Historische Keramiksäule soll wieder aufgebaut werden

80 Jahre nach feierlicher Übergabe SPD Spandau setzt sich für Abbild der Säule ein

Am 01. Juni 1938 wurde in Wilhelmstadt an der Heer-/Pichelsdorfer Straße feierlich eine Keramiksäule enthüllt, die Spandau und das Havelland bewerben sollte. Die etwa vier Meter hohe Säule war mit 18 Bildkacheln besetzt und zeigte neben drei Wappen Motive aus der Umgebung und die 12 Sternzeichen. Abgeschlossen wurde das Werk mit einer großen Weltkugel, die oben auf der Säule prangerte.

In den frühe 1930er Jahren begann die Planung der Säule, die Touristen anwerben sollte. Die Veltener Firma Ofenfabrik und Keramische Werkstätten A. Schmidt-Lehmann und Co. war für die Herstellung verantwortlich. Da die Finanzierung jedoch nicht vollends geklärt werden konnte und keine Sponsoren gefunden wurden, entschied sich der Inhaber der Firma, Otto Schmidt, die Kosten zu übernehmen und das Kunstwerk der Stadt als Geschenk zu übergeben.

Nach Errichtung der Säule wurde eine ebenfalls sechseckige Grünanlage angelegt, die mit Sitzbänken und Hecken verschönert wurde. So stand der Meilenstein bis 1958. Gegen Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Säule durch Splitter und Einschüsse beschädigt. Nach mehreren Versuchen, die Säule aufwendig zu restaurieren, wurde Im Februar 1958 der Abriss beschlossen. Einige Teile wurden geborgen und eingelagert. Es wurde zwar ein künstlerischer Wettbewerb ausgerufen, um ein neues, modernes Kunstwerk zu errichten. Die Pläne wurden jedoch nie verwirklicht.

Doch nun, 60 Jahre später, setzt sich die SPD aus Spandau für eine neue Errichtung der Säule ein. Bereits seit 2002 gibt es eine Forschungsgruppe, die sich mit der Keramiksäule beschäftigt und sich nun der Nachfolge widmet.

So kann man gespannt sein, ob in den nächsten Jahren wieder ein Kunstwerk zu sehen ist, welches Spandau und das Havelland würdigen soll. Mit der Neuerrichtung wird ein Stück Geschichte und ein optisches Highlight zurück gebracht, wie es in dem Prüfantrag an das Bezirksamt heißt.

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