Foodwatch Marktstudie: Jedes zweite Erfrischungsgetränk ist überzuckert

Laut einer Marktstudie von foodwatch enthalten die meisten Softdrinks zu viel Zucker. Sie seien damit alles andere als erfrischend, so wie ihr deutscher Name „Erfrischungsgetränke“ es vermuten lässt. Fast 60 Prozent der über 500 verschiedenen analysierten Getränke enthalten mehr als fünf Prozent Zucker.

In Großbritannien würden diese Getränke als überzuckert gelten und ihre Hersteller werden ab dem Jahr 2018 eine Abgabe dafür zahlen müssen. Foodwatch fordert in Deutschland eine ähnliche Regelung, um der Getränke-Industrie einen Anreiz für die Zuckerreduzierung in ihren Produkten zu geben. Die Einnahmen, laut foodwatch bei mehr als eine Milliarde Euro, könne der Bund wiederum in Präventionsprojekte im Kampf gegen chronische Krankheiten sowie Kita-Essen investieren.

Mehr als 6 Stück Würfelzucker in 250 ml Flüssigkeit

Die umfassende Studie fand in 171 Produkten, was 37 Prozent entspricht, sogar mehr als acht Prozent Zucker, also sechseinhalb Stück Würfelzucker pro 250ml. Deutschland sei damit eines der Länder mit dem höchsten Pro-Kopf-Verbrauch an zuckergesüßten Getränken weltweit. Mehr als 80 Liter pro Jahr werden hier im Durchschnitt von jedem konsumiert. Damit entstehen erhebliche gesundheitliche Risiken wie Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und andere Krankheiten.

Energy Drinks sind Zuckerbomben

Unter den Herstellern schnitt PepsiCo unter den Branchengrößen am schlechtesten ab: Deren Zuckergetränke enthielten im Schnitt elf Prozent Zucker. Trauriger Testsieger der zuckrigsten Getränke ist der PepsiCo Energy Drink „Rockstar Punched Energy + Guava“ mit 16 Prozent Zucker – also 78 Gramm bzw. 26 Zuckerwürfeln je 500ml-Dose. Das ist drei Mal so viel, wie die WHO pro Tag empfiehlt – und 50 Prozent mehr als in der gleichen Menge Coca-Cola classic.

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