erst die Bekanntgabe der Air Berlin Pleite, dann ein drohender Verlust von 200 Jobs in den Osram-Werken und zuletzt 870 Stellen bei Siemens, die in der Hauptstadt gestrichen werden sollen. Für einen Ausgleich könnte das wirtschaftliche Wachstum nur bedingt sorgen, denn der Jobzuwachs wird nicht in allen Berufsgruppen stattfinden. Dennoch sprechen die Zahlen für sich: Zwischen September 2016 und September 2017 ist die Anzahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Berlin um rund 55.000 gestiegen. Damit verbunden sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Die Arbeitslosenquote unterschreitet in Berlin seit Mai letzten Jahres die 10-Prozent-Marke. Aktuell liegt sie bei 8,5 Prozent.

„Die Berliner Wirtschaft boomt und ist weiter auf Expansionskurs. Das hohe Dienstleistungstempo und die robusten produzierenden Branchen stimmen positiv und zeigen: Der Aufschwung in der Hauptstadt setzt sich fort! Jetzt kommt es darauf an, die hohe Dynamik Berlins zu verstetigen und nachhaltig auszurichten. Dies muss mit den Anforderungen der wachsenden Stadt einhergehen, womit gerade auch den Investitionen eine zentrale Rolle zukommt. Mit dem Sondervermögen Infrastruktur investieren wir daher in Berlin verstärkt in Wohnungen, Schulen und Verkehrswege“, so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

Die Berliner Wirtschaft muss noch mehr gefestigt werden

Bislang scheint die Dynamik der Hauptstadt wirtschaftlich noch nicht ganz gefestigt zu sein. Aktuell greift wieder die Job-Angst um sich, da auch der US-Konzern General Electrics (GE) plant, Stellen zu streichen. Für Berlin stehen derzeit 500 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Mit der Energiewende scheint die Industrie kaum eine andere Wahl zu haben, als sich umzustrukturieren wie es zurzeit der Großkonzern Siemens vorhat. Noch scheint der Konjunkturbericht der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe davon auszugehen, dass der Industrieumsatz auch 2018 stabil bleibt. (lj)

Arbeitsmarkt: 28.000 Flüchtlinge suchen in Berlin einen Job

Die Zahl der als arbeitssuchend registrierten Flüchtlinge hat sich in Berlin im vergangenen Jahr fast verdoppelt: Sie stieg von 15.000 im Juli 2016 auf 28.000 im Juni 2017, wie die Bundesagentur für Arbeit berichtet.

Die größte Gruppe der in Berlin arbeitslos gemeldeten Flüchtlinge (8.505) hat Hochschulreife. Allerdings haben auch 8.116 Menschen nicht einmal einen Hauptschulabschluss. Über diesen verfügen immerhin 2.224 arbeitssuchende Flüchtlinge, Mittlere Reife haben 1.491 und die Fachhochschulreife  1.232. (red)

 

Neue Arbeitsmarktzahlen: Berlin bleibt Boomtown bei neuen Jobs

Die Zahl der Beschäftigten wächst in Berlin mit hoher Dynamik. Im März 2017 gab es in der Hauptstadt insgesamt 1,409 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 58.700 bzw. 4,3 Prozent. Damit erzielt Berlin unter den Bundesländern weiter die höchste Zuwachsrate an neuen Jobs. In Deutschland insgesamt wurde ein Job-Plus von 2,4 Prozent erreicht.

„Berlin bleibt Boomtown bei neuen Jobs. Die Wachstumskräfte in der Hauptstadt lassen die Zahl der neuen Arbeitsplätze weiter überdurchschnittlich steigen. Gerade in den Dienstleistungsbranchen gibt es eine starke Dynamik, beispielsweise bei den unternehmensnahen Dienstleistungen mit 15.400 und Information/Kommunikation mit 8.800 zusätzlichen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Damit geht die Arbeitslosigkeit stetig zurück“, erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

„Die Arbeitsmarkt-Daten sind eine Wucht. Die Unternehmen glauben fest daran, dass der Aufschwung bleibt und schaffen immer mehr neue Stellen. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in Berlin gegenüber 2005 fast halbiert, in Brandenburg ist sie sogar um zwei Drittel gesunken. Doch trotz der guten Zahlen gibt es noch viele unerledigte Hausaufgaben. Die Arbeitslosenquote in Berlin ist weiterhin eine der höchsten im Bundesvergleich. Die Kehrseite der guten Arbeitsmarkt-Lage ist, dass es für die Unternehmen immer schwerer wird, gutes Personal zu finden. Das gilt für beide Bundesländer und betrifft Fachkräfte ebenso wie Auszubildende. Offene Stellen bleiben viel zu lange unbesetzt, das kostet Umsatz. Der Engpass kann zu einer echten Hypothek für die Zukunft der Unternehmen und damit für den Standort werden. Politik und Unternehmen müssen alles daransetzen, jede Arbeitskraft zu mobilisieren“, so Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg. (red)

