„Dein erster Tag“ ermöglicht Berufsorientierung mit VR-Brillen

Virtual-Reality-Brillen werden ab sofort nicht nur in Unternehmen oder der Unterhaltungsindustrie verwendet, sondern auch in den Schulen zur Berufsorientierung eingesetzt. Auf dem Berufspraxistag des Gabriele-von-Bülow-Gymnasiums am 3. April in Tegel konnten die Schüler virtuelle Ausbildungsberufe und Ausbildungsarbeitsplätze für sich entdecken.

Kooperationsprojekt zur Berufsorientierung

Das Vorzeigeprojekt „Dein erster Tag“, initiiert vom Sozialunternehmen SchulePLUS, verwandelte den Praxistag des Tegler Gymnasiums zu einem Highlight für die Schüler. Kostenlos können Schulen oder Unternehmen über Projektwebsite VR-Brillen ausleihen und diese nutzen, um den Schülern einen Einblick in den Berufsalltag zu gewähren. Das Projekt kooperiert mit den jeweiligen vorgestellten Unternehmen. Gemeinsam produzieren sie die Videos, die dann über die VR-Brillen abgespielt werden können. Zurzeit gibt es 16 Videos, 23 weitere sind in Arbeit. Wichtig ist dem Sozialunternehmen die pädagogische Ausrichtung der Videos, sodass den Schülern berufliche Orientierungshilfen angeboten werden.

Mit der VR-Brille Eindrücke gewinnen

Das Prinzip funktioniert sehr einfach: Die Schüler suchen sich einen Beruf aus, der sie interessiert, beispielsweise Polizist, Hotelfachfrau oder Pflegefachkraft, und dann brauchen sie nur noch die VR-Brille aufsetzen. In den Videos wird erklärt, wie die Tätigkeiten in dem Ausbildungsbetrieb aussehen. Der Schüler begleitet über die VR-Brille einen Azubi des Betriebs durch den Ausbildungsarbeitsplatz. So können sie in der virtuellen 360°-Welt einen Eindruck vom ersten Arbeitstag eines Azubis gewinnen. Viele Schüler zeigten sich begeistert darüber, die neue Technik auf diese Weise zur Berufsorientierung nutzen zu können.

VR als Ergänzung zu den Betriebsbesuchen

„So sollen die Schüler einen konkreten Eindruck davon bekommen, wie ein potenzieller Arbeitsplatz aussieht“, so die Geschäftsführerin bei „Schule Plus“, Jasmin Bildik. Allerdings ersetzen die VR-Brillen nicht die Betriebsbesuche der Schüler, sie dienen lediglich als Ergänzung. In vielen Berufsfeldern ist es sehr schwierig durch verschiedene Sicherheitsvorkehrungen Besichtigungen durchzuführen. Beispielsweise Lackierwerkstätten wären ohne VR-Brille aus Sicherheitsgründen für Betriebsbesuche gar nicht geöffnet. Außerdem schaffen Lehrer mit ihren Klassen an einem Tag maximal drei bis vier Betriebe zu besuchen. Im Vergleich dazu können die Schüler mit der VR-Technik bis zu 40 Berufe kennenlernen. (red)

M-Sense: Studie zur digitalen Prävention gestartet

Mithilfe einer groß angelegten Studie, soll geklärt werden, ob eine Smartphone-App dazu beitragen kann, Kopfschmerzen zu lindern. Dazu starten die BARMER und die Deutsche Telekom gemeinsam ein Pilotprojekt unter wissenschaftlicher Begleitung der Berliner Charité.

Eine App zur digitalen Prävention

Das Projekt soll zeigen, ob die App „M-sense“ die Leiden von Kopfschmerz- und Migränepatienten mildern kann. In der App geben Betroffene eine Reihe relevanter Einflussfaktoren für Schmerzattacken, wie etwa Schlafverhalten, Ernährung, Wetter oder Stress sowie die Attacken ein. „M-sense“ analysiert dann diese Informationen und erstellt ein persönliches Schmerzmuster. Anhand dieses Musters entwickelt die App individuelle Handlungstipps für die Nutzer. Vom Autogenen Training über Muskelentspannung bis zum Ausdauersport schlägt die App präventive Maßnahmen in Begleitung zur klassischen Therapie vor. Somit können die Betroffenen die Intensität und Dauer künftiger Schmerzattacken reduzieren. Aus den persönlichen App-Protokollen können sich zudem wertvolle Hinweise für die ärztliche Therapie ergeben.

