Berliner Immobilienmanagement: BIM gibt der wachsende Stadt Raum

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH hat über Einbringungen an die landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften in den vergangenen Jahren Raum für 20.000 Wohnungen geschaffen und ist damit der Herausforderung der wachsenden Stadt gerecht geworden.

Die BIM Berlin kann auf ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr 2016 zurückblicken. In der geänderten Liegenschaftspolitik verlagerte sich der Schwerpunkt der Aktivitäten in den Immobilienvermögen vom Verkauf auf das Halten von Grundstücken, die eine perspektivische Bedeutung für das Land Berlin gewinnen können. Trotzdem wurden Erlöse aus Abverkäufen von über 90 Millionen Euro erzielt.

Grundstücke für die langfristige Entwicklung Berlins

„Mit seiner transparenten Liegenschaftspolitik setzt das Land Berlin seinen Fokus auf eine langfristig strategische Ausrichtung. Mit Blick auf den künftigen Bedarf des Landes identifiziert die BIM Grundstücke, die perspektivisch für die öffentliche Daseinsvorsorge gehalten werden sollen“, erklärt Margaretha Sudhof, Staatssekretärin der Senatsverwaltung für Finanzen und Aufsichtsratsvorsitzende der BIM.

Hierbei werde das „Sondervermögen für Daseinsvorsorge- und nicht betriebsnotwendige Bestandsgrundstücke des Landes Berlin“ (SODA) eine zentrale Rolle spielen. Im SODA werde ab Juli 2017 ein Großteil der Grundstücke eingebracht, die in einem Zeitraum von voraussichtlich mehr als zehn Jahren zur künftigen Daseinsvorsorge durch das Land benötigt werden oder aus strategischen oder wirtschaftlichen Überlegungen im Eigentum des Landes Berlin verbeiben. Weiterhin sollen darin Grundstücke, die mit einem Erbbaurecht belastet sind, zusammengefasst und verwaltet werden. „Die BIM übernimmt somit eine wichtige Rolle bei der Mitgestaltung der wachsenden Metropole Berlin und sorgt für die Bereitstellung benötigter Ressourcen“, unterstreicht Sudhof.

Platz für 20.000 Wohnungen

„Berlin wird immer beliebter und erlebt einen enormen Zuzug. Die Stadt benötigt neue Wohnungen. Insbesondere der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum hat sich der neue Senat verpflichtet. Dieser Entwicklung trägt die BIM Rechnung, indem sie in den vergangenen Jahren knapp 150 Flächen mit über 1,6 Millionen Quadratmetern an Wohnungsbaugesellschaften und Wohnungsbaugenossenschaften übergeben hat. Dies entspricht der Fläche des Berliner Tierparks und bietet potentiell Platz für 20.000 Wohnungen. Für die nächsten zwei Jahre werden noch einmal knapp 70 Flächen mit insgesamt 1,3 Millionen Quadratmetern bereitgestellt. Insgesamt konnte die BIM für das Land Berlin im Jahr 2016 Einsparungen in Höhe von gut 50 Mio. Euro erzielen und den Haushalt damit deutlich entlasten“, ergänzt Sven Lemiss, Geschäftsführer der BIM.

Palais am Festungsgraben

Im Jahr 2016 wurden im Portfolioausschuss des Landes Berlin über 1.000 Objekte geclustert. Eines der prominentesten war das Palais am Festungsgraben. Das Land Berlin strebt hierfür eine langfristige Vermietung nach der geplanten Sanierung an. Dazu Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM: „Das Palais am Festungsgraben zählt mit einer Reihe repräsentativer Innenräume zu den herausragenden historischen Bauwerken in Berlin. Damit die Zukunft dieses wunderbaren Gebäudes gesichert ist, startet die BIM heute ein Interessenbekundungsverfahren, bei dem Interessenten ihre Ideen einbringen können, damit diese im Steuerungsausschuss bewertet werden. Nach der Sanierung soll sich das Palais als offenes Haus der Kreativität, Vielfalt und Zivilgesellschaft profilieren.“

Eigentümer des Palais am Festungsgraben ist das Land Berlin, vertreten durch die BIM. Gegenwärtig ist das Gebäude aufgrund des Bedarfs an Räumlichkeiten der landeseigenen Nutzer Maxim-Gorki-Theater (MGT) und Humboldt-Universität Berlin (HUB) im Rahmen einer Zwischennutzung vermietet. Die Zielsetzung des Landes Berlin für die denkmalgeschützte  Immobilie ist deren langfristige Vermietung nach Abschluss der geplanten Sanierung an einen oder mehrere Mieter, die dort selbst und mittels Untervermietung an Dritte ein wirtschaftlich tragfähiges Nutzungskonzept realisieren.

Interessenbekundungsverfahren

Zu diesem Zweck führt die BIM ab dem 1. Quartal 2017 ein Interessenbekundungsverfahren durch. Bis zum 06.10.2017 können alle Interessierten ihre Nutzungsideen und eine erste konzeptionelle Ausarbeitung bei der BIM einreichen. Im Anschluss werden das Land Berlin und die BIM die eingereichten Nutzungsvorschläge im Rahmen einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe, der Senatskanzlei, des Landesdenkmalamtes und des Bezirksamtes Mitte von Berlin auswerten und die weitere Vorgehensweise festlegen. (red)

0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.