Digitale Wende: Ostdeutsche Bundesländer und Berlin wollen aufholen

Die Digitalisierung ist für die ostdeutschen Bundesländer und Berlin die Chance, um die hinsichtlich der Wirtschaftskraft und der Lebensverhältnisse bestehende Kluft zwischen alten und neuen Bundesländern spürbar zu verringern. Dazu trafen sich am vergangenen Donnerstag und Freitag die Spitzenpolitiker der ostdeutschen Bundesländer und Berlin zum 2. Ostdeutschen Wirtschaftsforum (OWF Zukunft) in Bad Saarow. Führende Politiker, Verbände, Wissenschaftler, Geschäftsführer und Führungskräfte mittelständischer Unternehmen, sprachen gemeinsam über die digitale Wende. Im Vorfeld wurde dazu schon der zukunftsweisende Leitfaden, das Memorandum M20siebzehn, erarbeitet.

An dem Forum nahmen u.a. Wolfgang Tiefensee (Thüringen); Martin Dulig (Sachsen); Albrecht Gerber (Brandenburg); Harry Glawe (Mecklenburg-Vorpommern), Christian Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Digitalisierung (Mecklenburg-Vorpommern), Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin; Martin Dulig, Stellvertretender Ministerpräsident Freistaat Sachsen; Prof. Dr. Armin Willingmann (Sachsen-Anhalt) und Christian Görke, Stellvertretender Ministerpräsident Brandenburg, teil.

„Die digitale Wende ist da. Sie bietet eine Riesenchance, die Zukunftsfragen zu beantworten. Diese Chance sollten wir nutzen“, so Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin und amtierender Bundesratspräsident.

Die digitale Wende ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor

Um den Wirtschaftsstandort Ostdeutschland gezielt voran zu bringen, gibt das Memorandum konkrete Handlungsempfehlungen, wie die ostdeutschen Bundesländer zum Vorreiter der Digitalisierung in Deutschland werden können. Dazu sind im Memorandum sieben Handlungsfelder ausgearbeitet worden. Eines besagt zum Beispiel, dass die digitale Infrastruktur gezielt und konsequent ausgebaut werden soll. Somit können die neuen Bundesländer mehr Wirtschaftskraft gewinnen und beispielsweise Abwanderung verhindern.

„Es ist gut, dass das Ostdeutsche Wirtschaftsforum das Thema Digitalisierung in den Mittelpunkt gestellt hat. Die Thesen des Memorandums halte ich für zielführend“, sagte Christian Görke (Die Linke), Brandenburgs stellvertretender Ministerpräsident und Finanzminister.

Um den wirtschaftlichen Aufholprozess weiter zu beschleunigen, wurde das Ostdeutsche Wirtschaftsforums ins Leben gerufen. Die Initiative „Wirtschaft.Wachstum.Zukunft“ ist eine Netzwerkplattform für Führungskräfte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft aus den neuen Ländern und Berlin. Gemeinsam erarbeiten sie Lösungsansätze für Zukunftsthemen im Bereich der Wirtschaft. Das jeweilige Bundesland kann diese dann auch konkret umsetzen oder fördern. (red)

 

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