Zalando feiert für neues Hauptquartier Richtfest am Spreeufer

Zalando hat nach einem starken Weihnachtsgeschäft die Ziele für das Gesamtjahr 2017 erreicht. Wie das Unternehmen mitteilte, stieg der Umsatz um bis zu 24 Prozent auf bis zu 4,5 Milliarden Euro. Co-Vorstandschef Rubin Ritter spricht von einem „starken Endspurt“.

Nun hat der führende Onlinehändler  an diesem Donnerstag den Richtkranz über der zukünftigen Firmenzentrale in Berlin-Friedrichshain gehoben. Rund 2.500 Mitarbeiter werden in dem siebenstöckigen Büro-Komplex arbeiten.

Richtfest am Spreeufer: Zalando-Chefs und Senatorin Ramona Pop fehlten

Mehrere Hundert Menschen kamen zum Richtfest in Berlin-Friedrichshain neben der Mercedes-Benz-Arena an der East Side Gallery. Nur die Firmenchefs und die Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, die kurzzeitig abgesagt haben, fehlten. Vertreten wurde Zalando-Chef Rubin Ritter von Raimund Paetzmann, Vice President Corporate Real Estate: „Wir sind in vielen europäischen Ländern tätig. Aber Berlin ist ganz klar unsere Heimat und soll es auch bleiben“, so der Zalando-Manager.

„Das neue Zalando-Hauptquartier zeigt eindrucksvoll, wie schnell sich ein Berliner Start-up zu einem der größten Arbeitgeber der Region entwickelt hat“, sagt Andreas Hochreuter, Abteilungsleiterin der Senatsverwaltung für Wirtschaft, die Senatorin Ramona Pop vertrat. Zalando war im Oktober 2017 der größte Mode-Onlinehändler Deutschlands und verfügt über einen der umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland.

Zalando etabliert sich zum führenden Onlinehändler

2008 gründeten David Schneider und Robert Gentz den Internet-Versandhändler Zalando. Bekannt wurde Zalando zunächst durch den Onlinevertrieb von Schuhen. In den folgenden Jahren wurde das Sortiment um Kleidung und Accessoires erweitert. Ab Frühjahr 2018 kommen auch Kosmetika hinzu.

Vor zehn Jahren wurde Zalando als Start-up in Berlin noch belächelt, doch nun ist der Onlinehändler zu einem der größten Arbeitgeber der Stadt geworden. Weltweit arbeiten fast 14.000 Angestellte für das Unternehmen und die Zahl steigt weiter. So kamen im Vorjahr 2000 neue Mitarbeiter dazu. In Berlin sind es aktuell 6000 Mitarbeiter. Das Geschäft wächst rasant und so investierte Zalando Millionen Euro in ein neues Quartier.

Neues Quartier in Berlin

Berlins erfolgreichster Onlinehändler investierte stolze 140 Millionen Euro in das neue Luxus-Quartier am Friedrichshainer Spreeufer. Auf der 42.000 Quadratmeter großen Fläche sollen Büros, Parkplätze, ein Gastronomiebereich und eine Kindertagesstätte entstehen. Ende September dieses Jahres soll der Bau fertiggestellt werden. Anfang 2019 will Zalando dann in das Hauptquartier gegenüber der East Side Gallery ziehen. 2.500 Mitarbeiter sollen in dem neuen Quartier arbeiten. (dn)

Der Cleantech Business Park bekommt endlich sein erstes Unternehmen

Eine freudige Nachricht vom Cleantech Business Park: Knapp zwei Jahre nach seiner Fertigstellung bekommt Berlins größtes Industriegebiet endlich sein erstes Unternehmen.

Die größte Industriefläche Berlins

Der Cleantech Business Park (CBP) befindet sich im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Mit einer Fläche von 90 Hektar ist er das größte zusammenhängende Industrieareal in Berlin. Der Industriepark entstand von 2010 bis 2015. Für die infrastrukturelle Erschließung und die Baureifmachung stellte die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung insgesamt 43 Millionen Euro aus den GRW-Fördermitteln bereit.

Nach der Fertigstellung im Dezember 2015 startete 2016 der Verkauf der Flächen an Investoren aus der Cleantech-Branche. Seitdem konnte bisher kein erfolgreicher Abschluss vermeldet werden.

Zukunftsort für Unternehmen der Cleantech-Branche

Der sich im Nordosten der Hauptstadt befindende Industriepark ist speziell auf produzierende Unternehmen der Cleantech-Branche ausgerichtet. Sie umfasst Bereiche der umweltfreundlichen Energien und Energiespeicherung, der Energieeffizienz, der nachhaltigen Mobilität, der Kreislaufwirtschaft, der nachhaltigen Wasserwirtschaft, der Rohstoff- und Materialeffizienz sowie der grünen Chemie.