Die Studie wird zum Kooperationsprojekt

Im Rahmen einer Kooperation zum Thema betriebliches Gesundheitsmanagement nehmen an der Studie bis zu 1.000 von Kopfschmerzen oder Migräne betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Telekom teil. Sie sollen die App regelmäßig nutzen und neun Monate lang mithilfe medizinischer Fragebögen bewerten. Auch die in der App selbst erfassten Daten werden Aufschluss darüber geben, ob „M-sense“ präventiv die Kopfschmerztherapie ergänzen kann. Schon jetzt wurde die App „M-Sense“ als Medizinprodukt zertifiziert.

Die wissenschaftliche Untersuchung ist in ihrem Umfang bislang einzigartig. Vor allem junge Erwachsene leiden häufig unter Kopfschmerzen oder Migräne. 1,3 Millionen der 18- bis 27-Jährigen sind betroffen, wie der BARMER-Arztreport 2017 zeigt. Für die Studie werden daher hauptsächlich junge Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Telekom-Shops sowie Auszubildende des Konzerns die App testen dürfen. (red)

Gesundheitssenatorin Dilek Kolat besucht Modellprojekt in Berlin-Buch

Berlins Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung Dilek Kolat besuchte vor wenigen Tagen den international renommierten Wissenschafts- und Forschungsstandort Campus Berlin-Buch. Anlass war das Gesundheitsprojekt ‚CampusVital‘ , ein deutschlandweit einzigartiges Modellprojekt. Das Betriebliche-Gesundheitsmanagement-Projekt (BGM) fungiert am Standort einrichtungs- und unternehmensübergreifend.

Gesundheitsförderung als Standortvorteil für die Wissenschaft

Gemeinsam besichtigten die Gesundheitssenatorin und Prof. Thomas Sommer, stellvertretender wissenschaftlicher Vorstand des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft (MDC), sowie Dr. Ulrich Scheller, Geschäftsführer der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch, und Susanne Hertzer, Chefin der Techniker Krankenkasse in Berlin, den Wissenschafts- und Biotechnologiepark Berlin-Buch. Die Forschungseinrichtungen und Unternehmen des Campus Berlin-Buch sehen in der Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen wichtigen Schlüssel für den Erfolg. Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt sind Faktoren, auf die sich die Unternehmen in Deutschland einstellen müssen. Betriebliches Gesundheitsmanagement unternehmensübergreifend zu organisieren und damit viele Menschen zu erreichen – das ist der Ansatz des Projektes ‚CampusVital‘. Die Techniker Krankenkasse ist Kooperationspartner des Gesundheitsnetzwerks, an dem sich inzwischen 13 Einrichtungen und Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten auf dem Campus beteiligen, darunter das Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, das Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie und die Charité.

„Die Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern liegt auch und gerade in der Verantwortung der Unternehmen. Dazu ist ein betriebliches Gesundheitsmanagement erforderlich. Die Idee, dieses betriebliche Gesundheitsmanagement unternehmens- und einrichtungsübergreifend durchzuführen, hat den Vorteil, viele Menschen zu erreichen und auch den Blick über den Tellerrand zu wagen. Das Gesundheitsprojekt ‚CampusVital‘ ist ein wegweisendes neues Projekt, von dem ich hoffe, dass es in Zukunft in Deutschland viele Nachahmerinnen und Nachahmer findet“, so Gesundheitssenatorin Kolat.

Einrichtungsübergreifendes Modellprojekt

Das Modellprojekt ‚CampusVital‘ soll den Arbeitsalltag für die Menschen auf dem Campus dauerhaft und nachhaltig gesundheitlich verbessern. Es gibt Workshops, die eine höhere psychische Widerstandsfähigkeit vermitteln. Darüber hinaus gibt es Coachings zum Thema Gesundheit und Arbeit sowie klassische Angebote wie Kurse zur Stressbewältigung und Ernährungsberatungen. Führungskräfte können zusätzliche Trainings belegen.

