Berliner Senat: Erster Entwurf zum Mobilitätsgesetz

Im vergangenen Jahr starben in Berlin 56 Menschen bei Verkehrsunfällen. In diesem Jahr sind es bislang 33 Verkehrstote, darunter neun Radfahrer. Es ist zu befürchten, dass diese Zahl bis Neujahr noch ansteigen wird. Doch damit soll in Zukunft Schluss sein: Mit dem im Berliner Senat vorgelegten Entwurf für das erste Mobilitätsgesetz Deutschlands soll die Mobilität in Berlin nicht nur umwelt- und klimafreundlicher, sondern auch sicherer werden. Das Mobilitätsgesetz wurde bereits im Frühjahr 2017 geschaffen. Es legt die Grundlagen für eine Steigerung der Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems in seiner Gesamtheit fest.

Die Bausteine des Mobilitätsgesetzes

Das Mobilitätsgesetz besteht insgesamt aus mehreren Bausteinen und zieht dabei alle Verkehrsmittel in Betracht. Bisher umfasst der erste Baustein eine allgemeine Zielsetzung, langfristige Optimierungsmaßnahmen für den öffentlichen Nahverkehr und für den Radverkehr. Die allgemeine Zielsetzung legt beispielsweise mittel- und langfristige Ziele fest, die den Klima- und Umweltschutz, die Aufenthaltsqualität, die Verkehrssicherheit sowie die Förderung des Umweltbundes umfassen.

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) werden zum Beispiel die Barrierefreiheit der Haltestellen und Stationen des ÖPNV neu definiert. Die Barrierefreiheit soll mehr Komfort und Zugänglichkeit für alle Fahrgäste bieten. Ganz unabhängig von speziellen Bedürfnissen oder einer möglichen temporären oder dauerhaften Behinderung. Des Weiteren sieht das Mobilitätsgesetz ein sogenanntes Vorrangnetz für den ÖPNV vor. Es berücksichtigt vor allem die Strecken mit einem dichten Nahverkehrsangebot. Mit dem Vorrangnetz sollen Busse oder Trams möglichst Vorfahrt haben, damit die Planung jeglicher Verkehrsinfrastruktur angemessen berücksichtigt werden kann. So können die Fahrgäste fahrplanmäßig die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, ohne mit Verspätungen rechnen zu müssen.

Radverkehrsnetz wird insgesamt gestärkt

Ähnliche Optimierungen sind auch für den Radverkehr vorgesehen. Im Mobilitätsgesetz soll der Radverkehr mit dem Ausbau der Infrastruktur weiter gefördert und sicherer gestaltet werden. Demnach sollen 100.000 Radstellplätze, 100 Kilometer Radschnellwege und an jeder Hauptverkehrsstraße Radstreifen geschaffen werden. Außerdem ist auch die Sanierung alter Radfahrwege geplant. Grundsätzlich wird in diesem Abschnitt des Mobilitätsgesetzes ein Radverkehrsnetz auf Haupt- und Nebenstraßen vorgeschrieben. So sollen lückenlose und sichere Verbindungen ermöglicht werden.

Laut der Grünen-Fraktionschefin Antje Kapek wird es das bundesweit erste Gesetz sein, das für Radfahrer Partei ergreift.

„Je mehr Menschen auf Bus, Bahn oder Fahrrad umsteigen können und wollen, desto schneller kommen auch die voran, die auf das Auto angewiesen bleiben. Deswegen stärkt das Mobilitätsgesetz den öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr […]“, so die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Regine Günther.

Erst im nächsten Jahr folgen die Bausteine zum Fußverkehr und zur Intelligenten Mobilität. Bezüglich Letzterem wird sich das Mobilitätsgesetz näher mit Car Sharing und der Digitalisierung beschäftigen.

Die Debatte um das Mobilitätsgesetz

Die neuen Regelungen und Optimierungen dürften vor allem die Radfahrer freuen. Zudem soll mit dem Mobilitätsgesetz nicht nur eine umwelt- und klimabewusste Mobilität gewährleistet werden, sondern soll auch für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sorgen. Ziel ist es dabei die Anzahl der Verkehrsunfälle weiter zu reduzieren. Der Hauptstadtverkehr für alle teilnehmenden Parteien soll sicherer und Emissionen reduziert werden.

Die Kehrseite des Mobilitätsgesetzes ist jedoch, dass an dieser Stelle der Autoverkehr noch benachteiligt wird. Während neue Radwege entstehen sollen, kritisieren die Autofahrer die fehlenden Parkplätze. Nach wie vor werden nach Meinung der Autofahrer die Radfahrer auf ihre Kosten bevorzugt. So werfen sie dem Senat eine „autofeindliche Politik“ vor. Immer wieder entstehen Staus durch die ohnehin schon ewigen Baustellen und nun soll die Infrastruktur für die Radfahrer und den ÖPNV ausgebaut werden. Dies hat laut den Kritikern zur Folge, dass nur noch mehr Baustellen entstehen werden. Für Unmut sorgt auch, dass noch nicht beschlossen wurde, wer die Kosten für den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur tragen wird.

