Laughing Hearts Gala: Unternehmer spenden 1.350.000 EUR für Heimkinder

Auf der Bühne des Hyatt am Potsdamer Platz der britische Superstar Marlon Roudette mit dem Welthit „When the Beat Drops out“, unter den Gästen Laughing Hearts-Schirmherrin Gesundheitssenatorin Dilek Kolat, Berliner Sparkasse-Vorstandsmitglied Tanja Müller-Ziegler, der Immobilienunternehmer Christoph Gröner, Boxweltmeister Arthur Abraham, AG-City-Chef Klaus-Jürgen Meyer, Stararchitekt Prof. Stephan Braunfels, BERLINboxx-Verlegerin Dr. Angela Wiechula, Laughing Hearts-Vorstandsvorsitzender Dr. Nidal Al Saadi. Die Gewinner des Gala-Spenden-Dinners waren eindeutig die 2000 Heimkinder, die seit fast 10 Jahren von Laughing-Hearts gefördert werden. Am Ende dieses in jeder Beziehung außergewöhnlichen Abends spendeten die großherzigen Unternehmer 1.350.000 EUR für den guten Zweck.

Christoph-Gröner, Arthur-Abraham und Dr. Nidal-Al-Saadi (v.l.n.r.) machen sich für Kinder stark | Foto: Marius Schwarz

Dilek Kolat, Christoph Gröner und Nidal Al-Saadi gelingt ein Spendenrekord

1.350.000 EUR Spendenaufkommen an einem Abend ist eine absolute Rekordsumme. Im Vergleich: Die Operngala für die Deutsche Aids Stiftung in der Deutschen Oper erzielte in diesem Jahr mit Großspenden von Konzernen eine Summe von 500.000 EUR.

Was die mittelständischen Unternehmer, die den gemeinnützigen Verein Laughing Hearts 2009 gegründet haben, erreicht haben, verdient eine besondere Auszeichnung und Wertschätzung.

Alle Vereinsmitglieder engagieren sich nicht nur finanziell sondern auch ganz persönlich.

Top-Sponsor Christoph Gröner mit seiner Ehefrau Anja Gröner | Foto: Marius Schwarz

Unermüdlich im Einsatz auch Christoph Gröner, Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Projektentwicklers CG Gruppe, der sich mit Überzeugungskraft und persönlichem Engagement für die soziale Gleichstellung und Chancengleichheit von Heimkindern in unserer Gesellschaft einsetzt. Schirmherrin Senatorin Dilek Kolat zeigte sich beeindruckt von der Spendenfreundlichkeit der Gäste: „Für mich stehen die Perspektiven, die mit dieser Initiative für Kinder geschaffen werden, im Fokus und es ist mir ein besonderes Anliegen, es den Kindern mit schönen Erlebnissen zu erlauben, den oft schwierigen Alltag für kurze Zeit zu vergessen“.

Insgesamt sind in Deutschland etwa 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren von Armut betroffen – in Berlin fast jedes dritte Kind. Dieser soziale Missstand stellt ein ernstzunehmendes Problem in der Hauptstadt dar. Häufig fehlt es in den betreuenden Einrichtungen an Geld für ärztliche Zusatzbehandlungen, Nachhilfe und Beiträge für Sportvereine oder Musikunterricht. Geringere Bildungschancen, Ausgrenzung oder Schwierigkeiten bei der Ausbildungssuche sind häufig die Folge.

Engagement für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche

Um dem Missstand der sozialen Benachteiligung bei Kindern und Jugendlichen zu begegnen, gründeten Berliner Unternehmer im Mai 2009 den gemeinnützigen Verein Laughing Hearts e. V. Ziel des Vereins ist es, das Selbstvertrauen der Kinder und Jugendlichen so früh wie möglich zu stärken, sie aktiv in ihr gesellschaftliches Umfeld zu integrieren und ihnen durch Aufzeigen von sozialen wie beruflichen Perspektiven einen gleichberechtigten Werdegang zu ermöglichen. In enger Zusammenarbeit mit Berliner Heimen, Betreuern und vielen Partnern werden derzeit 22 Kinderheime in Berlin mit ca. 2.200 Kindern und Jugendlichen betreut.

