IVD fordert schnelle Aufnahme der Regierungsgeschäfte und Wohngipfel|Foto:Pexels

IVD fordert schnelle Aufnahme der Regierungsgeschäfte und Wohngipfel

Nach über fünf Monaten des Verhandelns steht endlich die Regierungskoalition. Vor allem der Präsident des Immobilienverbandes (IVD), Jürgen Michael Schick, sieht der großen Koalition positiv entgegen. Er hat auch schon ganz genaue Vorstellungen welcher Themenkomplex möglichst zeitnah bearbeitet  werden müsse. „Es gilt jetzt, die wohnungs- und baupolitischen Probleme wie Wohnraummangel und mangelnde Eigentumsquote, schnell und gründlich anzugehen. Die Trendwende zur Eigentumsförderung muss fortgeführt und weiter gestärkt werden. Es darf kein Rückfall in noch schärfere Mietregulierungen geben. Deutschland muss endlich ein Eigentümerland werden“, so Schick.

Präsident des IVD nimmt Stellung zur Wohnraumoffensive

Weiterhin fordert Schick, dass die primäre Aufgabe des neuen Ministeriums in der Vorbereitung eines Wohngipfels bestehen müsse. Dieser sollte die Eckpunkte eines Gesetzespakets zur „Wohnraumoffensive“ schaffen – unter Einbeziehung der Länder, Bau- und Immobilienwirtschaft, Kommunen, Mieter- und Mietverbände sowie den Gewerkschaften Schick fordert zudem: „Der Gipfel darf kein Schnellschuss sein oder was vielleicht noch schlimmer wäre, mit halben Maßnahmen und warmen Worten enden. Vielmehr muss es beim Wohngipfel zu einer eingehenden und sachlichen Diskussion und Ausarbeitung der im Koalitionsvertrag angeführten Vorhaben kommen.“ Parallel dazu schlägt er den Entwurf eines nationalen Aktionsplans vor.

Immobilienverband über Wohn- und Eigentumspolitik

Auch zu den wohn- und baupolitischen Aspekten im Koalitionsvertrag nimmt der IVD Stellung. Relevant sind hier die Grundsteuer C und Sonder-Afa. Die Grundsteuer C tritt in Kraft wenn auf einem Grundstück mit Baurecht über einen längeren Zeitraum nicht gebaut wird. Zu Recht kritisiert Schick diese Variante: „Bauträger und Eigentümer werden in ihrer freien Entscheidung beschränkt.“ Den Menschen soll selbst überlassen werden, was sie mit ihrem Eigentum anstellen und wann oder ob sie darauf ein Haus bauen möchten. Sie negativ unter Druck zu setzen, sei definitiv der falsche Weg. Stattdessen befürwortet er „positive Anreize für eine Bebauung der Grundstücke zu schaffen.“ Fraglich ist allerdings, ob und wie das Konzept für positive Anreize aussehen soll. Die Sonder-Afa die beinhaltet, dass der freifinanzierte Mietwohnungsbau mit einer Sonderabschreibung von fünf Prozent über vier Jahre gefördert wird, begrüßt der Präsident des IVD. Er kritisiert jedoch die zu kurze Befristung  bis 2021.(ls)

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