visitBerlin feiert 25jähriges Jubiläum

Im April 1993 wurde visitBerlin, damals Berlin Tourismus Marketing GmbH, als erstes deutsches Public-Private-Partnership im Tourismus gegründet. Somit ist vor 25 Jahren ein richtungsweisendes Unternehmensmodell zum Vorteil der Stadt entstanden. Berlin ist heute weltweit als europäisches Top-Reiseziel bekannt. Mit einem jährlichen Umsatz von 11,6 Milliarden Euro pro Jahr sind Tourismus und Kongresse einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Berlin. „Unser Job ist es, den Vorhang zur Seite zu ziehen und die Welt für Berlin mit seinen Menschen, seiner Atmosphäre und Kultur zu begeistern“, ließ visitBerlin-Geschäftsführer Burkhard Kieker verlauten.

visitBerlin unterstützt Nachhaltigkeit

Das Unternehmen betreibt zurzeit sieben Berlin Tourist Infos. Darüber hinaus verantworten sie Berlins offizielles Reiseportal, visitBerlin.de. Mittlerweile ist visitBerlin auch als Reiseveranstalter aktiv und erwirtschaftet damit einen Großteil seines Etats selbst. Das touristische Marketing bei visitBerlin wurde in den letzten Jahren um weitere Aufgaben ergänzt. Die nachhaltige Entwicklung und Steuerung des Tourismus sind nun auch Teil des Unternehmenskonzepts. Im Austausch mit anderen Metropolen hat die Tourismusagentur maßgeblich dazu beigetragen, dieses Thema weiterzuentwickeln. Aus den so gewonnen Erkenntnissen entstand eine Studie, die Grundlage für das aktuelle Tourismuskonzept des Berliner Senats ist.

„Es war eine gute, zukunftsorientierte Entscheidung, dass Berlin im Jahr 1993 gemeinsam mit Partnern aus der Berliner Wirtschaft eine eigenständige Gesellschaft für das Hauptstadt-Marketing gegründet hat. Das professionelle Tourismusmarketing von visitBerlin hat wesentlich dazu beigetragen, dass sich die Attraktivität unserer Stadt in einer stetig wachsenden Zahl von BesucherInnen aus Deutschland und aller Welt niederschlägt“, so die Grußworte der Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop.

Besucherzahlen im Vergleich

Mehr als 200 MitarbeiterInnen sind derzeit in der Hauptstadt und auf allen Kontinenten aktiv, um Berlin als Tourismus- und Kongressmetropole zu positionieren. In rund 50 Ländern wirbt visitBerlin mit der Mission: Die Welt für Berlin begeistern. Der Erfolg zeigt sich vor allem in der Entwicklung der Besucherzahlen. Zum Start im Jahr 1993 zählte die Statistik rund drei Millionen BesucherInnen sowie 7,3 Millionen Übernachtungen in Berlin. Inzwischen übernachten jährlich rund 13 Millionen Gäste über 31 Millionen Mal in der Stadt.

Auch als Kongresslocation ist Berlin immer gefragter. Die deutsche Hauptstadt positioniert sich seit mehr als zehn Jahren unter den Top 5 der internationalen Kongressmetropolen. Oliver Schumacher, Aufsichtsratsvorsitzender von visitBerlin richtete nicht nur an die Kollegen Grußworte. „Ein Dankeschön geht auch an die vielen Partner und Institutionen, mit denen visitBerlin seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeitet – ein Miteinander, das trägt.“ (red)

„Gleichstellung gewinnt“ – Senatorin Dilek Kolat, IHK und Handwerkskammer unterzeichnen Charta

Gleichstellungssenatorin Dilek Kolat startet heute gemeinsam mit Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Berlin und Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin die Kampagne „Gleichstellung gewinnt – Kulturwandel in Unternehmen“. Grundlage ist dabei die Charta „Gleichstellung gewinnt – für eine neue Unternehmenskultur in Berlin“, die während der heutigen Auftaktveranstaltung vorgestellt und feierlich unterzeichnet wird.

„Gleichstellung gewinnt – für eine neue Unternehmenskultur in Berlin“

In der Charta bekennen sich die Unterzeichnenden zur beruflichen Gleichstellung beider Geschlechter und zur aktiven Unterstützung des Kulturwandels. Darüber hinaus enthält die Charta sowohl Ziele als auch konkrete Maßnahmen, die zu mehr Gleichstellung in Unternehmen führen sollen. Dies betrifft zum Beispiel die bessere Vereinbarung von Familie und Beruf durch flexiblere Arbeitszeitmodelle für beide Geschlechter, zu denen auch die Rückkehr von Teilzeit in Vollzeit gehören kann.