Als Cluster für etablierte Global Player sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen bietet der Cleantech Park Möglichkeiten zum Austausch von Know-how. Zudem profitiert der Industriepark von seinem Standort in Marzahn. Dieser verfügt über eine ideale Verkehrsinfrastruktur, eine moderne Schullandschaft und eine große Vielfalt an Aus- und Weiterbildungsinstitutionen. Vor allem soll die optimale Anbindung an die Berliner Innenstadt die jungen Cleantech Unternehmen ansprechen.

Ein idealer Standort für junge Unternehmen

Besonders für junge Unternehmen ist eine räumliche Konzentration mit anderen Unternehmen wichtig. Standortfaktoren stehen in der Unternehmensbranche an höchster Stelle. Der Cleantech Business Park bietet auch die unmittelbare Nähe zu anderen Unternehmen. So grenzt das Industriegelände an das 1.200 Hektar große Industrie- und Gewerbegebiet „Berlin eastside“. Bei „Berlin eastside“ sind mehr als 35.000 Unternehmen registriert. Darunter namhafte Unternehmen wie z.B. Knorr-Bremse, Berlin Cosmetics, Harry Brot, ALBA, Coca Cola oder Elpro.

In unmittelbarer Nähe zum Industrieareal befindet sich auch das CleanTech Innovation Center (CIC). Das CIC ist ein Coworking-Innovationszentrum für Start-ups. Es dient als Treffpunkt für junge Unternehmen, die saubere Technologien entwickeln und vermarkten. Somit haben zukünftige Unternehmen im CBP die Möglichkeit sich mit anderen Unternehmen der Branche auszutauschen und vom Informationsfluss zu profitieren.

Der Cleantech Business Park bekommt sein erstes Unternehmen

Zwei Jahre nachdem der Cleantech Business Park fertiggestellt wurde, bekommt er endlich sein erstes Unternehmen: Die Swissbit Germany AG will seine Kapazitäten erweitern und plant einen Produktions- und Entwicklungsstandort. Die Swissbit Germany AG ist eine europäische Entwicklungs- und Produktionsfirma, die industrielle Speichermedien herstellt. Da seine Kapazitätsgrenze im GSG-Gewerbehof an der Wolfener Straße im Marzahner Stadtteil erreicht ist, will das Unternehmen nun in den Cleantech Business Park umziehen.

Noch vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus. Denn seit seiner Fertigstellung hatte sich kein einziges Unternehmen auf dem Industriegelände angesiedelt. Da bleibt die Frage, ob mit der Swissbit Germany AG nun endlich der Bann gebrochen wurde und schon bald ein Durchbruch für den Industriepark in Sicht ist. Laut dem Bezirksstadtrat für Wirtschaft, Straßen und Grünflächen, Johannes Martin, seien bereits 20 weitere Hektar für fünf Unternehmen reserviert. (dn)

Berlin bald teuerste Stadt Deutschlands

Steigende Mieten und Wohnungspreise könnten nach einer Studie der Deutschen Bank für Berliner noch lange zum Alltag gehören. Viele Faktoren sprächen dafür, dass die Entwicklung weit über das Jahr 2020 hinaus andauern werde. „Berlin könnte im Zuge dieser Entwicklung zu einer der teuersten deutschen Metropolen oder zumindest Städte werden“, heißt es im aktuellen „Deutschland-Monitor“ der bankeigenen Forschungseinrichtung. Wird Berlin bald teuerste Stadt Deutschlands ?

Studie: Berlin könnte zur teuersten Stadt Deutschlands werden

Der Hauptgrund, warum Berlin schon bald die teuerste Stadt Deutschlands sein könnte, liegt laut den Forschern der Studie darin, dass Berlin nicht genug baue. In keiner der acht größten deutschen Städte gebe es ein so großes Ungleichgewicht zwischen genehmigten und verwirklichten Bauvorhaben. Währenddessen steigerten Zuzug und nachlassende Arbeitslosigkeit die Nachfrage.

Derzeit hat Berlin stark mit dem dynamischen Bevölkerungswachstum zu kämpfen. Viele Menschen zieht es besonders in die Bundeshauptstadt aufgrund des Angebots an Arbeits- oder Ausbildungsplätzen. In Berlin leben derzeit 3,5 Millionen Menschen. Das Institut der deutschen Wirtschaft prophezeit sogar, dass es bis 2035 vier Millionen sein werden.

Berlin wird demnach voller. Dementsprechend wächst die Nachfrage an Wohnraum. Dieser ist knapp und Neubauvorhaben laufen nur schleppend. Diese Entwicklungen veranlassen letztendlich, dass die Mieten steigen.