Sozialen Einrichtungen steht für die Freizeitgestaltung eines Kindes pro Jahr meist nur ein knappes Budget zur Verfügung. Laughing Hearts-Präsident, der Internist Dr. Nidal Al-Saadi: „Das Anliegen von Laughing Hearts ist es, Heimkinder in individuellen Belangen zu unterstützen, die über die generelle Grundversorgung hinausgehen. Den Kindern soll, ihren Wünschen entsprechend, die Integration in bestehende, einrichtungsexterne Freizeit- und Bildungsangebote ermöglicht werden. Die individuelle Förderung erfolgt im Rahmen des Leistungskataloges, der die vier wesentlichen Themenbereiche Sport, Bildung, Gesundheit und Freizeit umfasst“. Ohne Zweifel war die 9. Laughing Hearts-Gala wieder ein Lichtblick für bürgerschaftliches Engagement. (FS)

 

 

 

 

 

 

El Bocho Ausstellung: Finest Street-Art from Berlin

London hat Banksy, Berlin hat El Bocho: Ausstellung „Goldene Zeiten“ in der Raab Galerie

Farbenfroh, verspielt, mitunter cartoonesk – doch immer mit Hintersinn und doppeltem Boden – so präsentieren sich die Kunstwerke des Berliner Street-Art Künstlers El Bocho zur Eröffnung der Ausstellung „Goldene Zeiten“ in der Berliner Raab Galerie in Charlottenburg.

Der Künstler selbst will unerkannt bleiben, freut sich aber über den großen Besucherstrom in die Raab Galerie, unweit des Berliner Savigny-Platzes.

Selbstbildnis El Bocho

Bereits vor seinem Illustrations- und Typografiestudium fanden sich El Bochos Arbeiten ab 1997 im Stadtbild. Damit ist er gemessen an den Maßstäben der Streetart-Szene eine beständige Größe. In Berlin gehört El Bocho zu den Künstlern, die das Stadtgesicht sichtbar prägen. Dadurch, dass er im Herzen der Hauptstadt mit vielseitigen und originellen Arbeiten ständig auffällt, hat er sich einen Namen weit über die Grenzen Deutschlands hinaus gemacht.

„Wichtig ist mir die Demokratisierung der Kunst“, so der Künstler, der immer noch die Stadt als seinen Spielplatz nutzt und seine Arbeiten auf der Straße zeigt. „Gerade Kids und Jugendliche finden oft keinen Zugang zur Kunst in Galerien oder Ausstellungen. Daher ist es wichtig, meine Kunst auch im Straßenbild zu präsentieren und diese damit jungen Menschen zugänglich zu machen.“

Kommunikation und Bezugnahme auf das urbane Leben sind der Hauptbestandteil seiner Arbeit. So sieht El Bocho sich als beobachteter Beobachter. Wichtig ist ihm die Arbeit außerhalb der Kunstszene, da diese mehr als nur ein bestimmtes Publikum erreicht. El Bocho greift die Reaktionen der Betrachter auf und verwendet sie in seinen Arbeiten. So entsteht ein ständiger Kommunikationsfluss mit der Öffentlichkeit.

Um dieses zu erreichen, thematisiert er gegenwartsnahes Geschehen, beispielsweise durch Kalle und Bernd, die geklebten Überwachungskameras, die sich auch schon mal in eine Ampel verlieben können oder Passanten zurechtweisen oder Little Lucy, die charmante Katzenfeindin. In diesen humorvollen Plakatserien kommentiert El Bocho die Lebensweise der Stadt.

Auch in seinen Porträtserien, die in der Galerie Raab (Berlin) sowie parallel auf den Strassen Berlins zu finden sind, taucht er in die Gedankenwelt der Stadtmenschen ein. Dafür benutzt El Bocho handgefertigte Plakate, die bis zu vier Meter hoch sind. Er bedient sich einer eigens von ihm entwickelten Plakatierungstechnik, bei der sich spezielles Plakatpapier unter Sonnen- und Witterungseinwirkung langsam mit dem Untergrund verbindet. Das Plakat unterliegt somit einem ständigen Wandel. El Bocho benutzt neben etablierten Streetarttechniken wie Installationen, Schablonen oder Cut-Outs unter anderem auch Wandkacheln, die er bereits in vielen Metropolen Europas im Stadtbild installiert hat.