Zurzeit wird das Mobilitätsgesetz erst einmal dem Rat der Bürgermeister zur Stellungnahme übergeben. Anschließend wird der Senat den Entwurf absegnen müssen, um dann den Gesetzentwurf an das Abgeordnetenhaus zur ersten Lesung weiterzureichen. Danach wird er zur Diskussion in den Ausschüssen und zur abschließenden zweiten Lesung übergeben. Das neue Mobilitätsgesetz für die Hauptstadt ist auf dem Weg, einem sehr langen, wie es scheint. (dn)

degewo-Neubauprogramm auf Hochtouren

Mit dem Bevölkerungswachstum in der Hauptstadt steigt der Bedarf an Wohnungen. Im Hinblick darauf hat das degewo-Neubauprogramm vor, bis 2021 den eigenen Wohnungsbestand auf 73.500 durch Neubau und Ankauf in verschiedenen Bezirken zu erhöhen.

Mit rund 67.000 Wohnungen im Eigen- und mehr als 6.000 Wohnungen im Fremdbestand ist die degewo nicht nur das führende Wohnungsbauunternehmen Berlins, sondern zählt auch zu den leistungsfähigsten Wohnungsbauunternehmen in ganz Deutschland.

degewo-Neubauprogramm im Bezirk Treptow-Köpenick

Bis zum Sommer 2019 sollen auf dem 8.200 Quadratmeter großen degewo-eigenen Grundstück in Treptow-Köpenick 43 bis 104 Quadratmeter große Mietwohnungen entstehen.

Mehr als die Hälfte der geplanten Neubauwohnungen sollen familiengerechte 3- und 4-Zimmerwohnungen sein. Darüber hinaus bietet der Wohnungsschlüssel auch für Senioren, Singles oder junge Paare qualitativ hochwertigen Wohnraum. Zudem sind die Wohnungen alle frei finanziert und verfügen über einen Balkon oder eine Terrasse.

Bereits im November dieses Jahres haben die Bauarbeiten von insgesamt 72 Mietwohnungen im Ortsteil Altglienicke in Treptow-Köpenick  begonnen. Mit dem Schwerpunkt auf die Schaffung von Wohnraum für Familien werden insgesamt sechs Mehrfamilienhäuser neu errichtet. Neben den Wohnungen werden auch individuell gestaltete Grün- und Spielflächen im Innenbereich der Wohnanlagen geschaffen. Der Gemeinschaftshof soll laut degewo als Begegnungsraum für die Bewohner der umliegenden Häuser dienen. Zudem sollen circa 32 PKW-Stellplätze sowie 144 Fahrradstellplätze den Mietern und Mieterinnen zur Verfügung stehen. Laut der degewo beträgt das Investitionsvolumen rund 12 Millionen Euro.

Weitere Projekte

Zusätzlich zu den 72 Mietwohnungen in Altglienicke sollen in Kürze zwei weitere Bauvorhaben in der Rudower Straße sowie in der Mahlower Straße starten: Während in der Rudower Straße 41 Wohnungen entstehen sollen, werden in der Mahlower Straße bis zu 101 Wohnungen errichtet.

Auch in den anderen Bezirken sollen neue Wohnanlagen gebaut werden. In der Ludwig-Renn-Straße in Marzahn-Hellersdorf hat bereits der Bau von 255 Wohnungen begonnen. Während dessen sollen in Mitte in der Gleimstraße die Bauarbeiten für 52 neue Wohnungen im Frühjahr 2018 starten.  (dn)

Alle Bauvorhaben der degewo finden Sie auf der folgenden Seite: https://www.degewo.de/bauen-in-berlin/neubau/

Smarte Haustechnik erfreut sich wachsendem Interesse

Laut der „Bauherren-Studie 2017“, durchgeführt von der Beratungsagentur Almondia, legen 57 Prozent der befragten Bundesbürger bei ihren Hausbauplanungen großen Wert auf smarte Haustechnik. Almondia befragte dazu 1.046 Bundesbürger, die in den vergangenen Jahren ein Haus gebaut haben oder in den nächsten zwei Jahren einen Bau planen.

Bauherren begeistern sich zunehmend für smarte Eigenheime

Jeder vierte Befragte ist bereit, mehr als 5.000 Euro zu investieren, um sein künftiges Eigenheim „smart“ zu machen. Sogar sieben Prozent der angehenden Hausbesitzer würden mehr als 10.000 Euro für eine Heizungssteuerung per Smartphone-App oder die automatische Steuerung von Beleuchtung, Belüftung und Co ausgeben.

„Smarte Haustechnik ist mehr als technischer Schnickschnack. Gerade für Menschen mit körperlicher Einschränkung kann eine automatische Licht- oder Belüftungssteuerung den Alltag stark erleichtern. In Hinblick darauf, dass die Menschen immer älter werden, und so lange wie möglich eigenständig leben möchten, werden intelligente Häuser mittelfristig stark an Bedeutung gewinnen“, so Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer von Almondia.

Von den Befragten, die bereits ein Haus gebaut haben, setzten 28 Prozent von Anfang an auf smarte Haustechnik. Etwas mehr als jeder Fünfte hat aus Kostengründen bisher darauf verzichtet, während 13 Prozent mit intelligenten Komponenten allmählich nachrüsten. Einige Bauherren lassen aus diesem Grund schon während des Hausbaus Leerrohre verbauen, in die sie später die Netzwerkkabel legen.