Die Mieten sind enorm gestiegen

Im vergangenen Jahr sind die Angebotsmieten in Berlin laut der Studie um elf Prozent gestiegen – stärker als in den Vorjahren. So legten Haus- und Wohnungspreise demnach um zehn Prozent zu.

In der Studie sagen die Forscher für 2018 weiter steigende Mieten und Kaufpreise in deutschen Großstädten voraus. Grund sei vor allem der Mangel an Wohnraum und die gute Lage am Arbeitsmarkt. Eine sinkende Nachfrage nach Immobilien oder ein deutlich größeres Angebot seien nicht abzusehen und die leicht steigenden Zinsen für Finanzierungen dämpften den Boom nur etwas. Die Überbewertungen und das „Risiko einer ausgewachsenen Preisblase“ am deutschen Häusermarkt würden steigen, folgern die Ökonomen.

Zuletzt hatte bereits die Bundesbank von Überbewertungen von 15 bis 30 Prozent bei Wohnimmobilien in deutschen Städten berichtet. Eine Blase sieht sie aber nicht. (red)

Droht bei Knorr-Bremse doch noch Stellenabbau?

Wenige Tage vor Weihnachten konnten 109 Knorr-Bremse Mitarbeiter aufatmen. Denn der Münchner Bahn-Zulieferer teilte mit, dass er die Verlagerung von Hasse & Wrede stoppt. Dabei hatte der Konzern ursprünglich vor, alle Arbeitsplätze aus dem Marzahner Werk nach Tschechien zu verlagern.

Nun steht Knorr-Bremse erneut vor einem großen Problem. Denn in Tegel droht ein Stellenabbau und 400 Mitarbeiter sollen davon betroffen sein.

Der weltweit führende Hersteller von Bremssystemen

Knorr-Bremse ist ein Nutzfahrzeugzulieferer mit Firmenhauptsitz in München. Gegründet wurde das Unternehmen vom Ingenieur Georg Knorr im Jahr 1905 in Berlin. Heute ist Knorr-Bremse ein weltweit führender Hersteller von Bremssystemen und Anbieter weiterer Subsysteme für Schienen- und Nutzfahrzeuge. An über 100 Standorten in 30 Ländern ist Knorr-Bremse vertreten. Für das Unternehmen arbeiten heute rund 25.000 Beschäftigte auf sechs Kontinente. In Berlin sind es etwa 1.100 Beschäftigte.

2016 konnte der Konzern einen Umsatz von rund 5,5 Milliarden Euro erwirtschaften. Trotzdem droht jetzt ein massiver Stellenabbau. Grund dafür ist das Tochterunternehmen Powertech, das in Tegel produziert. Laut Berliner Morgenpost hat Powertech letztes Jahr 17 Millionen Euro Minus gemacht.

400 Mitarbeiter fürchten um ihre Jobs

In dem Werk in Tegel stellen bislang 292 Mitarbeiter und etwa 100 Leiharbeiter Energieversorgungssysteme für Schienenfahrzeuge her. Der Konzern Knorr-Bremse plant nun bei Powertech die Arbeitszeit von 35 auf 42 Wochenstunden zu erhöhen, um die wirtschaftliche Schieflage zu begradigen. Sicher sind die Arbeitsplätze bei Powertech dennoch nicht. Laut dem Vorstand von Knorr-Bremse, Klaus Deller, wird der Konzern in den nächsten drei bis sechs Monaten eine grundsätzliche Entscheidung treffen müssen.

Es wird in Betracht gezogen, dass Powertech nach Liberec, in Tschechien umziehen soll. Liberec ist eine Stadt in der Metropolregion Prag. Das Unternehmen ist in dieser Region schon seit über 20 Jahren tätig. Mehr als 500 Mitarbeiter sollen dort mittlerweile tätig sein. Laut Knorr-Bremse gebe es vor Ort eine große Auswahl an qualifizierten Mitarbeitern. Was das Unternehmen jedoch gerne verschweigt: Tschechische Angestellte sollen durchschnittlich nur rund ein Drittel des Gehaltes ihrer deutschen Kollegen verdienen. (dn)

Umsatzrekord – Büromarktbericht Berlin für 2017

Die Hauptstadt ist und bleibt wohl der dynamischste Markt unter den Top-6 Deutschlands. Mit Bürovermietungen konnte erneut einen Umsatzrekord erzielt werden – der Investmentmarkt meldet zugleich eines der stärksten Jahre.

Büromarkt: Flächenmangel gibt Coworking Spaces weiterhin Aufwind

Berlin beendet 2017 mit einem Rekordergebnis: Insgesamt wurden mehr als 1 Mio. m² Fläche umgesetzt – Premiere für die Hauptstadt.