 

„Wir brauchen ein Umdenken in der Politik“

Pankow ist mit etwa 400.000 Einwohnern nicht nur der bevölkerungsreichste, sondern mit jährlich über 5.000 Neu-Pankowern auch der am schnellsten wachsende Berliner Bezirk. So erfreulich diese Entwicklung ist, so anspruchsvoll sind die daraus resultierenden Anforderungen an Politik und Verwaltung. Das bestätigte uns Vollrad Kuhn (Bü90/Die Grünen), Pankows neuer stellvertretender Bürgermeister und Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bürgerdienste.

 

Herr Kuhn, die ersten 100 Tage in Ihrer neuen Rolle sind vorüber. Wie fühlen Sie sich?

Gut, auch wenn mich die Fülle an Aufgaben schon etwas überrascht hat. Ich habe so viel auf dem Tisch, dass ich so manches Problem mit ins Bett nehme.

Welche Themen bereiteten Ihnen bisher die meisten Kopfschmerzen?

Es gibt Projekte, die entweder stocken oder fast einen richtigen Neustart oder zumindest eine neue Justierung brauchen – zum Beispiel Pankower Tor/Möbel Krieger oder Michelangelostraße. Letzteres ist mit vielen Problemen behaftet, z.B. Restitutionsansprüche, mögliche Reduzierung von kostenlosen Parkplätzen, Nachverdichtung im Bestand, sodass die Bebauung heftigste Proteste hervorruft und auch weiter erzeugen wird. Dann haben wir natürlich die marode Infrastruktur. Vor allem die Straßen sind ein großes Problem. Das Straßennetz, das teilweise aus dem neunzehnten Jahrhundert ist, reicht nicht mehr aus. Neben den großen gibt es aber auch viele kleinere Dinge – Wünsche nach Verkehrsberuhigungen, Ärger wegen Verkehrslärm oder weil in der Nähe die letzte Bankfiliale oder die letzte Postfiliale schließen. Das sind alles Themen, an denen ich wenig ändern kann. Trotzdem versuche ich zu helfen.

In den 90er Jahren waren Sie bereits Kommunalpolitiker. Was hat sich seitdem verändert?

Damals waren die Bezirke noch kleiner und wir hatten größere Bezirksämter mit sechs Stadträten plus Bürgermeister. Jetzt sind die Bezirke fusioniert, die Bezirksämter sind aber verkleinert worden und die Verwaltung ist 15 Jahre lang kaputtgespart worden. Wir haben hier 2.100 Beschäftigte im Bezirksamt. Davon sind zwei Drittel über 50 Jahre alt. Wir fangen jetzt langsam an, wieder einzustellen, aber auch wir bekommen den Arbeitskräftemangel zu spüren. Die Leute, die wir brauchen, sind gar nicht da.

Eines der drängendsten Probleme ist die Wohnungssituation. Wie sieht es damit in Pankow aus?

Wir haben sehr große Wohnungsbaupotenziale, die größten in ganz Berlin – ein Potenzial von über 20.000 Wohnungen. Wir haben auch sehr viele Bauanträge für Wohnungen. 2015 wurden ungefähr 1.700 genehmigt, 2016 schon 3.300. Es geht also weiter nach oben bei sinkendem Personal im Amt. Wir haben ja sehr viele Vorhaben der kommunalen Gesellschaften, vor allem der GESOBAU und Gewobag. Potenziale gibt es zum Beispiel in Niederschönhausen oder auch in Berlin Buch. 1.900 Wohnungen ungefähr könnten in Buch entstehen. Das Ludwig-Hoffmann-Quartier und Herr Dahlke als Investor sind hier als positives Beispiel zu nennen.