Im Bereich von Führungskräften sollen Modelle zu „Führung in Teilzeit“ erprobt und Karriere-Einstiege für Mitarbeitende jenseits des 40. Lebensjahrs ermöglicht werden. Des Weiteren verpflichten sich die Unterzeichnenden auf gleiche Bezahlung von Frauen und Männern für gleiche und gleichwertige Arbeit. Sie unterstützen Lösungen zur besseren Realisierung von familienbedingten Arbeitszeitverkürzungen oder Auszeiten werden unterstützt, sowie Teilzeitberufsausbildung in den Betrieben erwogen.

Dilek Kolat, Dr. Beatrice Kramm und Stephan Schwarz starten Kampagne für Gleichstellung

Gleichstellungssenatorin Dilek Kolat: „Mehr Frauen im Betrieb und gemischte Teams zahlen sich aus durch besseres Betriebsklima, höhere Motivation und langfristige Betriebsbindung der Beschäftigten. Unterm Strich steht dann auch ein größerer und nachhaltigerer  wirtschaftlicher Erfolg. Geschlechtergerechtigkeit ist eine Frage der Unternehmenskultur. Sie muss konkret spürbar werden. Dazu gehören Fairness und Transparenz – das heißt nicht zuletzt gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Dazu gehört aber auch eine gute Work-Life-Balance, denn Frauen wie Männer wollen Kinder und die Pflege von Angehörigen mit dem Beruf vereinbaren. So gewinnen alle. Das ist das Ziel unserer Kampagne! Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit vielen Berliner Betrieben und die vielen positiven Praxisbeispiele.“

 

Dilek Kolat | Foto: SPD Berlin/Joachim Gern

 

Dr. Beatrice Kramm, Präsidentin der Industrie- und Handelskammer Berlin: „Durch den zunehmenden Fachkräftemangel sind die Berliner Unternehmen mehr denn je darauf angewiesen, das Potenzial von Frauen besser zu nutzen und zu fördern. Gerade der Mittelstand ist hier oft Vorreiter und beweist hohe Flexibilität, zum Beispiel bei Arbeitszeitmodellen. Die Unternehmen haben längst die mit Vielfalt verbundenen Chancen – insbesondere für Innovation und moderne Führungsstrukturen – für sich entdeckt und werben um weibliche Arbeits- und Führungskräfte.“

 

Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin | Foto: IHK Berlin/Oliver Lang

Beatrice Kramm, Präsidentin der IHK Berlin | Foto: IHK Berlin/Oliver Lang

 

Stephan Schwarz, Präsident der Handwerkskammer Berlin: „Um die Gleichstellung voranzubringen, benötigt Berlin eine flexible und gute Kinderbetreuung. Vor allem Alleinerziehende würden davon enorm profitieren. Sowohl die Berliner Politik als auch Unternehmen sind gefordert, hier mit gutem Beispiel voranzugehen und innovative Lösungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu finden.“

Der heutigen Auftaktveranstaltung folgen viele weitere Angebote. Organisierte Unternehmensbesuche sollen Einblick in die Arbeitsweise von Firmen geben, die den Kulturwandel und die Ziele der Kampagne bereits erfolgreich umsetzen und somit als Vorbild dienen können. Geplante Impulstage für die Praxis vermitteln des Weiteren in Workshops und interaktiven Themenkreisen neues Wissen, konkrete Zielvisionen und wichtige Denkanstöße für den unternehmerischen, aber auch den privaten Alltag. (red)

Kosten für Berliner Einheitsdenkmal steigen weiter

Die Kosten für das in Berlin geplante Freiheits- und Einheitsdenkmal fallen höher aus als ursprünglich angenommen: Zusätzlich zu den zuletzt kalkulierten 15 Millionen Euro werden weitere 2,5 Millionen Euro benötigt, wie aus einem Bericht von Kulturministerien Monika Grütters hervorgeht.

Initiative „Denkmal Deutsche Einheit“ will Denkmal errichten

Anlässlich des 10. Jahrestages der Friedlichen Revolution gründeten Florian Mausbach, ein deutscher Stadtplaner, Günther Nooke, DDR-Bürgerrechtler und deutscher Politiker, Jürgen Engert, Journalist, und Lothar de Maizière, deutscher Politiker, die Initiative „Denkmal Deutsche Einheit“. Ziel der Initiative war es, ein Denkmal in Erinnerung an die Friedliche Revolution von 1989 und an die deutsche Wiedervereinigung von 1989/1990 zu errichten. Der Initiative schlossen sich zahlreiche Persönlichkeiten der Öffentlichkeit an.

Um die Menschen zu würdigen, die den Mut hatten, sich gegen das DDR-Regime zu stellen, haben die Gründer am 13. Mai 1998 in einem offenen Brief Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth, Bundeskanzler Helmut Kohl, Bundesratsvorsitzenden Gerhard Schröder und den Regierenden Bürgermeister Eberhard Diepgen dazu aufgefordert, ein Freiheits- und Einheitsdenkmal erbauen zu lassen.