Gleichzeitig verzeichnet der Markt weiterhin hohe Mietzuwächse. In den letzten zwölf Monaten stieg die Durchschnittsmiete um 19,4 Prozent auf 19,10 Euro, die Spitzenmiete kletterte um 12,4 Prozent auf stolze 31,80 Euro. Im Vergleich zu den übrigen Top-6 liegt die Spreemetropole damit deutlich über dem Durchschnitt. „In den letzten Jahren haben wir eine in Deutschland und vielleicht auch europaweit seltene, wenn nicht einmalige Mietpreisentwicklung erlebt“, sagt Christian Leska, Managing Director Office Agency bei Savills in Berlin. Beim Blick auf die letzten fünf Jahre zeigt sich ein Plus von jeweils mehr als 50 % bei der Spitzen- und Durchschnittsmiete. Leska prognostiziert: „Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht in Sicht – die Steigerungsraten schwächen sich zwar etwas ab, aber auch in den nächsten zwölf Monaten sehen wir ein Plus der Mieten zwischen 5 Prozent und 7 Prozent.“

Die Leerstandquote ist stark gesunken

Der Anstieg ist auch auf das besonders knappe Flächenangebot zurückzuführen. Die Leerstandquote betrug zum Jahresende 2017 lediglich noch 2 Prozent und liegt damit 70 Basispunkte unter dem Vorjahreswert. „Insbesondere große, zusammenhängende Büroflächen ab 3.000 m² sind im Bestand nahezu gar nicht mehr verfügbar“, so Leska. Als kurzfristige Alternative gewinnen daher Coworking Flächen immer mehr Relevanz auf dem Bürovermietungsmarkt. Im vergangenen Jahr mieteten überregional tätige Anbieter zehn Flächen mit mehr als 78.900 m² an. Das entspricht einem Anteil von knapp 9,0 Prozent am Vermietungsumsatz.

Langfristig müssen Unternehmen, die große Flächen absorbieren, jedoch mit einem Horizont von mindestens zwei Jahren oder mehr planen sowie immer häufiger auch in Projekten anmieten. Die Fertigstellungspipeline fällt in 2018 und 2019 mit 226.000 m² bzw. 474.000 m² zumindest höher aus in im vergangenen Jahr (208.000 m²) und liegt damit auch deutlich über dem 5-Jahres-Durchschnitt von 175.000 m² Fläche. „Für die nach wie vor immense Nachfrage nach Bürofläche dürfte aber auch dieses vergleichsweise hohe Fertigstellungsvolumen kaum ausreichen“, konstatiert Leska und fügt hinzu: „Das mangelnde Angebot wird deshalb auch weiterhin die Nachfrage limitieren, zumal für 2018 z. B. lediglich ca. 49.000 m² spekulativ zur Neuvermietung zur Verfügung stehen und für die restlichen 78 Prozent bereits Mietverträge unterzeichnet wurden.“ (red)

Rekordzuwachs 2017: BFW begrüßt über 100 neue Mitglieder

Der Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. hat als Interessenvertreter der mittelständischen Immobilienwirtschaft im vergangenen Jahr weiter an politischem Gewicht gewonnen. Mit 101 neuen Mitgliedern haben der Bundesverband und die acht Landesverbände 2017 einen Rekordzuwachs verzeichnet. Die Mitgliederzahl des BFW stieg somit bereits das fünfte Jahr in Folge stark an.

Die meisten neuen Mitglieder konnte der Landesverband Nordrhein-Westfalen gewinnen (35), gefolgt vom Landesverband Berlin/Brandenburg (18) und dem Landesverband Nord (16). Davon profitieren die Unternehmen doppelt: Aufgrund der föderalen Struktur des Verbandes werden sie zugleich automatisch Mitglied im Bundesverband.

Mittelständische Unternehmen setzen auf den BFW

„Die mittelständische Immobilienwirtschaft kämpft mit einem ausufernden politischen Regulierungsdschungel, der das Entwickeln und Bauen von Projekten immer teurer und komplizierter macht“, sagte der Präsident des Bundesverbandes Andreas Ibel. „Die steigenden Mitgliederzahlen zeigen: Die mittelständischen Unternehmen setzen auf den Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. als starken Interessenverband mit Schlagkraft auf allen politischen Ebenen. Einer Schlagkraft, von der die Mitglieder gleich doppelt profitieren: Unsere regional verwurzelten Landesverbände agieren direkt an den Entscheidungsebenen der Kommunen und Länder. Der Bundesverband sorgt dafür, dass die Interessen der mittelständischen Immobilienwirtschaft bei den Entscheidungsträgern auf Bundesebene Gehör finden.“ Die BFW-Mitgliedsunternehmen erhalten dadurch einen entscheidenden Informationsvorsprung, ein breites Netzwerk sowie Einfluss auf alle politischen Ebenen, resümierte Ibel.