Es gibt auch Karow, Karow-Süd und das größte Projekt Blankenburg Süd. Da laufen die vorbereitenden Untersuchungen des Senats. Hier soll ein Entwicklungsgebiet entstehen mit rund 6.000 Wohnungen. Dafür wurde die Elisabeth-Aue erstmal aufgegeben. Volle Konzentration auf Blankenburg Süd heißt das Motto – Verlängerung der Straßenbahn, der Bau neuer Verkehrstrassen, teilweise auch durch Kleingartengebiete usw. usw. Da wird ziemlich viel passieren. Dann das Krieger-Projekt am Güterbahnhof Pankow, mit rund 1.000 geplanten Wohnungen. Allerdings ist bei dem Vorhaben noch vieles unklar.

Die Lösung welcher Probleme liegt Ihnen besonders am Herzen?

Das Thema Energiewende ist mir ganz wichtig, dass wir das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm auch auf Pankow runterbrechen. Ich habe mich auch mit dem Geschäftsführer der Berliner Energieagentur getroffen und wir haben gemeinsam überlegt, was man machen könnte. Ein anderes wichtiges Ziel von mir ist es, den Flächenfraß im Zaume zu halten. Behutsame Nachverdichtung, möglichst nicht zu viel Fläche versiegeln, das Grün erhalten und anders mit Wasser umgehen. Dezentrales Regenwassermanagement ist ein ganz großes Thema auch im Koalitionsvertrag, an dem ich mitgewirkt habe. Flächengerechtigkeit für Verkehrsteilnehmer ist auch ein wichtiges Thema für den Umweltverbund. Mit Staatssekretär Jens-Holger Kirchner bin ich im Gespräch zum Thema Radverkehr. Dem Bündnis Radverkehr zwischen Senat und Bezirk wollen wir natürlich beitreten, wenn es so weit ist und wollen gemeinsam versuchen, die Situation für die Radfahrer zu verbessern.

Gibt es absehbar Ziele, die die Verkehrssituation spürbar verbessern?

Ja, es gibt durchaus gute Beispiele aus anderen Städten und es gibt auch Planer, die damit schon entsprechend umgehen. Zum Beispiel autofreie Stadtviertel, in denen man sich verpflichtet, wenn man in so ein Gebiet zieht, sich kein Auto anzuschaffen, sondern mit Car Sharing und Umweltverbund unterwegs ist. Das wären Konzepte, die zukunftsfähig sind.

Wir müssen dann auch natürlich wegkommen vom Lieferverkehr, der mit Verbrennungsmotoren stattfindet. Wir haben Onlinehandel, Lieferung von Lebensmitteln, Zalando, Amazon, das nimmt immer mehr zu und verändert den ganzen Konsumentenprozess und den Handel. Es sind so viele Geschäftsideen, die dahinterstecken, aber man muss verhindern, dass die immer mehr die Straßen verstopfen.

Halten Sie es für realistisch, bis 2050 CO2-frei zu sein als Hauptstadt?

Das ist ein realistisches Ziel, wenn alle an einem Strang ziehen. Die Politik muss auch umsteuern und die entsprechenden Standards in öffentlichen Gebäuden umsetzt. Wir müssen die Stadt mit ihren Gebäuden als CO2-Senker nutzen. Ein anderes Beispiel ist der Verkehr. Da muss sich viel ändern. Auch der Flugverkehr und unser Flugverhalten müssen hinterfragt werden. Im Umland müssen wir in erneuerbare Energieanlagen investieren. Wir sollten auch überlegen, wie der ökologische Fußabdruck der Waren ist, die in die Stadt kommen oder die wir exportieren. Das liegt eben auch an der Art, wie wir Waren herstellen und welche Dienstleistungen wir anbieten. Die Mischung macht’s eben auch hier. Es muss immer jemand den Finger in die Wunde legen und es muss eine starke Politik geben, die das wirklich will, die die Leute auch dazu überzeugen kann, mitzuziehen.

Personal-Coup der DIP AG Deutsche Immobilien Projektentwicklung aus Hamburg

Christoph Ahlhaus, früherer Erster Bürgermeister der Hansestadt, neuer Vorstand für Recht, Compliance und bundesweite PPP-Projekte

Hamburg, 06.04.2017. Die in Hamburg ansässige DIP AG Deutsche Immobilien Projektentwicklung hat mit einem Coup ihren Vorstand verstärkt. Vor dem Hintergrund besonders ambitionierter Zielstellungen für das laufende Jahr ist es gelungen, Hamburgs früheren Ersten Bürgermeister Christoph Ahlhaus (47) als neuen Vorstand für die Bereiche Recht und Com-pliance zu gewinnen. In dieser Funktion kommen ihm seine umfassenden politischen Erfahrungen bei Immobilien-, Infrastruktur- und städtebaulich anspruchsvollen Projekten zugute.

