Gesetzliche Krankenkasse BARMER startet „Digital Health Wettbewerb“

Start-ups, Gründer und junge Unternehmen können noch bis zum 22. Januar 2018 am „Digital Health Wettbewerb“ der BARMER teilnehmen. Gesucht werden digitale Lösungen zur nachhaltigen Gesundheitsförderung. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Themen gesunde Ernährung, Bewegungsförderung, Suchtprävention oder die Förderung der Gesundheitskompetenz im Vordergrund stehen. Mit digitalen und innovativen Ansätzen möchte die BARMER die Nutzer zukünftig dort ansprechen, wo sie leben und sich aufhalten.

Die gesetzliche Krankenkasse sucht die beste App in der Prävention

„Die Digitalisierung hat das Potenzial, das Gesundheitswesen nicht nur weiter zu entwickeln, sondern zu revolutionieren. Beim Thema Prävention sehen wir einen wachsenden Bedarf. Wir erhoffen uns daher viele kluge und spannende Lösungen der Wettbewerbsteilnehmer, die die Prävention im Alltag deutlich erleichtern“, so Dr. Mani Rafii, der BARMER-Vorstandsmitglied und Schirmherr des Wettbewerbs.

BARMER begleitet die besten Lösungen auf dem Weg zur Marktreife

Noch ist der Gesundheitsmarkt für Außenstehende sehr undurchsichtig. Das liegt mitunter an den vielen Hürden und gesetzlichen Auflagen. Das Ziel der BARMER ist es, die Gewinner fit für die gesetzliche Krankenversicherung zu machen.

„Eine interne BARMER-Jury wird zunächst nach dem Einsendeschluss alle Bewerbungen bewerten und entscheiden, welche acht Vorschläge zur Vorstellung eingeladen werden. Unter diesen acht wird die Jury die drei Gewinner ermitteln“, sagt Rafii.

Die Gewinner werden dann mit ihren digitalen Lösungsstrategien auf dem komplizierten Weg in den Gesundheitsmarkt begleitet. Dazu gehören ein strukturierter Austausch und ein Coaching mit den BARMER-Experten zur Umsetzungs- und Entwicklungsmöglichkeit der Produkte. (red)

Legal Tech – der neue Hype im Rechtsmarkt?

Juristen sind bekanntlich eher konservativ und finden sich folglich auch bei der Nutzung digitaler Hilfsmittel nicht an vorderster Front. Nun aber hat der Trend zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz auch den Rechtsberatungsmarkt erfasst. Unter dem Label Legal Tech sind künftige Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien jetzt auch Thema des Deutschen Anwaltstages. Was also ist auf diesem Gebiet in Zukunft zu erwarten?

Schon jetzt gibt es die automatisierte Bearbeitung von Massenverfahren, zum Beispiel bei Strafzetteln oder der Wahrnehmung von Fluggastrechten: Der Anwalt bietet eine Online-Eingabemaske an, mit der die relevanten Daten und Angaben abgefragt werden. Der Computer wirft dann einen passenden Schriftsatz aus, der nur noch unterschrieben werden muss. Experimentiert wird dabei auch mit „Chatbots“, automatisierten Frage-Antwort-Dialogen mit Spracheingabe, die gleich eine rechtliche Würdigung abgeben. Einen anderen Ansatz verfolgen „smarte“ Verträge, die vom Computer aus fertigen Bausteinen zusammengestellt werden und programmierte Module enthalten, die die Vertragsabwicklung steuern, unter anderem durch Überwachung von Fristen, Auslösen von Zahlungen und Freigaben.

Legal Tech bleibt auch zukünftig nur ein Hilfsmittel

Reine Zukunftsmusik ist dagegen noch die KI-basierte Auswertung von Rechtstexten und Gerichtsentscheidungen, etwa um das Entscheidungsverhalten und die Vorlieben eines bestimmten Richters vorhersagen zu können. Schon jetzt Realität und zunehmend verbreitet ist der elektronische Rechtsverkehr: Die Papierakte wird in vielen Kanzleien, Behörden und Gerichten mehr und mehr durch ausschließlich elektronische Verfahren abgelöst. Kehrseite all dieser Technologien sind ständig wachsende Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit – nicht nur für Anwälte und Behörden, sondern auch für Privatpersonen und Unternehmen. Gerade für Letztere besteht schon jetzt erheblicher Beratungsbedarf nicht nur in technischer, sondern auch in rechtlicher Sicht. Trotz allem: Die Beratung in komplexen Rechtsfällen wird auch künftig nicht von Computerprogrammen geleistet werden können, die Anwälten und Mandanten gleichwohl wertvolle Hilfestellung geben können.