Das vielschichtige Tätigkeitsspektrum der mittelständischen Immobilienwirtschaft spiegelt sich auch bei den Neumitglieder wider: Darunter sind mehrheitlich Projektentwickler, Bauunternehmen und Verwalter, aber auch Planer und Start-ups mit unterschiedlichem Dienstleistungsangebot. Somit decken die neuen BFW-Mitgliedsunternehmen das gesamte Spektrum des Gebäudezyklus vom „Entwickeln“ über das „Bauen“ und „Erhalten“ ab.

„Die mittelständischen Immobilienunternehmen sind DIE zentralen Akteure der deutschen Immobilienbranche“, so Ibels Fazit. „Der BFW heißt alle neuen Mitglieder herzlich willkommen und freut sich auf die künftige Zusammenarbeit!“

Dem Flughafen BER fehlen bis zu einer Milliarde Euro

Noch vor Weihnachten letzten Jahres wurde angekündigt, dass der Flughafen Berlin Brandenburg voraussichtlich im Oktober 2020 eröffnen wird. Ganze acht Jahre nach der geplatzten Eröffnung im Jahr 2012. Nun droht dem Flughafen ein neues Problem: Bis zu einer Milliarde Euro sollen für den Flughafen BER fehlen.

Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat bereits im Dezember angekündigt, dass durch die abermals verzögerte Eröffnung zusätzliches Geld für das Projekt gebraucht wird. Doch wie wird die Flughafengesellschaft die zusätzlichen Kosten finanzieren können? Immerhin ist hier von einem zehnstelligen Betrag die Rede.

Dem Flughafen BER fehlt eine Milliarde Euro

Einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge sollen für den Ausbau und für die Inbetriebnahme des neuen Hauptstadtflughafens BER bis zu einer Milliarde Euro fehlen. Weiterhin wurde berichtet, dass allein die Kosten für den Baustellenbetrieb und die Einnahmeausfälle sich auf rund 25 Millionen Euro pro Monat (!) belaufen. Dies seien rund 750 Millionen Euro bis zur geplanten Eröffnung 2020. Es werden jedoch weitere Millionen für neue Aufträge zur Fertigstellung und zum beschleunigten Ausbau benötigt.

Die Flughafengesellschaft ist jedoch nicht in der Lage die zusätzlich benötigte Milliarde  zu finanzieren. Laut der „Bild am Sonntag“ können die Gesellschafter Berlin, Brandenburg und der Bund maximal 400 Millionen Euro durch Kredite stemmen. Über den restlichen Betrag seien sich die Gesellschafter des Flughafenprojekts jedoch uneinig.

Seit Baubeginn steigen die Kosten ins Unermessliche

Der erste Spatenstich des Flughafens BER erfolgte vor mehr als 11 Jahren im September 2006. Damals war noch von 2,5 Milliarden Euro die Rede. Bisher sind die Kosten jedoch schon auf rund 6,6 Milliarden Euro gestiegen. Nun wird noch eine Milliarde mehr benötigt.

Die Kosten werden auch nach der Eröffnung weiter steigen. Bis zum Jahr 2035 sind nämlich neue Erweiterungsbauten geplanten. Diese Erweiterungen sind nötig, um zukünftig 55 Millionen Passagiere abfertigen zu können. Denn bei seiner Eröffnung wird der Berliner Großstadtflughafen BER bereits zu klein sein, um alle Passagiere, die bislang über die Flughäfen Tegel und Schönefeld reisen, aufnehmen zu können. Beide Flughäfen werden jedoch nach der Eröffnung des BER ihren Betrieb einstellen.

Finanzbedarf soll auf der Aufsichtsratssitzung geklärt werden

Brandenburgs Finanzminister Christian Görke äußert sich über den Finanzbedarf sehr kritisch: „Das einzige, was in der FBB (Flughafengesellschaft Berlin Brandenburg) zu klappen scheint, ist die ständige Kreation immer neuer Bedarfe. Und dies offenbar ohne über ausreichend eigenes Geld zu verfügen.“

Jedenfalls wird erst im März auf einer Aufsichtsratssitzung über die Finanzierung entschieden. „Wir gehen davon aus, dass bis zur nächsten Aufsichtsratssitzung sowohl der Finanzbedarf solide ermittelt sowie eine verlässliche Finanzplanung erarbeitet sein wird“, so die Berliner Senatssprecherin Claudia Sünder gegenüber der dpa. (dn)

Easyjet startet Flugverkehr ab Tegel

Seit der Insolvenz von Air Berlin im vergangenen Jahr kämpft der Flughafen Tegel mit sinkenden Passagierzahlen. So waren es laut des Betreibers 3,7 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr. Mit „nur“ 20,5 Millionen Fluggästen gab es erstmals nach zwölf Jahren einen Rückgang der Passagierzahl. Die britische Fluggesellschaft Easyjet soll dies nun wieder gerade biegen und die Lücke, die Air Berlin hinterlassen hat, füllen.