Ahlhaus, der als verwaltungserfahrener Rechtsanwalt auch ein umfangreiches Netzwerk mit ins Unternehmen bringt, sagt über seine neue Tätigkeit: „ Die DIP AG entwickelt sowohl für institutionelle als auch für private Investoren besonders nachhaltige und lebenswerte Wohn- und Gewerbeimmobilien , für die es sich lohnt, sich engagiert einzubringen und für deren Realisierung ich mit meinen Erfahrungen und meinem Netzwerk aus voller Überzeugung arbeiten werde. Die Mitwirkung an der Lösung der damit in Verbindung stehenden Aufgaben ist angesichts der Herausforderungen auf dem Immobilienmarkt mit das Spannendste, was ich mir gegenwärtig vorstellen kann.“

Die Freude über den Einstieg von Christoph Ahlhaus ist auch in der DIP AG groß. Das bestätigt Thomas Schwinger-Caspari, Mitgründer und Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Wir sind sehr froh“, betont er, „dass wir mit Christoph Ahlhaus künftig jemanden an unserer Seite haben, der sich in der Politik gut auskennt und gleichzeitig sehr erfahren ist im Umgang mit Entscheidungsträgern in Politik und Verwaltung. Das ist deshalb so wichtig, weil städtebaulich relevante Projekte immer häufiger nur in enger Zusammenarbeit oder Partnerschaft mit Kommunen und kommunalen Unternehmen realisierbar sind. Mit Christoph Ahlhaus ist dieser Bereich kompetent besetzt und wir können mit ihm unsere Marktpositionierung noch nachhaltiger ausbauen als bisher.“

Laufbahn
Christoph Ahlhaus’ Laufbahn zeichnet sich früh ab. Schon in der Bankausbildung und im nachfolgenden Jurastudium engagierte er sich auch politisch. Als sich die Möglichkeit ergibt, Landesgeschäftsführer der CDU in Hamburg zu werden, wechselt er 2001 in die Hansestadt. Hier beschleunigt sich seine Karriere. Der 2004 von ihm organisierte, ganz auf seinen Vorgänger Ole von Beust zugeschnittene Wahlkampf brachte der CDU die absolute Mehrheit im Hamburger Parlament. Das wirkte sich auch für Ahlhaus positiv aus, der über die Stationen Bürgerschaftsabgeordneter, Staatsrat, Innensenator und letztendlich als Erster Bürgermeister an der Spitze des Stadtstaates stand. Als zweitjüngstes Stadtoberhaupt in der Hamburger Nachkriegsgeschichte gelingt ihm in neun Jahren ein rasanter Aufstieg – auch aufgrund seines Rufs als Machertyp und pragmatischer Jurist mit der Fähigkeit zur Kompromissfindung. Seit seinem Ausscheiden aus der aktiven Politik ist Ahlhaus als Rechtsanwalt für den öffentlichen Sektor sowie für Verwaltungs- und Planungsrecht in Berlin tätig, wo er zahlreiche Bauvorhaben und Projektentwicklungen erfolgreich begleiten konnte.

Über die DIP AG Deutsche Immobilien Projektentwicklung
Die DIP AG ist eine Immobilienentwicklungsgesellschaft, die anspruchsvolle Bauprojekte an erstklassigen Standorten deutschlandweit mit dem Fokus Berlin und Hamburg entwickelt. Neben marktgerechter Rendite stehen für das Unternehmen insbesondere hohe Anforderungen an städtebauliche Qualität sowie gesellschaftspolitische Akzeptanz der Bauvorhaben im Mittelpunkt. Im Einzelnen bietet die DIP AG von Grundstücksakquise über Bewertung, wirtschaftliche Analyse und Konzeptentwicklung, Finanzierung, Bau-, Ausführungs-, Genehmigungsplanung und Überwachung bis zur schlüsselfertigen Übergabe und Vermietung alle Dienstleistungen der vollen Wertschöpfungskette einer Immobilie an.

Bildquelle: DIP AG

Mehr Geld für fleißige Mitarbeiter bei der VLB

Nachdem die Verkehrslenkung Berlin (VLB) in Kritik geraten ist, sollen nun die Mitarbeiter finanzielle Anreize erhalten, um besser zu arbeiten. Dazu will sie Verkehrsstaatssekretär Jens-Holger Kirchner bringen: „Wo es Sinn macht, werden wir das einführen.“

Allerdings sind diese Leistungsprämien nur für Beamte möglich.

