Heruntergekommene Trasse der Siemensbahn – Aus alt macht neu

Die Zukunft der Siemensbahn war lange umstritten: Die Bahn will die sie loswerden und der Senat möchte sich die Option für möglichen Bahnverkehr offen halten.

Jedoch sollte langsam mal eine Entscheidung getroffen werden, denn auf dem Gelände herrscht pure Tristesse. Bahnsteige sind eingezäunt und die Natur bewuchert allmählich das gesamte Gelände der ehemaligen Siemensbahn zwischen dem Charlottenburger Norden und Spandau.

Der Verkehr auf der knapp viereinhalb km langen Strecke ruht hier bereits seit 1980. Doch jetzt wollen Studenten der Hochschule Anhalt in Bernburg etwas dagegen unternehmen. 11 angehende Landschaftsarchitekten haben im Rahmen ihrer Semesterarbeit gemeinsam mit ihrer Professorin Nicole Uhrig Ideen für die Zukunft der Bahntrasse gesammelt. Hierbei entstanden einfach umsetzbare Verbesserungsmöglichkeiten bis hin zu umfangreichen Gestaltungsmöglichkeiten.

„Es war interessant zu sehen, welche Perspektiven für eine Stadtlandschaft jungen Menschen entwickeln, die völlig unvoreingenommen sind“, äußert sich Nicole Uhrig. Es soll ein Mix aus Leben in und mit Natur, Arbeitsplätze unter Bäumen, Fahrradwege statt Bahntrasse und ein Weg, damit auch die berüchtigten Bier-Bikes passieren können, entstehen. Als zukünftige Angebote für Freizeit und Kultur haben sich die Studenten unter anderem ein Amphitheater am Spreeufer, Spielplätze, eine Draisine auf alten Schienen und sogar eine Eislaufbahn im Winter überlegt.

Doch was sagt der Bezirk dazu? „Wir gehen davon aus, dass es irgendwann wieder zu einer verkehrlichen Nutzung kommt. Die Frage ist nur, wie lange es dauern wir“, sagt Wilhelm-Friedrich Graf zu Lynar, der Chef des bezirklichen Umweltamts. Jedoch empfindet er die Ideen der Studenten durchaus als Bereicherung. Wir sind gespannt was letztendlich aus der alten Trasse werden wird. (saa)

Bildquelle: wikipedia

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