Deutscher Bundestag spricht für die Errichtung des Denkmals aus

Nachdem der Antrag für das Einheitsdenkmal im April 2000 im Kulturausschuss des Bundestages abgelehnt wurde, nahm der Bürgerverein „Deutsche Gesellschaft“ das Projekt wieder auf. Erst am 09. November 2007 sprach sich der Bundestag für die Errichtung des Monuments aus. Erbaut werden soll es auf dem großen Sockel des ehemaligen Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals, das 1950 von der DDR-Führung abgerissen wurde.

Nach dem Beschluss des Bundestages wurde Anfang 2009 ein zweistufiger Gestaltungswettbewerb ausgelobt, der jedoch abgebrochen wurde, da die Jury sich nicht für einen Entwurf entscheiden konnte. Einige Monate später, am 1. Juli 2009, beschloss der Bundestagsausschuss für Kultur und Medien, einen zweiten Wettbewerb. 2011 wurde der Entwurf „Bürger in Bewegung“ von Johannes Milla (Stuttgart) und Sasha Waltz (Berlin) zum Sieger gekürt.

Das Einheitsdenkmal soll nun 17 Millionen Euro kosten

Die Baugenehmigung für die Errichtung des Denkmals wurde im Oktober 2015 erteilt. Im April 2016 wurden jedoch schon kurze Zeit später die Planungen für den Bau von dem Haushaltsausschuss des Bundestages gestoppt. Denn er argumentierte mit der Kostensteigerung von 10 auf mehr als 14 Millionen Euro. 2017 initiierten die Fraktionschefs von CDU und SPD, Volker Kauder und Thomas Oppermann, jedoch einen neuen Beschluss, indem der Bau des Monuments erfolgreich bewilligt wurde.

Grund für die steigenden Kosten sei zum einen der Aufwand für die Sanierung des Sockels. Zum anderen liegt es an der steigenden Vergütung, für die für den Bau beauftragte Agentur Milla & Partner. Ursprünglich sollte das Denkmal nächstes Jahr zum 30. Jahrestag des Mauerfalls eingeweiht werden. Dieser Termin wird nun nach aller Voraussicht nicht einzuhalten sein. (dn)

Kudamm Karree: CELLS Group vermietet Büroflächen an RTL Radio Center Berlin

Die CELLS Group hat rund 3.000 Quadratmeter Büroflächen im „Ku’damm-Karree“ in Berlin langfristig an die RTL Radio Center Berlin GmbH vermietet. Unter anderem werden die vier Radiosender „104.6 RTL“, „JamFM“, „105‘5 Spreeradio“ und „RTL Radio – Deutschlands Hitradio“ in das achte Obergeschoss des Komplexes in der Uhlandstraße 30-32 ziehen.

Liveradio aus dem Büroturm des Kudamm Karrees

Der im Rahmen des Mietvertrags vereinbarte Umbau der Büroflächen beginnt ab sofort, der Umzug des Mieters in die neuen Flächen wird dann planmäßig im zweiten Quartal 2019 erfolgen. Aktuell mietet das RTL Radio Center Berlin Flächen im ebenfalls zum „Ku’damm-Karree“ gehörenden Büroturm am Kurfürstendamm 207-208 und sendet live aus den dortigen Radiostudios.

„Wir sehen in dem erfolgten Abschluss des Mietvertrags einen Beleg für die hohe Standort- und Objektqualität des Ku’damm-Karrees sowie eine weitere Bestätigung der geplanten Umbaumaßnahmen. Es freut uns sehr, dass wir RTL erneut als Mieter gewinnen konnten“, sagt Norman Schaaf, Geschäftsführer der CELLS Bauwelt GmbH.

Langfristige Lösung mit RTL

Stephan Schmitter und Jan Trenn, Geschäftsführer der RTL Radio Center Berlin GmbH, ergänzen: „Wir sind sehr glücklich, dass wir gemeinsam mit CELLS Bauwelt eine langfristige Lösung für den Verbleib im Ku‘damm-Karree gefunden haben. Mit dem bevorstehenden Umzug in die komplett neuen Geschäftsräume in der Uhlandstraße bietet sich uns die Chance, unser Unternehmen fit für die neuen Formen des Arbeitens im digitalen Zeitalter zu machen und gleichzeitig unseren Mitarbeitern und Kunden weiterhin ein gemeinsames Arbeiten an diesem attraktiven City-Standort zu ermöglichen. Die bisherige Zusammenarbeit zur  Vorbereitung des Umzugs hat uns davon überzeugt, mit CELLS Bauwelt den richtigen Partner für dieses Vorhaben gefunden zu haben.“

Kudamm Karree bleibt Museums- und Theaterstandort

Das Ku’damm-Karree wird auf Basis der Entwürfe des renommierten Architekten Prof. Jan Kleihues mit umfangreichen Bau- und Sanierungsmaßnahmen neu belebt und zu einem urbanen, gemischt genutzten Quartier entwickelt. Das bestehende kulturelle Angebot trägt wesentlich zur Attraktivität des Gebäudekomplexes bei. Daher ist als Ergänzung zu Gastronomie, Arbeiten und Shopping auch zukünftig ein Theater- und Museumsbetrieb im Ku’damm-Karree vorgesehen.

