Die ewige Baustelle Berlin – Folge unendlich + 4

In Berlin feiern sogar schon Behelfsampeln ihr vierjähriges Jubiläum. Solch ein Exemplar steht tatsächlich in der Heiligenseestraße/Konradshöher Straße, regelt dort brav den Verkehr und stellt nebenbei einen Berliner Rekord auf. Ein Hoch auf diese provisorische Ampellösung!

Der Abgeordnete Stephan Schmidt (CDU) ist allerdings weniger begeistert. „Zumal es hier bei verkehrsreichen Kreuzungen auch um Aspekte der Verkehrssicherheit geht“ wie der Abgeordnete es treffend formuliert. Natürlich hat der Senat eine einleuchtende Begründung parat: die Baustatik des Mastes. Berlins Bauvorschriften haben sich angeblich in den vier Jahren geändert, ergo auch die Berechnung der Statik.

Anscheinend sind Ampelkonstruktionen wirklich kompliziert, wenn dafür vier Jahre Berechnungen benötigt werden. Fraglich, ob diese kuriose Antwort ernst zu nehmen ist. Wahrscheinlich nicht, obwohl es tatsächlich noch vier weitere Fälle solcher provisorisch aufgestellten Behelfsampeln gibt. So viel zum Thema Verkehrssicherheit und weniger Verkehrstote. Liebe Berliner Verwaltung, spart ruhig, aber bitte nicht bei der Verkehrsregelung. Nicht bei der aktuellen Verkehrsdichte und den nie enden wollenden Berliner Baustellen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Behelfsampeln nicht noch das Schulalter erreichen.

(Foto: Stephan Schmidt MdA an der Behelfsampel Heiligenseestraße/Konradshöher Straße)

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