Berlin bekommt ein Zentrum für Herzmedizin

Noch im Dezember letzten Jahres wurde das Projekt „Universitäres Herzzentrum Berlin (UHZB)“ für gescheitert erklärt. Nun wird das Vorhaben doch umgesetzt. Denn die Charité und das Deutsche Herzzentrum Berlin (DHZB) konnten sich auf ein Konstrukt einigen.

Nach dem ersten gescheiterten Anlauf im Dezember gaben die Spitzen beider Einrichtungen sowie Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller nun bekannt, dass das neue Kompetenzzentrum doch entstehen wird. „Ich bin extrem erleichtert und glücklich, dass diese Vereinigung zustande gekommen ist“, so der Vorstandsvorsitzende der Charité, Karl Max Einhäupl. Das zukünftige Universitäre Herzzentrum Berlin wurde am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf dem Campus der Charité vorgestellt.

Das Vorhaben drohte zu scheitern

Pläne für den Aufbau eines großen Kompetenzzentrums für Herzchirurgie in Berlin gab es bereits vor mehr als sechs Jahren. Nun soll das Vorhaben endlich verwirklicht werden. Noch vor Weihnachten sah dies jedoch ganz anders aus. Denn die Verhandlungen drohten zu scheitern. So konnten sich die Beteiligten zunächst nicht auf eine Gesellschaftsstruktur einigen. Das DHZB befürchtet nämlich, dass die Charité den finanziellen Ton angeben würde,

Nachdem sich die Verhandlungspartner einigen konnten, ist die Gründung einer gemeinnützigen GmbH noch in diesem Jahr geplant. Dabei soll die Charité 51 Prozent und das DHZB 49 Prozent der Anteile erhalten. Die DHZB wird mit dieser Fusion zu einer universitären Einrichtung.

Berlin bekommt ein großes Herzzentrum

Das neue Herzzentrum wird in Berlin drei Standorte haben: Den Campus Charité in Mitte, den Campus Benjamin Franklin in Steglitz und den Campus Virchow-Klinikum in Wedding.

Schwerpunktstandort soll das Virchow-Klinikum der Charité in Wedding werden. Insgesamt wird das UHZB 1.800 Mitarbeiter und mehr als 500 Betten haben.

Auf dem Gelände des Virchow-Klinikums sind zwei Bauabschnitte geplant. Der erste Bauabschnitt mit fünf Operationssälen und fünf Herzkatheterlaboren soll 110 Millionen Euro kosten. Davon wird das Land Berlin 90 Millionen und das DHZB 20 Millionen Euro beitragen. Der Bau soll schnellstmöglich begonnen werden und wird fünf Jahre dauern. Im zweiten Bauabschnitt hingegen sollen Kinderkardiologie und Kinderherzchirurgie unterkommen. Das gesamte Zentrum wird dann in sieben bis zehn Jahren fertiggestellt.

Ein Leuchtturmprojekt für die Gesundheitsversorgung

Durch die Fusion werden beide Einrichtungen, die Charité und das DHZB, zu einer wissenschaftlich, klinischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Einheit. Mit dem Bündnis werden die beiden Disziplinen, die Kardiologie und die Herzchirurgie, fachübergreifend zusammenarbeiten und so neue Therapien entwickeln können.

„Durch das Zusammengehen können wir mit anderen europäischen Herzzentren in Konkurrenz treten“, so der Charité-Chef Karl Max Einhäupl. Zudem sieht der Regierende Bürgermeister Michael Müller im UHZB „Potenzial für einen weiteren Berliner Leuchtturm in der Gesundheitsversorgung“. Weiterhin sagt Müller, dass es das gemeinsame Ziel sei, die bestmögliche medizinische Versorgung für die Menschen in Berlin zu sichern. (dn)

Vegane Ernährung – Definition & Regeln

Laut dem Vegetarierbund leben etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland vegan – Tendenz stetig steigend. Doch was heißt es genau vegan zu leben und ist vegane Ernährung gesund?

Definition und Regeln des Veganismus

Der Veganismus ist eine besondere Form des Vegetarismus. Anders als die Vegetarier verzichten Veganer nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf alle anderen tierischen Produkte, wie Milch, Eier oder Honig.

Der Veganismus geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn vegan zu leben, bedeutet noch mehr als nur vegan zu essen. So schließt die vegane Lebensweise auch das Tragen von Kleidungsstücken, die tierischen Ursprunges sind, aus. Demnach tragen Veganer kein Leder, keine Seide oder Wolle. Viele nehmen diese Definition von vegan jedoch nicht allzu genau, sodass man zahlreiche vermeintliche Veganer in Berlin mit Wollpulli sieht.

Die Vorteile einer veganen Lebenseinstellung

Die vegane Lebenseinstellung basiert für die meisten an erster Stelle auf einer Art Ideologie. Es geht um das Mitgefühl mit dem Planeten, der Umwelt und natürlich den Tieren. Veganer sind grundsätzlich gegen die Massentierhaltung und setzen gerne sich für den Umweltschutz ein. Insgesamt ist die vegane Lebensweise dadurch geprägt, dass natürliche Ressourcen besser genutzt werden.

Dabei geht es auch um den menschlichen Körper, denn vegane Ernährung ist kalorienarm und gesund. Veganer essen viel weniger Fast Food, greifen gerne zu Vollkornprodukten und essen vor allem mehr pflanzliche Lebensmittel. Pflanzen sind reich an natürlichen Antioxidantien, welche vor Arthritis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen degenerativen Erkrankungen schützen. Sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Flavonoide, Polyphenole oder OPC werden derzeit ausgiebig auf ihre medizinische Wirksamkeit hin erforscht. Nachweislich positiv wirkt sich streng gelebter Veganismus auch auf die Cholesterinwerte aus, diese sinken durch vegane Ernährung. Dass pflanzliche Fette gesünder sind als tierische, haben die uns die Ökotrophologen schon oft genug postuliert.

Ist vegane Ernährung gesund?

Ernährungswissenschaftler sind sich bei der Beurteilung der veganen Ernährung alles andere als einig. So ist immer wieder die Rede von der Gefahr von Nährstoffdefiziten. Vor allem während der Schwangerschaft, in der Stillzeit und während des jugendlichen Wachstums ist das Risiko einer Mangelernährung bei veganer Ernährung sehr hoch. Besonders für die Eiweißzufuhr wird es problematisch. Denn Eiweiß wird im Optimalfall in tierischer und pflanzlicher Form benötigt, um dem menschlichen Stoffwechsel ausreichend Nährstoffe zuführen zu können. Gerade bei den Mikronährstoffen muss man als Veganer besonders achtgeben. Veganer brauchen z. B. alternative Quellen für Vitamine und Mineralstoffe wie Eisen, Calcium Vitamin D und B-Vitamine wie B2 oder B12. Diese Zufuhr müssen Veganer ggf. über vegane Nahrungsergänzungen regeln.

Veganer verzichten freiwillig auf viele Dinge im Leben. Dennoch ist es sehr schwierig zu 100 Prozent vegan zu leben. In der gegenwärtigen gesellschaftlichen Realität, sind überall Stoffe tierischen Ursprunges verborgen, denen man sich nur schwer vollständig entziehen kann. So sind in vielen Textilien „nicht-textile Bestandteile tierischen Ursprungs“ gekennzeichnet, Brotaufstriche enthalten häufig Gelatine, wie übrigens auch viele Medikamente oder Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln oder als Dragees. Und Milchprodukte sind allgegenwertig. Insofern bleibt die vegane Lebensweise insofern ein Stück weit ein Ideal, dem man sich soweit wie möglich annähern kann.

Vegan leben ist eine Lebenseinstellung

Zwar ist Veganismus eine Form des Vegetarismus, jedoch sind die Restriktionen weitreichender. Zugunsten der Umwelt verzichten Veganer auf weit mehr als Vegetarier und die Einschnitte betreffen neben der Ernährung auch die Wahl der Kleidung und vieles mehr. In mancher Hinsicht ist das nicht immer gut für die Gesundheit, denn es können vor allem bei Kindern Mangelerscheinungen auftreten.

