Neue Energien in der Lieferbranche – auf Grün setzen!

An Ideen, die Logistikbranche grüner zu gestalten mangelt es nicht. Zahlreiche Entwicklungen wie elektrische Straßenroller, Drohnen oder der Gebrauch von Lastenfahrrädern mobilisieren die Stadt bereits heute. Dennoch ist das Stadtbild ein anderes: Sowohl in der Innenstadt, als auch auf den Autobahnen ist die Realität von schadstoffausstoßenden Dieseln und Benzinern geprägt. Aufgrund des angedrohten Diesel-Fahrverbots steht nun auch die Logistikbranche vor der Frage, welche Alternativen möglichst umweltschonend, aber dennoch effizient sind.

Wichtiges Thema auf dem Logistikkongress

Dieser Tage wird das Thema beim 34. Logistikkongress heiß diskutiert. Die Automobilbranche steht vor der Aufgabe das Vertrauen der Kunden in die Technologie nach dem Diesel-Abgasskandal wiederzugewinnen, aber auch in die Zukunft zu denken, um die Automobilbranche umweltfreundlicher zu gestalten.

Grün in die Zukunft

Die Vorstellung vom elektrischen Lieferverkehr kommt nicht von ungefähr. Der Klimawandel schreitet durch eine extreme Umweltverschmutzung und –belastung voran wie nie zuvor. Es besteht dringender Handlungsbedarf.

Möglich ist auch ein komplettes Diesel-Verbot in deutschen Innenstädten, um die enorme Umweltverschmutzung und den damit einhergehenden Schadstoffausschuss zu reduzieren und die Gesundheit der Bevölkerung nicht weiter zu beeinträchtigen bzw. zu gefährden.

Viel für und gegen

Branchenkenner sind der Meinung, es gäbe bereits saubere Nutzfahrzeuge unter den Dieseln und ein komplettes Verbot wäre wirtschaftlich nicht rentabel, zumal viele Handwerker mit Dieselmotoren in den Innenstädten unterwegs seien. Nichtsdestotrotz sind heute noch fast alle Lieferanten mit Dieselfahrzeugen unterwegs. Von insgesamt 2,9 Millionen zugelassenen Lastwagen in Deutschland, fährt nur gerade einmal gut ein Prozent mit alternativen Antrieben wie einem Elektroroller oder Erdgas.

Die Deutsche Post testet schon seit Jahren den Paketlieferdienst auf vier elektrischen Rädern. Schon lange stehen sie im Austausch mit Partnern aus der E-Transport Branche. Gegenüber der Berliner Zeitung äußerte sich Logistikexperte Stephan Seeck positiv zu den Elektrofahrzeugen. Seiner Meinung nach wird der innerstädtische Lieferverkehr früher oder später von den jetzigen Dieseltransportern auf Elektrofahrzeuge umsteigen.

Elektroautos sind auch nicht ohne Makel

Der CDU-Abgeordnete Carsten Müller ließ gegenüber der Berliner Zeitung verlauten :„Auch das Elektroauto hat einen Auspuff. Und das ist eben oft das Braunkohlekraftwerk“. Soll heißen: Auch der Strom für Elektrofahrzeuge sollte aus umweltfreundlichen Quellen stammen.

Müller mahnt auch an, dass die langfristige Wirtschaftlichkeit  sichergestellt sein müsse. Demnach sei der Elektroantrieb zwar der Motor der Zukunft, flächendeckend rechnen tut er sich aber frühestens ab dem Jahr 2025. Müller vertritt die Überzeugung, die Mobilität müsse ein Stück weit neu erfunden werden. Innovationen wie E-Autos, E-Bikes und Pedelecs gehören schon dazu, dennoch müsse mehr Initiative gezeigt werden, zum Beispiel mit dem Bau von Ladestationen oder Garagen, so Müller gegenüber der Berliner Zeitung. (red)

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