von Rechtsanwalt Dr. Bertrand Malmendier

 

EasyPark Studie: Berlin ist Platz 13 auf dem Smart-Cities-Index

Die Studie von EasyPark ermittelt die Spitzenreiter unter den Smart-Cities

Im internationalen Vergleich gehört Berlin noch nicht in die Riege der Top 3 Smart Cities. Die Hauptstadt landete nur auf dem 13. Platz der intelligentesten Städte der Welt. Ab besten schnitten Dänemark, Singapur und Stockholm ab. Die preisgekrönte Smart-Parking-App von der Firma EasyPark veröffentlichte den Smart-Cities-Index 2017, um zu zeigen, welche Städte die Vorreiter in den Bereichen Digitalisierung, Mobilität und Co. sind.

EasyParks Smart-Cities-Index

Um die Studie zu erstellen, hat das Unternehmen EasyPark eine Liste von 500 sorgfältig ausgewählten Städten erstellt. Dann wurden diese anhand von 19 Merkmalen intelligenter Städte untersucht. Die Auswahlkriterien der Parking-App waren: Intelligentes Parken, Umweltfreundliche Energie, Stadtplanung, Ökosystem für Unternehmen, Internetgeschwindigkeit und der Wahrnehmung der Experten. Bewertet wurden die einzelnen Kriterien mit Punktzahlen von eins bis zehn. Die höchste Punktzahl stellte zehn dar. Insgesamt gab es 100 Platzierungen.

“Jede Stadt, die im Index aufgeführt wird, verdient es für ihre Anstrengungen gelobt zu werden. Die Ergebnisse machen zum einen deutlich, welche Städte bei dem Thema meilenweit voraus sind und zeigen zum anderen, dass es viele Städte gibt, die bei der intelligenten Stadtentwicklung beachtliche Anstrengungen unternehmen und in Zukunft zu den intelligentesten Städten zählen dürften”, so Nico Schlegel, länderverantwortlicher Geschäftsführer von EasyPark Deutschland und Österreich.

Berlin kann noch smarter werden

Die Hauptstadt schnitt mit einer Gesamtpunktzahl von 7,39 ab und liegt somit knapp vor der Hansestadt Hamburg. In der Kategorie Ökosystem für Unternehmen konnte Berlin mit 8,88 von 10 Punkten überzeugen. Dagegen ist in puncto Internetgeschwindigkeit noch viel zu tun, denn dort wurden nur 3,16 Punkte vergeben. Scheint so, als könnte die Hauptstadt noch einiges verbessern. Selbst Hamburg erhielt bei der Expertenmeinung eine Punktzahl von 9,1, dagegen erhielt Berlin nur 7,9. Die Smart City Strategie Berlin, die am 21. April 2015 vom Senat verabschiedet wurde, bedarf also noch der einen oder anderen Überarbeitung. (red)

GASAG Solution Plus revolutioniert die Energieversorgung auf dem EUREF-Campus

Mit der Inbetriebnahme Deutschlands erster Power-to-Heat-/Power-to-Cool-Anlage auf dem EUREF-Campus in Schöneberg präsentiert die GASAG Solution Plus eine innovative neue Speicherlösung für erneuerbare Energien. „Der Smart Energy Leuchtturm EUREF-Campus strahlt ab heute noch heller“, sagte die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe Ramona Pop. „Denn mit der Inbetriebnahme der neuen P2H-/P2C-Anlage setzt das innovative Energiemanagement der GASAG auf Sektorkopplung und Systemintegration erneuerbarer Energien. Statt diese bei einem Überangebot abzuregeln, können sie auf dem EUREF-Campus umgewandelt, gespeichert und als Wärme oder Kälte genutzt werden. Das zeigt den wichtigen Anteil, den innovative Lösungen in der Stadt für das Gelingen der Energiewende in der gesamten Region haben.“

Energieverlust durch Abregeln vermeiden

Durch Spannungsschwankungen im Stromnetz, verursacht durch den steigenden Anteil erneuerbarer Energien, wird überschüssiger Strom immer häufiger abgeregelt, wodurch Energie verloren geht. Zehn Tage könnte man Berlin mit der jährlich abgeregelten Energie aus Wind und Sonne allein aus Brandenburg versorgen.