Wer vegan leben möchte, entscheidet sich nicht nur für eine andere Ernährung, sondern für eine alternative Lebensweise. Und so entstehen immer neue Vegetarismus Formen, bei denen nicht so streng auf die Regeln geachtet wird. Gerade jungen Menschen ist es einerseits wichtig, ein Statement für Natur und Nachhaltigkeit abzugeben, andererseits jedoch auch einen gesunden Lebensstil zu zelebrieren – dazu gehört auch, sich nicht durch zu strikte Vorschriften zu stressen oder durch völligen Verzicht seiner Gesundheit zu schaden. Man darf sich also nicht wundern, wenn man in Berlin auch mal einen selbsternannten Veganer beim Bio-Schlachter trifft. (uc)

Die Bedeutung von Superfoods für eine gesunde Ernährung

Ob Açaí, Chia oder Goji – in ganz Berlin herrscht ein regelrechter Hype um diese wirkungsvollen und außergewöhnlichen natürlichen Lebensmittel: Superfoods. Nicht nur Bio-Läden, Supermärkte und Drogerien – auch Restaurants und Bars scheinen die gesunden Lebensmittel aktiv in den Fokus zu rücken und sich sogar darauf zu spezialisieren. Superfoods unterscheiden sich stark von herkömmlichen Lebensmitteln. Ihnen wird sogar nachgesagt, dass sie Krankheiten vorbeugen und schlank machen sollen. Doch was steckt wirklich dahinter? Machen Superfoods gesund?

Was sind Superfoods?

Die sogenannten Superfoods gibt es schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Eine offizielle Definition gibt es jedoch bisher nicht. Laut dem Europäischen Informationszentrum für Lebensmittel sind Superfoods „Lebensmittel, insbesondere Obst und Gemüse, die aufgrund ihres Nährstoffgehaltes einen höheren gesundheitlichen Nutzen als andere Nahrungsmittel haben“.

Superfoods zeichnen sich laut der Verbraucherzentrale durch einen hohen Gehalt an wertvollen Inhaltsstoffen aus. Denn sie sind außergewöhnlich reich an Vitaminen, Proteinen, Antioxidantien und anderen Nährstoffen. Angeboten werden Superfoods selten frisch, sondern meist getrocknet, als Püree oder Extrakt. In der Regel sind Superfoods bestimmte Obst- und Gemüsesorten. Es können jedoch auch Algen, Wurzeln oder Pilze sein.

Sind Superfoods gesund? Das sagen die Wissenschaftler

Laut Herstellern sollen Superfoods das Wohlbefinden steigern, verschiedenen Krankheiten vorbeugen und vor allem schlank machen. Für diese gesundheitsfördernden Eigenschaften fehlen jedoch bisher wissenschaftliche Nachweise, weshalb viele Wissenschaftler eher skeptisch auf die Wunderlebensmittel reagieren.

Jedoch sind solche Studien sehr teuer und langwierig. Da vor allem Start-ups der Nahrungsmittelbranche wie Veluvia oder Ogaenics auf diese relativ neuen natürlichen Zutaten zurückgreifen und klassische Pharmakonzerne an teuren Alternativen gegenüber chemischer preiswerter Zutaten wenig Interesse haben, konnten wissenschaftliche Beweise bisher nicht finanziert werden. Jedoch lässt beispielsweise Veluvia seine Produkte im Einzelnen freiwillig durch den TÜV Rheinland prüfen. Ogaenics hat für einige Produkte das BIO Siegel erhalten.

Viele Ernährungswissenschaftler tun den Begriff Superfoods als Marketingbegriff ab. So sagt der Ernährungssoziologe Daniel Kofahl, Vorstandsmitglied in der Deutschen Akademie für Kulinaristik: „Das ist ein Marketingbegriff, der suggeriert, dass es Produkte gibt, die Wunder wirken. Das ist natürlich ein Versprechen, das nicht eintreffen kann!“

Natürlich können Superfoods keine Wunder bewirken, doch der Begriff funktioniert. Denn er begeistert Menschen, sich intensiver mit Nahrungsmitteln und Ernährung auseinanderzusetzen. Außerdem sensibilisiert er dahingehend, beim Konsum von Nahrungsergänzungsmitteln zwischen natürlichen und chemischen Inhaltsstoffen zu unterscheiden.

Bekannte Superfoods im Überblick 

Superfood Besonderheiten
Acai Beere – Die Königin unter den Superfoods

 

Acai Beeren sollen ein echter Schlankmacher sein und überschüssige Pfunde schmelzen lassen. Obendrein soll die Haut dank dieser Wunderbeeren auch jünger und straffer aussehen. Diese vielversprechenden Effekte dieses Superfoods sind auf den hohen Gehalt an Antioxidantien zurückzuführen.

Acai Beeren sind in Säften, als Kapseln oder Pulver und auch in sogenannte „Acai Bowls“ enthalten.

Aronia Beeren – Die Gesundheitsbeeren

 

Aronia Beeren ähneln rein äußerlich den Heidelbeeren, schmecken jedoch weniger süß, sondern eher feinherb und säuerlich.

Als Superfood enthält Aronia viel Eisen, das für die Bildung der roten Blutkörperchen benötigt wird. Die roten Blutkörperchen versorgen den ganzen Körper und die Organe mit Sauerstoff. So unterstützen Aronia Beeren die Durchblutung und sorgen für einen gesunden Blutkreislauf.

Chia-Samen – Das Superkorn Chia-Samen sind als Inbegriff der Superfoods mittelerweile in Lebensmitteln aller Art zu finden. Chia-Samen enthalten viele Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe sowie Antioxidantien. Vor allem sollen sie aufgrund des hohen Anteils an Ballaststoffen entgiftend wirken und schlank machen. Des Weiteren sind sie ein gesunder Omega-3-Lieferant und sollen daher gut für das Herz-Kreislauf-System sein.

Chia-Samen sind sowohl einzeln erwerblich und können dann dem eigenen Müsli oder Smoothie zugesetzt werden, als auch in fertigen Smoothies oder Müslis.

Goji Beeren – Die chinesischen Wunderbeeren Die kleinen roten Goji Beeren sind süßlich im Geschmack und für ihren außergewöhnlich hohen Vitamin- und Mineraliengehalt bekannt.

Sie enthalten A- und B-Vitamine sowie Eisen, Kupfer, Nickel, Chrom, Magnesium, Natrium, Calcium, Aminosäuren und Vitalstoffe. Dieses Superfood vereint somit wichtige essentielle Aminosäuren und trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.

Leinsamen – Die Verdauungshilfe Leinsamen sind flache, hellbraune und glänzende Samen und schmecken leicht nussig. Sie  sind reich an Ballaststoffen und gelten als Verdauungshilfen. Wichtig ist, dass man viel Wasser trinkt. Denn die enthaltenen Schleimstoffe quellen im Darm auf und regen dadurch die Verdauung an. Durch die Anregung der Darmbewegung wirken diese Samen abführend. Das macht sie zu einem Superfood.

Leinsamen bieten eine gute Alternative zu den Chia-Samen und sind auch in wirklich jedem Supermarkt zu finden. Außerdem sind häufig Bestandteile in Backwaren wie z.B. Brot.

Shiitake-Pilz – König der Heilpilze Der bräunliche Pilz steht an der Spitze der weltweit wirksamsten Heilpilze. Zudem ist er nach dem Champignon der meistangebauteste Speisepilz überhaupt.

Shiitake-Pilze punkten mit einem hohen Eiweißgehalt bei null Gramm Fett. Diese Pilze enthalten viele Vitamine. Sie liefern vor allem die Vitamine C und D, die gut für das Nervensystem und die Knochen sind. Die Anwendungsbereiche sind allumfassend. So soll das Superfood Shiitake bei Krebs, Bluthochdruck, Magengeschwüren, Gicht, Verstopfung, Arteriosklerose, Leberleiden (z.B. Hepatitis) sowie Diabetes helfen.

Spirulina – nährstoffreiche Mikroalge Spirulina ist eine blaugrüne Alge und soll wirksam gegen Viren, hilfreich bei Allergien sowie vor Krebs schützend sein. So beeinflusst sie das Immunsystem positiv.

Diese Superfood Alge ist reich an Vitaminen und enthält zahlreiche Vitalstoffe, wie Eisen und Kalium. Sie ist zudem eine hervorragende Quelle für pflanzliches Protein. In dieser Hinsicht ist Spirulina daher vergleichbar mit Fleisch.

Matcha – Der grüne Kraftstoff Matcha ist das vielleicht beliebteste und häufigsten konsumierte Superfood. Matcha ist japanisch und bedeutet „gemahlener Grüntee“. Das Trinken von Matcha Tee soll z. B. beim Abnehmen helfen. Zudem enthält Matcha wie jeder Grüntee Teein und ist der Espresso unter den Grüntees.

