Die ewig fortwährende Tegel-Debatte

Die FDP möchte ihn erhalten, die LINKE will den Bürgern die Entscheidung überlassen, die Grünen sind für eine Schließung, die AfD schlägt einen Sonderausschuss vor, Bundesverkehrsminister Dobrindt möchte ihn auch nach der BER-Eröffnung offen lassen und die Bundesregierung schreibt ihn komplett ab: Der Flughafen Tegel in Berlin Reinickendorf ist im Bundestagswahlkampf 2017 eines der meist diskutierten Themen.

Flughafen Berlin Tegel

Haltung der CDU schwammig

Innerhalb der CDU deuteten anfangs alle Zeichen auf eine Schließung Tegels, doch dann kam es zur Kehrtwende nach einer Mitgliederbefragung. Auf einmal waren 83% für eine Offenhaltung des Flughafens und passend zum Auftakt des Bundestagswahlkampfes rücken sie von ihrer Position einer Offenhaltung hin zu einem befristeten Weiterbetrieb Tegels nach der BER-Eröffnung ab. Die CDU hat in den letzten Wochen einen Masterplan 2040 aufgestellt, welcher die Zukunft Tegels und des BERs offen legt. Demnach soll ein stufenweiser Ausbau des BERs stattfinden, sodass die Kapazität am Ende 58 Millionen Fluggäste umfasst. Erst dann kann der Flughafen Tegel geschlossen und die Kapazitätslücke überwunden werden – so der Plan.

Ob die einzelnen Debatten der Parteien am Ende Früchte tragen und überhaupt umgesetzt werden, zeigt sich nach dem Volksentscheid, der parallel zur Bundestagswahl am 24. September stattfinden wird. Beim Volksentscheid obliegt die Wahl der Offenhaltung oder Schließung Tegels den Bürgern und Bürgerinnen Berlins. (ao)

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