Die CELLS Group wurde bei der Vermietung von der Wirtschaftskanzlei GSK STOCKMANN und RTL durch Wollmann & Partner Rechtsanwälte mbB juristisch beraten.

Mehr Informationen: Cells Group: www.cells-group.com

China-Reise der IHK Wirtschaftsdelegation: „Fahrt hat Türen geöffnet“

Zum Abschluss ihrer Reise nach China haben die Teilnehmer der IHK – Wirtschaftsdelegation ein durchweg positives Fazit gezogen. So konnten drei Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet werden, mehr als 150 chinesische Unternehmer und potentielle Investoren nahmen an den Wirtschaftskonferenzen in Peking und Shanghai teil. Im Rahmen der B2B-Gespräche und Besuche bei chinesischen Unternehmen gab es rund 200 direkte Unternehmenskontakte, die Fortsetzung des Austauschs wurde vereinbart.

Vor allem im Bereich nachhaltige Stadtentwicklung stießen die Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen der Berliner Unternehmen auf großes Interesse bei den chinesischen Gesprächspartnern. Einer der Höhepunkte der fünftägigen Reise war die Eröffnung des Berliner Wirtschaftsbüros im German Center in Peking. Aufgabe des Büros soll sein, nicht nur chinesische Unternehmen für Berlin zu gewinnen sondern auch Berliner Unternehmen bei der Geschäftsanbahnung in China zu unterstützen.

Die Reise nach China

Insgesamt waren 45 Unternehmer, Vertreter von Verbänden und Institutionen gemeinsam mit Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop nach China gereist, hauptsächlich Unternehmen aus den Leitbranchen Energie, Mobilität, Umwelt sowie IT und Start-ups.

Inhalt der Kooperationsvereinbarungen ist u.a. der Aufbau einer gemeinsamen Handelsplattform in China. Ein anderes Berliner Unternehmen aus dem Energiesektor plant die Zusammenarbeit mit einem der größten Hersteller von Elektrogeräten in China.

IHK-Präsidentin Dr. Beatrice Kramm: „China ist für Berlin einer der wichtigsten Handelspartner. Ich habe mich deshalb sehr über das Interesse seitens der chinesischen Gesprächspartner an einem vertieften Austausch gefreut. Gerade Geschäftsbeziehungen über Kontinente hinweg leben vom persönlichen Kontakt. Unser Dialog ist eine Investition in die Zukunft. Schließlich stehen wir z.B. bei den Themen Mobilität, Nachhaltigkeit und Städtebau vor ähnlichen Herausforderungen, wenngleich auch in unterschiedlichen Dimensionen. Je intensiver wir voneinander lernen, desto besser können beide Seiten diese Herausforderungen meistern.“

Stimmen aus der Delegation

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der Berliner Verkehrsbetriebe: „Angesichts der Einwohnerzahlen von chinesischen Metropolen, sind die Herausforderungen an die Mobilitätsangebote einfach gewaltig. Und so konnten wir interessante Gespräche zu vielen aktuellen Themen führen. Zum Beispiel zum Einsatz der E-Mobilität, der dazugehörigen Infrastruktur und den daraus folgenden Betriebsabläufen. Ich bin überzeugt, dass von einem solchen Erfahrungsaustausch beide Seiten profitieren. Denn egal ob in Peking oder in Berlin: Die Menschen wollen komfortabel, sicher und umweltfreundlich an ihr Ziel kommen.“

Matthias Zeller, Deutsche Energiesysteme GmbH:  „Für unser Start-up war die Reise nach Peking und Shanghai ein voller Erfolg. Wir konnten mit einem chinesischen Partner eine Erklärung für die Aufnahme von Vertragsverhandlungen unterzeichnen und zudem erste konkrete Projekte vereinbaren. Die Cleantech-Branche in China boomt, die Senatorin, die IHK Berlin und Berlin Partner haben uns die Türen zu dieser Branche geöffnet.“ (red)

China macht es vor, Berlin macht es nach: Die Hauptstadt soll künftig mit Elektrobussen ausgestattet werden

China ist zwar nicht auf dem neuesten Stand was die Technik im Straßenverkehr betrifft, dennoch sind sie der deutschen Hauptstadt in einem Punkt weit voraus: Rund 5.000 Elektrobusse sind auf Chinas Straßen unterwegs. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop besuchte während ihrer Delegationsreise die Stadt Peking, um sich genauer über die Thematik zu informieren. Dafür schaute sie sich am 18.04.2018 einen großen Betriebshof für Elektrobusse, Xiaoying Bus Terminal im Chaoyang Distrikt an.