Matcha enthält außerdem die Vitamine B1, B2 und B3 sowie Vitamin E, Vitamin C und Vitamin K, aber auch Mineralstoffe wie Calcium und Kalium. Aufgrund des hohen Gehalts an Beta-Carotin ist Matcha für die Augen, die Haut, die Schleimhäute und den Stoffwechsel unentbehrlich.

 

Superfoods – gesund und natürlich

Die Effekte, die diese Superfoods haben sollen, klingen vielversprechend. Denn zum Abnehmen, sich wohlfühlen oder zu einer ausgewogenen Ernährung eignen sich die gesunden Superfoods ideal. Ob als Rohkost frisch verzehrt, als Zutat in Smoothies, Bowls oder Müslis oder als Kapseln für alle, die es praktisch und bequem lieben – Superfood ist super vielseitig verwendbar.

Ob sie tatsächlich die gewünschten Wirkungen entfalten, bleibt aus wissenschaftlicher Sicht bisher offen. Einige Stars wie Victoria Beckham, Miranda Kerr oder Vanessa Hudgens jedenfalls schwören auf Superfoods. Vor allem, weil sie natürlich und den chemischen Vergleichsprodukten mit dem gleichen Produktversprechen gegenüber gesünder und für den Körper besser verträglich sind.

Superfoods lassen sich optimal mit aktuellen Ernährungstrends wie dem Clean Eating oder Veganismus kombinieren. Wer einen gesunden Lebensstil führen und dafür wenig Aufwand betreiben möchte, kommt dank einer inzwischen nahezu flächendeckenden Verfürbarkeit von exotischem Superfood, einheimischen Superfood Alternativen wie Grünkohl oder Brokkoli sowie hochwertigem Superfood Pulver aus der Apotheke quasi gar nicht mehr an Superfood vorbei. (uc)

Vegetarismus Formen – Was essen Vegetarier?

Ob aus Überzeugung, gesundheitlichen oder ethischen Gründen – immer mehr Menschen stellen ihre Ernährung auf eine Form des Vegetarismus um. Nach Angaben des Vegetarierbunds ernähren sich rund 8 Millionen Menschen in Deutschland vegetarisch, wobei die Tendenz weiterhin deutlich steigt. Doch, was heißt es sich vegetarisch zu ernähren, welche Formen des Vegetarismus gibt es und was hat es mit dem Trend der vegetarischen Küche auf sich?

Vegetarismus Formen im Überblick

Der Begriff vegetarisch leitet sich vom Lateinischen „vegetare” (= beleben) bzw.  „vegetus” (= frisch, lebendig, belebt) ab.

Der Vegetarismus bezeichnet eine Ernährungs- und Lebensweise des Menschen, bei der neben pflanzlichen Nahrungsmitteln nur solche Produkte verzehrt werden, die von lebenden Tieren stammen. Demnach werden Fleisch, Fisch und alle daraus hergestellten Produkte, wie z.B. Gelatine oder Schmalz gemieden.

Es wird zwischen vier Formen von Vegetariern unterschieden, die nur bestimmte tierische Produkte essen oder eben meiden. Da die Bezeichnungen der verschiedenen Vegetarier Typen nicht allen bekannt sind, hier ein Überblick der klassischen Vegetarismus Formen.

Vegetarismus Form Meiden von
ovo-lakto-vegetarisch Fleisch und Fisch
lakto-vegetarisch Fleisch, Fisch und Eier
ovo-vegetarisch Fleisch, Fisch Milch und Milchprodukte
vegan Haben die strengste Ernährungsweise und meiden alle vom Tier stammenden Lebensmittel, Milch, Eier und Honig mit eingeschlossen

Gründe für vegetarische Ernährung

Die Hauptgründe für eine vegetarische Ernährungsweise liegen meist in der ethischen oder der gesunden Lebenseinstellung. So lehnen zum einen viele Menschen die Massentierhaltung ab und sprechen Tieren die gleiche Würde wie Menschen zu. Zum anderen ist die vegetarische Ernährung nicht nur tierfreundlich, sondern auch gut für die Gesundheit. Denn unzählige Studien konnten einen Zusammenhang zwischen pflanzlicher Kost und niedrigem Cholesterin, niedrigem Blutdruck, weniger Herzinfarkten, vermindertem Krebsrisiko und niedrigerem Gewicht zeigen.

Immer mehr in den Vordergrund für Vegetarier rücken auch globale Umweltaspekte. Denn eine vegetarische Ernährung schont die natürlichen Ressourcen der Natur. So verbraucht die Herstellung von tierischen Nahrungsmitteln viel Wasser und Energie. Außerdem wird für das Kraftfutter der Tiere Regenwald abgeholzt, wodurch riesige Waldflächen zerstört werden. Viele Tiere finden dadurch keinen Lebensraum mehr und auch bestimmte Pflanzenarten sterben aus. Dadurch wird die biologische Vielfalt des Planeten Erde zerstört. Je nachdem, welche Bedeutung man dem Verzicht von Erzeugnissen tierischer Herkunft beimisst, entscheidet man sich für die ein oder andere Form des Vegetarismus. Natürlich sind manche Menschen auch Vegetarier, weil ihnen Fleisch und Fisch nicht schmecken oder nicht bekommen.

Nachteile einer vegetarischen Ernährung

Auch wenn eine vegetarische Ernährungsweise einige gesundheitsfördernde und ökologische Vorteile mit sich bringt, muss auch die Schattenseite beachtet werden. Denn Vegetarier müssen für ihre Ernährung einen höheren Aufwand betreiben. So ist das Angebot an vegetarischer Kost in vielen Supermärkten nur sehr klein. Zudem muss immer darauf geachtet werden, dass das Produkt keine tierischen Spurenelemente enthält.

Der wahrscheinlich größte Nachteil, insb. bei der strengsten Vegetarismus Form: dem Veganismus, liegt in der teilweisen Mangelversorgung. Denn der Körper hat bestimmte Bedürfnisse, was die Ernährung betrifft. Im Zuge einer vegetarischen Ernährung wird oftmals zu wenig Eiweiß, Zink oder auch Jod aufgenommen, was letztendlich zu Mangelerscheinungen führen kann.

Ovo-Lakto-Vegetarische Lebensweise aus wissenschaftlicher Sicht zu bevorzugen

Der Grundgedanke des Vegetarismus ist prinzipiell positiv zu betrachten. Denn der Vegetarier fördert mit seiner vegetarischen Ernährungs- und Lebensweise nicht nur seine Gesundheit, sondern berücksichtigt damit auch die Umwelt.

Dennoch muss man bei der vegetarischen Kost darauf achten, dass der Bedarf an Makronährstoffen wie Proteinen und Mikronährstoffen wie Vitaminen und Mineralien ausreichend gedeckt wird. Daher ist aus ernährungswissenschaftlicher Sicht die ovo-lakto-vegetarische Ernährung am besten für die Gesundheit. (dn)

Nahrungsergänzungsmittel – Sinnvolle Ergänzung für einen gesunden Lebensstil

Gerade jetzt zum Jahreswechsel hat man sie häufig gegeben und bekommen: Die besten Wünsche für ein gesundes neues Jahr. Denn genau das ist es, was sich die meisten Menschen wünschen: Ein gesundes langes Leben. Leider ist es mit den Wünschen nicht getan, ein gesunder Lebensstil muss aktiv verfolgt werden. Doch wie genau funktioniert das? Welche Rolle spielt gesunde Ernährung? Sind Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll als Ergänzung einer gesunden Ernährung?  Wie äußern sich Experten zu diesen Themen? Die BERLINboxx Redaktion hat recherchiert.

Gesunde Ernährung ist Prävention und Therapie zugleich

Die Experten weltweit sind sich einig darüber, dass gesunde Ernährung ein bedeutender Bestandteil eines langen und gesunden Lebens ist. Darauf Wert zu legen erscheint also sinnvoll, aber was genau gilt es zu beachten? In einem Interview mit der BERLINboxx riet Prof. Dr. Wechsler, Präsident des Bundesverbands Deutscher Ernährungsmediziner e.V., im Hinblick auf eine gesunde Ernährung:

  • Man solle im unterkalorischen Bereich bleiben, das heißt weniger Kalorien zu sich nehmen als nötig. Dadurch vermeide man Übergewicht.
  • Es sollten möglichst pflanzliche und tierische Eiweiße gemischt konsumiert werden.
  • Fette, vor allem ungesättigte, sind wichtig, sollten aber sparsam konsumiert werden.
  • Zucker, noch gefährlicher für die Gesundheit als Fette, sollte möglichst vermieden werden. Obstzucker sollte vorsichtig genossen werden, Kartoffeln und Nudeln seien erlaubt.
  • Ballaststoffe und Probiotika sind gut und wichtig.
  • Alkohol gehört nicht zum Ernährungsplan.