Easyjet startet seinen Flugverkehr

Nach der Insolvenz hatte Easyjet für 40 Millionen Euro Teile der Fluggesellschaft Air Berlin übernommen. Nun startet die britische Billigfluglinie an diesem Freitag am Flughafen Tegel seinen ersten innerdeutschen Flug. Der Easyjet-Flug EZY5569 soll um 10:30 Uhr in Richtung München starten. Mit dem Flugbetrieb nach München ist es für Easyjet die erste innerdeutsche Verbindung.

„Berlin hat für uns eine herausragende Bedeutung“, sagt Thomas Haagensen, Easyjet-Chef für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Haagensen will in Berlin nicht nur Privatreisende, sondern auch Geschäftsreisende ansprechen. So sollen allein zwischen Berlin und München 102 Hin- und Rückflüge wöchentlich geplant sein.

Easyjet will seine Flüge verdoppeln

Von Sonntag an will Easyjet ab Tegel 19 Ziele anfliegen, vier davon in Deutschland. Neben München wird die Airline auch die Großstädte Frankfurt, Düsseldorf und Stuttgart anfliegen. Zu den internationalen Zielen gehören u.a. Mallorca, Rom und Tel Aviv. Die britische Fluggesellschaft rechnet mit rund einer Million neuen Passagieren in den nächsten drei Monaten.

Nach London-Gatwick wird Tegel die zweitgrößte Basis für Easyjet. „Wir planen bereit im Sommerflugplan ab Tegel doppelt so viele Ziele anzufliegen“, sagt Haagensen. Laut dem Easyjet-Chef wird Easyjet im Sommer alle 25 Maschinen von Air Berlin übernommen haben. Die zwölf Maschinen, die in Schönefeld stationiert sind, werden weiterhin bestehen bleiben.

Kampfansage an Lufthansa

Mit seinem Vorhaben wird Easyjet zu einer großen Konkurrenz für die Lufthansa. „Lufthansa muss sich warm anziehen“, sagt der Luftfahrtkenner Cord Schellenberg. „Easyjet ist ein respektabler Wettbewerber, der für die Fluggäste auch immer wieder Innovationen in den Markt bringt“, so Schellenberg weiter. Bald könnte Easyjet Lufthansa nicht nur Geschäftsreisende streitig machen. Denn laut Haagensen gibt es bereits erste Anfragen für Langstreckenflüge.

Ob da Lufthansa mithalten kann? Um ihre Position im europäischen Luftverkehr zu stärken, arbeitet die zweitgrößte Fluggesellschaft Europas, die Lufthansa, nun unter Hochdruck an einer Übernahme der insolventen italienischen Fluggesellschaft Alitalia. (dn)

Experte Florian Nöll: Die etablierte Wirtschaft muss sich für Start-ups öffnen

Wir haben mit dem Experten für Start-ups und die digitale Wirtschaft gesprochen: Florian Nöll. Als Vorsitzender des Start-up-Verbandes fungiert er als Dolmetscher zwischen innovativen Unternehmensgründungen und der Politik.

Florian Nöll, was ist die Aufgabe des Bundesverbandes Deutsche Startups e.V.?

Als Repräsentant und Stimme der Start-ups in Deutschland engagieren wir uns für ein gründerfreundliches Deutschland. Im Dialog mit Entscheidungsträgern in der Politik erarbeiten wir Vorschläge, die eine Kultur der Selbstständigkeit fördern und die Hürden für Unternehmensgründungen senken. Wir werben für innovatives Unternehmertum und tragen die Start-up-Mentalität in die Gesellschaft. Als Netzwerk verbinden wir Gründer, Start-ups und deren Freunde miteinander. Uns gibt es seit mittlerweile fünf Jahren. Von anfänglich ein paar dutzend Mitgliedern sind wir auf 750 Mitglieder angewachsen. Wir sind die einzige politische Vertretung der Start-ups in Deutschland.

Warum ist es so wichtig, junge Start-ups zu unterstützen?