China zeigt Ramona Pop wie das mit den Elektrobussen funktioniert

State Grid, dem gigantischen staatlichen Netzbetreiber, der für 80 Prozent der Energieversorgung von 1,3 Milliarden Chinesen zuständig ist, erklärte, dass im Xiaoying Bus Terminal die größte und leistungsfähige Ladestation der Welt vorhanden sei. 30 Busse der staatlichen Marke Foton, die mit Daimler kooperiert, können dort gleichzeitig aufgeladen werden. Das vollständige Aufladen beträgt nur 20 Minuten.

Die Crème de la Crème des Unternehmens Foton kamen zu dem Treffen mit der Senatorin. Begrüßt wurde Pop von Liang Zhaowen, Staatssekretär und eine wichtige Führungsposition der Foton-Nutzfahrzeugsparte. Auch Gary Gao, Foton-Manager, war anwesend. Voller Stolz präsentierten sie die Anlage, in der die ganzen Busse an den Ladesäulen zu finden waren. Insgesamt beläuft sich die Kapazität auf 360 Kilowatt. Laut mitgereister Energieexperten würde diese Menge für die Stadt Berlin nicht tragbar sein. Die Frage von Pop, wie stark die Leitung sei, die diese immense Strommenge zur Verfügung stellt, wurde leider nicht richtig beantwortet.

BVG will Elektrobusse auf Berlins Straßen bringen

BVG Chefin, Sigrid Nikutta und Senatorin Pop waren beide von der Vorstellung der Elektrobusse in Peking begeistert. Die rot-rot-grüne Koalition ist seit längerem versucht die Berliner Luft zu verbessern. Gleichzeitig würde dadurch der Lärmpegel auf den Straßen immens verringert werden. Eine erste Ausschreibung für 30 Elektrobusse wurde bereits durchgeführt. Zu einer Zusammenarbeit mit Foton kam es jedoch nicht. Laut Gao ist die Firma daran orientiert, ganze Lösungen zu finden und nicht vereinzelt Busse zu verteilen. Im Sommer 2018 sollen laut Nikutta die nächsten 30 Busse ausgeschrieben und die hauseigene Flotte soll somit stetig auf emissionsarme Antriebe umgestellt werden.

Hierzulande sind die Hersteller noch nicht wirklich überzeugt von den Elektrobussen. Es müsse noch viel erprobt und erforscht werden, bevor man sich an den Zahlen Pekings orientieren kann. Elektrobusse fungieren in Deutschland bisher lediglich als Modellprojekt. Bevor man sie bedenkenlos auf Deutschlands Straßen einsetzen darf, müssen diesbezüglich noch einige Technikfragen geklärt werden. (ls)

Bombenentschärfung am Hauptbahnhof: Verkehrschaos droht

Am Freitagmorgen wird in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft. Tausende Menschen müssen in einem Sperrkreis von ca. 800 Metern rund um den Fundort in der Heidestraße aus Wohnungen, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen evakuiert werden.

Zudem wird der Verkehr rund um den Hauptbahnhof vollständig lahm gelegt und es halten zwischen 10 und 14 Uhr keine Züge dort. In der Hauptstadt droht daher ausgerechnet vor dem Start ins Wochenende ein massives Verkehrschaos.

Fliegerbombe an der Heidestraße entdeckt

Am vergangenen Samstag, den 14. April 2018, stoß ein Kranführer bei Bauarbeiten an der Heidestraße auf eine Bombe. Bei dem Blindgänger handelt es sich um eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. „Ihr Zustand ist sicher; es besteht keine unmittelbare Gefahr“, teilte die Polizei mit.

Da die Bombe nah einer Tankstelle und an Berlins wichtigstem Verkehrsknotenpunkt liegt, muss sie so schnell wie möglich entschärft werden.

In Berlin droht Verkehrschaos

Wie die Polizei mitteilte, wird ab 09.00 Uhr ein 800 Meter weiter Sperrkreis um den Fundort eingerichtet. Die Züge der Deutschen Bahn werden ab 10.00 Uhr am Hauptbahnhof ohne Halt durchfahren. Ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr am und um den Bahnhof dann vollständig eingestellt. Betroffen sind die S-Bahnlinien S3, S5, S7, S75, S9, die U-Bahnlinie U55 sowie die Tramlinien M5, M8, M10. Während der Nahverkehr eingestellt wird, kommt es im Fern- und Regionalverkehr lediglich zu Umleitungen und Unterbrechungen.