Der neue Technologieansatz der GASAG Solution Plus verbindet eine Nutzung der sonst durch Abregelung verlorenen Energie mit einem wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Netzstabilität und bietet weitere Potentiale, wie die GASAG-Vorstandsvorsitzende Vera Gäde-Butzlaff betont: „Wir haben den Blick auch in die Zukunft gerichtet: Wie entwickelt sich die Technik weiter? Wie müssen die regulatorischen Rahmenbedingungen gestaltet sein? Das testen wir mit der Power to Heat-/Power to Cool-Anlage auch hier auf dem EUREF-Campus.“

Die P2H-/P2C-Anlage ist Bestandteil einer im Aufbau befindlichen Energiewerkstatt – einem Projekt auf dem EUREF im Rahmen der WindNODE-Initiative, welche sich die Förderung intelligenter Nutz- und Speichersysteme von erneuerbaren Energien zur Hauptaufgabe gemacht hat. (uc)

Peat, Cargonexx und Samcc – die Gewinner des deutschen Digitalpreises „The Spark“ 2017

Am Wochenende wurden die klügsten Köpfe im Bereich künstlicher Intelligenz und technische Innovationen beim deutschen Digitalpreis „The Spark“ ausgezeichnet. Die Erfindungen der diesjährigen Gewinner sind vielfältig: Pflanzenschädlinge mithilfe einer App erkennen und bekämpfen, Transport leichter gestalten und Spediteur und Unternehmen zusammen bringen oder die Buchhaltung erleichtern und Finanzen transparent darstellen.

App Plantix gegen „Morto Subito“

Einer der diesjährigen Gewinner entwickelte eine App mit dem Namen Plantex, die vielen Landwirten dabei helfen kann, eventuelle Schädlinge an ihren Pflanzen frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und zu vernichten. Das Start-up Peat aus Hannover setzt dabei künstliche Intelligenz innovativ ein und folgt damit dem Leitthema des Wettbewerbs. Den Gründern war bewusst, dass Pflanzenkrankheiten erkennbare Muster hinterlassen und die digitalen Möglichkeiten täglich wachsen. Mittlerweile erkennt die App 170 verschiedene Pflanzenschäden und soll bald von einer Million Menschen genutzt werden. Das Start-up greift mit dieser Innovation ein relevantes und brisantes Thema auf. Angesichts einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung und dem gleichzeitigen Defizit der Grundversorgung aufgrund von Insekten, Pilzen oder anderweitigen Erregern, stellt die App eine erste hilfreiche Lösung dar. Umso eher die Landwirte auf Schädlingsbefall reagieren können, umso eher können sie auch handeln und ihre Ernte retten. Damit gewinnen sie nicht nur Lebensmittel sondern sichern sich gleichzeitig auch ihre Existenz. Das Team bietet die App kostenlos an, um weitere Fotos zu sammeln, die der Algorithmus lernen kann. Außerdem möchten sie eine Plattform erstellen, über die Bauern gegen eine Vergütung Pflanzenschutzmittel kaufen können.

Lastverkehr effizienter organisieren mit Cargonexx

Die Gewinner des zweiten Platzes haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Lastverkehr effizienter zu organisieren und so Autobahnen zu entlasten. Das Team hat ein System entwickelt, welches Spediteure und Unternehmen zusammen bringen soll. Die Zusammenarbeit soll erleichtert werden. Dafür wurde ein Algorithmus entwickelt, der per Knopfdruck tausende von Frachten analysiert und dabei bis zu 400 weitere Faktoren berücksichtigt, um am Ende einen Preis zu kalkulieren. Die Technik funktioniert einwandfrei, die Transportbranche reagiert aber bisher skeptisch. „Das ist wie ein Guerillakampf, es geht nur Person für Person“, sagte der Cargonexx-Gründer Rolf-Dieter Lafrenz gegenüber dem Handelsblatt. Die Logistik eines Unternehmen bestimme sich immer noch intern, viele Geschäftsführer möchten selber entscheiden, wie gearbeitet werde.