„Das Besondere an unserem Campus ist die vielfältige Vernetzung. Insgesamt drei Institute und 60 Unternehmen mit insgesamt 3.000 Personen forschen und arbeiten bei uns. Hinzu kommen die drei Kliniken und ihr Fachpersonal in unmittelbarer Nachbarschaft. Forschungsinstitute, Biotechnologie-Unternehmen und klinische Forschung ergänzen sich und können dank der räumlichen Nähe effektiv zusammenarbeiten. Als Campusgemeinschaft haben wir das Thema Gesundheit in den Mittelpunkt gestellt und eine gemeinsame Initiative für die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gestartet“, sagt Dr. Scheller, Geschäftsführer der BBB Management GmbH Campus Berlin-Buch.

Spitzenforschung für die Gesundheit

Außerdem wurde bei der Führung über den Campus Berlin-Buch auch die Berlin Ultrahigh Field Facility (B.U.F.F.) besichtigt. Hier wurde ein hocheffizientes bildgebendes Verfahren zur Darstellung des arbeitenden menschlichen Herzens entwickelt. Die in einem der weltweit stärksten Kernspintomographen erzeugten Bilder weisen eine vielfach höhere Auflösung als herkömmlich generierte Bilder auf. Damit können kardiologische Probleme schon zu einem sehr viel früheren Zeitpunkt als bislang sichtbar gemacht werden. Das ermöglicht eine schnellere und gezieltere Behandlung. „Dank der hervorragenden Bedingungen auf dem Campus und der vielfältigen Kooperationsmöglichkeiten in Berlin gehören wir zur Weltspitze der biomedizinischen Bildgebung“, sagte Dr. Lukas Winter, Wissenschaftler am B.U.F.F. (red)

Teilnahmerekord beim Science4Life Businessplan-Wettbewerb

40 Prozent mehr Einreichungen: Der Science4Life Venture Cup startet mit 114 Geschäftsideen aus den Bereichen Life Sciences, Chemie und Energie ins 20. Jubiläumsjahr. Die Gewinnerteams überzeugten mit innovativen Ideen gegen Krebs, Nervenkrankheiten sowie neuen Denkweisen im Energie-Bereich und erhielten ein Preisgeld von acht Mal 500 Euro.

So viele Einreichungen gab es noch nie beim Science4Life Venture Cup: Die Experten überprüften das Marktpotenzial von insgesamt 114 Ideen – eine Steigerung von über 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Bereiche Medizintechnik und Pharma waren dieses Jahr besonders stark vertreten. Dicht gefolgt von Energienutzung und Umwelttechnologie. Sponsoren des Businessplan-Wettbewerbs sind die Hessische Landesregierung und das Gesundheitsunternehmen Sanofi. „Bekämpfung von Krankheiten wie Alzheimer oder Krebs, Möglichkeiten im Bereich der alternativen Energien oder umweltpolitische Ideen wie die Fischwanderhilfe – wir freuen uns über die erstaunliche Themenvielfalt der Einreichungen“, erklärt Dr. Karl-Heinz Baringhaus, der administrative Leiter für Forschung und Entwicklung der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH und Geschäftsführender Vorstand von Science4Life. Auch Dr. Rainer Waldschmidt, Geschäftsführer der hessischen Wirtschaftsfördergesellschaft Hessen Trade & Invest und Geschäftsführender Vorstand von Science4Life, zeigte sich beeindruckt von den vielen Einreichungen in diesem Jahr: „Der Teilnahmerekord zeigt deutlich, wie wichtig der Science4Life Venture Cup für Gründer in Deutschland ist und dass neben Life Sciences und Chemie auch die Gründerszene im Bereich Energie immer stärker wird.“ Die besten fünf Teams erhielten jeweils 500 Euro Preisgeld. Die drei Gewinner im Bereich Energie wurden zusätzlich mit einem Spezialpreis von je 500 Euro ausgezeichnet. Mit der Prämierung der Ideenphase startete auch die Bewerbungsfrist für die Konzeptphase am 12. Januar 2018.