 

Ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr am und um den Hauptbahnhof vollständig eingestellt | Foto: Pixabay

Ab 11.30 Uhr wird der Zugverkehr am und um den Hauptbahnhof vollständig eingestellt | Foto: Pixabay

Darüber hinaus ist auch der Luftverkehr am Flughafen Tegel betroffen. „Für den Zeitraum der Entschärfung wird der Flugverkehr für landende Maschinen in beiden Flugrichtungen eingestellt“, sagte der Flughafensprecher Daniel Tolksdorf. Während die Autofahrer Umwege fahren müssen, empfiehlt die Polizei, dass die Anwohner zum Zeitpunkt der Entschärfung ihre Wohnungen verlassen.

Auch Krankenhäuser und Behörden befinden sich im Sperrgebiet

Im Bereich des Sperrgebietes befindet sich auch die Charité. Daher müssen der nordwestliche Bereich des Campus Charité Mitte, wenige ambulante Bereiche, Teile der Verwaltung und 40 stationäre Betten evakuiert werden. Das Bettenhaus sei allerdings nicht betroffen. Bis zu tausend Patienten müssen das Gelände der Universitätsklinik verlassen.

Auch das Bundeswirtschaftsministerium, das Bundeswehrkrankenhaus, der Bundesnachrichtendienst sowie die Berliner Stadtmission befinden sich im Radius und müssen geschlossen werden. Zur Zeit der Entschärfung wird das Bezirksamt zwei Notunterkünfte in der Theodor-Heuss-Gemeinschaftsschule an der Quitzowstraße 141 und an der Grundschule Neues Tor, Hannoversche Straße 20 einrichten.

Wie lange die Bombenentschärfung dauern wird und wie viele Menschen von der Aktion betroffen sind, lässt sich noch nicht sagen. (dn)

BFW Deutscher Immobilien Kongress 2018: „Heimat und Bauen müssen miteinander gedacht werden!“

„Heimat 4.0 – Immobilienwirtschaft mit Zukunft“: Unter diesem Motto lud der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen zum diesjährigen Deutschen Immobilien Kongress am 19. April ins Berliner AXICA ein. Rund 300 Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und hochrangige Gäste aus der Politik diskutierten hier über die aktuellen und künftigen Herausforderungen für die Immobilienwirtschaft in Deutschland.

Deutscher Immobilien Kongress 2018

„Mit dem Motto unseres diesjährigen Deutschen Immobilien Kongresses verdeutlichen wir die zentrale Verantwortung, die unsere mittelständischen, meist regional verankerten Immobilienunternehmen wahrnehmen. Denn sie schaffen nicht nur Gebäude – sie schaffen die zentralen Voraussetzungen dafür, dass eine Heimat für die Menschen entstehen kann. Deshalb müssen Heimat und Bauen miteinander gedacht werden“, betonte BFW-Präsident Andreas Ibel in seiner Eröffnungsrede. Der neue Ressortzuschnitt im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat sei deshalb ein wichtiger und richtiger Schritt.

Marco Wanderwitz, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat würdigte in seinem Grußwort die Rolle der mittelständischen Immobilienwirtschaft und sagte, dass die Wohnrauminitiative eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung erfordert, bei der die Politik auf das starke Engagement der Branche angewiesen ist.

Heimat 4.0 – Immobilienwirtschaft mit Zukunft

Die aktuelle gesellschaftliche Debatte rund um den Heimat-Begriff wurde vom Innenpolitik-Chef der Süddeutschen Zeitung Heribert Prantl skizziert. In den folgenden Fachvorträgen wurden Analysen und Entwicklungen zu den Themenblöcken Zukunftstrends, Umwelt und Innovation aufgezeigt. In zwei Gesprächsrunden diskutierten BFW-Mitgliedsunternehmen und Partner aus anderen Branchen die Auswirkungen der Urbanisierung, der Digitalisierung und einer veränderten Mobilität der Zukunft auf Immobilienunternehmen und Nutzer.

Die Hamburger Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dr. Dorothee Stapelfeldt skizzierte, wie sich die Hansestadt den künftigen Herausforderungen stellt und betonte: „Heimat muss kein perfektes Paradies sein, um geliebt zu werden. Zugleich gehört es zu den vordringlichsten Aufgaben deutscher Politik, Rahmenbedingungen für bezahlbares Wohnen zu schaffen, in denen sich das gemeinschaftliche Zusammenleben gut entwickeln kann. Das berührt naturgemäß alle Lebensbereiche, vor allem aber ist diese Aufgabe eine Gemeinschaftsaufgabe, die wir weder dem Markt noch der Verwaltung allein überlassen können. Dabei kommt es uns nicht allein auf die Quantitäten an, sondern ebenso auf die Qualität des Wohnungsbaus – eine Gemeinschaftsaufgabe aller, denen Heimat am Herzen liegt. Der BFW und seine Mitglieder sind uns dafür ein Hauptansprechpartner.“