Wer diese Punkte in seinem Lebensstil beachtet, senke sich laut Prof. Dr. Wechsler das Risiko an Krebs zu erkranken um 50 Prozent. Er bezog sich dabei auf die Ergebnisse der EPIC Studie des German Cancer Research Center.

Schädliche Lebensmittel wie Zucker oder gesättigte Fettsäuren zu meiden ist das eine. Das andere ist, gezielt zu gesunden Lebensmitteln zu greifen. Dazu zählen vor allem Obst und Gemüse, die essenzielle Vitalstoffe sowie der Gesundheit zuträgliche sekundäre Pflanzenstoffe liefern. Vitamine und Mineralstoffe sind lebensnotwendig und müssen dem Körper regelmäßig über die Nahrung zugeführt werden, da er sie, bis auf wenige Ausnahmen, nicht selbst synthetisieren kann.

Eine gesunde, den Menschen mit allen wichtigen Nährstoffen versorgende Ernährung ist tatsächlich einer der wichtigsten Faktoren für einen gesunden Lebensstil und zugleich Prävention und Therapie.

Bewegung unterstützt die gesunde Ernährung

Um einen gesunden Lifestyle zu praktizieren, ist zudem auch ein gesundes Maß an Bewegung unerlässlich. Prof. Dr. Wechsler rät zum Beispiel jeden Tag 7 km zu gehen. Denn Fitness ist eine tragende Säule der Gesundheit. Die meisten Fitnesstracker empfehlen täglich 10.000 Schritte zurückzulegen. Wichtig ist – wie auch bei der gesunden Ernährung – auch hier die Regelmäßigkeit der Aktivität. Sport und Bewegung können zudem dazu genutzt werden, um übermäßig konsumierte Kalorien wieder zu verbrennen. Dabei spielt es übrigens keine Rolle, ob man alt oder jung, dick oder dünn, gesund oder krank ist. Bewegung hat einen positiven Effekt auf jeden. Auch für die gesunde Verdauung ist Bewegung bekanntlich förderlich.

Gesund leben: Einfache Formel – schwierige Umsetzung

Alles in allem erscheint es in der Theorie doch recht einfach, einen gesunden Lebensstil zu führen. In der Realität sieht es allerdings häufig so aus: Nach einem stressigen Tag im Büro bleibt weder Zeit noch Kraft fürs Joggen oder Kochen. So folgert auch Dr. med Sven Werchan in einer Studie auf nem-ev.de:„Wer sich an die offiziellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung hält, der braucht keine zusätzliche Vitaminversorgung. Viele Menschen wissen das – sehr viel weniger Menschen halten sich daran.“

Insbesondere bei der Ernährung erscheint es also hilfreich, etwaig auftretende Mangelerscheinungen aufgrund einseitiger oder falscher Ernährungsweisen auszugleichen. Bleibt keine Zeit für ausgewogene Mahlzeiten und den Verzehr frischer Zustaten, kann auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden. Mittlerweile gelten Nahrungsergänzungen sogar als hip. In der Health Style Community jedenfalls gehören die Vitaminpillen am Morgen oder der vegane Eiweißshake nach dem Workout einfach zum täglich Brot. Doch auch in anderen Gesellschaftsschichten, etwa bei Rentnern, Schwangeren oder Studenten nimmt das Interesse an Nahrungsergänzungen zu, um Vitalstoffdefizite zu vermeiden.

Wie Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll für die Ernährung sein können

In Drogerien und Apotheken finden sich viele sinnvolle wie sinnlose Nahrungsergänzungsmittel, die einzelne oder gemischte Vitamine, Mineralien, Omega 3 Fettsäuren oder Spurenelemente enthalten. Um in der Masse des Angebots navigieren zu können, sollte man wissen, welche Vitalstoffe für welche Funktionen im Körper wichtig sind.

Tabelle Vitalstoffe: Das ist wichtig für den Körper

Vitalstoff Versorgt was Wichtig bei
Vitamin A (Retinol) Haut

Zähne

Zahnfleisch

Haare

Augen bzw. Sehkraft

Zellen

Hoher körperlicher Belastung

Schwangerschaft

Stillzeit

Infektionskrankheiten

Starker Umweltbelastung

Starker Sonnenstrahlenbelastung

Vitamin B1 (Thiamin) Herz

Nervensystem

Gehirn

Verdauung

Hoher körperlicher Belastung

Schwangerschaft

Stillzeit

Konsum von vielen Kohlenhydraten

Vitamin B2 (Riboflavin) Muskeln

Hormonproduktion

Stoffwechsel

Energiehaushalt

Zellen

Haut

Hoher körperlicher Belastung

Fiebererkrankung

Schwangerschaft

Stillzeit

 

Vitamin B6 (Prydoxin) Aminosäurenproduktion

Blutbildung

Immunsystem

Blutzuckerspiegel

Magen

Nervensystem

Hoher körperlicher Belastung

Wachstum

Einnahme der Pille

Schwangerschaft

Stillzeit

 

Vitamin B12 (Cobalamin) Blutbildung

Wachstum

Nervenkostüm

Energiestoffwechsel

Knochen

Muskeln

Hohem Blutverlust
Vitamin C (L-Ascorbinsäure) Immunsystem

Zellen

Nervensystem

Energiestoffwechsel

Zellen

Hoher körperlicher Belastung

Infekten

Schwangerschaft

Stillzeit

Schilddrüsenüberfunktion

Postoperativer Behandlung

Vitamin D (Calciferol) Knochen

Zähne

Muskeln

Nervenkostüm

Menopause

Wachstum

Schwangerschaft

Stillzeit

Vitamin E (Tocopherol) Zellen

Fortpflanzungsorgane

Muskeln

Hoher körperlicher Belastung

Postoperativer Behandlung

Vitamin K1 (Phyllochinon) Blutgerinnung

Wunden

Kochen

Vitalfunktionen

Säuglingen

Osteoporose

Vitamin H (Biotin) Haut

Haare

Fingernägel

Nervenkostüm

Darmflora

Blutzuckerregulierung

Spröden Haaren

Brüchigen Fingernägeln

 

Vitamin B9 (Folsäure) Nervenkostüm

Zellen

Magen-Darm-Trakt

Leber

Blutbildung

Postoperativer Behandlung

Blutverlust

Schwangerschaft

Stillzeit

Nikotinkonsum

Vitamin B3 (Niacin) Nervensystem

Energiestoffwechsel

Blut

Hoher körperlicher Belastung

Verdauungsstörungen

Fiebererkrankung

Vitamin B5 (Pantothensäure) Immunsystem

Hormonhaushalt

Energiestoffwechsel

Haut

Haare

Medikamenteneinnahme

Stress

Quelle: https://www.nem-ev.de/assets/Uploads/vitalstoftabelle.pdf

Nahrungsergänzungsmittel leisten einen Beitrag zur Bedarfsdeckung

Wie bereits oben erwähnt, sollte eine ausgewogene Ernährung dazu führen, dass im Körper kein Mangel dieser Mikronährstoffe entsteht. Man geht in Mitteleuropa zum Beispiel davon aus, dass der Bedarf an Biotin – dem sogenannten Schönheitsvitamin, das von Frauen gerne für Haut & Haare eingenommen wird – vollständig durch die normale Ernährung gedeckt ist. Anders sieht es zum Beispiel bei Vitamin D aus. Dies wird im Körper gebildet, wenn die Sonne auf die nackte Haut scheint. Da der durchschnittliche Deutsche sich aufs Jahr gesehen aber eher selten wenig bekleidet dem Sonnenlicht aussetzt, kann man hier davon ausgehen, dass ein Mangel besteht. So sieht es auch Prof. Dr. Wechsler: „An Vitamin D haben wir alle einen Mangel und können diesen auch nicht durch die Nahrung ausgleichen. Hier ist es ratsam, ein gutes und natürliches Nahrungsergänzungsmittel zu nehmen.“

Nahrungsergänzungen können und sollen eine ausgewogene und gesunde Ernährung nicht ersetzen. Allerdings können Sie einen wichtigen Beitrag leisten, dass es nicht zu einer Unterversorgung kommt – vor allem wenn ein erhöhter Bedarf besteht, wie dies bei Schwangeren, Rauchern oder anderen Personengruppen der Fall sein kann. Bekannt ist z. B., dass schwangere Frauen nicht nur den eigenen Körper, sondern gleichzeitig auch ihr Baby mit Vitalstoffen versorgen müssen, und deshalb ein Nahrungsergänzungsmittel u. a. mit Folsäure zu sich nehmen sollten. Bei Veganern ist die Problematik auch immer wieder ein Thema, da manche Vitamine natürlich vornehmlich in tierischen Lebensmitteln vorkommen. Das betrifft z. B. Vitamine des B-Komplexes und insbesondere einen Vitamin B12-Mangel.