Smacc ermöglicht transparente und einfache Buchhaltung

Mit einer Software, die die Buchhaltung bei kleinen und mittleren Unternehmen weitestgehend automatisieren soll, gewannen die Gründer des Berliner Softwareanbieters Smacc den dritten Preis. Das Prinzip ist einfach: Mithilfe einer Software wird eine Rechnung eingelesen, dem passenden Buchführungskonto zugewiesen und die entsprechende Überweisung automatisch vorbereitet. So werden zum einen keine Rechnungen mehr übersehen und zum anderen Kosten für die Bearbeitung von Papierbelegen gespart. Für den Mitbegründer Ulrich Erxleben entscheiden die Finanzen über die Existenz eines Unternehmens. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen werden insolvent, weil sie keine Transparenz über ihre Finanzen haben“, gab er gegenüber dem Handelsblatt an. Damit die Software „lernen“ kann, sei die Zusammenarbeit mit Unternehmen entscheidend. Dies sei zu Beginn der Unternehmensgeschichte der schwierigste Teil gewesen, nun scheint diese Hürde aber genommen. (ao)

GRETA mit PMN Management Award 2017 ausgezeichnet

Am gestrigen Abend wurde GreenbergTraurig im Rahmen der PMN Award Gala in Frankfurt für ihre Due-Diligence-Anwendung GRETA (GREenberg Traurig Application) als führende Sozietät im Bereich Legal Tech und innovative Technologie mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit: „Anstatt nur zuzusehen, hat sich die Kanzlei Greenberg Traurig zur Gestalterin des Wandels gemacht – mit GRETA. Greenberg Traurig hat damit sehr früh erkannt, dass digitale Helfer Anwälten nichts wegnehmen, sondern sie und ihre Prozesse beflügeln können.“

GRETA ist eine einzigartige Softwarelösung, die sämtliche für eine Immobilien-Due-Diligence relevanten Kerndaten mit künstlicher Intelligenz aus verschiedenen Dokumentenarten herauslöst und auswertet. Erstmals wird eine einheitliche Daten-Grundlage für juristische und kaufmännische Analysen und Reports geschaffen, die Mandanten und Beratern online zur unmittelbaren Bearbeitung zur Verfügung steht. Bewertungsprozesse werden schneller, effizienter und noch stärker auf Mandantenbedürfnisse zugeschnitten.

Initiiert von Dr. Christian Schede, Managing Partner von Greenberg Traurig Germany, wurde das IT-Tool von Dr. Henning Sieber und Wencke Bäsler in Kooperation mit den Legal-Tech-Spezialisten von EVANA entwickelt. „Mit diesem auf Mandantenanforderungen anpassbaren Tool haben wir einen Quantensprung in der Optimierung von Due-Diligence-Prozessen mit künstlicher Intelligenz vollzogen. GRETA wird Bewertungsprozesse in Immobilientransaktionen grundlegend verändern, indem es unseren Mandaten und uns Zeit und Ressourcen einspart und eine einheitliche Datengrundlage für die Prüfung der einzelnen Transaktionsbeteiligten schafft“, so Christian Schede.

Berliner Klimaschutzrat konstituiert sich neu

Der Klimawandel schreitet unaufhaltsam fort und die Folgen werden immer unvorhersehbarer. Das Land Berlin verfolgt das langfristige Ziel, etwas dagegen zu tun und sich bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln. Um dies zu erreichen, hat sich am 21.09. der Berliner Klimaschutzrat in neuer Besetzung konstituiert. Der Berliner Klimaschutzrat soll den Senat und das Abgeordnetenhaus in Fragen des Klimaschutzes umfassend beraten. Darüber hinaus soll er auf die Einhaltung der Klimaschutzziele und die Umsetzung und Fortschreibung des Berliner Energie- und Klimaschutzprogramms (BEK) achten. Sein Ziel ist es, zu politischen Initiativen und den Lösungsvorschlägen der Verwaltung frühzeitig ein Meinungsbild aus der Breite der Gesellschaft zu erhalten und die Berliner Klimaschutzpolitik auch wissenschaftlich zu unterstützen.

Dem Gremium gehören neun ausgewiesene Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft an, welche von Senatorin Regine Günther berufen worden. „Das Land Berlin hat sich beim Klimaschutz ehrgeizige Ziele gesetzt. Berlin soll bis 2050 klimaneutral werden. Der Klimaschutzrat wird uns auf dem Weg zur klimaneutralen Stadt beraten und mit seinen Impulsen unterstützen“, sagte Regine Günther, Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, zu Beginn der konstituierenden Sitzung über die Bedeutung des Klimaschutzrates.

