Doppelstreifen für mehr Sicherheitsgefühl in der Berliner U-Bahn

Gewalt gehört zum Berliner Alltag. 2016 wurden 2167 Gewaltdelikte in der Berliner U-Bahn verzeichnet, im Vorjahr waren es sogar 2201.

Innensenator Andreas Geisel (SPD) möchte nun endlich seine Pläne, die Sicherheit in der Berliner U-Bahn zu erhöhen, konkretisieren. „Kaum war der Innensenator im Amt, meldete er sich bei uns und fragte, ob wir gemeinsam die Wiedereinführung des Einsatzkommandos BVG angehen wollen. Wir sind sehr froh, dass der Innensenator diesen Plan hat“, teilt BVG-Sprecherin Petra Reetz mit.

So sollen künftig wieder Doppelstreifen unterwegs sein, jeweils zwei BVG-Mitarbeiter mit zwei Polizisten. Die Unterzeichnung des Vertrages mit der BVG soll voraussichtlich kommenden Freitag von Geisel und der BVG-Chefin Dr. Sigrid Nikutta unterzeichnet werden.

1999 wurde das Einsatzkommando der BVG, eine Spezialtruppe der Polizei, gegründet und meist an den Kriminalitätsschwerpunkten, wie dem Bahnhof Zoo und dem Alexanderplatz, eingesetzt. 2003 wurde es jedoch aus Spargründen und Personalmangel in den Ruhestand geschickt. Die Berliner haben sich jedoch dadurch deutlich sicherer gefühlt, wobei die Straftaten trotzdem nicht abgenommen haben. Die Präsenz der Doppelstreifen allein ist schon ausschlaggebend für das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste.

Nach dem Terrorattentat am Breitscheidplatz und aktuellen Straftaten will die BVG die Sicherheit bei der U-Bahn mehr verstärken. Neue Superkameras für alle 173 Berliner U-Bahnhöfe und 200 Sicherheitsmitarbeiter mit Hunden sollen eingeführt werden. „Allein das gibt bereits bei vielen Fahrgästen ein gutes Sicherheitsgefühl“, erklärt BVG-Sprecherin Reetz. „Und es wird verstärkt, wenn die Polizei wieder mit unseren Leuten auf Doppelstreife gehen wird.“

Bei der Doppelstreife sei aber noch unklar, wie viele Polizisten herangezogen werden und wann sie das erste Mal zum Einsatz kommen. (saa)

Bildquelle: wikimedia

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