Intelligente Haustechnik muss sicher sein

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Handwerksbetrieben, die sich auf das Thema Smart Home spezialisiert haben. Sicherheit ist dennoch das oberste Gebot. Wenn Hausbesitzer über das Internet auf die eigene Haustechnik zugreifen können, gelingt das theoretisch auch Kriminellen. Der richtige und besonnene Umgang mit der smarten Haustechnik verhindert schon im Vorfeld, den Zugriff durch Fremdeinwirkung.

„Es fängt schon bei so simplen Grundregeln an, dass ein Passwort stets aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bestehen sollte, um es den Kriminellen so schwer wie möglich zu machen“, so der Almondia Geschäftsführer Dr. Gordian Rättich.

Rättich ist davon überzeugt, dass die Nachfrage nach intelligenter und sicherer Haustechnik noch steigen wird. Nur vier von zehn der befragten Bauherren, die einen Neubau planen, legen keinen großen Wert auf eine smarte Haustechnik. Großes Interesse ist also laut der Studie schon jetzt vorhanden. (red)

Dauerwaldweg: Spatenstich für neue studentische Wohnplätze

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich wurde nun offiziell der Bau von 50 neuen studentischen Wohnplätzen im Dauerwaldweg begonnen. Heute um 8 Uhr waren u.a. Steffen Krach, Staatssekretär für Wissenschaft und Forschung, und die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Berlin, Petra Mai-Hartung am Dauerwaldweg anwesend.

Bereits 2013 hatte der damalige Regierende Bürgermeister von Berlin Klaus Wowereit angekündigt, dass neue Wohnplätze entstehen sollen. 2015 wurden dann die Pläne – noch unter der rot-schwarzen Koalition – konkretisiert, aber nicht umgesetzt.

Nun sollen bis Ende 2018 auf dem denkmalgeschützten Grundstück am Rande des Grunewalds 50 neue Wohnplätze entstehen. Drei der Plätze sind für Studierende mit Behinderung vorgesehen. Die Gesamtkosten für den Neubau belaufen sich auf rund 4,5 Millionen Euro. Auf dem Gelände befinden sich bereits Wohnungen für 130 Studierende.

Das Projekt im Dauerwaldweg ist eines der ersten Vorhaben, das die Förderung für „Variowohnen“ erhält und wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) als „sehr innovativ“ eingestuft. Das BMUB fördert den aktuellen Bau mit einem Budget von 689.200 Euro.

5000 Wohnplätze für Berlin geplant

Der Bau der 50 Wohnplätze im Dauerwaldweg ist nur ein Teilprojekt des gesamten Vorhabens. Denn in Berlin sollen mindestens 5000 neue Wohnplätze für Studierende entstehen. Laut den Senatsvorgaben soll der Bau der Studentenwohnungen bis zum Jahr 2020 abgeschlossen sein.

Nach Angaben von Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) sollen 50 Prozent der Wohnplätze durch die sechs landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften Degewo, Howoge, Gesobau, Gewobag, Stadt und Land sowie die Wohnungsbaugesellschaft Mitte errichtet werden. Die anderen 50 Prozent der Wohnungen sollen von der landeseigenen Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH (berlinovo) übernommen werden. Es bleibt jedoch noch offen, wie hoch die Mietpreise für diese Wohnungen werden. Im vergangenen Jahr ist die berlinovo mit einer Miete zwischen 320 und 350 Euro ausgegangen. (red)

Meisterstück Dahlem: Die neue Extraklasse des Wohnens für ein internationales Berlin

Internationaler Vertriebsstart durch Jones Lang Lasalle

Berlin gewinnt zunehmend an internationaler Bedeutung, die Nachfrage nach Luxusimmobilien auf höchstem Niveau steigt stetig. Für eines der exklusivsten Berliner Immobilienprojekt, das „Meisterstück Dahlem“, startet nun der Vertrieb durch die Marktführer der Maklerbranche. Die 17 großzügigen Wohnungen in zwei denkmalgeschützten Gründerzeitvillen mit imponierender Gründerzeitfassade sind ein architektonisches Juwel und werden über 175 bis zu 335 qm Wohnfläche verfügen. Unweit des Botanischen Gartens gelegen, bieten die Wohnungen damit höchste Qualität für eine anspruchsvolle und kosmopolitische Käuferschicht, die den internationalen Vergleich nicht scheuen muss. Vermarktet werden die begehrten Immobilien durch Jones Lang Lasalle und die Zabel Property GmbH.

Für die zwei Häuser mit je sechs beziehungsweise elf Wohnungen, die von Architekt Ninous Tatari auf höchstem Ausstattungsniveau gestaltet wurden, verlangt Investor Zsolt Farkas, der schon mit The Wilhelm vis-à-vis des Hotels Adlon eines der anspruchsvollsten Projekte Berlins lanciert hat, angemessene Preise, die den hohen Anspruch der Immobilie widerspiegeln.