 

Die Ausstellung in der RAAB Galerie (Goethestraße 81, 10623 Berlin) läuft noch bis zum 13. Januar 2018. Die Öffnungszeiten sind Mo-Fr, 10-19 Uhr und Sa, 10-16 Uhr.

 

Link zur Galerie: http://www.raab-galerie.de/

Bilder: Copyright RAAB Galerie Berlin

 

Friede Springer mit Preis der Deutschen Gesellschaft ausgezeichnet

Gestern wurde Friede Springer in Berlin mit dem Preis der Deutschen Gesellschaft e. V. für Verdienste um die deutsche und europäische Verständigung ausgezeichnet.

Wie Franz Müntefering und Lothar de Maizière, die Co-Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft e. V., betonten, habe die Preisträgerin alle Generationen ermutigt, für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie einzustehen. Gerade in letzter Zeit werde deutlich, dass sich alle Gutgesinnten für Verständigung in Deutschland und Europa einsetzen müssten. Friede Springer erhalte den Preis in Anerkennung ihres herausragenden Engagements und ihres jahrzehntelangen Wirkens für das Miteinander in Deutschland, den Dialog der Kulturen, den Abbau von Vorurteilen sowie ihr Eintreten für die deutsch-israelische Freundschaft und ihre Unterstützung für die politische Bildungsarbeit im Sinne der historischen Aufarbeitung.

Friede Springer hat sich für Freiheit und Einheit eingesetzt

Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble unterstrich in seiner Laudatio das beispielhafte Engagement der diesjährigen Preisträgerin. Die deutsche Gesellschaft wie auch die Pflege der Beziehungen Deutschlands in aller Welt würden Menschen mit Gerechtigkeits- und Gemeinsinn brauchen, die Verantwortung übernehmen, so Schäuble. Friede Springer habe sich immer wieder für unsere Rechts- und Freiheitsordnung eingesetzt, die keineswegs selbstverständlich sei. „Gerade der 9. November erinnert uns daran“, betonte Schäuble. Dieser „deutsche Schicksalstag“ sei ein Datum voller Gegensätze. Der Ausrufung der Republik 1918 folgte 1938 die Schande der Reichspogromnacht. Der 9. November 1989, der Tag des Mauerfalls, sei wiederum auch zu einem Tag grenzenloser Freude geworden. Historische Zusammenhänge bewusst zu halten, sei ein Verdienst Friede Springers. Sie habe sich immer für Freiheit und Einheit eingesetzt.

Der Preis der Deutschen Gesellschaft e. V. wird seit 2005 verliehen. Die Preisverleihung findet traditionell im Rahmen einer Feierstunde am 9. November in Berlin statt. Preisträger waren u. a. Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Künstler Martin Walser und Armin Mueller-Stahl, Altbundespräsident Richard von Weizsäcker oder der heutige Präsident der Europäischen Kommission Jean-Claude Juncker. 2016 erhielt Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert den Preis.

Dr. h. c. Friede Springer ist Mehrheitsaktionärin und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Axel Springer SE sowie Gremienmitglied in einer Reihe gemeinnütziger Gesellschaften und Vereine. Sie ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes und hat neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen im Jahre 2000 den Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden in Deutschland erhalten. Seit vielen Jahren engagiert sie sich mit den von ihr geleiteten Stiftungen für das Gemeinwesen. (red)

Wie sportlich ist die Hauptstadt? Sportstudie Berlin 2017 startet

Für viele Berlinerinnen und Berliner spielt Sport eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Sport bedeutet Gesundheit, Fitness, soziale Teilhabe und Integration. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport führt in Zusammenarbeit mit dem Amt für Statistik Berlin Brandenburg die größte Sportstudie Deutschlands durch, um die Sport- und Bewegungsinteressen der Berlinerinnen und Berliner besser kennenzulernen. Dafür werden in diesen Tagen an rund  53.500 Berliner Haushalte entsprechende Fragebögen versandt.

Studie soll zentrale Fragen klären

Mit der Studie sollen zentrale Fragen der Sportpolitik und Sportplanung geklärt werden: Welche Sportangebote und Sportstätten werden von der Bevölkerung heute und in Zukunft nachgefragt? Wer treibt wann, wie oft, wie lange, welchen Sport? Allein oder mit anderen? Im Verein oder im Fitness-Studio?