Synthetisch hergestellte Vitamine versus natürliche Vitamine

Hier scheint ein weiterer wichtiger Schlüsselfaktor aufgeworfen zu sein: Die herkömmlichen Nahrungsergänzungsmittel bestehen zumeist aus synthetisch hergestellten Vitaminen. Die Verdauung des Menschen hat sich jedoch über Millionen von Jahren an die Verwertung natürlicher Nahrung angepasst. Der Körper kann durchaus zwischen natürlichen und künstlichen Stoffen unterscheiden. Dabei spielen zum einen die chemischen Strukturformeln eine Rolle, wie dies beim Unterschied von synthetischem und natürlichem Vitamin E der Fall ist, wobei der Körper das natürliche Vitamin E bevorzugt. Forscher diskutieren sogar, inwieweit künstliche Vitamine – im Gegensatz zu Vitaminen aus pflanzlichen Präparaten – dem Körper evtl. mehr schaden als dienen. Dazu gibt es allerdings noch keine vorherrschende Expertenmeinung.

Ein weiterer Unterschied findet sich in der sogenannten Bioverfügbarkeit, also dem Grad, wie die Vitamine vom Körper verwertet werden können. Dabei spielen häufig Stoffe eine Rolle, mit denen die Vitamine in Lebensmitteln in der Natur zusammen vorkommen. Das können z. B. sekundäre Pflanzenstoffe wie Bioflavonoide sein, die die Verfügbarkeit von Vitamin C erhöhen. Daher greifen auch immer mehr Verbraucher für ihren gesunden Lebensstil auf natürliches Vitamin C, z. B. aus Acerola, zurück, anstelle von synthetisch hergestellter Ascorbinsäure.

Längst gibt es Präparate am Markt, die ganz systematisch auf die Natürlichkeit der Inhaltsstoffe achten. Dies äußert sich dann allerdings auch im Preis. Hochwertige natürliche Zutaten, die nach ökologischen oder gar biologischen Standards angebaut wurden, sind teurer. Als Klassiker ist hier Nutrilite zu nennen und als relativ neu am Markt Veluvia. Nutrilite bietet mit dem Produkt Cal Mag D Plus eine Nährstoffkombination von Vitamin D3, Calcium und Magnesium an. Eine Tablette deckt dabei den Tagesbedarf um 67%. Veluvia bietet ebenfalls ein natürliches Kombinationsprodukt mit dem Namen cell an, welches u. a. Vitamin D3, K und Folsäure enthält. Die Tagesportion deckt den Bedarf an diesen Vitaminen zu 100%. Das Beeindruckende an dieser Nahrungsergänzung ist die vielfältige Kombination natürlicher Zutaten, die neben Vitaminen wie Vitamin E aus pflanzlicher Quelle etliche wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe liefert sowie das natürlich in der Haut und dem Bindegewebe vorkommene Hyaluron, das in der Beauty-Industrie geradezu einen Hype erfährt.

Dass natürliche Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind, beschreibt auch Prof. Dr. med. Zänker, seit 1987 Universitätsprofessor für Immunologie und Experimentelle Onkologie an der Universität Witten/Herdecke, in einem Interview mit der NK-Zeitung. Hilfreich seien Nahrungsergänzungsmittel, die aus natürlichen Substanzen bestehen, für den Verbraucher vor allem durch ihre Berechenbarkeit. Denn ihre gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe seien hinreichend definiert und ihre ernährungswissenschaftliche Wertigkeit beschreibbar. Zudem böten Nahrungsergänzungsmittel durch geeignete Darreichungsform eine leichte Integrierung in den Ernährungsalltag.

Natürliche Vitamine – Der große Nahrungsergänzungsmittel Trend

Hier scheint man am Kern der Sache angelangt zu sein. Auf gutes Essen sollte nicht verzichtet werden, aber eben auch nicht auf eine ausreichende Vitaminversorgung des Körpers. Nahrungsergänzungsmittel können hier wie der Name es sagt, ergänzend, eine nützliche Funktion einnehmen. Sie sind vor allem dann sinnvoll, wenn aufgrund mangelnder Zeit nur diese Option bleibt und die Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind sowie auf künstliche Zusätze verzichtet wird. Während es früher als besonders effektiv galt, hochdosierte Vitaminpräparate zu verwenden, empfehlen immer mehr Fachleute, natürliche Nahrungsergänzungsmittel zu verwenden. Aufgrund der Zusammensetzung kommen diese mit geringeren Vitalstoffmengen aus und können zudem wichtige Pflanzenstoffe enthalten, die nicht nur die Bioverfügbarkeit erhöhen oder die Verträglichkeit beeinflussen können, sondern u. U. weitere Vorteile für den gesunden Lebensstil versprechen – etwa als Radikalfänger. Der Trend geht weg davon, die empfohlenen Referenzmengen undifferenziert um das x-fache zu überschreiten. Als State-of-the-art hingegen gelten Vitalstoff-Mischungen, die aus verschiedenen Pflanzenpulvern und Extrakten kombiniert sind und deren Herstellung eine schonende Behandlung der wertvollen Rohstoffe gewährleistet. Wer darauf beim Kauf achtet, ist sicher gut beraten. (uc)

Wie schmeckt die Zukunft? – Lebensmittelwirtschaft präsentiert Trends auf der Internationalen Grünen Woche 2018

Insektenburger, Cold Brew Kaffee aus der Dose oder Acai-Limonade – die Trends von heute geben einen Vorgeschmack auf die Ernährung der Zukunft. Wer genau wissen will, wie die Zukunft schmeckt, sollte deshalb den Gemeinschaftsstand der Lebensmittelwirtschaft vom Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) und der Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) auf der Internationalen Grünen Woche 2018 besuchen. Vom 19. bis zum 28. Januar 2018 laden die beiden Spitzenverbände zu einer Reise unter dem Motto „Wie schmeckt die Zukunft?“ in Halle 22a ein.

„Superfoods, alternative Proteinquellen, angereicherte Proteine, innovative Rezepturen, Nachhaltigkeit, Regionalität oder Flexibilität – an unserem Stand finden Sie Beispiele, die den Geschmack der Zukunft repräsentieren und die Trends möglichst breit abdecken. Für uns steht heute schon fest: Die Zukunft ist vielfältig und hält für jeden das Passende bereit. Dafür sorgen unsere Hersteller und das möchten wir auch zeigen“, erklärt BLL-/BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff. Die Trends werden nicht nur in der „Future Food Show“ ausgestellt, sondern können teilweise auch vor Ort auf der Messe direkt verkostet werden. Verschiedene Start-Up-Unternehmen aus dem Ernährungsbereich bieten ihre Innovationen an und stehen für den Dialog mit den Besuchern zur Verfügung. Mit dabei sind u. a. Philosoffee, Grillido, Grizzly Snack, Caté, LIMAI Goodforgrowth, Popster Ice, Heyqnut und die Bug Foundation.

