MIPIM in Cannes-Berlins Immobilienwirtschaft auf der größten europäischen Standortmesse

MIPIM Tagebuch, Teil 1: Sur la route de Cannes…

Der Streik des Bodenpersonals in Berlin bescherte den Abflug von einem echten, gepflegten Flughafen: Hamburg. Im Flieger die halbe BERLINER Immobilienwelt und mindestens drei Hotshots: Alexander Otto,  Dieter Becken, beide Hamburger IMMOBILIEN-Adel und aus Berlin UWE Glien, Immobiliennase mit besonderem Gespür für absolute Toplagen (Grundstück am Denkmal für die ermordeten Juden). Übrigens alle drei dreistelligen Millionäre in der Holzklasse. Vollblamage bei Lufthansa und Eurowings, deren Systeme nicht kompatibel sind und damit unfähig, Umbuchungen reibungslos vorzunehmen. So kann man sich totsparen.

Pünktliche Ankunft in Nizza, bei wolkenlosem Himmel und frühlingshaften 17 Grad.

Am Flughafen studententypische Mitfahrmentalität: Fahrgemeinschaften mit dem Taxi nach Cannes zeigen, dass die Share-Community auch in der verwöhnten Branche angekommen ist.
In Cannes erstmal nichts wie rein ins Strandrestaurant, um dem berühmten südfranzösischen Minuty zu huldigen und erstmal anzukommen. Das Schöne an der Messe an der Côte Azure ist, dass hier bereits -nach grauen Wintertagen in Berlin- der Frühling schamlos eingezogen ist.
Auf der Messe läuft man sich warm für die beiden Haupttage Mittwoch und Donnerstag. Der traditionell großartige und selbstbewusste Berlin-Stand ohne die zuständige Senatorin Lompscher- ein Traditionsbruch- dafür gibt ihr frischgekürter Staatssekretär als Neuberliner ein gutes Bild ab.  Er pflegt den Dialog mit den Standpartnern und lernt die Berliner Akteure kennen. Obwohl Frau Lompscher nicht hier ist, sind doch ihre Äußerungen und Überlegungen als Verantwortliche für Stadtentwicklung überall präsent. Das gilt auch für ihr erstes großes Exklusivinterview im MIPIM-Special der BERLINboxx , in dem sie über die kolportierten Vorbehalte in der Immobilienbranche ihr gegenüber sagt: „Solche Vorbehalte sehe ich nicht. Meine vielen Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern der privaten Wohnungswirtschaft verliefen in guter Atmosphäre.“ An anderer Stelle sagt sie zur Rolle der privaten Investoren: „Private Vorhabenträger leisten einen wesentlichen Beitrag zum dringend benötigten Wohnungsneubau. Sie werden über das Berliner Modell der kooperativen Baulandentwicklung in die Strategie einer sozialen Stadtentwicklung einbezogen.“

Am Abend die ersten Empfänge. Herausragend das Dinner der CG Gruppe, das traditionell zu den Highlights des ersten Messetages gehört. Der charismatische Christoph Gröner, der wohl innovativste Immobilienentwickler mit enormer Wachstumsstory, legte ein Bekenntnis zu bezahlbarem Wohnraum ab. Auch auf dem Empfang der Zech Group und von Otis im Vieux Port wurde intensiv Networking betrieben. Am heutigen Mittwoch nun beginnt an den Ständen im Palais des Festivals das Vortragsprogramm. Berlin hat da viel zu bieten. (RS)

 

Weiter zu Teil 2

 

Bildquelle: News Øresund – Jenny Andersson, © News Øresund(CC BY 3.0)

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