Berlins Sportsenator Andreas Geisel sagte dazu: „Wir wollen mit der Befragung verlässliche Daten für zukünftige Sportangebote in Berlin erhalten. Wenn Sie Post von uns im Briefkasten haben, nehmen Sie bitte teil. Mit Ihren Informationen stellen Sie die Weichen für die sportliche Zukunft Berlins.“

Ausfüllen und gewinnen

Die Befragung läuft bis zum 24. November. Der Fragebogen besteht aus 22 Fragen; die Beantwortung nimmt ungefähr 15 Minuten in Anspruch. Die ausgewählten Studienteilnehmenden haben die Möglichkeit, die Fragen auch online auszufüllen. Die Teilnahme ist freiwillig und wird unter strenger Einhaltung des Datenschutzes durchgeführt. Die Fragebögen sollen bis zum 24. November beantwortet werden. Die Teilnehmenden können an der Verlosung eines Fahrrades im Wert von 2.000 € und von Tickets für sportliche Events in Berlin wie z.B. für das DFB-Pokalfinale teilnehmen. Mit ersten Ergebnissen der Studie ist im Frühjahr 2018 zu rechnen. (red)

Gemeinsam für eine soziale und wirtschaftlich starke Stadt

Auf dem 9. Berliner Quartiersrätekongress wird die wirtschaftliche und soziale Entwicklung der Stadt diskutiert.

Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, lädt am Freitag, den 10. November zum 9. Berliner Quartiersrätekongress ein. Die Veranstaltung ist eine besondere Kooperation zwischen dem Berliner Parlament, den Quartiersräten als Vertreterinnen und Vertreter der Bürgerschaft und der Verwaltung. Im Abgeordnetenhaus von Berlin werden sie sich den komplexen Aufgaben zur Verbesserung der Bildung, der Integration und der Lebenssituation der Menschen in den Quartieren widmen. Im März 2019 jährt sich der Senatsbeschluss zum Programm „Soziale Stadt mit der Einführung“ des Berliner Quartiersmanagements zum 20. Mal.

Gemeinsam für eine soziale Stadt

Schon im Vorfeld des diesjährigen Kongresses wurde das Programm „Soziale Stadt“ proaktiv durch Fragebögen mitgestaltet. Das Ziel ist, das Programm auch 2018 fortzuführen. Das Motto der Veranstaltung lautet „Mitmachen-Mitentscheiden-Selbermachen: Quartiersräte gestalten Stadt“. Gemeinsam sollen wichtige Impulse für die weitere Programmausrichtung gewonnen werden.

Ehrenamtliches Engagement für die Stadtteile

„Ich schätze die ehrenamtliche Arbeit der Quartiersräte, weil sie den Menschen im Quartier eine Stimme geben. Lassen sie uns gemeinsam darüber nachdenken, wie die Fördermittel des ProgrammsSoziale Stadt‘ dort eingesetzt werden können, wo sie am dringendsten gebraucht werden und wo sie den größten Nutzen für möglichst viele Menschen in den Quartieren bringen. Für die weitere Ausgestaltung des Programms ‚Soziale Stadt‘ in Berlin ist mir das Wort der lokalen Spezialisten, die Quartiersräte ja sind, besonders wichtig“, so die Senatorin Lompscher.

Derzeit engagieren sich über 1.000 Quartiersräte in den 34 Quartiersmanagementgebieten der Stadt. Die Gremien werden alle zwei Jahre neu gewählt. Das Hauptanliegen der Räte ist es, den Stadtteil attraktiver zu machen, die Chancen der Kinder auf Bildung zu erhöhen, die Kommunikation untereinander herzustellen und das Zusammenleben der Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedlicher ethnischer Herkunft im Quartier zu stärken.

Städtebau wird aktiv mit Projekten gefördert

Das Städtebauförderungsprogramm „Soziale Stadt“ unterstützt die Stabilisierung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadtteile. Mit gezielten Investitionen in die öffentliche Infrastruktur und den öffentlichen Raum wird das Wohnumfeld aufgewertet. Für die Umsetzung der Programmpunkte hat der Berliner Senat ein Quartiersmanagementverfahren ins Leben gerufen und setzt es in Zusammenarbeit mit den Bezirken um. Die jeweiligen Quartiersmanagement-Teams unterstützen lokale Aktivitäten der Bewohnerinnen und Bewohner, vernetzen und kooperieren mit verschiedenen Initiativen. In diesem Jahr wird das Programm mit finanziellen Mitteln in Höhe von 26,8 Millionen Euro  gefördert. Mittlerweile umfasst das Programm „Soziale Stadt“ 230 Einzelprojekte. (red)

 

 

Berliner Feuerwehr: Großes Engagement im Sturm

Die Berliner Feuerwehr zeigte bei den Sturmtiefs „Herwart“ am 29. Oktober und „Xavier“ am 5. Oktober sichtlich Nerven und vor allem gute Arbeit. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 122 km/h fegte der Sturm über Deutschland und versetzte die Hauptstadt in den Ausnahmezustand.