Junge Gründer und alte Hasen auf der Internationalen Grünen Woche 2018

Aber nicht nur die jungen Gründer wollen die weltgrößte Verbrauchermesse unsicher machen, auch zwei Größen des Lebensmittelmarktes sind sehr zu unserer Freude wieder am BLL-/BVE-Gemeinschaftsstand dabei. Die REWE Group und Nestlé Deutschland zeigen, welche Aspekte für sie zur Zukunft der Ernährung dazugehören. Minhoff betont: „Die Beteiligung von zwei großen Unternehmen unterstreicht die Bedeutung der IGW für die Wirtschaft. Sie ist die einzige Messe, auf der die Produzenten auf die Konsumenten treffen. Das wollen wir nutzen und gemeinsam in den Dialog gehen.“

In der Showküche, die nächstes Jahr erstmals von dem Traditionsunternehmen Küppersbusch gesponsert wird, können sich die Besucher der Internationalen Grünen Woche 2018 davon überzeugen, dass es auch in Zukunft vor allem vielseitig und lecker schmecken wird. Zu den „Cook & Talks“ empfangen Daniel Schade und Philip Schundau vom Verband Deutscher Köche sowie Sebastian Morgenstern Experten, die die Trendthemen mittels spezieller Speisen oder anderen Verkostungsaktionen anschaulich darstellen und live für jeden erlebbar machen. Die Küppersbusch-Showküche ist zudem Mittelpunkt für die kleinen Gäste, die sich im Rahmen des Schülerprogramms der Messe Berlin zum Schülerkochen angemeldet haben. BLL und BVE wollen auf diesem Weg Ernährungsbildung aktiv und praktisch gestalten. Weiterhin haben alle Standbesucher die Möglichkeit, in einem Quiz ihr Wissen über die Ernährung der Zukunft zu testen. Das vollständige „Cook & Talk“-Programm sowie eine Übersicht über die Vor-Ort-Zeiten der Start-Ups am Stand werden im Januar auf den Internetseiten von BLL und BVE veröffentlicht.

Stand von BVE und BLL seit neun Jahren Anziehungspunkt

Mit zuletzt mehr als 150.000 Besuchern ist der von BVE und BLL konzipierte Gemeinschaftsstand seit neun Jahren ein wichtiger Anziehungspunkt für Verbraucher, Fachbesucher, Politik und Medien auf der weltgrößten Verbrauchermesse. Die BVE ist zudem ideeller Träger der IGW.

Der Gemeinschaftsstand der Lebensmittelwirtschaft auf der Internationalen Grünen Woche 2018 wird gefördert durch die Landwirtschaftliche Rentenbank.

GYMFLOW – Fitness für Individualisten

Die alltäglichen Verpflichtungen hindern uns oft daran sich fit zu halten. Gerade heute, wo wir tagsüber an unseren Arbeitsplätzen zumeist sitzen, nimmt die Fitness einen großen Stellenwert ein. Jedoch bleibt oft nicht mehr die Zeit, um ins Fitnessstudio zu gehen. Dabei ist Sport nicht nur wichtig für unser körperliches Wohlbefinden, sondern auch für unser geistiges. So dient Sport auch als Ausgleich zum Arbeitsalltag und zum Stressabbau. Mit GYMFLOW haben Fitness- und Gesundheitsbewusste die Möglichkeit flexibler Sport zu treiben.

Eine Plattform für flexible Fitness

Das junge Start-up Unternehmen Gymflow GmbH wurde 2016 von Jean-Pierre Ulrich gegründet. Die Idee entstand aus dem sogenannten Jumping Fitness. Die Unternehmer der Gymflow GmbH haben damals nach dem Erfolg von Jumping Fitness ein Tool gesucht, um die Kurse zu vermarkten. Dabei haben sie sich entschlossen, ein eigenes Tool zu entwickeln: Die Online-Plattform GYMFLOW.

Mit Sitz in Berlin bietet GYMFLOW eine Fitnessplattform ohne Vertragsbindung oder Mitgliedschaft. Sportbegeisterte registrieren sich kostenlos auf der Online-Plattform, auf der sie sich Credits kaufen können. Dabei sind zwei Varianten möglich: Es werden einzelne Credits und Credits-Pakete, sowie monatliche und jährliche Flatrates angeboten. Diese Credits können anschließend für alle auf GYMFLOW angebotenen Kurse eingelöst werden.

Sport einfach und überall

GYMFLOW bietet eine große Auswahl an Fitnesskursen. Mithilfe einer Suchfunktion findet jeder ein passendes Angebot in der Nähe. Denn über die Filterfunktion werden Kurse nach Sportart, Studio, Tag und Ort gesucht und gefunden. Somit wird Sport zeit- und ortsunabhängiger.

Derzeit hat die Fitness-Plattform 400 Partnerstudios in Deutschland. Allein in Berlin sind es über 170 Standorte.

GYMFLOW: Fitness für jeden

Ob jung oder alt, Mann oder Frau, Sportanfänger oder Profi. Die Zielgruppe umfasst alle fitnessbegeisterten Menschen und auch die, die es werden wollen. Flexible und abwechslungsreiche Kurse sprechen vor allem Menschen an, die viel arbeiten und dem stressigen Alltag entfliehen wollen. Denn die Fitnesskurse dienen nicht nur zur Steigerung der Ausdauer oder dem Kraftaufbau, sondern auch zur Entspannung und zum Abschalten. Dabei kann jeder seinen eigenen Terminplan nach seinen Wünschen erstellen.

Noch liegt der Fokus auf den Großstädten wie Berlin, Hamburg, Köln oder München. Doch laut dem Start-up kommen bundesweit immer mehr Partnerstudios dazu, damit bald jeder Fitness treiben kann – was, wann und wo er will. (dn)

Übergewicht: Folgen – Ist Dicksein wirklich gefährlich?

Die Ursachen für die Entstehung von Übergewicht sind vielschichtig und betreffen den großen Teil der deutschen Bevölkerung. Insbesondere bei Kindern und jungen Menschen ist der Anteil der Fettleibigen in den letzten Jahrzehnten stark gestiegen. Lesen Sie hier den zweiten Teil unserer Artikelserie mit dem Thema Übergewicht: Folgen – Ist Dicksein wirklich gefährlich?

Übergewicht: Folgen sind gravierend

Die Belastung des Körpers durch Übergewicht bzw. einen hohen Körperfettanteil ist enorm. Die Entstehung von unterschiedlichsten Krankheitsbildern wird durch Übergewicht erwiesenermaßen begünstigt. Folgeerkrankungen von Übergewicht und Adipositas können sein:

  • Diabetes
  • Bluthochdruck
  • Funktionsstörung der Gallenblase und des Stoffwechsels
  • Schlafapnoe (Aussetzen der Atmung während des Schlafens) bzw. Atembeschwerden
  • Arthrose
  • Gicht
  • Herz-Rhythmus-Störungen
  • Krebs (Gebärmutter-, Brust-, Gebärmutterhals-, Prostata- und Gallenblasenkarzinom)
  • Gelenk- und Rückenschmerzen
  • Sexualhormonstörungen

Zusätzlich zu den genannten Krankheiten erhöht Fettleibigkeit die Thrombose- und Emboliegefahr, wodurch auch negative Folgen in Hinblick auf Operationen und Narkosen entstehen können. Übergewichtige sind zudem meist weniger belastbar, geraten schneller außer Atem und neigen zu starkem Schwitzen.

Folgen von Übergewicht auf psychosozialer Ebene

Die Auswirkungen von Übergewicht folgen keinem generellen Schema, allerdings betreffen sie für gewöhnlich nicht nur den Körper an sich, sondern ebenso die seelische Verfassung und das gesellschaftliche Leben. Die Folgen von Übergewicht für die psychische Gesundheit sowie für für die soziale Anerkennung sind gravierend, auch wenn die Betroffenen diese leichter nach außen verbergen bzw. herunterspielen können. Dabei werden sie in der Regel lange vor den Folgen für die körperliche Gesundheit spürbar. Denn Probleme wie eine zunehmende Gefäßverkalkung bleiben bis zu einem gewissen Grad symptomfrei, gleichwohl sie schon einen bedenklichen Status erreicht und u. U. sogar irreversiebel sind.

Da Fettleibigkeit nicht dem gängigen westlichen Schönheitsideal entspricht, führt sie häufig zu einer sozialen Ausgrenzung der betroffenen Person. Dadurch werden Depressionen und ein vermindertes Selbstwertgefühl begünstigt. Diese psychosozialen Folgen von Übergewicht bilden einen verhängnisvollen Kreislauf, denn sie werden häufig mit dem Konsum von Nahrung kompensiert. Diese wird als Seelentröster im Übermaß konsumiert und hat die weitere Zunahme von Gewicht zur Folge.

Zudem ist die körperliche Fitness durch Übergewicht meist stark eingeschränkt, worunter nicht nur etwa Körper und Stoffwechsel leiden, sondern wodurch die Lebensqualität in vielen Bereichen sinkt. Wer weniger leisten kann, ist weniger Wert. Und weniger flexibel. Das gilt auch für körperliche Herausforderungen und macht Übergewichtigen insbesondere bei der Ausdauer im Alltag zu schaffen. So können selbst Routinetätigkeiten wie das Treppensteigen mit Übergewicht zur Last werden. Die seelische Belastung wird dadurch immens.

