Neue Arbeitsmarktzahlen: Berlin bleibt Boomtown bei neuen Jobs

Die Zahl der Beschäftigten wächst in Berlin mit hoher Dynamik. Im März 2017 gab es in der Hauptstadt insgesamt 1,409 Mio. sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, das ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 58.700 bzw. 4,3 Prozent. Damit erzielt Berlin unter den Bundesländern weiter die höchste Zuwachsrate an neuen Jobs. In Deutschland insgesamt wurde ein Job-Plus von 2,4 Prozent erreicht.

„Berlin bleibt Boomtown bei neuen Jobs. Die Wachstumskräfte in der Hauptstadt lassen die Zahl der neuen Arbeitsplätze weiter überdurchschnittlich steigen. Gerade in den Dienstleistungsbranchen gibt es eine starke Dynamik, beispielsweise bei den unternehmensnahen Dienstleistungen mit 15.400 und Information/Kommunikation mit 8.800 zusätzlichen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Damit geht die Arbeitslosigkeit stetig zurück“, erklärte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop.

„Die Arbeitsmarkt-Daten sind eine Wucht. Die Unternehmen glauben fest daran, dass der Aufschwung bleibt und schaffen immer mehr neue Stellen. Die Zahl der Arbeitslosen hat sich in Berlin gegenüber 2005 fast halbiert, in Brandenburg ist sie sogar um zwei Drittel gesunken. Doch trotz der guten Zahlen gibt es noch viele unerledigte Hausaufgaben. Die Arbeitslosenquote in Berlin ist weiterhin eine der höchsten im Bundesvergleich. Die Kehrseite der guten Arbeitsmarkt-Lage ist, dass es für die Unternehmen immer schwerer wird, gutes Personal zu finden. Das gilt für beide Bundesländer und betrifft Fachkräfte ebenso wie Auszubildende. Offene Stellen bleiben viel zu lange unbesetzt, das kostet Umsatz. Der Engpass kann zu einer echten Hypothek für die Zukunft der Unternehmen und damit für den Standort werden. Politik und Unternehmen müssen alles daransetzen, jede Arbeitskraft zu mobilisieren“, so Christian Amsinck, Hauptgeschäftsführer der Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg. (red)

 

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