Innovationen gegen Alzheimer, Multiple Sklerose und Krebs

Die Priavoid GmbH aus Jülich in Nordrhein-Westfalen hat es sich zum Ziel gesetzt, Alzheimer durch eine neue Behandlungsstrategie mit ihrem Wirkstoffkandidaten zu bekämpfen. Breeze Technolologies aus Hamburg hilft Städten und Unternehmen eine lebenswertere Umwelt zu schaffen, in dem sie aus Umweltdaten, wie der aktuellen Luftqualität, Handlungsempfehlungen generieren. Damit beispielsweise bei Erkrankungen des Zentralnervensystems, wie kindliche Hirntumore, Medikamente in bestimmten Regionen des Gehirns wirken können, müssen sie die sogenannte Blut-Hirn-Schranke, überwinden. Mithilfe des Modells von DYNELAB aus München soll schon in einem frühen Stadium erkannt werden, ob dies der zu entwickelnde Wirkstoff schafft. PhantomX aus Berlin haben dem Krebs den Kampf angesagt: Ziel ist, den Tumor durch patentindividuelle Prüfkörper besser kontrollieren zu können sowie die Überlebenschancen zu erhöhen und Nebenwirkungen zu verringern. AeroFib aus Aachen stellen ultraleichte Fasern für die Wärmeisolation in der Mobilitätsbranche her, wodurch in Zukunft massiv an Gewicht bei Autos, Raketen und Flugzeugen eingespart werden kann. Mit dieser Idee gewann das Team gleich doppelt, denn Start-ups auf dem Energie-Bereich können beim Science4Life Venture Cup zusätzliche Spezialpreise gewinnen, die vom Land Hessen und der Viessmann Group gefördert werden. Flex4Energy aus Darmstadt haben einen skalierbaren, offenen Marktplatz mit regionalen Energieprodukten von Versorgung bis Netzdienstleistung entwickelt. Eine Fischwanderhilfe, welche die Gewässerdurchgängigkeit einfach, schonend und kostengünstig wiederherstellt, sowie den Leitstrom energetisch nutzen kann, stammt von Fishcon aus Wien, dem dritten Gewinnerteam im Bereich Energie. „Die vielen Ideen aus dem Energiebereich machen deutlich, wie wichtig die Gründungsförderung in der Energiebranche ist und welch große Rolle Science4Life dabei spielt“, sagt Fabian Stern, Head of Innovation Management bei Viessmann.

Start frei für die Konzeptphase: Aus Ideen werden Geschäftsmodelle

Der Science4Life Venture Cup besteht aus drei Phasen: Ideenphase, Konzeptphase und Businessplanphase. Teams können entweder alle Phasen durchlaufen oder sich nur für einzelne Phasen bewerben. In der nun folgenden Konzeptphase wird die Idee zu einem Geschäftskonzept weiterentwickelt. Dafür wird bis zum 12. Januar 2018 eine Darstellung des Geschäftsmodells, des Unternehmerteams und eine erste Markteinschätzung eingereicht. Die Teams der 20 besten Konzepte werden zu einem zweitägigen Intensiv-Workshop nach Berlin eingeladen. Hier steht jedem Gründerteam ein persönlicher Coach zur Verfügung, um das Konzept weiter zu verfeinern. Die besten zehn Teams werden bei der Konzeptprämierung am 13. März 2018 mit jeweils 1.000 Euro prämiert. Zusätzlich erhalten die zwei besten Geschäftskonzepte aus dem Bereich Energie einen Spezialpreis mit je 1.000 Euro Preisgeld. In der dritten Phase geht es dann richtig zur Sache, denn mit dem Ausformulieren des konkreten Businessplans legen die Start-ups den Grundstein für ihr Unternehmen. Während des gesamten Businessplan-Wettbewerbs können Gründerteams Preisgelder in Höhe von 82.000 Euro gewinnen.

Copyright: Science4Life e.V.

Sieben auf einen Streich: Sonnenstrom vom Dach

Wohnungsbaugesellschaften und Stadtwerke mit gemeinsamem Ziel: Mieterstrom-Plattform soll preiswerte Öko-Energie zugänglich machen

Kaum ein Prozent des Stroms wird heute auf den Berliner Dächern gewonnen, 25 Prozent wären möglich. Eine Mieterstrom-Plattform soll dazu beitragen, dass diese Lücke rasch geschlossen wird. Die Berliner Stadtwerke und die sechs kommunalen Wohnungsbaugesellschaften gehen dazu gemeinsam an den Start. Zusammen sollen auf den Dächern Sonnenkraftwerke gebaut werden, deren Ökostrom die Mieter in den Häusern kostengünstig beziehen können. Über diese Kooperation, die auch der Erreichung der Berliner Klimaschutzziele dient, haben sich die degewo AG, die GESOBAU AG, die Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, die STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH und WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH in einer heute zusammen mit den Stadtwerken sowie dem Land Berlin unterzeichneten Absichtserklärung verständigt.