Übergewicht bedeutet Lebensgefahr

Neben den ernstzunehmenden Gefahren für die Gesundheit, kann Übergewicht auch zu einer Verkürzung der Lebenszeit führen. Bereits ab einem leicht erhöhten BMI von 26 bis 28 ist das Sterblichkeitsrisiko um ein vielfaches höher als bei Normalgewichtigen. Daher sollte jeder übergewichtige Mensch langfristig seine Essgewohnheiten überdenken bzw. mit professioneller Hilfe anpassen. Die Ermittlung des BMI ist ein guter Richtwert, aber ob tatsächlich Gefahr für Leben und Gesundheit besteht, sollte bei einem Arztbesuch abgeklärt werden. Bei der ärztlichen Diagnose werden zusätzliche Informationen (Krankheitsgeschichte, Essverhalten, Blutanalyse, Blutdruckmessung, EKG, Ultraschall von Galle und Leber) herangezogen und ausgewertet.

Übergewicht und seine Folgen können bekämpft werden

Grundsätzlich gilt, dass eine gesunde Ernährung und viel Bewegung gut für die Gesundheit und schlecht für die Entstehung von Übergewicht sind. Bei starkem Übergewicht (BMI von über 31) ist es unabdingbar, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um dem Körper mit einer radikalen Diät nicht zusätzlich zu schaden. Bei mäßigem Übergewicht (BMI von 25 – 30) kann oft schon durch kleine Maßnahmen ein guter Effekt erzielt werden. So sollten kleinere Strecken öfter zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt, die Mittagspause mit einem großen Spaziergang verbunden werden. Anstelle des fettreichen Mittagsimbiss sollte ein frischer Salat konsumiert werden und so weiter.

Aber auch hier helfen nur Maßnahmen, die dauerhaft und auf lange Sicht durchgeführt werden. Von den schnellen Blitzdiäten in Klatschblättern ist dagegen wenig zu halten, weil sie zwar vielleicht schnelle Erfolge in kurzer Zeit erzielen, diese aber auch nur von ebenso kurzer Dauer sein werden.

Abnehmen mit Mahlzeitenersatz

Seit einiger Zeit gibt es auch Abnehmprodukte, die als vollwertiger Mahlzeitenersatz konzipiert sind, denn hungern kann auf Dauer niemand und dies schadet dem Körper auch nur. Denn wenn der Körper zu wenig Energie bekommt, fährt er den Stoffwechsel herunter, was die Fettverbrennung reduziert. Moderne, sogenannte Formula-Diäten, die meist auf Diät-Shakes basieren, begleiten den Konsumenten über eine lange Zeit hinweg und geben neben dem Produkt an sich auch eine Hilfestellung für eine allgemeine Diät bzw. einen allgemeinen Lebenswandel.

So offeriert die Almased-Diät eine „Planfigur“ in 4 Phasen und gibt in der Produktbroschüre viele Rezepte mit auf den Weg. Die natürliche Abnehmshake-Alternative von VELUVIA kann ebenso vielfätig in einen Ernährungs- bzw. ganzheitlichen Diätplan eingebaut werden – ganz nach persönlichem Geschmack. Und das auch fin der Zeit nach der eigentlichen Reduktionsdiät. Denn der Proteindrink „shape“ dient sowohl als Mahlzeitenersatz als auch als pflanzliche Proteinquelle für den Muskelaufbau.

Übergewicht erfordert kontinuierliches Gewichtsmanagement

Egal ob nur ein paar Kilos oder sehr viele – Übergewicht ist gefährlich und bringt viele negative Begleit- und Folgeerscheinungen mit sich. Daher sollte grundsätzlich jedem Übergewicht entgegengewirkt werden. Vor allem von Personen, die tendenziell zu Übergwicht neigen. Bei sehr starkem Übergewicht ist es zudem ratsam, ärztlichen Rat einzuholen. In jedem Fall sind langfristige Maßnahmen zu bevorzugen, denn nur ein gesunder und dauerhafter Lebenswandel, kann die Ursachen und Folgen vom Dicksein bekämpfen.

Übergewicht: Ursachen – Was macht wirklich dick?

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts ist inzwischen jeder fünfte Deutsche stark übergewichtig. Insbesondere bei den 18 bis 29 jährigen, also jungen Menschen, nahm die Zahl der Fettleibigen in den letzten Jahren drastisch zu. Doch was genau sind die Ursachen von Übergewicht? Welche Faktoren bedingen die zunehmende Fettleibigkeit der Deutschen?

Übergewicht Ursachen und Entstehung

Manche Menschen können essen, was sie wollen, und nehmen nicht zu. Andere nehmen direkt zu, wenn sie ein Gramm Fett zuviel verspeisen. Das wirft immer wieder die Frage auf, was wirklich dick macht. Das hier geschilderte Szenario spielt auf die verschiedenen Stoffwechseltypen an, die es gibt. Dabei ist die Ursache vielfach nicht im Stoffwechsel begründet.

Die häufigste Ursache von Übergewicht: Das Essverhalten

Im Allgemeinen muss in Deutschland niemand Hunger leiden. Im Gegenteil: Nahrungsmittel sind ständig verfügbar und erschwinglich. In der Folge nehmen die  Menschen zunehmend wesentlich mehr Kalorien zu sich, als nötig wäre. Der individuelle Energiebedarf wird nicht nur gedeckt, sondern weist eine positive Bilanz auf. Entscheidend ist hierbei nicht nur die Menge der Nahrung, sondern vor allem auch die Zusammensetzung. Häufig werden zu viele Fette und Kohlenhydrate und zu wenig Ballaststoffe aufgenommen. Auch die Wahl des Getränks kann hier eine entscheidende Rolle spielen. Denn zum Beispiel Fruchtsäfte und Bier enthalten viele versteckte Kalorien in Form von Zucker. Falsche Ernährung ist und bleibt die Hauptursache von Übergewicht.

Was wirklich dick macht, sind die im Grunde die überschüssigen kcal aus der Nahrung, die ein Mensch verzehrt. Daher sollte der Blick auch nicht zu sehr auf einzelne Lebensmittel fokussiert werden, die scheinbar per se dick machen und die es zu vermeiden gilt, sondern vielmehr auf die Gesamtkalorien, die er aufnimmt.

Doch nicht nur was man isst, sondern auch wie, kann ein Grund für Übergewicht sein. Die meisten Übergewichtigen essen häufiger und schneller als normalgewichtige Menschen. Sie haben verlernt auf das natürliche Sättigungsgefühl zu hören und fühlen sich erst nach übermäßiger Nahrungsaufnahme satt. Ein in dieser Weise gestörtes Essverhalten kann als einer von vielen Auslösern von Übergewicht genannt werden.

Fehlende körperliche Bewegung begünstigt Entstehung von Übergewicht

Auch ein Bewegungsmangel spielt eine entscheidende Rolle in der Energiebedarfsbilanz, und in der Folge auch in der Entstehung von Übergewicht. Viele Menschen bewegen sich während der Arbeit im Büro körperlich zu wenig. Durch Sport und Fitnessübungen könnten Sie einen Ausgleich schaffen, sowohl zu einer überhöhten Kalorienzufuhr als auch zur Bewegungslosigkeit am Arbeitsplatz. Doch in der Realität ist tatsächlich häufig genau das Gegenteil der Fall: Die meisten Übergewichtigen verbringen auch Ihre Freizeit sitzend gemütlich auf dem Sofa oder am Computer. Dies führt oftmals zu einer weiteren Gewichtszunahme, was wiederum dazu führt, dass die Menschen noch mehr essen und sich noch weniger bewegen. Dieser Teufelkreis ist eine nicht zu unterschätzende Ursache für Gewichtsprobleme und eine simple, aber weitreichende Wahrheit, wieso die Menschen immer dicker werden.

