Neue Alexwache – Eine städtebauliche Kriminalitätsprävention

Mit mehr als 300.000 Besuchern täglich ist der Alexanderplatz  definitiv einer der Hotspots Berlins.

Leider führt die touristische Attraktivität des Platzes dazu, dass Kriminalität zur Alltäglichkeit wird. Die Zahl der Straftaten ist gerade am Alex so hoch, da sich in dortiger Umgebung viele touristische Hauptziele Berlins befinden. Denn bei fast der Hälfte der kriminellen Delikte in Berlin handelt es sich um Diebstähle, am Alex kommen jedoch auch zahlreiche Gewaltdelikte hinzu. Seit dem Anschlag am Breitscheidplatz will die Polizei nun massiv aufrüsten.

Ursprünglich sollte eine neue Polizeiwache  in den Räumen der alten Sparkasse am Alex entstehen, doch Rot-Rot-Grün hat sich nicht rechtzeitig entschieden, so dass bereits ein anderer Interessent zugegriffen hat.

Daher muss die Polizeiwache nun neu gebaut werden. Geplant ist ein Pavillon-Bau für die Bundespolizei und das Ordnungsamt. Es ist neben dem Toilettenhäuschen, mitten auf dem Alexanderplatz, mit Blick auf das Rote Rathaus, zentral neben der Straßenbahn, geplant. Die Bauherrin des Vorhabens ist die landeseigene Berliner Immobiliengesellschaft GmbH. Je drei Beamte der Landespolizei sollen täglich in drei Schichten rund um die Uhr für ein subjektives Sicherheitsgefühl eingesetzt werden. Die Beamten sollen zusätzlich eingestellt und nicht von der Straße abgezogen werden.

„Die neue Wache soll 24 Stunden und sieben Tage die Woche besetzt werden. Sie soll sichtbar und offen für die Bürger sein“, sagte Polizeidirektor René Behrendt. Die Kosten des geplanten Vorhabens befinden sich im 6-stelligen Bereich. Die Innenverwaltung arbeitet bei der Umsetzung der neuen Alexwache mit dem Ressort von Bausenatorin Katrin Lompscher zusammen.

Der Zeitplan ist ambitioniert, eine Baugenehmigung existiert jedoch noch nicht. (saa)

Bildquelle: wikipedia

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