Das Netzwerk lädt weitere Partner ausdrücklich ein

„Wir fangen nicht bei Null an, sondern haben alle schon gute Erfahrungen mit Mieterstromprojekten, die wir entweder allein oder auch mit Partnern umgesetzt haben“, sagt GESOBAU-Chef Jörg Franzen stellvertretend für die Berliner Wohnungsgesellschaften.

Berlins Energiesenatorin Ramona Pop: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, mit den Landesunternehmen und allen voran mit den Berliner Stadtwerken Impulse für eine beschleunigte Umsetzung der Energiewende in der Stadt zu setzen. Mit dieser Plattform, einem Netzwerk von engagierten Praktikern für nachhaltige und bezahlbare Energie von unseren Dächern, star-ten wir jetzt den Turbo für diese dezentrale Zukunftstechnik. Wir wollen, dass die Energie-wende Fahrt aufnimmt und wir wollen die Akteursvielfalt für kreative Ideen und Erfolgsmethoden. Daher ermuntere ich weitere Firmen aus der Energie- und Immobilienwirtschaft, da-bei zu sein.“

Ein Toast aufs Gelingen der Mieterstromplattform: (v.l.n.r.) Ingo Malter, Geschäftsführer STADT UND LAND Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer, Christoph Beck, Vorstand der degewo AG, Snezana Michaelis, Vorstand Gewobag Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, Stefanie Frensch, Geschäftsführerin der HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH, Jan Robert Kowalewski, Geschäftsführer der WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH, Berlins Senatorin für Energie, Ramona Pop, Jörg Franzen, Vorstandschef der GESOBAU AG, Berlins Senator für Finanzen, Matthias Kollatz-Ahnen sowie Wasserbetriebe-Vorstandschef Jörg Simon. | Foto: Berliner Stadtwerke

 

Die Berliner Stadtwerke wirken in der netzwerkartigen Plattform als Katalysator und ergänzen die Kompetenz der Energie-Töchter der Wohnungsbaugesellschaften. Sie investieren Landesmittel in sinnvolle Infrastrukturmaßnahmen und lassen die Mieter an der Energiewende teilhaben. In der jetzt bekundeten Zusammenarbeit sollen die Potenziale der Immobilien für Photovoltaik (PV) entwickelt, Anlagen gebaut und betrieben und der Strom direkt vor Ort an die Mieter vertrieben werden. Das Prinzip des Netzwerks: Jeder macht das, was er am besten kann; die Wohnungsbaugesellschaften kennen ihre Häuser und Mieter besser als jeder andere, die Stadtwerke haben das PV-Know-how.

„Der Grundstein ist gelegt“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Andreas Irmer. „Jetzt checken gemeinsame Teams der sieben Gründer alle Dächer der Partner auf solare Eignung, entwickeln Standard-Verträge und loten weitere Kooperationsmöglichkeiten aus.“ Hierzu gehören etwa Modelle für die gemeinsame Nutzung von Strukturen vom Einkauf bis zur Vermarktung und für den Einbezug bereits vorhandener Strommarken der Wohnungsbauunternehmen. (red)

Gesetzliche Krankenkasse BARMER startet „Digital Health Wettbewerb“

Start-ups, Gründer und junge Unternehmen können noch bis zum 22. Januar 2018 am „Digital Health Wettbewerb“ der BARMER teilnehmen. Gesucht werden digitale Lösungen zur nachhaltigen Gesundheitsförderung. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Themen gesunde Ernährung, Bewegungsförderung, Suchtprävention oder die Förderung der Gesundheitskompetenz im Vordergrund stehen. Mit digitalen und innovativen Ansätzen möchte die BARMER die Nutzer zukünftig dort ansprechen, wo sie leben und sich aufhalten.

Die gesetzliche Krankenkasse sucht die beste App in der Prävention

„Die Digitalisierung hat das Potenzial, das Gesundheitswesen nicht nur weiter zu entwickeln, sondern zu revolutionieren. Beim Thema Prävention sehen wir einen wachsenden Bedarf. Wir erhoffen uns daher viele kluge und spannende Lösungen der Wettbewerbsteilnehmer, die die Prävention im Alltag deutlich erleichtern“, so Dr. Mani Rafii, der BARMER-Vorstandsmitglied und Schirmherr des Wettbewerbs.