Foto: Mundial AG

 

„Auch als erfahrener Immobilienentwickler hat man nicht alle Tage mit einem solchen Schmuckstück zu tun“, sagt Zsolt Farkas. „Unser Ziel war, mit dem ‚Meisterstück‘ eine einzigartige Immobilie zu schaffen, die in Berlin neue Maßstäbe setzt und auch anspruchsvolle, internationale Kunden durch höchste Qualität begeistern wird.“

Das Marketing entspricht dem Niveau der Villen und bietet Interessenten Einblicke durch ein limitiertes Buch und zwei Showrooms, die die beeindruckenden Ausstattungsmerkmale des „Meisterstücks“ detailliert demonstrieren. Naturstein, gebürstete Bronze patiniert, gehämmert und geschliffen, das sind nur einige der Ausstattungsmerkmale, die Tradition und Stilsicherheit versprechen.

 

Foto: Mundial AG

 

„Wohnwerte und nicht Modeströmungen aus dem Katalog, das ist meine Devise für die Innengestaltung“, so Interiordesignerin Sibel Huhn.

Auch im Bereich Serviceleistungen für die wohlhabenden Eigentümer erreicht die Ausnahmeimmobilie in Berlin bisher weitgehend ungekannte Höhen, die eine neue Dimension im deutschen Luxuswohnsegment begründen.

Foto: Mundial AG

 

Mitte Dezember stellt der Investor dazu seine Pläne vor.

Für Lars-Oliver Mohr, Vertriebskoordinator des Investors, ist damit Berlin endgültig in der Riege der Weltstädte angekommen: „Marktkenner sind sich einig, dass es dieses Nonplusultra an Wohnqualität bislang nur am New Yorker Central Park oder im Londoner Westend gibt. Mit dem Meisterstück Dahlem rückt Berlin tatsächlich in die Liga London, Paris, New York auf und kann dem anspruchsvollen Weltbürger Wohnraum der Extraklasse anbieten.“

Schon vor Vertriebsstart kann sich der Investor über erste Reservierungen aus dem In- und Ausland freuen.

 

 

Mehr unter: www.meisterstück-dahlem.de

 

Besichtigung der Villen und des Showrooms von Interiordesignerin Sibel Huhn sind nach vorheriger Terminabsprache möglich.

 

Kontakt:

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Experten sind sich einig: Attraktivität des Berliner Immobilienmarkts wird für ausländische Investoren weiterhin steigen

Am gestrigen Abend versammelte die Veranstaltungsreihe Berliner Immobiliengespräche der W&R Immocom erneut die Crème de la Crème der Immobilienbranche der Hauptstadt. Das Thema lautete „Berlin – welche Rolle spielt internationales Kapital? Wie verändern ausländische Investoren den Markt?“ Dazu diskutierte Moderator Rudolf von Raven, Partner der Rechtsanwaltsgesellschaft Mazars, mit Größen aus der Berliner Immobilienwelt wie Sven Henkes, Geschäftsführer ZIEGERT Bank- und Immobilienconsulting GmbH, Einar Skjerven, CEO der Skjerven Group, Carsten Heinrich, Geschäftsführer Rubina Real Estate und Herbert Dzial, Geschäftsführer der HD Gruppe.

Expertenrunde: v.l.n.r.: Sven Henkes, Carsten Heinrich, Herbert Dzial, Einar Skjerven. Copyright: DAVIDS/Sven Darmer

Dabei bestand weitgehend Einigkeit darüber, dass der Berliner Immobilienmarkt in den letzten Jahren nicht nur zunehmend attraktiv für ausländische Investoren wurde, sondern auch, dass ein Ende dieses Trends nicht zu erwarten ist – im Gegenteil.

„Berlin wurde in die Riege der internationalen Immobilienstandorte aufgenommen“

China-Experte Carsten Heinrich ist sicher, dass durch das Erstarken der chinesischen Mittelschicht und die wachsende internationale Bedeutung der deutschen Hauptstadt, in Zukunft verstärkt Investoren aus Fernost auf den Berliner Markt drängen werden. Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in chinesischen Metropolen und hat damit einen direkten Zugang zu der potenziellen Käuferschaft. „Vor einigen Jahren mussten wir in China noch erklären, wo Berlin liegt, das ist heute nicht mehr nötig. Berlin wurde in die Riege der internationalen Immobilienstandorte aufgenommen und ist im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten – und vor allem auch im Vergleich zu dem Markt in China – immer noch günstig und damit als Investitionsmöglichkeit natürlich attraktiv. Berlin gilt als weltoffen, tolerant und jung. Die Start-Up Szene sucht in Europa ihresgleichen und die politische und soziale Stabilität sind für chinesische Anleger unschlagbare Argumente für die deutsche Hauptstadt. Eine Wohnung in Berlin gilt in China als Status-Symbol.“

Carsten Heinrich: „Eine Wohnung in Berlin gilt in China als Status-Symbol“. Copyright: DAVIDS/Sven Darmer

Investitionen in Immobilien haben in China Tradition und gelten dort zudem als eine übliche Anlagestrategie. Der Schritt ins Ausland ist hierbei schon lange keine Seltenheit mehr. Wachsende Bevölkerungszahlen und eine starke Wirtschaft haben die Wohnmarktpreise in den südlichen Städten Chinas wachsen lassen und der Preis für Wohnimmobilien in Metropolen wie Peking, Shanghai, Shenzhen oder Guangzhou ist extrem hoch.