Deutschland muss sich auf die Digitalisierung vorbereiten

Dass die Digitalisierung ein Schlüssel für ein zukunftsweisendes Heimat-Verständnis darstellt, wurde in der key-note des stellvertretenden Vorsitzenden der FDP-Bundestagsfraktion Michael Theurer deutlich. Im Vorfeld betonte Theurer: „Deutschland befindet sich im Tiefschlaf: Während die Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen auf den ersten Blick gut sind, bereiten wir uns auf die Megatrends Digitalisierung, Globalisierung, demographischer- und Klimawandel kaum vor. Niedrige Bildungsausgaben, kaum Investitionen in Technik und Infrastruktur und im internationalen Vergleich auch wenig Forschung und Entwicklung: Deutschland lebt von der Substanz. Damit die Menschen hierzulande auch zukünftig noch in Wohlstand leben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können, braucht Deutschland ein Update: Ein Fitnessprogramm für die Wirtschaft und faire, zeitgemäße Regeln für das 21. Jahrhundert.“

„Es ist die mittelständische Immobilienwirtschaft, die die Klammer zwischen Heimat und Bauen bildet. Immobilien in Deutschland werden überwiegend vom Mittelstand gebaut und von der Mittelschicht gehalten“, resümierte BFW-Präsident Ibel. „Deshalb ist es unabdingbar, bei der Gesetzgebung die Auswirkungen auf den Mittelstand im Blick zu behalten.“ (red)

Kitaplatz-Not: Macht jetzt jeder Bezirk was er will?

Die Kitaplatz-Not in Deutschland ist groß. Insbesondere die Hauptstadt ist von dem Problem betroffen. In Berlin sollen laut Schätzungen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in diesem Jahr 3.000 Kinder keinen Kitaplatz bekommen. Die ersten Bezirke Berlin Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg planen künftig dagegen etwas zu unternehmen. Mit ihrem Eigenbetrieb, Kindergarten City, wollen die Bezirke die frei werdenden Kitaplätze nur noch an Kinder vergeben, die dort gemeldet sind.

Kita-Platz-Not trotz Rechtsanspruch

Zwar gibt es seit dem 1. August 2013 für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz, allerdings braucht es erneut richterlichen Druck, um diesen umzusetzen. So hat das Oberverwaltungsgericht in zwei Fällen die Stadtteile dazu verpflichtet, zügig einen Betreuungsplatz für die Kinder zur Verfügung zu stellen.

„Wir werden zukünftig alle wirklich frei werdenden Plätze nur noch an Kinder vermitteln, die im Bezirk gemeldet sind“, so die Geschäftsleiterin des Eigenbetrieb Kindergarten City, Katja Grenner. Ob und wann es tatsächlich dazu kommt, steht aktuell nicht fest. Die Jugendämter der Bezirke Mitte und Friedrichshain-Kreuzberg versuchen eine gemeinsame Vereinbarung mit Kindergarten City zu finden.

Jugendamt schaltet sich ein

Bisher hatte das Jugendamt bei der Platzvergabe in Kindertagesstätten keinen Einfluss. Dennoch suchen die verzweifelten Eltern bei ihnen nach Hilfe, wenn ihr Kind keinen Kitaplatz erhält. Dort entstehen die Wartelisten für die Härtefälle. Die Jugendämter wollen Kontingente von Kitaplätzen im Eigenbetrieb erhalten, um diese den Familien in den jeweiligen Bezirken zur Verfügung zu stellen. Der Eigenbetrieb Kindergarten City schlägt ein Kontingent von bis zu 10 Prozent vor. Die Jugendämter in Friedrichshain-Kreuzberg erwarten jedoch mehr.

Einig sind sich beide zumindest in dem Fall, dass man sich zunächst auf die Kinder der jeweiligen Bezirke konzentrieren möchte. „Natürlich geht es in erster Linie um die bezirkliche Versorgung“, so Bezirksstadträtin, Sandra Obermeyer. Auch die Familiensenatorin Sandra Scheeres äußert sich positiv über die Idee: „ Durch die Vereinbarung mit den Eigenbetrieben erhalten die Bezirke nun eine echte Einflussmöglichkeit auf die Vergabe von Kitaplätzen.“

Not macht erfinderisch

Generell geht die Idee nicht ausschließlich dahin gehend, dass nur Kinder aus den Bezirken einen Anspruch auf einen Kitaplatz haben sollen, sondern der Anspruch berlinweit gilt. Durch die Knappheit an Plätzen werden jedoch Kinder der jeweiligen Bezirke bevorzugt. Wie eine tatsächliche Umsetzung aussehen soll, ist zurzeit noch unklar. „Wir wollen am Ende nicht mehr Schaden anrichten, als dass wir Nutzen davon haben“, erklärt Obermeyer.