Zahlreiche Notrufe und Aufräumarbeiten hielten die Berliner Feuerwehr, 600 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren und 100 Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW) über 70 Stunden in Atem. Trotz des Dauereinsatzes und rund 3.000 Einsätzen wurde koordiniert Hilfe geleistet sowie Unfallstellen gesichert. Allein in Mitte fielen ca. 500 Bäume dem Sturm zum Opfer und blockierten Gehwege sowie Straßen. Das große Engagement der Einsatzkräfte zeigte sich bereits am nächsten Morgen: Berlins Straßen waren weitestgehend wieder befahrbar. Für diesen Einsatz
haben sich die Berliner Feuerwehr, die Freiwilligen Feuerwehren, das Technische Hilfswerk und andere Helfer die höchste Anerkennung für den dritten großen Einsatz in diesem Jahr verdient. Bereits im Juli bewiesen die Einsatzkräfte bei Dauerregen und Überschwemmungen, dass sich die Berliner Bevölkerung auf sie verlassen kann. (lj)

Social Business Panda Coffee: Konsum muss Mehrwert haben

Good Coffee. Good Karma.

Wir alle konsumieren täglich. Schon morgens, noch bevor der Tag so richtig begonnen hat, geht es los. Zum Wachwerden brauchen wir Kaffee (Tchibo Kaffeereport 2017). Ein von weit her importiertes Gut, das zu unserem Tagesablauf gehört, wie Gesichtwaschen und Zähneputzen. Und uns zu besseren Menschen machen könnte.

Nachhaltigkeit ist trotz der Geiz-ist-geil-Mentalität der Deutschen in aller Munde. Es gibt fair produzierte und gehandelte Kleidung, Gebrauchsgegenstände und Lebensmittel, aber man muss länger suchen, genauer hingucken und tiefer in die Tasche greifen. Dafür bekommt man nicht nur ein gutes Gewissen, sondern auch beste Qualität und unterstützt eine faire Wertschöpfungskette. Panda Coffee geht sogar noch einen Schritt weiter.

Fair Trade und fair Play mit Panda Coffee

Das Social Business bietet in seinem Online-Shop nicht nur direkt gehandelten Kaffee an, sondern überzeugt durch Initiative und Transparenz. So erfährt der Konsument alles über die Hintergründe des Kaffee-Anbaus, wird über gängige Vorurteile und Missstände aufgeklärt und kann sich überzeugen, dass Panda Coffee allen Kriterien des nachhaltigen Konsums entspricht.

Da es dem Unternehmen mit seinem wegweisenden Geschäftsmodell nicht reicht, den Menschen entlang der Wertschöpfungskette eine verlässliche Lebensgrundlage durch über Fair Trade liegende Löhnen und Unterstützung bei der Infrastruktur der Anbauregion zu bieten, unterstützt das Unternehmen mit 3 Euro pro verkauftem Kilogramm humanitäre und artenschutzerhaltende Hilfsprojekte. Respekt vor so viel Engagement – mehr Nachhaltigkeit durch Konsum ist kaum möglich. (red)

Kreativprojekt „Übermut“ – Berlin überzeugt in Brooklyn

visitBerlin wirbt mit „Übermut Project“ und Berliner Künstlern im New Yorker Central Park

Am vergangenen Wochenende feierte die Berliner und Hamburger Kreativszene im Central Park in New York mit verschiedenen Workshops und Kinovorführungen das Ende einer sechswöchigen USA-Tournee mit dem Titel „We Like America“.

Im in Brooklyn gelegenen Central Park trafen Berliner Künstler und Anwohner aufeinander, um gemeinsam zu diskutieren. Thematisiert wurden die Geschichte, die Veränderungen, die Vorteile und die Herausforderungen von Kreativbezirken. Als Veranstaltungsort diente während der gesamten Tournee der „Spacebuster“, ein aufblasbarer Pavillon des Künstler- und Architektenkollektivs raumlaborberlin.

