Die Elbphilharmonie: Von Schall und Wellen

Der musikalische und mediale Auftakt im Januar war grandios und bereits innerhalb kürzester Zeit avancierte sie zur neuen Pilgerstätte für alle Musikinteressierten: die Elbphilharmonie. Glückselig diejenigen, die Karten für eine der längst ausverkauften Vorstellungen der ersten Saison ergattern konnten. Die Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron haben ein fulminantes kulturelles und architektonisches Wahrzeichen für die Stadt Hamburg geschaffen, indem sie auf den bestehenden Baukörper des backsteinernen Kaispeichers –mit rund 1.700 Stahlbetonpfählen fundiert- eine geschwungene Glasfassade aus mehr als 1.000 Fensterelementen gesetzt haben. Diese sind unterschiedlich gewölbt, so dass einzigartige Spiegelungseffekte entstehen. Das gekrümmte Dach mit seinen schimmernden Pailletten schließt den bis zu 110 Meter hohen Bau wie Wellenkronen ab.

Elbphilharmonie Gebäude Außenansicht Sonnenlicht

Elbphilharmonie Gebäude Außenansicht Sonnenlicht – Fotocredit Maxim Schulz

Im Ostteil des Gebäudes erstreckt sich von der 6. bis zur Endetage im 20. Stock das Fünfsterne Hotel The Westin Hamburg. Wie sonst nirgendwo können die Hotelgäste hier die Symbiose von Wasser, Glas und Stein sowie Hafen und Stadt hautnah erleben. 244 Zimmer und Suiten im puristischen Design und mit fließender Formensprache finden ihre gestalterische Entsprechung. Im Idealfall wandeln die Hotelgäste einfach über die Plaza, um in einem der drei Konzertsäle akustischen Hochgenuss zu erleben. Ein veritables Meisterstück ist der Große Konzertsaal, der akustisch entkoppelt wurde, indem er auf 362 Federpaketen ruht. Das für das Hörerlebnis verantwortliche Soundgenie Yasuhisa Toyota hat eigens für diesen Saal tausende gefräster Gipsfaserplatten, jede einzelne ein Unikat, in Millimeterarbeit für eine optimale Schallwellenreflektion montieren lassen. Das Resultat: 2100 beste Plätze.

Elbphilharmonie Großer Saal

Elbphilharmonie Großer Saal – Fotocredit Iwan Baan

Nach einem Konzertgenuss empfiehlt sich die hauseigene Gastronomie wie das Restaurant „The Saffron“ mit frischen hanseatischen Produkten, das „Plaza Foyer“ oder aber „The Bridge Bar“, die mit ihren bodentiefen Fenstern einen perfekten Hafenausblick bietet. Last not least: der längste Hotelpool Hamburgs und das größte Spa in der HafenCity bieten schließlich auch noch IndoorWasservergnügen bei gleichzeitigem Blick auf die vorbeifließende Elbe. (awi)

Ein Blick auf www.elbphilharmonie.de lohnt sich: es gibt immer wieder Restkarten, die konzertnah zur Verfügung stehen

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