Ob das wirklich die Lösung ist, ist fraglich. Vielmehr wird es Zeit, dass die Forderungen der Richter, um den Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zu realisieren, verwirklicht werden: Lohnsteigerung für Erzieherinnen, bessere Betreuungsschlüssel, mehr Kita-Räume durch Investitionen in den sozialen Wohnungsbau- und sehr wichtig, ein zentrales Platz-Suchsystem um Kitas und Eltern zu entlasten. Die Forderungen der Richter sind selbstverständlich und hätten schon längst in Angriff genommen werden müssen. (ls)

Hines-Turm: BVG befürchtet Überflutung der U5

In Berlin werden immer mehr Hochhäuser gebaut oder befinden sich noch in der Planung. Allein am Alexanderplatz sind bis zu zehn Wolkenkratzer geplant. Für zwei Projekte gibt es sogar schon konkrete Pläne. So erhielt der Alexander-Tower erst im vergangenen Monat die Baugenehmigung. Das andere Projekt ist der 150 Meter hohe Hines-Turm.

Die BVG hat jedoch Bedenken, ob der Hines-Turm gebaut werden kann. Denn der Wolkenkratzer soll unmittelbar über dem Tunnel der U5 entstehen. Insgesamt könnten mehr als zehn Tunnel durch den Bau beschädigt werden.

Der Hines-Turm sollte schon längst fertig sein

Schon seit den 1990er Jahren existieren die Hochhauspläne für den Alexanderplatz. So entwickelte der Star-Architekt Hans Kollhoff 1993 ein Masterplan, der zehn 150 Meter hohe Wohntürme umfasst. Da jedoch der Plan den Abriss vieler Bauten voraussetzte, sollte das Konzept überarbeitet werden. Wie Senatsbaudirektorin Regula Lüscher ankündigte, wurde lediglich das geplante Hochhaus am Standort des Berliner Verlages aufgegeben, da das Verlagshaus unter Denkmalschutz steht.

Nachdem 20 Jahre lang kein einziges Hochhaus auf Kollhoffs Masterplan hin realisiert wurde, lobte die Alexanderplatz D4 Zweite Verwaltungsgesellschaft mbH, vertreten durch die Hines Immobilien GmbH, im Jahr 2013 einen nicht offenen, einphasigen, hochbaulichen Wettbewerb für den Neubau eines Turmhochhauses aus. Im Januar 2014 wurde das Projekt vom US-Architekten Frank O. Gehry zum Sieger gekürt. Der Bau sollte 2015 beginnen und zwei Jahre später 2017 fertiggestellt werden. Das Vorhaben wurde jedoch schon sehr früh auf Eis gelegt, da die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Bedenken hatten.

 

Alexanderplatz Residential Tower | Foto: Hines Corporate Communications

Alexanderplatz Residential Tower | Foto: Hines Corporate Communications

 

BVG befürchtet Überflutung der U-Bahn-Tunneln

Der 150 Meter hohe Hines-Turm mit einer Grundstücksfläche von 5.329 Quadratmeter soll neben dem Elektromarkt Saturn auf einem aus dem Jahr 1930 stammenden Fundamentblock errichtet werden. Da jedoch die U-Bahn-Linie 5 durch diesen Block verläuft, kann nicht ausgeschlossen werden, dass bei den Bauarbeiten der Tunnel beschädigt wird und es zu einem Wassereintritt kommen kann. Laut BVG liegt der Tunnel vollständig im Grundwasser.

BVG-Chefin Sigrid Evelyn Nikutta warnt davor, dass im Falle eines unkontrollierten Wassereintritts bis zu 17 Bahnhöfe geflutet werden und dadurch der U-Bahnbetrieb mehrere Jahre erheblich beeinträchtig wird. Betroffen wären die U-Bahn-Linien U5, U2 sowie U8. „Wir sehen nach wie vor erhebliche Risiken für die U-Bahnanlagen und den U-Bahnbetrieb, sollte dieses Bauvorhaben so wie geplant realisiert werden“, so BVG-Sprecherin Petra Reetz.

Der Aufsichtsrat wird entscheiden

Um Schäden beim Bau des 39-stöckigen Wohnturms zu verhindern, hat die BVG schon im Vorfeld mit dem Management von Hines eine Vereinbarung ausgehandelt. Diese ist jedoch von der BVG-Chefin noch nicht unterzeichnet worden. Das Bedenken der BVG kann der Senat nachvollziehen. „Wenn Bauprojekte die Betriebssicherheit von Schnellbahnen – hier der U-Bahn an einem zentralen Knotenpunkt – gefährden können, muss im Interesse aller Berlinerinnen und Berlinern sorgfältig hingeschaut werden“, so Matthias Borowski, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe.

Auf der nächsten Aufsichtsratssitzung der BVG am 25. April wird entschieden, ob die BVG der Vereinbarung zustimmt oder nicht. Sollte der Verkehrsträger das Abkommen nicht unterschreiben, droht der Wohnturm, in dem 300 Wohnungen entstehen sollen, zu scheitern. (dn)