Berlin-Lankwitz: degewo-Zukunftshaus geht ans Netz

In nur 16 Monaten hat das Berliner Wohnungsbauunternehmen degewo AG ein bestehendes Mehrfamilienhaus so umgebaut, dass es sich zu fast 100 Prozent mit Wärme und Strom selbst versorgen kann. Die Herausforderung, ein achtstöckiges Wohnhaus der 1955er Jahre für die Zukunft umzurüsten, ist degewo gelungen – und das zu moderaten Warmmieten. Alle 64 Wohnungen sind für Haushalte geeignet, die mit ihrem Einkommen innerhalb der Berliner Einkommensgrenzen für einen Wohnberechtigungsschein (WBS) liegen. Allerdings ist ein WBS nicht erforderlich.

Das Haus im Berliner Stadtteil Lankwitz stammt aus den 1950er Jahren. Es wurde von der degewo nach höchsten Standards saniert. Heute versorgt sich das Haus fast komplett selbst mit klimafreundlich erzeugter Energie. Heizen, Lüften und der Betrieb elektrischer Geräte – im degewo-Zukunftshaus wird sämtliche Energie klimaneutral erzeugt. Dadurch sinken die CO₂-Emissionen jeder Wohnung um bis zu 54 Prozent.

Moderne Technik

Das Zukunftshaus stellt 100 Prozent der Wärmeenergie und fast 50 Prozent der Stromversorgung selbst bereit – ohne das Klima mit CO₂ zu belasten. Dafür sind modernste Nachhaltigkeitstechnologien so eingesetzt, dass sie aus Sonnenenergie zugleich Wärme und Strom für das Zukunftshaus erzeugen. Im Zusammenspiel senken sie zudem den Energiebedarf des Gebäudes auf ein Minimum und speichern Energien für den bedarfsorientierten Verbrauch.

Minimale Betriebskosten

Für die Mieter des degewo-Zukunftshauses bringt die Sanierung um bis zu zwei Drittel niedrigere Betriebskosten. Der Wärmebedarf der Wohnungen sinkt um bis zu 85 Prozent – dank neuester Technologien in den Wohnungen: Lüftungen mit Wärmerückgewinnung zählen ebenso dazu wie die in den Decken verbaute Heizung. Sie schafft ein behagliches Raumklima und verteilt die Wärme gleichmäßig im Raum. Heizkörper an den Wänden gibt es nicht mehr. Die Raumgestaltung wird deutlich flexibler. (red)

 

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