Ruhe am Kulturforum in Berlins Mitte

Nichts tut sich an der Berliner Philharmonie

Der Berliner und seine Bauprojekte – ein altes, vorbelastetes Thema. Neuen Kummer gibt es nun beim neuen Sorgenkind: Das Bauprojekt rund um die Berliner Philharmonie. Geplant war ein neuer Zugang zur Philharmonie, der das Konzerthaus mit dem Potsdamer Platz verbinden und somit aufhübschen sollte. Die sonst triste und graue Umgebung der Großstadttundra hätte ein neues Aussehen gut vertragen können.

Doch es geschieht nichts. Die Bauprojekte ruhen und werden nicht zu Ende gebracht. Geplant war die Fertigstellung pünktlich zum Saisonbeginn der Philharmoniker im August letzten Jahres. Doch wie es aussieht, wird die Auffrischung erst Anfang Juli fertig sein. Passend zum Saisonende, wenn die Philharmonie sieben Wochen lang keine Besucher empfangen wird.

Dies scheint aber nicht der einzige Schildbürger Streich zu sein – so wurden beispielsweise extra neue Fahrradständer errichtet. Diese sind jedoch nur über eine extrem hohe Bordsteinkante erreichbar. Warum diese nicht abgesenkt werden konnte? Angeblich Denkmalschutz. Auch die stark abgenutzten Waschbetonplatten aus den 1960er Jahren durften nicht entfernt werden und bilden nun so einen schönen Kontrast zum modernen neuen Belag der Fußgängerzone, der jetzt rund einen Meter vor der Hauswand endet.

Vielleicht täte man besser daran, wenn man einfach über die äußerst komischen Umstände lachen würde. Denn wie so oft hängen die Probleme am Verwaltungskram. Niemand fühlt sich wirklich zuständig dafür, es gibt zu lasche Vorgaben und als Begründungen werden lediglich unerwartete Mängel genannt.

So muss sich der Berliner also auch hier einfach in Geduld üben und sich überraschen lassen, ob und wann dieses Projekt fertig gestellt wird.

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