„Übermut Project“ bringt Berliner Kreativszene in alle Welt

Das Projekt entstand in Zusammenarbeit von visitBerlin und der Hamburg Marketing GmbH. Gefördert wird die Kooperation durch das Auswärtige Amt.

„‘Übermut‘ spiegelt den Geist der Freiheit Berlins wider und bietet der deutschen Kunst- und Kreativszene eine globale Bühne. Unsere Initiative ermöglicht es Berliner Künstlern – unabhängig von Marketingkampagnen und -strategien – ihre Aktionen künstlerisch frei zu gestalten. Mit diesem Projekt gehen wir im Marketing neue Wege und werben auf authentische Weise für Berlin“, so Burkhard Kieker, Geschäftsführer von visitBerlin.

Von der Roadshow zur Welttournee

Der Stopp New York war der Endpunkt einer Roadshow durch die USA, dem wichtigsten Überseemarkt für den Berlin-Tourismus. Im Spacebuster reisten Berliner Künstler von der Architektur-Biennale in Chicago über St. Louis und Cleveland nach New York. Neben den verschiedensten Kreativangeboten fand ein reger Austausch zwischen den Bewohnern und den Akteuren der jeweiligen Städte statt. Abgerundet wurden die Veranstaltungen durch Workshops mit ansässigen Schulen und Universitäten. Das Projekt, der Dialog zwischen Berlin und New York, ermöglicht es, das kreative Potenzial Deutschlands darzustellen.

Das „Übermut Project“ führte bereits Berliner und Hamburger Kreative in den vergangenen Monaten nach Hongkong, Mailand, Brighton, Amsterdam und in die USA. Die nächsten Stationen der Berliner und Hamburger Kreativszene sind Paris, Teheran und Bangkok. (red)

Peat, Cargonexx und Samcc – die Gewinner des deutschen Digitalpreises „The Spark“ 2017

Am Wochenende wurden die klügsten Köpfe im Bereich künstlicher Intelligenz und technische Innovationen beim deutschen Digitalpreis „The Spark“ ausgezeichnet. Die Erfindungen der diesjährigen Gewinner sind vielfältig: Pflanzenschädlinge mithilfe einer App erkennen und bekämpfen, Transport leichter gestalten und Spediteur und Unternehmen zusammen bringen oder die Buchhaltung erleichtern und Finanzen transparent darstellen.

App Plantix gegen „Morto Subito“

Einer der diesjährigen Gewinner entwickelte eine App mit dem Namen Plantex, die vielen Landwirten dabei helfen kann, eventuelle Schädlinge an ihren Pflanzen frühzeitig zu erkennen, zu identifizieren und zu vernichten. Das Start-up Peat aus Hannover setzt dabei künstliche Intelligenz innovativ ein und folgt damit dem Leitthema des Wettbewerbs. Den Gründern war bewusst, dass Pflanzenkrankheiten erkennbare Muster hinterlassen und die digitalen Möglichkeiten täglich wachsen. Mittlerweile erkennt die App 170 verschiedene Pflanzenschäden und soll bald von einer Million Menschen genutzt werden. Das Start-up greift mit dieser Innovation ein relevantes und brisantes Thema auf. Angesichts einer immer weiter wachsenden Weltbevölkerung und dem gleichzeitigen Defizit der Grundversorgung aufgrund von Insekten, Pilzen oder anderweitigen Erregern, stellt die App eine erste hilfreiche Lösung dar. Umso eher die Landwirte auf Schädlingsbefall reagieren können, umso eher können sie auch handeln und ihre Ernte retten. Damit gewinnen sie nicht nur Lebensmittel sondern sichern sich gleichzeitig auch ihre Existenz. Das Team bietet die App kostenlos an, um weitere Fotos zu sammeln, die der Algorithmus lernen kann. Außerdem möchten sie eine Plattform erstellen, über die Bauern gegen eine Vergütung Pflanzenschutzmittel kaufen können.