BARMER begleitet die besten Lösungen auf dem Weg zur Marktreife

Noch ist der Gesundheitsmarkt für Außenstehende sehr undurchsichtig. Das liegt mitunter an den vielen Hürden und gesetzlichen Auflagen. Das Ziel der BARMER ist es, die Gewinner fit für die gesetzliche Krankenversicherung zu machen.

„Eine interne BARMER-Jury wird zunächst nach dem Einsendeschluss alle Bewerbungen bewerten und entscheiden, welche acht Vorschläge zur Vorstellung eingeladen werden. Unter diesen acht wird die Jury die drei Gewinner ermitteln“, sagt Rafii.

Die Gewinner werden dann mit ihren digitalen Lösungsstrategien auf dem komplizierten Weg in den Gesundheitsmarkt begleitet. Dazu gehören ein strukturierter Austausch und ein Coaching mit den BARMER-Experten zur Umsetzungs- und Entwicklungsmöglichkeit der Produkte. (red)

Legal Tech – der neue Hype im Rechtsmarkt?

Juristen sind bekanntlich eher konservativ und finden sich folglich auch bei der Nutzung digitaler Hilfsmittel nicht an vorderster Front. Nun aber hat der Trend zu Digitalisierung und künstlicher Intelligenz auch den Rechtsberatungsmarkt erfasst. Unter dem Label Legal Tech sind künftige Einsatzmöglichkeiten dieser Technologien jetzt auch Thema des Deutschen Anwaltstages. Was also ist auf diesem Gebiet in Zukunft zu erwarten?

Schon jetzt gibt es die automatisierte Bearbeitung von Massenverfahren, zum Beispiel bei Strafzetteln oder der Wahrnehmung von Fluggastrechten: Der Anwalt bietet eine Online-Eingabemaske an, mit der die relevanten Daten und Angaben abgefragt werden. Der Computer wirft dann einen passenden Schriftsatz aus, der nur noch unterschrieben werden muss. Experimentiert wird dabei auch mit „Chatbots“, automatisierten Frage-Antwort-Dialogen mit Spracheingabe, die gleich eine rechtliche Würdigung abgeben. Einen anderen Ansatz verfolgen „smarte“ Verträge, die vom Computer aus fertigen Bausteinen zusammengestellt werden und programmierte Module enthalten, die die Vertragsabwicklung steuern, unter anderem durch Überwachung von Fristen, Auslösen von Zahlungen und Freigaben.

Legal Tech bleibt auch zukünftig nur ein Hilfsmittel

Reine Zukunftsmusik ist dagegen noch die KI-basierte Auswertung von Rechtstexten und Gerichtsentscheidungen, etwa um das Entscheidungsverhalten und die Vorlieben eines bestimmten Richters vorhersagen zu können. Schon jetzt Realität und zunehmend verbreitet ist der elektronische Rechtsverkehr: Die Papierakte wird in vielen Kanzleien, Behörden und Gerichten mehr und mehr durch ausschließlich elektronische Verfahren abgelöst. Kehrseite all dieser Technologien sind ständig wachsende Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit – nicht nur für Anwälte und Behörden, sondern auch für Privatpersonen und Unternehmen. Gerade für Letztere besteht schon jetzt erheblicher Beratungsbedarf nicht nur in technischer, sondern auch in rechtlicher Sicht. Trotz allem: Die Beratung in komplexen Rechtsfällen wird auch künftig nicht von Computerprogrammen geleistet werden können, die Anwälten und Mandanten gleichwohl wertvolle Hilfestellung geben können.

von Rechtsanwalt Dr. Bertrand Malmendier

 

EasyPark Studie: Berlin ist Platz 13 auf dem Smart-Cities-Index

Die Studie von EasyPark ermittelt die Spitzenreiter unter den Smart-Cities

Im internationalen Vergleich gehört Berlin noch nicht in die Riege der Top 3 Smart Cities. Die Hauptstadt landete nur auf dem 13. Platz der intelligentesten Städte der Welt. Ab besten schnitten Dänemark, Singapur und Stockholm ab. Die preisgekrönte Smart-Parking-App von der Firma EasyPark veröffentlichte den Smart-Cities-Index 2017, um zu zeigen, welche Städte die Vorreiter in den Bereichen Digitalisierung, Mobilität und Co. sind.

