Reichelt – Ein Stück Berlin verschwindet

Mit der Übernahme der Supermarktkette Reichelt von Edeka ist ein weiteres deutsches Markensterben besiegelt.

Vorgänger wie Meyer&Beck hielten bis 2004 durch, Bolle sogar bis 2009. 2017 hat es nun den allseits beliebten Supermarkt Reichelt erwischt. Das Reichelt-Label wird von der Edeka-Eigenmarke Gut & Günstig vertrieben, Schilder über dem Eingang werden abgebaut und durch den Schriftzug Edeka mit dem Namen des Inhabers ersetzt.

Mit Ihnen geht auch ein Stück Berliner Geschichte verloren, denn das Traditionsunternehmen Reichelt war eine der ersten Supermarktketten in ganz Deutschland.

Hinzu kommt, dass aufgrund der Übernahme einige der vielen Reichelt-Mitarbeiter arbeitslos werden. Auf der anderen Seite macht die Umbenennung für Viele keinen wirklichen Unterschied, da Reichelt schon seit 2003 aus der gleichen Produktpalette bestellt wie Edeka.

1903 gründete Otto Reichelt den ersten Laden, der diesen Namen trug. Nach dem Krieg war die Anzahl schon auf über 50 Filialen angestiegen. Erst Mitte der 90er begann es allmählich zu kriseln, bis Reichelt 2002 schließlich von Edeka aufgekauft wurde. In den letzten Jahren wurde Reichelt  dann immer mehr an Edeka angeglichen, bis eigentlich für die Kunden nur noch der Name auf dem Schild über der Tür ein anderer war.

Allein das Reichelt-Pilsener bleibt den Berlinern erhalten. Wenigstens etwas! (saa)

Bildquelle: wikipedia

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.