 

„Die zunehmende Internationalität tut Berlin gut“

Als deutsche Hauptstadt hat Berlin im Ausland einen besonders guten Ruf. Denn ausländische Investoren suchen vorrangig nach einer international bedeutenden Stadt mit guten Umweltbedingungen, sozialer Infrastruktur und herausragenden Studienbedingungen – und das alles zum besten Preis. Berlin verfügt über die entsprechende internationale Strahlkraft und wird in seiner Funktion als Hauptstadt neben der Politik auch als ein wirtschaftlich zentraler Standort angesehen. Der Verkaufspreis von Immobilien steigt jährlich um etwa 15 Prozent und die Prognose für den Berliner Immobilienmarkt bleibt potenziell auch für die nächsten 20 Jahre positiv – eine Trendwende ist also nicht in Sicht. Für Experte Carsten Heinrich ist das jedoch kein Grund zur Sorge: „Berlin hat sich immer internationale Bedeutung gewünscht. Die Stadt und ihre Menschen freuen sich über eine bunte und offene Gesellschaft und die zunehmende Internationalität tut Berlin gut. Ausländische Investoren legen weltweit an und man darf nicht vergessen, dass ja auch deutsche Investoren im Ausland investieren. Jede bedeutende Metropole übt einen Reiz auf internationale Anleger aus, aus meiner Sicht kann man den Run auf Berlin gelassen sehen, letztendlich wird die Stadt davon profitieren.“

Herbert Dzial: „Berlin ist auf dem internationalen Hauptstadt-Level angekommen“. Copyright: DAVIDS/Sven Darmer

Ausländische Investoren interessieren sich aber nicht nur für Wohnungen, sondern zunehmend auch für Gewerbe- und Handelsimmobilien. „Deutschland ist mit Blick auf Handelsimmobilien seit einigen Jahren immer stärker in den Fokus ausländischer Investoren geraten“, sagt Herbert Dzial, Geschäftsführer der HD Gruppe. „Berlin ist ein Wachstums- und Stabilitätsstandort mitten in Europa. Die Stadt hat vierzig Jahre verloren und ist nun auf dem internationalen Hauptstadt-Level angekommen.“

Die W&R immocom veranstaltet die Berliner Immobiliengespräche in regelmäßigen Abständen. Copyright: DAVIDS/Sven Darmer

https://www.immobiliengespraech.de/

Zwei Berliner Projekte mit FIABCI Designpreis ausgezeichnet

Unter den Gewinner des diesjährigen FIABCI Prix d´Excellence Germany sind  mit dem Li01 (Bronze in Kategorie Wohnen) und dem Puhlmannhof (Gold in Kategorie Gewerbe) auch zwei Berliner Projekte unter den Preisträgern. Die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs für Projektentwicklungen, der von FIABCI und dem BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen ausgelobt wird, fand am 17. November im Berliner Hotel Adlon statt.

Ausgezeichnete Projekte zweigen Vielfalt

Michael Heming, Präsident FIABCI Deutschland und Mitglied der Jury, verwies auf die Vielfalt der ausgezeichneten Projekte: „Diese decken von der Umnutzung, vom Neubau bis zur Bestandsrevitalisierung und –sanierung im Wohn- und Gewerbebereich die gesamte Bandbreite der Bautätigkeit in Deutschland ab. Kreativität und Qualität sind die Merkmale, die unsere heimischen Projektentwicklungen kennzeichnen. Auch dieses Jahr haben wir wieder Gewinner mit Weltklasse, die das hohe Niveau der deutschen Projektentwicklungen belegen. Die Gewinner-Teams wurden von einer 12-köpfigen Expertenjury gewählt, die das Spektrum der Bewertungskriterien repräsentiert. Bewertungsmaßstab für eine gelungene Umsetzung bilden dabei sieben Kriterien: Konzept, Architektur, Nachhaltigkeit, Finanzen, Logistik, Markenentwicklung und urbane Integration.“

Projektentwickler stehen vor großen Herausforderungen

Andreas Ibel, Präsident des BFW Bundesverbandes Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen und Jury-Mitglied, gratulierte den Teilnehmern und verwies auf die großen Herausforderungen, vor denen Projektentwickler heute stehen: „Angesichts des ordnungsrechtlichen Vorschriften-Dschungels, dem Mangel an Bauland und steigenden Kosten wird es immer schwieriger, ökonomisch, innovativ und gleichzeitig nachhaltig zu planen und zu bauen. Dass es dennoch möglich ist, zeigen die herausragenden Projekte unseres Wettbewerbs: Hier ist gebaute Umwelt entstanden, die sich an den Bedürfnissen der Bewohner und Nutzer orientiert und deren Leben und Umgebung bereichert. Deshalb wollen wir mit der Auszeichnung dieser zukunftsweisenden Projekte nicht nur einen Preis vergeben, sondern auch inspirieren!“

Neben den Preisträgern wurden auch die besten Projektentwicklungen in einer „FIABCI Prix d´Excellence Official Selection 2017“ ausgezeichnet, darunter die Berliner Projekte: Brunnen 49,  SAPPHIRE by Daniel Libeskind, The Mile, The White Berlin und Uferkrone.

