Schlechte Luft in Berlin: Droht jetzt ein Diesel-Fahrverbot?

Die Luft in der Hauptstadt ist viel schlechter als gedacht. An vielen Orten werden die Grenzwerte für Stickoxid überschritten. Das ergaben Messungen, die gemeinsam vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und der Technischen Universität Berlin (TU) durchgeführt wurden. Daraufhin klagte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) wegen Überschreitung der Grenzwerte für Stickstoffdioxid gegen den Berliner Senat.

Schlechte Luft adé

Es scheint so, als wäre ein Fahrverbot für Dieselfahrzeuge in naher Zukunft unumgänglich. In dem von der DUH angestrebten Prozess soll entschieden werden, ob das Land Berlin Fahrverbote als Maßnahme in seinen Luftreinhalteplan aufnehmen muss. Die DUH war bereits in anderen deutschen Großstädten, beispielsweise München, mit solch einem Verfahren erfolgreich.

Eine blaue Plakette für Diesel?

Außerdem plädiert die DUH für die Einführung einer blauen Plakette. Diese sollen nur Diesel bekommen, die die Werte der Euro-6-Abgasnorm erfüllen. Das Stickstoffdioxid in der Luft der Hauptstadt stammt zu 80 Prozent von Dieselmotoren. Zurzeit gibt es davon in Berlin ca. eine halbe Million Diesel-Fahrzeuge. Da die Fahrzeuge vor allem in der Wirtschaft zum Einsatz kommen, wird befürchtet, dass besonders Unternehmen unter Fahrverboten leiden würden. (red)

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.