Die weiteren Ursachen von Übergewicht

Neben der falschen Ernährung, einem gestörten Essverhalten und mangelnder körperlicher Betätigung, können weitere Faktoren ursächlich oder zumindest begünstigend für Übergewicht sein. Dazu gehören unter anderem:

  • Psychologische Ursachen von Übergewicht: Stress, Unausgeglichenheit, Ärger, Ängste oder Langeweile usw.
  • Erbliche Veranlagung für Übergewicht: Individueller Grundumsatz ist von Mensch zu Mensch verschieden, aber in Familien häufig gleich
  • Soziale Veranlagung für ungesunde Verhaltensweise: Ungünstige Ernährungsgewohnheiten etc. werden meist von den Eltern an die Kinder weitergegeben
  • Einnahme von Medikamenten: Bestimmte Medikamente wie Antidepressiva oder Neuroleptika können den Appetit und somit die Nahrungsaufnahme steigern
  • Hormonelle Erkrankungen: Schilddrüsenfunktionsstörungen können für eine Gewichtszunahme verantwortlich sein

Um zu überprüfen, ob man selbst Übergewicht hat bzw. an Adipositas (Fettleibigkeit, Fettsucht) leidet, sollte man den eigenen Body-Mass-Index (BMI) kennen. Wie sich dieser berechnet, können Sie hier nachlesen.

Entstehung von Übergewicht vermeiden

Gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit sollte man daran denken, dass einmal angefutterte Kilos sehr schwer wieder loszuwerden sind. Die Entstehung von Übergewicht zu vermeiden ist häufig einfacher, als das Übergewicht selbst und seine Folgeerscheinungen zu bekämpfen. Daher lohnt es sich, seine Essgewohnheiten bewusst zu beobachten. Insbesondere wenn eine überhöhte Energiezufuhr als Übergewichts-Ursache ausgeschlossen werden kann, sollte definitv eine ärztliche Untersuchung erfolgen, um mögliche Krankheiten als Ursache des Übergewichts aufzudecken und ggf. zu therapieren.

Prinzipiell sollte man einen gesunden Lebensstil verfolgen, der sich durch viel körperliche Betätigung und ausgewogene Ernährung kennzeichnet. So sollten vor allem natürliche Lebensmittel wie Obst und Gemüse möglichst frisch zubereitet genossen werden. Dabei ist auch auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Nährstoffen zu achten. Wer dafür wenig Zeit hat, wie zwei Drittel der Berlinerinnen und Berliner, sollte auch Alternativen wie z.B. Nahrungsergänzungsmittel in Betracht ziehen. Zwar sagen auch die Hersteller selbst, wie beispielsweise Jörn-Marc Vogler von VELUVIA „Die Natur schlagen wir nicht“, jedoch ist diese Art der Nährstoffzufuhr besser als ein genereller Nährstoffmangel, der beispielsweise zu Stoffwechselstörungen, aber auch zu Heißhungerattacken führen kann. So äußern sich auch Experten wie Prof. Dr. Wechsler, Präsident des Berufsverbandes Deutscher Ernährungsmediziner (BDEM). In einem Interview bestätigt er, dass Patienten oftmals über Nahrungsergänzungen mit wichtigen Nähr- und Vitalstoffen versorgt würden, selbst wenn dies nicht die ideale Lösung sei.

Work-Life-Balance beeinflusst das Gewicht

Nicht zuletzt ist eine gesunde Work-Life-Balance ein einflussreicher Faktor, wenn es darum geht, ausgewogene Ernährung, Vermeidung von Stress und ausreichend Bewegung unter einen Hut zu bekommen. So kann auch den meisten Ursachen von Übergewicht Einhalt geboten werden. Wenn alle Lebensbereiche ausgeglichen sind, neigt der Mensch auch nicht dazu, die Harmonie im Leben durch Essen herstellen zu wollen.

BMI berechnen – Welche Bedeutung haben die Werte des Body Mass Index?

Der sogenannte Body Mass Index oder BMI gilt als eine zuverlässige Methode, um herauszufinden, ob das eigene Körpergewicht im gesunden Bereich liegt. Der BMI beschreibt das Verhältnis zwischen Körpergröße und Körpergewicht. Jeder Erwachsene kann den eigenen BMI berechnen, wenn das aktuelle Gewicht bekannt ist.

Abhängig von Alter und Geschlecht gibt der eigene BMI Auskunft darüber, ob das Gewicht im Normalbereich liegt oder nicht. Der berechnete BMI ist eine Kennzahl, deren Bedeutung mit Hilfe der BMI Tabelle bewertet werden kann.

BMI berechnen – So geht’s

Auch wenn es relativ einfach ist, den BMI zu berechnen, gibt es viele Websites, die einen kostenlosen BMI-Rechner zur Verfügung stellen. Dargestellt in einer Formel, ergibt sich der Body Mass Index aus dem Körpergewicht in Kilogramm geteilt durch die Körpergröße in Metern zum Quadrat.

BMI Formel

Gewicht : (Größe x Größe) = BMI

Ein 1,85m großer Mann mit einem Gewicht von 80 kg läge nach dieser Berechnung mit einem BMI von 23 im Mittelfeld des Normalgewicht.

80 : (1,85 x 1,85) = 23,37

Dagegen läge eine Frau mit den gleichen Körpermaßen mit diesem BMI schon nahe am Übergewicht. Prinzipiell geht der BMI davon aus, dass Männer mehr Muskelmasse als Frauen haben, daher liegen die Normalwerte hier höher als bei Frauen.

BMI Tabelle

Zur Deutung der Werte existieren verschiedene BMI Tabellen, wobei die BMI Brechnung stets nach der gleichen oben genannten BMI Formel erfolgt. Die grundsätzliche Bedeutung der BMI Werte lässt sich in einer BMI Tabelle ablesen, die eine Zuordnung von BMI und Gewichtsklasse vornimmt, so beispielsweise die BMI Tabelle nach WHO.

Kategorie BMI
Untergewicht Unter 18,5
Normalgewicht 18,5 – 24,9
Leichtes Übergewicht

Präadipositas

25 – 29,9
Mittleres Übergewicht

Adipositas Grad I

30 – 34,9
Starkes Übergewicht

Adipositas Grad II

35 – 39,9
Sehr starkes Übergewicht

Adipositas Grad III

Ab 40

In der folgenden BMI Tabelle nach DGE werden zusätzlich geschlechtliche Differenzen hinsichtlich der Figur von Männern und Frauen berücksichtigt, die in die eigentliche BMI Berechnung nicht einfließen.

Kategorie BMI-Frauen BMI-Männer
Untergewicht Unter 19 Unter 20
Normalgewicht 19 – 23,9 20 – 24,9
Leichtes Übergewicht

Präadipositas

24 – 29,9 25 – 29,9
Mittleres Übergewicht

Adipositas Grad I

30 – 34,9 30 – 34,9
Starkes Übergewicht

Adipositas Grad II

35 – 39,9 35 – 39,9
Starkes Übergewicht

Adipositas Grad II

Ab 40 Ab 40

Daneben findet man auch eine BMI Tabelle, die den idealen BMI nach Alter vorgibt:

Alter Idealer BMI
19 – 24 19 – 24
25 – 34 20 – 25
35 – 44 21 – 26
45 – 54 22 – 27
55 – 64 23 – 28
älter als 65 24 – 29

Aussagekraft des BMI

Trotzdem eine BMI Berechnung auch in medizinischen Untersuchungen zur Bestimmung des Über-/Untergewichts genutzt wird, sind die Interpretationen nicht für jeden Menschen geeignet. Dies gilt insbesondere bei:

  • Sportlern
  • Bodybuildern
  • Personen, denen Gliedmaßen fehlen
  • Schwangeren

Da etwa Sportler und Bodybuilder durch die zusätzliche Muskelmasse ein höheres Körpergewicht haben, liegt ihr BMI meist im Bereich des Übergewichts. Der BMI ist also nur eingeschränkt zur Bewertung des Gewichts geeignet, da er weder die genaue Zusammensetzung des Gewichts (Muskelmasse, Körperfettanteil, Wasseranteil, Knochenmasse etc.) noch die individuelle Statur berücksichtigt. So können schwere Menschen, die viele Muskeln und wenig Körperfett haben, mit einem hohen BMI durchaus ein gesundes Gewicht haben. Denn – wie auch die Bezeichnung Fettleibigkeit verrät – ist es die hohe Fettmasse, die in der Regel zu den bedrohlichen Begleit- und Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden führt.

Fehlt einer Person beispielsweise ein Bein, muss das Gewicht des fehlenden Beins geschätzt und zum Körpergewicht addiert werden. Auch bei Schwangeren ist der BMI nicht aussagekräftig, da der Körper mehr Masse als üblicherweise trägt.

Eine Aussage hinsichtlich der Bedeutung der Werte sollte jedoch klar sein:  wenn der berechnete BMI im oberen Normalbereich oder bereits darüber liegt, sollte die eigene Ernährung und Lebensweise überdacht werden. Übergewicht belastet den Körper sowie die Gesundheit und kann gefährliche Langzeitfolgen mit sich bringen.