Die Kinderwunschmesse – Letzte Hoffnung für Kinderlose

In einem Moabiter Hotel hat die Publikumsmesse „Kinderwunschtage“ am 18. und 19. Februar das erste Mal in Berlin stattgefunden. Kinderlose Eltern können sich hier über Möglichkeiten der Medizin informieren.

Doch schon im Vorfeld gab es Kritik. Denn an diesen beiden Tagen präsentieren zahlreiche ausländische Kliniken ihre in Deutschland illegalen Verfahren und machen so Betroffenen Mut zur Hoffnung.

Laut der Kassenärztlichen Vereinigung ist fast jedes siebte Paar in Berlin ungewollt kinderlos. Viele Paare sind schon lange zusammen, längst verheiratet und es gibt nur noch eine Sache, die fehlt: ein Kind.

Die Meisten haben bereits alles versucht und trotzdem nie Erfolg gehabt. Dies soll sich nun mit der letzten Hoffnung für viele ändern: Die Kinderwunschtage.

Vor dem Hotel werden die Besucher bereits von wütenden Protesten überrumpelt. Die Protestierenden verurteilen künstliche Befruchtung, Ei-und Samenspende und Leihmutterschaft. „Wenn ich diese Ablehnung sehe, kommen mir die Tränen. Warum will man es uns verweigern, eine Möglichkeit zu finden, um auch ein Kind zu haben?“, äußert sich Andrea (geänderter Name), eine Besucherin der Messe.

Ihre Hausärztin riet ihr zuvor zu einer künstlichen Befruchtung, die in Deutschland zwar erlaubt, aber sehr teuer ist. Man muss mit 2000€ rechnen und es sind nur maximal drei Versuche möglich. Eine unbegrenzte Anzahl von Versuchen, sowie Eizellenspende und Leihmutterschaft sind gesetzlich in Deutschland verboten. Daher reizen viele Paare die vielen Angebote auf der Messe, unter anderem sogar eine Vorauswahl des Geschlechts ihres zukünftigen Babys. (saa)

Bildquelle: Pexels

 

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