Berlins Mittelstand sucht neue Mitarbeiter

Nicht nur sehr gut, sondern exzellent, so beurteilen viele Berliner Unternehmer aktuell das Geschäftsklima. Sie rechnen mit mehr Umsatz, wollen mehr investieren und mehr Mitarbeiter einstellen. Das sind die zentralen Ergebnisse der Mittelstandsumfrage 2016 der Berliner Sparkasse, die gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen DIW Econ Berlin durchgeführt wurde.

Die repräsentative Studie wurde nun zum zwölften Mal durchgeführt. Diese Fragen standen im Mittelpunkt: Was sind die Erwartungen zur Auftragslage und zur Umsatzentwicklung? Wohin bewegen sich die Mitarbeiterzahlen? Welche Hemmnisse stören und welche Probleme gilt es zu lösen? Wie wird sich die Digitalisierung auf das Geschäft auswirken?

Im Durchschnitt bewerten Berlins Unternehmer ihre Geschäftsaussichten mit 6,7 von zehn möglichen Punkten, dem besten Ergebnis seit 2005. Jeder Zweite rechnet mit höheren Umsätzen noch in diesem Jahr. Erfreulich sind die Aussichten zur Personalplanung. So plant jedes dritte Unternehmen, im Jahr 2017 mehr Mitarbeiter einzustellen. Im Vorjahr war es nur jedes vierte Unternehmen.

Die positive Erwartungen spiegeln sich auch in der Bereitschaft zu investieren. Zwar ist die Stimmung unter anderem noch wegen der Brexitentscheidung gedämpft, aber 67 Prozent der Unternehmen wollen in den nächsten zwölf Monaten investieren. Insgesamt bleibt das Investitionsniveau konstant.

Eine große Herausforderung ist für jedes zweite Unternehmen der Fachkräftemangel. Firmenkundenvorstand der Berliner Sparkasse, Hans Jürgen Kulartz betont, dass sich laut Umfrage die Unternehmer vor allem mehr Flexibilität wünschen. Zudem appelliert er an die neue Koalition, Bürokratie abzubauen. So müssten zum Beispiel Baugenehmigungen viel schneller erteilt werden.