Als neue Sprecherin und Sprecher des Klimaschutzrates wurden Dr.-Ing. Christine Kühnel und Prof. Dr. Bernd Hirschl gestern gewählt. Zu den weiteren Mitgliedern des Rates gehören neben den Sprechern: Michael Geißler, Geschäftsführer der Berliner Energieagentur; Dr. Marion Haß, Geschäftsführerin Wirtschaft und Politik der Industrie- und Handelskammer zu Berlin (IHK)Maren Kern, Vorstandsmitglied des Verbandes Berlin – Brandenburgischer Wohnungsunternehmen e.V. (BBU); Luise Neumann-Cosel, Vorstandsmitglied der BürgerEnergieBerlin eG;
Dr. Andreas Schnauß, Leiter Grundlagen der Vattenfall Europe Wärme AG; Jörg Simon, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe (BWB) und Matthias Trunk, Vorstandsmitglied der GASAG AG.

Bis 2050 sollen die CO2-Emissionen in Berlin um mindestens 85 Prozent im Vergleich zu 1990 gesenkt werden. Konkrete Strategien und rund hundert Maßnahmen zur Erreichung dieses Ziels sind im Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm 2030 (BEK 2030) dargestellt. Dieses umfasst Maßnahmen für den Zeitraum 2017 bis 2021 und einem Entwicklungshorizont bis 2030. Am 20. Juni 2017 wurde es vom Senat beschlossen und liegt derzeit dem Abgeordnetenhaus vor. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm ist der Fahrplan auf dem Weg zur Klimaneutralität. Bei der Umsetzung dieses Fahrplans soll der Klimaschutzrat wertvolle Hilfe leisten. (red)

IFA 2017: Telematik Award Preisverleihung in Berlin

Der „Oscar“ der Telematik-Branche, die bedeutendste Preisverleihung in diesem Bereich, wird am 3. September erneut auf der IFA in Berlin verliehen. Die Human-Telematik umfasst unter anderem Aspekte wie eHealth, Telemedizin und Smart Home-Lösungen. Der Award für Human-Telematik zeichnet die herausragendsten Lösungen für ein vernetztes Leben und Arbeiten aus.

Human-Telematik ist „das Herzstück der Digitalisierung“, erklärt Katharina Klischewsky, Herausgeberin der Fachzeitung „Telematik-Markt.de“ und Kopf der gleichnamigen Mediengruppe, die den Telematik Award auf der IFA vergibt. Es ist die höchste Auszeichnung dieser Art im deutschsprachigen Raum. Die innovativsten Unternehmen, von Start-ups bis hin zu den „Dinos“ der Branche, konkurrieren um Preise in einem Gesamtwert von 20.000 Euro.

In diesem Jahr wurden insgesamt 123 Telematik-Lösungen eingereicht, ein deutlicher Zuwachs zur letzten Ausschreibung im Jahr 2015 mit 108 Bewerbern. Alle Telematik-Anbieter wollen sich mit ihrer Bewerbung die Chance auf eine Nominierung und die begehrte Auszeichnung sichern. Die vollständige Liste der Nominierten ist online auf Telematik-markt.de einzusehen. Die Schirmherrschaft der Preisgala übernimmt Dilek Kolat, Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Die Verleihung, die den Besuchern und Gästen wieder ein spannendes Rahmenprogramm mit Live-Vorführungen und Telematik-Talk bieten wird, findet am 3. September 2017, 14 Uhr, in der George-Marshall-Lounge auf der IFA Berlin statt.

Es sind die Unternehmen der Telematik-Branche, die die digitale Revolution weltweit an vorderster Front mitgestalten. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministerium sind schon heute mehr als 20 Milliarden Geräte und Maschinen über das Internet vernetzt, bis 2030 sollen es demnach rund eine halbe Billion sein. (red)

Kontrollierbarer Kopfschmerz – die App M-sense macht`s möglich

Wer kennt das nicht? Kopfschmerzen, Migräne, Unwohlsein. Die Ursachen dafür sind vielfältig und oft kaum zu behandeln. In Deutschland sind ungefähr 47 Millionen Menschen von Kopfschmerzen und Migräne betroffen. Das heißt: zwei von drei Erwachsenen leiden regelmäßig an Kopfschmerzen. Davon haben knapp 18 Millionen Migräne, laut einer Studie der Schmerzklinik Kiel, 2017. Wer nicht ständig Kopfschmerztabletten zu sich nehmen möchte, bekommt aus dem E- Health Bereich eine interessante Alternative.

Die zertifizierte Medizin-App M-sense feiert erste Erfolge

Die Kopfschmerz- und Migräne- App M-sense, der Newsenselab GmbH, ermöglicht eine personalisierte und mobile Schmerztherapie und ist lernfähig. Rund 30.000 Menschen benutzen die zertifizierte Medizin-App bereits. Die App funktioniert folgendermaßen: Nutzer geben mögliche Einflussfaktoren (z.B. das Wetter) an, der Algorithmus berechnet auf dieser Grundlage mögliche Faktoren, die die Migräne auslösen und erstellt dann einen individuell angepassten Therapieplan für den Patienten.