EasyParks Smart-Cities-Index

Um die Studie zu erstellen, hat das Unternehmen EasyPark eine Liste von 500 sorgfältig ausgewählten Städten erstellt. Dann wurden diese anhand von 19 Merkmalen intelligenter Städte untersucht. Die Auswahlkriterien der Parking-App waren: Intelligentes Parken, Umweltfreundliche Energie, Stadtplanung, Ökosystem für Unternehmen, Internetgeschwindigkeit und der Wahrnehmung der Experten. Bewertet wurden die einzelnen Kriterien mit Punktzahlen von eins bis zehn. Die höchste Punktzahl stellte zehn dar. Insgesamt gab es 100 Platzierungen.

“Jede Stadt, die im Index aufgeführt wird, verdient es für ihre Anstrengungen gelobt zu werden. Die Ergebnisse machen zum einen deutlich, welche Städte bei dem Thema meilenweit voraus sind und zeigen zum anderen, dass es viele Städte gibt, die bei der intelligenten Stadtentwicklung beachtliche Anstrengungen unternehmen und in Zukunft zu den intelligentesten Städten zählen dürften”, so Nico Schlegel, länderverantwortlicher Geschäftsführer von EasyPark Deutschland und Österreich.

Berlin kann noch smarter werden

Die Hauptstadt schnitt mit einer Gesamtpunktzahl von 7,39 ab und liegt somit knapp vor der Hansestadt Hamburg. In der Kategorie Ökosystem für Unternehmen konnte Berlin mit 8,88 von 10 Punkten überzeugen. Dagegen ist in puncto Internetgeschwindigkeit noch viel zu tun, denn dort wurden nur 3,16 Punkte vergeben. Scheint so, als könnte die Hauptstadt noch einiges verbessern. Selbst Hamburg erhielt bei der Expertenmeinung eine Punktzahl von 9,1, dagegen erhielt Berlin nur 7,9. Die Smart City Strategie Berlin, die am 21. April 2015 vom Senat verabschiedet wurde, bedarf also noch der einen oder anderen Überarbeitung. (red)

Peat, Cargonexx und Samcc – die Gewinner des deutschen Digitalpreises „The Spark“ 2017

Am Wochenende wurden die klügsten Köpfe im Bereich künstlicher Intelligenz und technische Innovationen beim deutschen Digitalpreis „The Spark“ ausgezeichnet. Die Erfindungen der diesjährigen Gewinner sind vielfältig: Pflanzenschädlinge mithilfe einer App erkennen und bekämpfen, Transport leichter gestalten und Spediteur und Unternehmen zusammen bringen oder die Buchhaltung erleichtern und Finanzen transparent darstellen.

App Plantix gegen „Morto Subito“

Einer der diesjährigen Gewinner entwickelte eine App mit dem Namen Plantex, die vielen Landwirten dabei helfen kann, eventuelle Schädlinge an ihren Pflanzen frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und zu vernichten. Das Start-up Peat aus Hannover setzt dabei künstliche Intelligenz innovativ ein und folgt damit dem Leitthema des Wettbewerbs. Den Gründern war bewusst, dass Pflanzenkrankheiten erkennbare Muster hinterlassen und die digitalen Möglichkeiten täglich wachsen. Mittlerweile erkennt die App 170 verschiedene Pflanzenschäden und soll bald von einer Million Menschen genutzt werden. Das Start-up greift mit dieser Innovation ein relevantes und brisantes Thema auf. Angesichts einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung und dem gleichzeitigen Defizit der Grundversorgung aufgrund von Insekten, Pilzen oder anderweitigen Erregern, stellt die App eine erste hilfreiche Lösung dar. Umso eher die Landwirte auf Schädlingsbefall reagieren können, umso eher können sie auch handeln und ihre Ernte retten. Damit gewinnen sie nicht nur Lebensmittel sondern sichern sich gleichzeitig auch ihre Existenz. Das Team bietet die App kostenlos an, um weitere Fotos zu sammeln, die der Algorithmus lernen kann. Außerdem möchten sie eine Plattform erstellen, über die Bauern gegen eine Vergütung Pflanzenschutzmittel kaufen können.

