Eckert & Ziegler: Ertragssprung durch Verkauf der Zyklotronsparte

Die Berliner Eckert & Ziegler Strahlen- und Medizintechnik AG, ein Spezialist für isotopentechnische Anwendungen in Medizin, Wissenschaft und Industrie, hat im ersten Halbjahr 2017 seinen Gewinn pro Aktie gegenüber dem Vorjahr auf 1,83 EUR und damit um 0,91 EUR oder fast das Doppelte steigern können. Ursache für die verbesserte Ertragslage sind vor allem erhöhte Umsätze mit ertragsstarken Produkten und ein Sonderertrag aus dem Verkauf der Zyklotronsparte im Mai dieses Jahres. Ohne diese aufgegebenen Geschäftsbereiche  und somit gemäß den Regelungen von IFRS 5 stieg der Jahresüberschuss pro Aktie im 1. Halbjahr gegenüber dem Vorjahresquartal um 0,34 EUR oder 23% auf 1,23 EUR.

Der Konzernumsatz wuchs unter Berücksichtigung der gemäß IFRS 5 notwendigen Anpassungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 6% auf 64,8 Mio. EUR. Unter Einbeziehung der aufgegebenen Geschäftsbereiche hat der Konzern im ersten Halbjahr 2017 dagegen insgesamt einen Umsatz von 71,0 Mio. Euro gegenüber 70,1 Mio. Euro im Vergleichszeitraum des Vorjahres erzielt. Das organische, reale Umsatzwachstum, also der währungsbereinigte Umsatz ohne die in 2016 und 2017 getätigten Akquisitionen und Desinvestitionen beträgt 0,8 Mio. EUR.

Wachstumstreiber ist das Segment Radiopharma. Rechnet man die verkaufte Zyklotron-Sparte heraus, so beträgt das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 3,2 Mio. EUR oder 31%. Insbesondere in den USA konnten die guten Umsätze weiter ausgebaut werden. Der Umsatz im Segment Strahlentherapie stieg um 0,2 Mio. Euro oder 2% auf 12,3 Mio. Euro. Das Segment Isotope Products legte weiter zu und wuchs um 0,5 Mio. Euro oder 1% auf 40,6 Mio. Euro.

Der Kapitalfluss wuchs überproportional zum Ergebnis, so dass die Nettoliquidität, also der Bestand an Barmitteln abzüglich sämtlicher Bankschulden, um 12 Mio. EUR auf 40 Mio. EUR anstieg. Der Konzern ist jetzt fast schuldenfrei.

Aufgrund der Sondererträge aus dem Verkauf der Zyklotronsparte wird für 2017 mit einem Jahresüberschuss von etwa 2,80 EUR pro Aktie gerechnet, von denen 0,60 EUR aus Sondereffekten und aufgegebenen Geschäftsbereichen resultieren. Es wird ein Umsatz von knapp 150 Mio. Euro erwartet. (red)

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