Berliner Studentenwohnungen werden immer teurer

Die steigenden Preise für Wohnraum in Berlin machen auch vor Studentenbuden nicht Halt. Kurz vor Beginn des Wintersemesters sind Tausende Studenten immer noch auf Wohnungssuche.

Das Berliner Studierendenwerk verfügt in Berlin über 9.380 Wohnheimplätze in 33 Wohnanlagen, die Zahl der Bewerber hat sich innerhalb von einer Woche von 4.600 auf über 5.400 erhöht.

Berlin hatte im vergangenen Wintersemester vor einem Jahr bereits 180.096 Studenten, in diesem Wintersemester kommen noch einmal 5.000 hinzu. Was das Angebot in Studentenwohnungen betrifft, so liegt Berlin deutschlandweit an letzter Stelle. Das Verhältnis von Studierenden und Wohnheimplätzen liegt bei gerade einmal 5,2 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 9,2 Prozent.

Eine Wohnung innerhalb des S-Bahn-Rings kann sich der Großteil der Studierenden nicht mehr leisten. Auch Bezirke, in denen man früher noch günstig wohnen konnte, haben erheblich zugelegt. Lediglich in Bezirken wie Marzahn oder Hohenschönhausen lässt sich mit Glück noch etwas finden, dafür sind die Wohnungen entsprechend abgelegen. Die klassische Wohnalternative für Studenten ist die WG. Doch auch hier lässt sich kaum noch ein Zimmer für unter 400 Euro finden, vor vier Jahren lag der Durchschnittspreis für ein WG-Zimmer noch bei 335 Euro.

Bereits 2015 hatte der Senat den Bau von 5.000 weiteren Wohnheimplätzen beschlossen. Doch selbst das wird kaum reichen, wenn jedes Semester Tausende neue Studenten in die Stadt strömen.

Berlin ist die Stadt der Singles, daher sind Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements sehr begehrt und entsprechend teuer. Genau das ist aber auch das Segment, in dem die meisten Studenten suchen. Hinzu kommen die rapide steigenden Preise und ein Wohnungsbau, der nicht hinterherkommt.

Studierenden in Berlin bieten sich also in absehbarer Zeit wenig Möglichkeiten, eine günstige Wohnung in der Stadt zu finden. (red)

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