Die eingereichten Bauvorhaben des diesjährigen Wettbewerbs stellen ein gesamtes Projektvolumen von rund einer Milliarde Euro dar. Damit konnten über 2.000 sowohl frei finanzierte als auch öffentlich geförderte Wohnungen gebaut werden. Beide Gold Gewinner-Projekte (Kategorie Wohnen: AXIS, Frankfurt am Main und Kategorie Gewerbe: Puhlmannhof, Berlin) werden nun als deutsche Beiträge in die FIABCI Prix d’Excellence International Awards 2018 eingereicht, die im kommenden Mai in Dubai verliehen werden. (red)

Quartier Bundesallee – SSN GROUP realisiert neue Volksbank-Zentrale in der City-West

Der Regierende Bürgermeister Michael Müller gab sich die Ehre und auch Bezirksbürgermeister Reinhard Naumann ließ es sich nicht nehmen, gemeinsam mit dem Bauherren Michael Tockweiler, CEO der SSN GROUP, dem Vorstand der Berliner Volksbank, Dr. Holger Hatje und Carsten Jung, dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Berliner Volksbank Stephan Schwarz und Architekt Bertram Vandreike die symbolische Grundsteinlegung für das Quartier Bundesallee zu feiern.

Bei Kaiserwetter wurde vor den etwa 100 Gästen die Zeitkapsel mit Münzen, einem Faktenblatt und den heutigen Ausgaben der Berliner Zeitungen befüllt, um diese anschließend fachmännisch durch den Polier einmauern zu lassen.

v.l.n.r. Dr. Holger Hatje, Carsten Jung, Michael Müller, Michael Tockweiler, Reinhard Naumann, Stephan Schwarz legen den Grundstein für das Quartier Bundesallee. | Foto: Charles Yunck

Bereits im Dezember 2016 wurden die Bürohäuser 1 und 2 des Quartiers an die Berliner Volksbank verkauft. Das Finanzinstitut wird die erworbenen Räumlichkeiten an dem zentralen Standort als Firmensitz in der Hauptstadt nutzen.

Michael Tockweiler, CEO der SSN Group AG, laut bulwiengesa einer der deutschen TOP5 Projektentwickler, hob die städtebauliche Bedeutung des Projekts hervor: „Ziel dieser Entwicklung war es, die Lücke an diesem exponierten Standort mit einem Ensemble zu schließen, das in jeder Hinsicht auf Nachhaltigkeit setzt: Ökologisch, architektonisch, städtebaulich und auch in seiner durchmischten Nutzung. Die Ansiedelung der Berliner Volksbank entspricht diesem umfassenden Anspruch.“

Michael Tockweiler, CEO SSN GROUP | Foto: Charles Yunck

„Die Berliner Volksbank ist nicht nur ein bedeutendes Kreditinstitut der Stadt, sondern mit ihrem genossenschaftlichen Anspruch und ihren zahlreichen sozialen Projekten in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport auch ein wichtiger und weit vernetzter Akteur der Berliner Stadtgesellschaft“, so der Regierende Bürgermeister Michael Müller. „Daher freue ich mich, dass die Berliner Volksbank mit diesem Projekt wieder eine größere Sichtbarkeit in der City West gewinnt und zugleich dazu beiträgt, diesen exponierten Standort neu zu beleben.“

v.l.n.r.: Dr. Holger Hatje, Michael Tockweiler, Reinhard Naumann, Michael Müller, Carsten Jung | Foto: Charles Yunck

Die Gebäude entstehen als Teil des von einem Unternehmen der SSN GROUP AG entwickelten „Quartier Bundesallee“ mit Büro-, Wohn und Gewerbenutzung und wird von der Berliner Volksbank schlüsselfertig übernommen. Für die zeitlos-moderne Architektur ist KSV Krüger Schuberth Vandreike verantwortlich. Das Gebäude wird in dem internationalen Nachhaltigkeits-Standard „LEED Gold“ errichtet. Das neue Verwaltungsgebäude der Berliner Volksbank, das rund 14.740 qm Bürofläche sowie rund 110 Fahrradstellplätze und rund 50 Tiefgaragenplätze im „Quartier Bundesallee“ umfasst, markiert die Spitze des Gebäudeensembles zur Kreuzung hin.

Der Bezirksbürgermeister von Charlottenburg-Wilmersdorf Reinhard Naumann betonte die erfolgreiche Kooperation mit dem Bauherren und freut sich über das Landmark-Projekt in Charlottenburg-Wilmersdorf: „Es freut mich daher sehr, dass die Standortwahl für das neue Verwaltungsgebäude der Berliner Volksbank auf unseren Bezirk fiel. Hervorzuheben ist auch die Zusammenarbeit mit der SSN GROUP, die mit ihrem Quartier Bundesallee die berühmte Berliner Mischung aus Wohnen, Büro und Gewerbe, um die man uns in Paris, London, Madrid beneidet, realisiert.“

Die von der Berliner Volksbank erworbenen Bürohäuser 1 und 2 verfügen über eine Gesamtnutzfläche von ca. 15.140 m2 und beanspruchen damit nur einen Teil des gesamten Quartiers. Auf dem Gesamtareal entsteht auf fast 7.500 m2 Grundfläche ein attraktives neues Quartier mit Wohn- und Büronutzung, das insgesamt über eine Nutzfläche von ca. 28.600 m2 verfügen wird. Davon entfallen ca. 7.000 m2 auf 73 Wohnungen, die bereits zu mehr als 80 Prozent verkauft wurden, und ca. 21.700 m2 auf Büros. Außerdem werden 117 Tiefgaragenparkplätze entstehen.

