Hochhäuser in Berlin: Erstes Projekt am Alexanderplatz erhält Baugenehmigung | Foto: O&O Baukunst/finest images

Hochhäuser in Berlin: Erstes Projekt am Alexanderplatz erhält Baugenehmigung

Berlins Bevölkerung hat wieder zugenommen. Im vergangenen Jahr zogen mehr als 400.000 Menschen in die Hauptstadt. Im Zuge des Bevölkerungswachstums mangelt es in Berlin jedoch an Wohnraum. Um mehr Wohnraum, aber auch Arbeitsplätze zu schaffen, soll nun die Stadt in die Höhe wachsen. In Metropolen wie New York, Shanghai oder Frankfurt sind moderne und prunkvolle Hochhäuser längst zur Normalität geworden.

Berlin will nachziehen und hat derzeit mehrere Hochbauten in Planung, darunter auch der Alexander Tower. Das Bezirksamt Mitte hat vor Kurzem die Baugenehmigung für den 150 Meter hohen Wohnturm erteilt. Der Alexander Tower soll das höchste Wohnhochhaus Berlins werden.

Hochhäuser am Alexanderplatz sind eine Diskussion mit Geschichte

Seit den neunziger Jahren laufen die Diskussionen über neue Hochhäuser am und auf dem Alexanderplatz. Es wurden schon zahlreiche Hochbauten in diesem Teil der Stadt geplant, doch bisher wurde keines davon realisiert. Nun hat eines der Projekte die Baugenehmigung erhalten. „Der Alexander Tower kann gebaut werden“, teilte der Immobilienvermarkter Bewocon am Wochenende auf seiner Internetseite mit. Laut Bewocon soll der Turm zu einem Luxuswohngebäude werden.

 

Alexander Tower | Foto: O&O Baukunst/finest images

Alexander Tower | Foto: O&O Baukunst/finest images

 

Bauherr des Projektes ist der russische Investor MonArch. Nach früheren Angaben des Unternehmens sind 280 Millionen Euro für das Projekt kalkuliert worden. Mit 150 Metern wird der Alexander Tower das höchste Hochhaus der Hauptstadt sein. Insgesamt sollen 377 Wohnungen in dem 35-stöckigen Gebäude entstehen. Allein 29 Stockwerke sind als Wohnräume vorgesehen. Darüber hinaus soll der Luxuswohnturm mit Gemeinschaftseinrichtungen wie  Kino, Fitness-Bereich, Wellness-Spa sowie Restaurant ausgestattet werden. Der erste Spatenstich soll noch in diesem Frühjahr erfolgen. Die Fertigstellung des Hochhauses ist für den Spätsommer 2021 vorgesehen. Laut Bewocon richtet sich der Wohnturm vor allem an ein internationales Publikum. Die Preise werden sich ab 6.000 Euro pro Quadratmeter aufwärts bewegen.

 

Berlin wird höher

 

Fanny-Zobel-Straße | Foto: Pysall Architekten

 

Neben dem Alexander Tower werden in Berlin aber auch andere Hochhausprojekte realisiert. So plant die AGROMEX GmbH nach den Entwürfen von Pysall Architekten derzeit an der Fanny-Zobel-Straße das Projekt „Hotel und Wohnen an der Spree“. Mit einer Grundstücksgröße von ca. 7.000 m²  sollen zwischen den  Projektentwicklungen Treptower und TwinTowers zwei ein Apartmenthotel mit circa 154 Apartments und zwei Wohntürme mit circa 208 Wohnungen entstehen. Die beiden Hochhäuser sollen 110 und 100 Meter in die Höhe wachsen. Durch die besondere Lage an der Spree bieten die Wohntürme vielfältige und atemberaubende Blickbeziehungen. Noch ein wenig höher ist der 120 Meter große Wohnturm der CG Gruppe AG im Steglitzer Kreisel.

 

Steglitzer Kreisel | Foto: Fuchshuber

Steglitzer Kreisel | Foto: CG Gruppe AG/ Fuchshuber

 

Nachdem das Bürogebäude über 10 Jahre leer stand, wird der gesamte Gebäudekomplex nun umfassend saniert. Im Turm entstehen bis 2021 über 300 Eigentumswohnungen für Kapitalanleger.  Der Sockel, der auch im Besitz des Projektentwicklers ist, wird ebenfalls saniert und vor allem modernisiert. Die bestehenden Mietwohnungen bleiben dabei erhalten ebenso wie die Gewerbeflächen. (dn)

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