Foto: M-sense Banner; Newsenselab GmbH

M-sense ist das erste Einstiegsprodukt des Unternehmens Newsenselab

Die App ist dazu gedacht herkömmliche Behandlungsmethoden zu unterstützen. Über ein kontinuierliches Aufzeichnen von Körperdaten und deren Analyse in Bezug auf die Migräne wird Betroffenen die Möglichkeit geboten, Attacken frühzeitig zu erkennen und langfristig zu reduzieren. Zukünftig wird die Software immer mehr können. M-Sense ist nämlich eine App mit künstlicher Intelligenz, das heißt der Algorithmus lernt selbstständig dazu. Je mehr Daten und Informationen der Nutzer in das Programm einspeist, desto spezifischer sind die Übersichten und somit auch Therapiemöglichkeiten. Langfristig könnte die App mit stetiger Weiterentwicklung dazu beitragen, Migräne Patienten vollständig von ihrem Leid zu befreien.

E-Health

Die Newsenselab GmbH Gründer (S. Greiner, M. Dahlem, S. Scholler und M. Späth) streben danach, den Betroffenen eine Möglichkeit zu geben, Kopfschmerzen und Migräne gezielt zu reduzieren. Neben der Gesundheitsbranche ist das Unternehmen auch in der Wellness- und Fitnessbereich tätig. Das Start-up , gegründet 2016, verfolgt das Ziel chronische Krankheiten, die in episodisch wiederkehrenden Attacken oder Schüben kommen, in Zukunft für Betroffene kontrollierbarer zu machen. Gleichzeitig schaffen sie eine Datengrundlage, die hilfreich für eine individuelle Therapiemöglichkeit der Patienten ist. (ao/lj)

Foto: © jcomp / Freepik 

Präventionsbus: Charité startet mobiles Impfprojekt für Schüler

In diesem Jahr sind bereits 917 Masernfälle in Deutschland gemeldet worden. Zwei Jahre zuvor wurden bundesweit 2.464 Fälle registriert, 50 Prozent davon in Berlin. Grund dafür ist die häufig fehlende zweite Impfung, die für einen lebenslangen Schutz notwendig ist. Um dem entgegenzuwirken, startet die Charité – Universitätsmedizin Berlin im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit zu Beginn des neuen Schuljahres das Projekt „Gesundheit, Vorbeugung und Impfen an Schulen“. Zum Einsatz kommt der Präventionsbus, eine „rollende Arztpraxis“, die jeweils mehrere Tage auf Schulhöfen platziert wird.

„Die Impflücken sind in Deutschland noch immer zu groß. Gerade bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen fehlen wichtige Schutzimpfungen. Deshalb unterstützen wir die Charité dabei, neue Wege zu gehen, um Schülerinnen und Schülern zu zeigen: Wer sich impfen lässt, schützt sich selbst und seine Mitmenschen vor gefährlichen Krankheiten und übernimmt Verantwortung für die ganze Gesellschaft“, erklärt Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe. Im Mittelpunkt des Projektes steht die Frage, wie mobile Gesundheitsteams zusammen mit Schulen zur Verbesserung des Wissenstandes zum Thema Immunsystem und Impfen beitragen können. Dadurch soll bei den Heranwachsenden Interesse an gesundheitsbewusstem Verhalten geweckt und der Anteil der Jugendlichen mit einem vollständigen Impfschutz verbessert werden. Ärztinnen und Ärzte der Charité wirken in Zusammenarbeit mit den Schulen als Fachexperten am Unterricht mit, beraten und bieten auch Schutzimpfungen an. Schulen, Lehrer und Eltern werden vorab in das Projekt einbezogen und um Zustimmung gebeten. „Mit dem Präventionsbus und unseren mobilen Gesundheitsteams können wir gut auf die Schülerinnen und Schüler zugehen und diese für die eigene Gesundheitsvorsorge interessieren“, sagt Privatdozent Dr. Joachim Seybold, stellvertretender Ärztlicher Direktor der Charité. Er ergänzt: „Wir danken dem Bundesministerium für Gesundheit, dass es unseren neuartigen Ansatz unterstützt und hoffen, dass die mobile Gesundheitsvorbeugung weiter Schule macht.“ (red)