Start-ups sind bereits heute echte Jobmotoren. In Berlin sind mehr Menschen in der Digitalwirtschaft beschäftigt als im industriellen Sektor. Wenn wir unsere Wirtschaft, unsere Konzerne und unseren Mittelstand digitalisieren und somit fit für das 21. Jahrhundert machen wollen, dann geht das nicht ohne die Start-ups. Sie sind dynamisch und flexibel genug, die Digitalisierung jeden Tag neu in ihr Geschäftsmodell zu integrieren. Die etablierte Wirtschaft muss sich für Start-ups öffnen, denn nur durch das Zusammenspiel von Start-ups und etablierter Wirtschaft können wir uns unseren Wohlstand auch in Zukunft sichern.

In keiner anderen deutschen Stadt werden so viele Start-ups gegründet wie in Berlin – woran liegt das?

Hier spielen mehrere Faktoren eine wichtige Rolle. Die Lebenshaltungskosten sind in Berlin immer noch geringer als etwa in München oder Hamburg. Sowohl Büromieten als auch die Mieten für Wohnraum sind längst nicht auf dem Niveau wie in diesen Städten, auch wenn die Berliner Mieten seit Jahren steigen. Zudem treten Start-ups hier nicht mit einer Vielzahl finanziell gut ausgestatteter Industriekonzerne auf dem Arbeitsmarkt in Konkurrenz wie beispielsweise in Bayern. Zum anderen ist Berlin sehr beliebt bei jungen Menschen aus der ganzen Welt. Das internationale Flair, das reichhaltige kulturelle Angebot und die Berliner Clubs wirken wie ein Magnet.

Kann Berlin es mit anderen Start-up-Städten wie London oder Amsterdam aufnehmen?

Auf jeden Fall! In Europa ist Deutschland, insbesondere Berlin, mittlerweile der bedeutendste Start-up-Standort. Berlin hat London, unter tätiger Mithilfe des Brexit, den Rang abgelaufen, wenn es um die zukünftigen Potenziale der Start-up-Wirtschaft geht.

Nach der Bundestagswahl 2017: Was wünscht sich der Bundesverband Deutsche Startups e.V. von der neuen Regierung?

Start-ups bewegen sich nicht im luftleeren Raum. Sie sind von einem regulatorischen Rahmen umgeben, der dringend angepasst werden muss.

Dazu zählen folgende Punkte:

  1. Mehr Gründer:

Deutschland hat in den vergangenen Jahrzehnten verlernt, ein Gründerland zu sein. SAP ist das einzige Unternehmen im DAX, dessen Gründer noch leben. Eine offene Einstellung zum Unternehmertum muss bei jungen Menschen schon durch Entrepreneurship Education in Schule und Hochschule sowie in der beruflichen Bildung gefördert werden.

  1. Mehr Vielfalt:

Gründer und Fachkräfte aus anderen Ländern bleiben und arbeiten in Deutschland, wenn sie hier willkommen geheißen werden. Eine Willkommenskultur, die den Fachkräften den Einstieg in das Leben und das neue Land erleichtert, ist unerlässlich. Dazu benötigen wir ein Einwanderungsgesetz! Ein gutes Einwanderungsgesetz ist mit einer Stellenanzeige vergleichbar: Wir sagen, wen wir suchen, was wir bieten und zu welchen Konditionen und Bedingungen wir die Stelle vergeben.

  1. Mehr Kapital:

Während mittlerweile ein gutes Angebot an Kapital in der Frühphase vorliegt, mangelt es deutschen Start-ups immer noch erheblich an Wachstumskapital. Um hier Abhilfe zu leisten, müssen sich institutionelle Anleger wie Versicherungen und Pensionskassen für Investitionen in Start-ups öffnen. Dazu müssen die gesetzlichen Restriktionen, die solche Investitionen verhindern, entsprechend liberalisiert werden.

Was erwartet uns bzw. die Start-up-Szene im Jahr 2018?

Um diese Frage zu beantworten lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Das Start-up-Ökosystem, die Technologien und die Branchen bewegen sich in Wellen. Das deutsche Start-up Ökosystem begann sich vor über 10 bis 15 Jahren mit E-Commerce zu entwickeln. Später folgten die Plattformen. Vor drei Jahren machte die FinTech-Technologie einen Sprung, woraufhin viele FinTechs gegründet worden sind. Die Branchen und Geschäftsmodelle entwickeln sich also parallel zu neuen Technologien. Momentan reden alle über Machine Learning, Artificial Intelligence oder Blockchain. Diese Technologien machen gerade riesige Fortschritte. Ich denke, dass wir in diesen Bereichen die meisten Neugründungen im Jahr 2018 sehen werden.