Da es laut Kirchner bisher bei der VLB immer noch wie in jedem Betrieb zugeht, nämlich, dass sich ein Drittel der Mitarbeiter ausruht, während der Rest sich anstrengt, soll ab jetzt die Arbeit derjenigen, die mehr leisten, mehr gewürdigt werden. Die Gehaltsprämien sollen auch dazu dienen, die Gehaltsgefälle auszugleichen und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu optimieren.

Die VLB ist zurzeit ein Sorgenkind der Berliner Verwaltung aufgrund eines hohen Krankenstandes, eines hohen Aktenstaus und einer zögerlichen Bearbeitung von Baustellenanträgen. (saa)

Bildquelle: wikipedia

„Wie schnell Adlershof wächst, ist unübersehbar“

Treffender als mit diesem Zitat hätte Roland Sillmann, Geschäftsführer der Standort-Betreibergesellschaft WISTA-MANAGEMENT GMBH (WISTA) die derzeitige Lage des Hochtechnologiestandortes Berlin Adlershof nicht beschreiben können.

Der Beschäftigungs-und Umsatzzuwachs 2016 ist nämlich sehr hoch. Erkennbar ist eine urbane Entwicklung mit hoher Dynamik. Die Umsätze und Haushaltsmittel lagen mit 1,944 Mrd. Euro um 7,4 % über denen des Vorjahres. Auch die Geschäftsentwicklung für das Jahr 2017 schätzen die Unternehmen im Wissenschafts- und Technologiepark deutlich optimistischer als im Vorjahr ein.

Ende 2016 waren 1.041 Unternehmen und wissenschaftliche Einrichtungen (2015: 1.013) angesiedelt, in denen 16.778 Menschen tätig waren (2015: 15.943). Ebenfalls kamen rund 6.700 Studenten (2015: 6.524) und über 873 Auszubildende hinzu.

Der Kern des Ganzen ist der Wissenschafts- und Technologiepark Berlin Adlershof. Hier stieg die Zahl der Beschäftigten von 2.735 auf 2.777. In den Instituten der HU waren 2016 rund 6.700 (2015: 6.543) Studenten eingeschrieben.

Auch ein hoch eingeschätztes Image und hohe Zufriedenheit der Mieter hat der Hochtechnologiestandort Adlershof zu verzeichnen. An der Rudower Chaussee wurden 153 Studenten-Apartments fertiggestellt und im Quartier „Wohnen am Campus“ wurden Richtfeste für  450 Wohnungen gefeiert.

Ramona Pop, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe verdeutlichte, dass „von einem Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort heute mehr erwartet wird, als die reine Vermietung von Flächen. Das zeigt die diesjährige Unternehmensbefragung ganz deutlich. Es geht um Kooperation und Netzwerke, es geht darum gemeinsam Ideen zu entwickeln und zu wachsen. Die WISTA bietet jungen und etablierten Unternehmen und Wissenschaftlern diesen Raum und diese Möglichkeiten. Und das tut sie auf eindrucksvolle Weise.“ (saa)

Bildquelle: wikipedia

Stellenabbau bei Windlagenbauer Senvion – 120 Betroffene

730 Arbeitsplätze will der Windkraftanlagen-Hersteller Senvion, ehemals Repower, dieses Jahr in ganz Deutschland streichen. Hierzu werden Teile der Produktion verlagert und Standorte in Deutschland geschlossen.

Betroffene Betriebsstätten sind unter Anderem Husum in Schleswig-Holstein, Trampe in Brandenburg und die Powerblades GmbH in Bremerhaven. Der Standort Osterrönfeld ist laut Angaben kaum vom Stellenabbau betroffen.

Die Kürzungen sind aufgrund des stärker werdenden Wettbewerbs-und Preisdrucks erforderlich. (saa)

Bildquelle: wikimedia

Volkswagen: Digital-Marke Moia kommt nach Berlin

Moia werde in Berlin zunächst 50 Stellen schaffen, teilte VW bei der Präsentation der neuen Konzernmarke mit. Bis Ende 2017 soll das Team weiter anwachsen. Berlin sei wegen seiner „kreativen Köpfe“ der ideale Standort, erklärte Moia-Chef Ole Harms (links im Bild). Mit der neuen Tochter wolle VW zeigen, daß „innovative Mobilitätslösungen auch außerhalb des Silicon Valley möglich sind“, so Harms. (red)

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