Lastverkehr effizienter organisieren mit Cargonexx

Die Gewinner des zweiten Platzes haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Lastverkehr effizienter zu organisieren und so Autobahnen zu entlasten. Das Team hat ein System entwickelt, welches Spediteure und Unternehmen zusammen bringen soll. Die Zusammenarbeit soll erleichtert werden. Dafür wurde ein Algorithmus entwickelt, der per Knopfdruck tausende von Frachten analysiert und dabei bis zu 400 weitere Faktoren berücksichtigt, um am Ende einen Preis zu kalkulieren. Die Technik funktioniert einwandfrei, die Transportbranche reagiert aber bisher skeptisch. „Das ist wie ein Guerillakampf, es geht nur Person für Person“, sagte der Cargonexx-Gründer Rolf-Dieter Lafrenz gegenüber dem Handelsblatt. Die Logistik eines Unternehmen bestimme sich immer noch intern, viele Geschäftsführer möchten selber entscheiden, wie gearbeitet werde.

Smacc ermöglicht transparente und einfache Buchhaltung

Mit einer Software, die die Buchhaltung bei kleinen und mittleren Unternehmen weitestgehend automatisieren soll, gewannen die Gründer des Berliner Softwareanbieters Smacc den dritten Preis. Das Prinzip ist einfach: Mithilfe einer Software wird eine Rechnung eingelesen, dem passenden Buchführungskonto zugewiesen und die entsprechende Überweisung automatisch vorbereitet. So werden zum einen keine Rechnungen mehr übersehen und zum anderen Kosten für die Bearbeitung von Papierbelegen gespart. Für den Mitbegründer Ulrich Erxleben entscheiden die Finanzen über die Existenz eines Unternehmens. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen werden insolvent, weil sie keine Transparenz über ihre Finanzen haben“, gab er gegenüber dem Handelsblatt an. Damit die Software „lernen“ kann, sei die Zusammenarbeit mit Unternehmen entscheidend. Dies sei zu Beginn der Unternehmensgeschichte der schwierigste Teil gewesen, nun scheint diese Hürde aber genommen. (ao)

GRETA mit PMN Management Award 2017 ausgezeichnet

Am gestrigen Abend wurde GreenbergTraurig im Rahmen der PMN Award Gala in Frankfurt für ihre Due-Diligence-Anwendung GRETA (GREenberg Traurig Application) als führende Sozietät im Bereich Legal Tech und innovative Technologie mit dem ersten Platz ausgezeichnet.

Die Jury begründete ihre Entscheidung mit: „Anstatt nur zuzusehen, hat sich die Kanzlei Greenberg Traurig zur Gestalterin des Wandels gemacht – mit GRETA. Greenberg Traurig hat damit sehr früh erkannt, dass digitale Helfer Anwälten nichts wegnehmen, sondern sie und ihre Prozesse beflügeln können.“

GRETA ist eine einzigartige Softwarelösung, die sämtliche für eine Immobilien-Due-Diligence relevanten Kerndaten mit künstlicher Intelligenz aus verschiedenen Dokumentenarten herauslöst und auswertet. Erstmals wird eine einheitliche Daten-Grundlage für juristische und kaufmännische Analysen und Reports geschaffen, die Mandanten und Beratern online zur unmittelbaren Bearbeitung zur Verfügung steht. Bewertungsprozesse werden schneller, effizienter und noch stärker auf Mandantenbedürfnisse zugeschnitten.

Initiiert von Dr. Christian Schede, Managing Partner von Greenberg Traurig Germany, wurde das IT-Tool von Dr. Henning Sieber und Wencke Bäsler in Kooperation mit den Legal-Tech-Spezialisten von EVANA entwickelt. „Mit diesem auf Mandantenanforderungen anpassbaren Tool haben wir einen Quantensprung in der Optimierung von Due-Diligence-Prozessen mit künstlicher Intelligenz vollzogen. GRETA wird Bewertungsprozesse in Immobilientransaktionen grundlegend verändern, indem es unseren Mandaten und uns Zeit und Ressourcen einspart und eine einheitliche Datengrundlage für die Prüfung der einzelnen Transaktionsbeteiligten schafft“, so Christian Schede.