Der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank Dr. Holger Hatje erklärte dazu: „Wir sind für viele Berliner die traditionelle Bank an ihrer Seite – ein Garant für Sicherheit, Stabilität und Vertrauen. Deshalb hat es für uns auch einen hohen symbolischen Wert, dass wir mit unserem neuen Verwaltungsgebäude wieder verkehrsgünstig in der City West vertreten sind. Entscheidend war auch unser konkreter Bedarf nach nachhaltig nutzbaren, zukunftsfähigen Büroflächen.“

Dazu ergänzte Carsten Jung, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Berliner Volksbank: „Die Digitalisierung und die damit verbundenen Veränderungen in der Arbeitswelt gehen auch an der Berliner Volksbank nicht vorbei. Wir haben diese Herausforderung frühzeitig angenommen und sind dabei, uns sowohl technologisch als auch kulturell auf eine Weise neu zu positionieren, die unserer Verantwortung gegenüber Mitgliedern, Kunden und Mitarbeitern gerecht wird. Das neue Verwaltungsgebäude ist ein wichtiger Baustein im Rahmen dieser Entwicklung.“

Städtebaulich markiert das neue Quartier nicht nur einen Lückenschluss im Straßenbild, sondern die Wiederherstellung eines gewachsenen und geschichtsträchtigen Areals. Die Pläne für das Projekt wurden in enger Zusammenarbeit mit dem Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf erarbeitet und gemeinsam auf den Weg gebracht. Es wurde ein Nutzungsmix eingeplant, der typisch für das Viertel ist. Vorher befand sich auf dem Areal ein in den 1970er Jahren errichteter Bürokomplex, der bis 2013 durch das Jobcenter Charlottenburg-Wilmersdorf genutzt wurde. Das Gebäude wurde bereits 2016 vollständig abgetragen. Für die Fertigstellung des Quartiers ist das 4. Quartal 2019 avisiert.

Die Baustelle für das Quartier Bundesallee | Foto: Charles Yunck

Neben dem Quartier Bundesallee realisiert die SSN GROUP in Berlin das Franklinhaus in der Franklinstraße, ein modernes Bürogebäude mit ca. 10.800 m2 Bürofläche, sowie The Wilhelm!, ein exklusives Wohnprojekt in der Wilhelmstraße in Mitte. Damit entwickelt die SSN GROUP in Berlin über 61.000 m2  mit einem Investitionsvolumen von über 540 Mio Euro. Deutschlandweit gehören zu den Projekten der SSN GROUP unter anderem das Holsten-Quartier und das Neue Korallusviertel in Hamburg, Covent Garden in München, das Peschl-Quartier in Passau, das No.1 in Mannheim und das Hochhausprojekt 2Stay in Frankfurt am Main. Das Unternehmen wurde von dem unabhängigen Analyseinstitut bulwiengesa als einer der deutschen TOP5 Projektentwickler benannt. (ak)

 

Bildrechte: Charles Yunck

 

Vollendung der historischen Berliner Mitte – Erster Spatenstich für Projekt „TRION Leipziger Platz“

Mit dem heutigen 1. Spatenstich für das Büro- und Geschäftshaus „TRION Leipziger Platz“ beginnt der Lückenschluss für die historische Stadtfigur des Oktogons am Leipziger Platz.

Der Entwurf für das Gebäude stammt von den renommierten Berliner Architekten léonwohlhage, die den 2016 ausgelobten Wettbewerb gewonnen haben.

„Das Gebäude liegt direkt neben der Kanadischen Botschaft, markiert die Schnittstelle zum Potsdamer Platz und bildet gleichzeitig den Abschluss des Ensembles rund um den Leipziger Platz“, so Hilde Léon, Architektin und Geschäftsführerin des ausführenden Büros léonwohlhage Architekten. „Es geht unseres Erachtens mehr um das ‚Ensemble’ als um den ‚Solospieler’ in diesem Kontext.“

Das geplante Gebäude TRION Leipziger Platz. Perspektive Potsdamer Platz | Foto: F100 Investment A.G./ HH VISION

 

„TRION Leipziger Platz“ wird  Anfang 2020 fertiggestellt

Das Büro- und Geschäftshaus trägt den Namen „TRION Leipziger Platz“. Es sieht einen zehngeschossigen Sockelbau vor, der zur Platzecke hin von einem Turmaufbau gekrönt wird. Im Untergeschoss wird eine Tiefgarage entstehen. Das Objekt wird oberirdisch über rund 10.000 Quadratmeter BGF verfügen. Für die Fertigstellung des Gebäudes ist Ende 2019/Anfang 2020 avisiert.

„Als Projektentwickler und Bauherrenvertreter erfüllt es die FREO mit großem Stolz und Dankbarkeit, den Abschluss der Wiederherstellung des Leipziger Platzes mit einem herausragenden Team an Planern, einem großartigen Entwurf und einem weitsichtigen Bauherrn bis zu diesem Tag des heutigen Spatenstichs vorangetragen zu haben“, so Marcus Brettel, Bauherrenvertreter der FREO Financial & Real Estate Operations GmbH. „Nach dieser Zeit der intensiven Planung und Vorbereitung freuen wir uns nun auf den Baustart dieses in jeder Hinsicht anspruchsvollen Projektes.“

Oktogon am Potsdamer Platz wird wieder komplett

Nach Erteilung der Baugenehmigung durch das Bezirksamt Berlin-Mitte im Juni 2017 wurde in den vergangenen Wochen das Gerüst und die Werbefassade demontiert. Nun soll mit der Bebauung des letzten freien Grundstücks die historische Stadtfigur des Achtecks vervollständigt werden.

