Spandau im Fokus der Investoren

Im Bezirk Spandau wird derzeit kräftig gebaut. Insgesamt sollen mehr als 8000 Wohnungen entstehen. Die österreichische Buwog-Group beispielsweise investiert mehrere Millionen in die Brache rund um den markanten Havel-Speicher. Geplant ist ein komplett neues Viertel mit 1000 Wohnungen, Lofts für Start-ups, Neubauten, Kitas und Künstlerateliers. Voraussichtlicher Baustart ist 2018.

Weiter im Süden werden seit Wochen die Überreste der ehemaligen Postruine beseitigt, um Platz für Türme, Wohnungen, Cafés und Hotels zu schaffen. Insgesamt sollen über 100 Millionen Euro bis 2021 in das Spandauer Zentrum investiert werden.

Baustadtrat Frank Bewig (CDU) nimmt vor allem den Norden des Bezirks für weitere Investitionen in den Fokus. Hier sind das Wasser und der Wald nahe und die Preise vergleichsweise erschwinglich.

Ein riesiges Neubauviertel ist auf der anderen Seite der Havel geplant: Das „Gartenfeld“ bietet Wohnraum für 10.000 Menschen, mit perfekter Anbindung an die gleichnamige S-Bahn. Denn neben dem Bau neuer Wohnungen sind auch Infrastruktur und Verkehrsanbindung entscheidend. Schon jetzt ist das Busnetz in Spandau am Ende seiner Kapazitäten. Um den zukünftigen Mietern gerecht zu werden, sind die Verlängerung der S-Bahn sowie die Wiederkehr der Straßenbahn unabdingbar.

Auch in der Flughafenschneise wird gebaut. In den „Pepitahöfen“ entstehen für 200 Millionen Euro um die 1000 Wohnungen, welche bald fertiggestellt sein sollen. Auf dem ehemaligen GASAG-Gelände neben dem Speicher plant ein Investor weitere 200 Wohnungen. Ebenfalls wird die Insel Eiswerder umgestaltet.

Das Bauprojekt „Deck one“ mit 15 Stockwerken, einer 77 qm großen Terrasse mit Blick auf den Flughafen Tegel und die Havel, wächst stetig in die Höhe. In die einstigen Klinik-Ruinen in Staaken-West wird ebenfalls investiert. Geplant sind 740 Wohnungen.

In Zeiten der Wohnungsnot geht Spandau als Berliner Randbezirk mit gutem Beispiel voran. (red)

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