Laut Umfragen polarisiert die Digitalisierung der Arbeitswelt

Berlin möchte die Digitalisierung als Chance wahrnehmen. Doch wie sind derzeit die Resonanzen der Beschäftigten auf diesen Trend?  Vor wenigen Tagen veröffentlichte beispielsweise der Betriebskrankenkassen Dachverband e. V. (BKK) seinen Gesundheitsreport für 2017. Zu dem Schwerpunktthema Digitalisierung befragte der BKK Verband deutschlandweit 3000 Beschäftigte.

Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf die Arbeitswelt

Der Fokus des Reports lag auf dem Einfluss der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und deren Auswirkung auf die Gesundheit der Berufstätigen. Die Ergebnisse zeigen, dass Digitalisierung als Chance zwar größtenteils angenommen wird, aber auch mit Skepsis betrachtet wird. Mehr als die Hälfte der Befragten nutzen bei ihrer Beschäftigung permanent digitale Technik wie Computer, Smartphones etc. und die Tendenz steigt. Dennoch zeigen verschiedene Studien der letzten Monate nicht nur Euphorie, sondern auch Zweifel bei den Arbeitnehmern. Mehr als 40 Prozent aller befragten Berufstätigen geben an, dass sie durch die Digitalisierung Aufgaben schneller sowie auch mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen können. Auf der anderen Seite gab mehr als jeder Fünfte an, sich deshalb überlastet beziehungsweise ausgebrannt zu fühlen. Die meisten Arbeitnehmer, ca. 45 Prozent, schätzen dass sich durch die Digitalisierung nicht viel auf dem Arbeitsmarkt verändern wird. Allerdings bewerten 38 Prozent der Befragten die Digitalisierung als Risiko für den Wegfall von Arbeitsplätzen und nur 18 Prozent sie als Jobmotor.

Digitalisierung im Berliner Umfeld

Ganz unbegründet ist die Skepsis nicht, das zeigt die Auswertung einer Beschäftigungsstudie. Zusammen mit dem Darmstädter WifOR-Institut hat die IHK Berlin, die Auswirkungen der Digitalisierung auf den Berliner Arbeitsmarkt bis zum Jahr 2030 untersucht. Die IHK und das WifOR-Institut ergänzten die Studienergebnisse noch mit einer aktuellen Unternehmensumfrage, an der 800 Berliner Betrieben teilnahmen. Im Zentrum standen dabei 13 verschiedene Branchen. Der Nebeneffekt der Digitalisierung ist im Berliner Umfeld insgesamt leicht negativ: Bis zum Jahr 2030 werden etwa 25.000 Arbeitnehmerverhältnisse weniger benötigt. Das entspricht etwa 1,8 Prozent der aktuell befristeten Berufstätigen in der Hauptstadt. Eine digitalisierte Berliner Arbeitswelt bringt auf verschiedenen Ebenen Veränderungen mit sich, sowohl positive als auch negative. (red)

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