Ich hoffe, dass die neue Regierungskoalition das Thema Digitalisierung endlich anpackt. Dazu gehört, dass dieses Thema in einem eigenen Ministerium abgebildet wird. Wir brauchen ein eigenes Digitalministerium, welches einen Gestaltungsanspruch an die Digitalisierung unserer Gesellschaft und der Wirtschaft hat. Dieses Ministerium muss vom zukünftigen Kabinett die dafür nötigen Entscheidungskompetenzen auf legislativer und exekutiver Ebene zugesprochen bekommen. Der momentane digitalpolitische Flickenteppich, die Aufteilung zwischen Innen-, Justiz-, Wirtschafts- und Verkehrsministerium tut der deutschen digitalen Wirtschaft, allen voran den deutschen Start-ups, nicht gut. (cr)

Bankhäuser und FinTech: Kooperation ist die Zukunft

Junge, digitale Finanzdienstleister elektrisieren die traditionelle Bankenwelt. Was dran ist am FinTech-Hype?

FinTech ist mittlerweile ein globaler Megatrend, der das traditionelle Geldgeschäft maßgeblich verändern wird. Verkürzung der Wertschöpfungsketten, digitale Kundengewinnung, Dezentralisierung, Erreichbarkeit rund um die Uhr und eine vollständige Digitalisierung gestalten heute schon die Art und Weise um, wie das Finanzwesen funktioniert. Die vPE Bank, die am Potsdamer Platz im Herzen der Hauptstadt residiert, hat die Zeichen der Zeit erkannt und richtet ihren Fokus verstärkt auf die Digitalisierung des Bankwesens.

Banken müssen den FinTech-Trend in ihre Strategien einbeziehen

Denn der Trend ist unübersehbar: Investitionen in FinTechs steigen, Inkubatoren werden gegründet und Kooperationen publik. Über 750 Millionen Euro sollen bis 2020 investiert werden. Generell sind Partnerschaften zwischen FinTechs und Banken inzwischen vermehrt im Markt zu beobachten, was zeigt, dass sich Banken gegenüber dem FinTech-Trend nicht verschließen können, sondern diesen in ihre strategischen Überlegungen miteinbeziehen müssen, wenn sie den Anschluss an ihre Kunden auf lange Sicht nicht verlieren möchten. Banken müssen anfangen, ihre strategischen Geschäftsmodelle grundlegend zu überdenken, und sich fragen, welche Art von FinTech die strategische Ausrichtung vervollständigt, um weiterhin einen relevanten Wertbeitrag für ihre Kunden zu leisten.

Die Bedeutung an Kooperationen lässt sich auch im Investitionsverhalten in der globalen Finanzbranche beobachten. FinTechs stellen aus Sicht der Managing Partner der vPE Bank, Thomas Kickermann und Karen Terpogossov, keineswegs eine Bedrohung für die Geschäftsmodelle der Banken dar, sondern sollten als Chance für Banken gesehen werden, wenn Kooperationen mit FinTechs als Katalysatoren für einen tiefgreifenden Wandel genutzt werden. „Den Kunden und seine Bedürfnisse ins Zentrum zu stellen ist eine wichtige Gemeinsamkeit, die unser Bankhaus mit FinTech-Unternehmen teilt“, sagt Thomas Kickermann.

Banken können FinTechs auf unterschiedlichste Arten in ihre Unternehmensstrategien miteinbeziehen und Kooperationen eingehen:

  • Durch die Nutzung von FinTechs als Vorbilder und strategische Partner, um von den innovativen Gründern zu lernen und gemeinsam an einer Weiterentwicklung der Produktportfolios zu arbeiten
  • Aufbau von Inkubatoren durch strategische Investitionen in FinTechs, um vorrangig zusätzliche Einnahmequellen zu generieren
  • Durch Nutzung von FinTechs as a Service, wobei selektiv auf den Zukauf von Dienstleistungen des FinTechs zurückgegriffen wird
  • Durch eine Mehrheitsbeteiligung / Akquisition, bei der das FinTech in der Regel vollständig in die Strukturen der Bank integriert wird.

„Es ist unerlässlich, Innovationen nicht nur zu fördern, sondern diese auch zu nutzen.“

„Um von Kooperationen mit FinTechs profitieren zu können, müssen Banken jetzt dieses Potential erforschen, um so die passende Kooperationsform ihres jeweiligen Business und Operating Models zu identifizieren“, so Kickermann. „Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch und loten dabei die besten Möglichkeiten für die Kunden aus, um Finanzgeschäfte und den Kontakt zur Bank weiter zu verbessern.“

„Um unseren Kunden und Partner einen bestmöglichen Service anzubieten, ist es für uns unerlässlich, Innovationen nicht nur zu fördern, sondern diese auch zu nutzen“, sagt Karen Terpogossov.

Das Beste aus zwei Welten: Tradition trifft Zukunft, Start-Up meets Grown-Up. In Zukunft wird es wohl nur miteinander gehen.

 

Link: FinTechs zeigen Banken den Weg in die Zukunft

Link: vPE Bank