Das Büro- und Geschäftshaus wird sich als Nordwest-Abschluss in die oktogonale Figur des Gesamtareals harmonisch einfügen und dennoch ein eigenständiges, Identität stiftendes Gebäude sein.

Direkt vor dem Gebäude befindet sich die S-Bahnstation Potsdamer Platz. Die Leipziger Straße gehört mit einem Verkehrsaufkommen von ca. 35.000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten frequentierten Magistralen zwischen Ost und West.

Das geplante Gebäude TRION Leipziger Platz. Perspektive Leipziger Straße | Foto: F100 Investment A.G./ HH VISION

 

TRION steht für die Form des Dreiecks und die Vervollständigung der Platzfigur

„Es freut mich sehr, dass es uns gelungen ist, die städtebauliche Herausforderung an diesem bedeutenden Platz in der Mitte Berlins gemeistert zu haben“, sagt Ilan Brandstetter, Bauherrenvertreter der F100 Investment A.G. „Als Schlussstein für den Leipziger Platz wird das Bauwerk ab heute den Namen TRION LEIPZIGER PLATZ tragen und damit eine unverwechselbare Identität erhalten. TRION steht dabei für die Form des Dreiecks und die Vervollständigung der Platzfigur.“

Nachdem 2014 an der Nordostseite des Platzes die „Mall of Berlin“ eröffnete, sieht nun das berühmte Oktogon seiner Vollendung entgegen. (red)

EQUAL PAY DAY 2018: Transparenz gewinnt

Die Lücke zwischen den Gehältern von Männern und Frauen in Deutschland schließt sich auch nach Jahren der Debatte darüber nicht. Die aktuelle Lohnlücke beträgt 21 Prozent. Für deren Schließung spielt Transparenz eine zentrale Rolle. Doch gegen diese gibt es noch immer viele Vorbehalte.

Transparenz ist entscheidend

Transparente Gehaltsstrukturen werden sowohl von Beschäftigten, als auch von Arbeitgebern mit großer Skepsis betrachtet. Über Geld zu sprechen ist immer noch ein Tabuthema. Zu groß ist die Angst vor Neid in der Belegschaft und vor einem unverhältnismäßigen Bürokratieaufwand. Dass transparente Einkommensstrukturen positive Auswirkungen haben, zeigen aber die Erfahrungen in anderen Ländern. Denn Transparenz schafft Vertrauen und eine Basis für Gehaltsverhandlungen auf Augenhöhe. Nur wer weiß, was die Kollegen und Kolleginnen in vergleichbarer Position verdienen, kann beurteilen, ob das eigene Gehalt Grund zur Zufriedenheit oder Anlass zu Nachverhandlungen ist.

„Transparente Gehaltsstrukturen sind ein Gewinn für alle – nicht nur für weibliche Angestellte. Denn Transparenz beim Gehalt zwingt dazu, gerecht nach Leistung zu entlohnen, und verhindert, dass unbewusste Vorurteile den Blick auf faires Entgelt verstellen. Das wird den Gender Pay Gap deutlich verringern.“ so Uta Zech, Präsidentin BPW Germany. „Unser Ziel: Arbeitgebende und Beschäftigte dafür zu begeistern, Gehaltstransparenz Normalität werden zu lassen!“

Gesetz zur Förderung der Transparenz

Ein entsprechendes Gesetz zur Förderung von Transparenz ist im Sommer 2017 in Kraft getreten. Ein lange erwarteter Schritt. Thomas Fischer, Referatsleiter im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt den Prozess vom Entwurf bis zum endgültigen Gesetz vor. Warum Transparenz Unternehmen nützt, erläutert Henrike von Platen, CEO und Founder des FPI Fair Pay Innovation Lab gGmbH, in ihrer Keynote.

Equal Pay ist keine nationale Frage, sondern eine internationale Herausforderung. An der Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialstandards zu Equal Pay arbeitet die International Labour Organization (ILO) Germany. Dr. Annette Niederfranke, Direktorin der ILO Germany, zeigt eine Bestandsaufnahme und stellt internationale Best- Practice-Beispiele vor.

Ursachen und Auswirkungen

Über Ursachen der Entgeltungleichheit, Entwicklungen und den aktuellen Stand berichtet Prof. Dr. Wippermann, Leiter des DELTA-Instituts für Sozial- und Ökologieforschung auf der Veranstaltung zur Equal Pay Day Kampagne 2018.

Unter dem Motto „Transparenz gewinnt.“ startet am 9. November 2017 die Equal Pay Day Kampagne 2018. Initiiert wird die Kampagne seit 2008 durch den Business and Professional Women (BPW) Germany e.V. und gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Wie sich Transparenz auf dem Arbeitsmarkt auswirkt, diskutieren Podiumsgäste und Teilnehmende im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). (red)