Der BDI warnt: Deutschlands Wirtschaft bedroht von Rohstoffengpässen

Der wirtschaftliche Boom und die zunehmende Technologisierung könnten zu besorgniserregenden Rohstoffengpässen führen. Schon jetzt warnt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) mit Blick auf die Technologien der Zukunft vor einer „Beschaffungskrise“.

Bei Kobalt und Graphit herrschen schon Rohstoffengpässe

Betroffen ist die ausreichende Versorgung mit Kobalt, Graphit, Lithium und Mangan. Der Bedarf der Rohstoffe für Batterien  steigt kontinuierlich. Und das schneller als die Kapazitäten bei der Förderung. Gerade die Batterien für Elektroautos benötigen Graphit und Kobalt. Zurzeit kommen 60 Prozent des global benötigten Kobalts aus dem Kongo und rund 70 Prozent des Graphits aus China. Die deutsche Industrie ist völlig auf Importe angewiesen.

Der Rohstoffbedarf wächst

Ein reiches Vorkommen der Rohstoffe ist vorhanden. Erschwert wird der Abbau durch politische Risiken sowie durch Umweltbelastungen, die bei der Rohstoffgewinnung auftreten können. Anbieter gibt es wenige und so ist die ausreichende Versorgung keinesfalls gesichert. Nur 12 von 53 benötigten Rohstoffen fallen in die Kategorie „geringe Beschaffungsrisiken“. Besonders kritisch ist die Lage derzeit bei Kobalt und Graphit. Das zeigt sich vor allem an der Börse, wo der Kobaltpreis gerade explodiert. (red)

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