Sylvia Becker-Daiber | Foto: BOHNZIRLEWAGEN

Powerfrau der Immobilienbranche geht mit Vorbild voran

Im Sommer 2016 wurde mit dem Einstieg von Sylvia Becker-Daiber, die seit vielen Jahren Führungspositionen in der Immobilienbranche und mit internationalem Background tätig ist,  bei BOHNZIRLEWAGEN der Berliner Standort gegründet. Wir haben mit der Powerfrau der Immobilienbranche gesprochen.

Frau Becker-Daiber, Sie sind Bauherrenvertreterin. Was heißt das denn konkret und was sind Ihre genauen Leistungsfelder?

Wir vertreten und agieren als Bauherr. Darüber hinaus beraten und ergänzen wir Kompetenzen und verstärken beziehungsweise erhöhen Kapazitäten in dessen Team. Wir wissen, dass jedes Immobilienprojekt einzigartig, die Aufgabenstellungen komplex und die Variablen vielfältig sind. Aus diesem Grund gehört auch die allgemeine Immobilienberatung zu unserem Leistungsspektrum. Das bedeutet, dass wir uns z.B. Nutzungsszenarien besonders für Bestandsimmobilien überlegen und gemeinsam mit unserem Kunden Studien anstellen, wie wir sein Objekt am besten nach einer Sanierung wieder auf dem Markt platzieren können. Des Weiteren beraten wir auch Banken und Investoren. Aber auch Baurechtschaffung ist eine unserer Leistungen. Teilweise steigen wir auch mitten im Projekt ein, unterstützen bei der Neuausrichtung oder Restrukturierung und bringen das Projekt wieder auf Kurs.

BOHNZIRLEWAGEN wurde vor fünf Jahren von Prof. Dr. Bohn und Jörg Zirlewagen in München gegründet und war wie der neue Berliner Standort vom ersten Tag an erfolgreich. Sie sind vor einem Jahr als Partnerin und Gesellschafterin eingetreten. Nun hat das Unternehmen neben dem Sitz in München auch einen Sitz in Berlin gegründet. Wieso der Standort Berlin?

Berlin kommt aus meiner Person heraus, weil ich seit mehr als 20 Jahren auf dem Berliner Markt tätig bin. Ich bin persönlich in Berlin und München verwurzelt und habe den Immobilienmarkt mit allen Höhen und Tiefen erlebt. Über die Jahre habe ich mir durch die zunehmende Geschäftstätigkeit in München eine spannende Achse in der Immobilienbranche geschaffen. Auch wenn wir deutschlandweit Investoren betreuen, so kann man feststellen, dass in Berlin sehr viel los ist. Es ist eine Stadt mit viel Potenzial.

Was hebt BOHNZIRLEWAGEN von anderen Bauherrenvertretern ab? Was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal?

Wir haben einen zumeist gewachsenen engen Kontakt mit unseren Auftraggebern und eine extreme Vertrauensbasis. Offene Kommunikation ist dabei sehr wichtig und wir haben hier ein sehr gutes Fundament mit unseren Bauherren geschaffen. Da wir ein kleines aber feines Unternehmen sind, können wir es uns erlauben, jeden Kunden persönlich zu beraten. Wir können expandieren, aber wir wollen dabei auf keinen Fall die Prämisse „klein und fein“ verlassen. Die persönliche Betreuung im engen Schulterschluss mit dem Kunden ist uns wirklich sehr wichtig.

Wo sehen Sie die besten Entwicklungschancen in der Immobilienbranche?

Schwerpunktmäßig natürlich in Bayern und Berlin, auch wenn wir mit unseren Projekten und Kunden überregional, z.B. auch in Österreich, tätig sind. Aber auch außerhalb von Berlin wie beispielsweise Potsdam und dem Umland gibt es viele Möglichkeiten – darauf fokussieren wir uns. Nicht weil wir uns nicht vorstellen können darüber hinaus zu gehen, aber es bietet sich gerade durch unsere eigenen Standorte einfach an.

Wie ist es denn für Sie als Frau in dieser Branche zu arbeiten? Was ist Ihr Erfolgskonzept?

Für mich ging es vom klassischen Architektenberuf schnell ins Management. Trotz des doch relativ ruppigen Umgangstons in der gesamten Immobilienbranche wollte ich direkt bleiben und mich nicht von meinem Weg abbringen lassen. Klare Ansagen sind in dieser Branche wichtig. Gerade als Frau muss man darauf achten, nicht knöchern zu werden. Vielleicht war gerade die chronische Unterschätzung immer mein Vorteil. Überall wo ich tätig war, habe ich auch viele Frauen nachgezogen. Weniger als missionarische Aufgabe, sondern eher unter dem Motto „Mit Vorbild voran“. (mg)

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