Lastverkehr effizienter organisieren mit Cargonexx

Die Gewinner des zweiten Platzes haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Lastverkehr effizienter zu organisieren und so Autobahnen zu entlasten. Das Team hat ein System entwickelt, welches Spediteure und Unternehmen zusammen bringen soll. Die Zusammenarbeit soll erleichtert werden. Dafür wurde ein Algorithmus entwickelt, der per Knopfdruck tausende von Frachten analysiert und dabei bis zu 400 weitere Faktoren berücksichtigt, um am Ende einen Preis zu kalkulieren. Die Technik funktioniert einwandfrei, die Transportbranche reagiert aber bisher skeptisch. „Das ist wie ein Guerillakampf, es geht nur Person für Person“, sagte der Cargonexx-Gründer Rolf-Dieter Lafrenz gegenüber dem Handelsblatt. Die Logistik eines Unternehmen bestimme sich immer noch intern, viele Geschäftsführer möchten selber entscheiden, wie gearbeitet werde.

Smacc ermöglicht transparente und einfache Buchhaltung

Mit einer Software, die die Buchhaltung bei kleinen und mittleren Unternehmen weitestgehend automatisieren soll, gewannen die Gründer des Berliner Softwareanbieters Smacc den dritten Preis. Das Prinzip ist einfach: Mithilfe einer Software wird eine Rechnung eingelesen, dem passenden Buchführungskonto zugewiesen und die entsprechende Überweisung automatisch vorbereitet. So werden zum einen keine Rechnungen mehr übersehen und zum anderen Kosten für die Bearbeitung von Papierbelegen gespart. Für den Mitbegründer Ulrich Erxleben entscheiden die Finanzen über die Existenz eines Unternehmens. „Viele kleine und mittelständische Unternehmen werden insolvent, weil sie keine Transparenz über ihre Finanzen haben“, gab er gegenüber dem Handelsblatt an. Damit die Software „lernen“ kann, sei die Zusammenarbeit mit Unternehmen entscheidend. Dies sei zu Beginn der Unternehmensgeschichte der schwierigste Teil gewesen, nun scheint diese Hürde aber genommen. (ao)

Berliner Studentenwohnungen werden immer teurer

Die steigenden Preise für Wohnraum in Berlin machen auch vor Studentenbuden nicht Halt. Kurz vor Beginn des Wintersemesters sind Tausende Studenten immer noch auf Wohnungssuche.

Das Berliner Studierendenwerk verfügt in Berlin über 9.380 Wohnheimplätze in 33 Wohnanlagen, die Zahl der Bewerber hat sich innerhalb von einer Woche von 4.600 auf über 5.400 erhöht.

Berlin hatte im vergangenen Wintersemester vor einem Jahr bereits 180.096 Studenten, in diesem Wintersemester kommen noch einmal 5.000 hinzu. Was das Angebot in Studentenwohnungen betrifft, so liegt Berlin deutschlandweit an letzter Stelle. Das Verhältnis von Studierenden und Wohnheimplätzen liegt bei gerade einmal 5,2 Prozent, der Bundesdurchschnitt liegt bei 9,2 Prozent.

Eine Wohnung innerhalb des S-Bahn-Rings kann sich der Großteil der Studierenden nicht mehr leisten. Auch Bezirke, in denen man früher noch günstig wohnen konnte, haben erheblich zugelegt. Lediglich in Bezirken wie Marzahn oder Hohenschönhausen lässt sich mit Glück noch etwas finden, dafür sind die Wohnungen entsprechend abgelegen. Die klassische Wohnalternative für Studenten ist die WG. Doch auch hier lässt sich kaum noch ein Zimmer für unter 400 Euro finden, vor vier Jahren lag der Durchschnittspreis für ein WG-Zimmer noch bei 335 Euro.

Bereits 2015 hatte der Senat den Bau von 5.000 weiteren Wohnheimplätzen beschlossen. Doch selbst das wird kaum reichen, wenn jedes Semester Tausende neue Studenten in die Stadt strömen.

Berlin ist die Stadt der Singles, daher sind Ein- bis Zwei-Zimmer-Appartements sehr begehrt und entsprechend teuer. Genau das ist aber auch das Segment, in dem die meisten Studenten suchen. Hinzu kommen die rapide steigenden Preise und ein Wohnungsbau, der nicht hinterherkommt.

Studierenden in Berlin bieten sich also in absehbarer Zeit wenig Möglichkeiten, eine günstige Wohnung in der Stadt zu finden. (red)