Neues Baukollegium Berlin

Senatsbaudirektorin Regula Lüscher präsentierte in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen das neu besetzte Baukollegium Berlin. Auffällig, kein Architekt aus Berlin ist dabei!

Verschiedene inhaltliche Neuerungen wurden ebenfalls vorgestellt. Die für die Öffentlichkeit wichtigste: sowohl die Präsentation der Projekte durch die Bauherren als auch die Empfehlungen durch das Baukollegium finden in Zukunft öffentlich statt. Online können dann die Tagesordnungen vor und die Empfehlungen des Baukollegiums nach den Sitzungen eingesehen werden. Außerdem kann jeder Bürger über ein Online-Formular geeignete Projekte zur Beratung im Baukollegium vorschlagen.

Die Senatsbaudirektorin zur Neubesetzung: „Ich freue mich, dass wir mit dem Baukollegium zur Qualifizierung der baukulturellen Debatte beitragen können. Es gibt kaum eine europäische Metropole, die über vergleichbare Nachverdichtungspotenziale verfügt wie Berlin. Gleichzeitig weist die vorhandene Bausubstanz einen beträchtlichen Sanierungs- und Modernisierungsbedarf auf. Als Aufgabenfeld für das Baukollegium rechne ich daher künftig, so Regula Lüscher weiter, vermehrt mit städtebaulichen und gestalterischen Herausforderungen von komplexen städtischen Transformationsprozessen.“

Mit ihrem Verweis auf die besondere Beschaffenheit Berlins und die städtebaulichen sowie gestalterischen Herausforderungen verwundert die Besetzung durch sechs renommierten, nicht Berliner Fachleute: Verena Brehm (Architektin, Hannover), Prof. Kees Christiaanse (Architekt und Stadtplaner, Rotterdam), Andreas Garkisch (Architekt und Stadtplaner, München), Prof. Regine Keller (Landschaftsarchitektin und Stadtplanerin, München), Jórunn Ragnarsdóttir, (Architektin, Stuttgart) und Prof. Ansgar Schulz (Architekt, Leipzig) umso mehr.

Ebenfalls vorgestellt wurden die beiden Großprojekte, die im Anschluss in der ersten öffentlichen Sitzung des Baukollegiums beraten wurden. Dabei handelt es sich um das Klinikum Neukölln sowie den geplanten Neubau des Universitären Herzzentrums Berlin. Bei beiden Projekten wird der Schwerpunkt der Beratung auf einem angemessenen baulich-räumlichen Umgang mit dem jeweiligen Kontext liegen. Das Baukollegium, bestehend aus den Fachbereichen Städtebau, Architektur und Landschaftsarchitektur, plant mit diesem Vorhaben einen frischen Wind in die Berliner Baukultur zu bringen.

(Bildquelle: stadtentwicklung.berlin.de)

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